Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
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Spielfilme im Geschichtsunterricht. Der Einsatz von Spielfilmen als Quellen im Geschichtsunterricht am Beispiel von James Bond-Filmen
Filme und Serien sind nicht zuletzt aufgrund des boomenden Streaming-Marktes seit Jahren
im Trend. Schülerinnen und Schüler konsumieren Netflix, Amazon Prime und Co. in ihrer Freizeit. Laut Wehen (2012) ist dieser Trend im Geschichtsunterricht bisher noch weniger angekommen. Filme, und vor allem die für diese Masterarbeit ausgewählte Gattung der Spielfilme,
werden im Unterricht kaum eingesetzt und wenn, dann oft falsch. Demleitner und van Soeren
(2020, S. 10-11) halten dies dahingegen problematisch, dass die Lernenden einen grossen
Teil ihres Geschichtswissen über Filme erhalten. Genau bei diesem Geschichtskonsum müssen die Jugendlichen unterstützt werden.
Das Ziel dieser Masterarbeit ist, herauszufinden, wie Spielfilme am Beispiel von James Bond Filmen im Geschichtsunterricht eingesetzt werden können, um historische Aspekte des Kalten
Krieges zu vermitteln. Die Bond-Reihe wurde ausgewählt, da sie schon seit über 60 Jahren
besteht und damit immer mehr zu einem kulturellen Phänomen wurde. Die Filme spielen jeweils in ihrer Entstehungszeit und widerspiegeln dabei den aktuell vorliegenden Zeitgeist. Für
die praktische Umsetzung in dieser Arbeit wurden die Filme «James Bond – Liebesgrüsse aus
Moskau» (Young) aus dem Jahr 1963 und «James Bond – Octopussy» (Glen) aus dem Jahr
1983 ausgewählt. In beiden Filmen merkt man, dass sie während dem Kalten Krieg entstanden
sind, in «Liebesgrüsse aus Moskau» etwas weniger, in «Octopussy» sehr stark.
Als Methode für die Masterarbeit wurde Design-Based Research ausgewählt. Mit dieser Methode aus der Fachdidaktik können Theorien des Lernens entworfen oder weiterentwickelt
werden (Prediger & Link, 2012). Basierend auf recherchierter Fachliteratur und definierter Designprinzipien wurde eine Unterrichtsreihe von sieben Lektionen geplant und auf der Zielstufe
durchgeführt. Für die Durchführung wurden drei dritte Oberstufenklassen des höchsten Niveaus ausgewählt. Die Umsetzung fand kurz vor den Sommerferien dieses Jahres innerhalb
von drei Wochen statt. Dabei wurde jede Lektion vom Verfasser dieser Arbeit geführt und beobachtet. Zudem wurden am Schluss der Durchführung eine Umfrage, je ein Gruppeninterview
pro Klasse und je ein Expert:inneninterview mit den beiden Lehrpersonen der Klassen durchgeführt. Die daraus erhaltenen Daten wurden anschliessend mit einer Mixed Method ausgewertet. Die Umfrageergebnisse wurden quantitativ, die restlichen Daten mittels eines Kategoriensystems qualitativ ausgewertet.
Aufgrund der Analyse aller Daten wurden anschliessend die wichtigen Schlüsse für das ReDesign und allgemein für die Arbeit mit Spielfilmen im Geschichtsunterricht gezogen. Dazu
kann festgehalten werden, dass Filme und vor allem auch Spielfilme einen grösseren Platz im
Geschichtsunterricht einnehmen sollten, um die Schüler:innen in ihrem Geschichtskonsum zu
unterstützen und die diversen Potenziale des Medium nutzen zu können
Tierethischer Veganismus. Ausgewählte tierethische Positionen in Anwendung auf den Veganismus
Das Verzichten auf tierische Produkte gewann in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung in unserer Gesellschaft. Die Gründe für einen veganen Lifestyle variieren, wobei die ethischen Motive in verschiedenen Studien am häufigsten genannt werden. Das Verhältnis zwischen Mensch und Tier und die Ablehnung von Leid und Töten gegenüber Tieren bilden den Grundkern des ethisch motivierten Veganismus. Die Frage nach dem Stellenwert der Tiere in unserer Gesellschaft veränderte sich mit der Zeit. In dieser Masterarbeit werden die Moraltheorien von Immanuel Kant, Arthur Schopenhauer, Peter Singer und Tom Regan erläutert und Argumente herausgefiltert, die für ein Leben ohne tierische Produkte sprechen. Die Ergebnisse werden verglichen und es wird analysiert, ob sie hinreichend genug sind, um einen ethisch motivierten Veganismus zu begründen. Am Ende der Arbeit wird ein Transfer zum erweiterten Veganismus vorgenommen, indem mithilfe des Lehrmittels ""Querblicke - Zoo"" ein idealer Zoo unter Berücksichtigung der ethischen Argumente erstellt wird
Audiodatei 7
Sagen sind ein ursprünglich mündlich überliefertes Erzählgut, welches immer mehr in Vergessenheit gerät. Besonders für Kinder ist solches Erzählgut jedoch von grosser Bedeutung. Es hilft ihnen dabei ihre eigene innere Welt zu verstehen und Gefühle nach aussen zu projizieren. Weiter liefern Sagen einen Einblick in verschiedene Kulturen und deren Normen. Dies legt nahe, dass Sagen auch in heutigen Alltag und in der Schule einen Platz finden sollten. Somit soll der Nutzen dieser Arbeit darin liegen, eine Antwort auf die übergeordnete Frage: «Wie können verschiedene Sagen aus der Schweiz und Japan analysiert, verglichen und für den Unterricht aufbereitet und somit wieder aktuell gemacht werden?» herauszuarbeiten. In einem ausführlichen Theorieteil wird eine Begriffsabgrenzung von Sagen zu anderen Erzählgattungen durchgeführt und es werden eigene Begrifflichkeiten gefunden für den Umgang mit Sagen. Weiter werden die Aspekte der Sagenforschung untersucht, sowie die Stellung von Sagen aus der Schweiz und Japan in der Gesellschaft und Schule. Darauf aufbauend wurden vier Sagenpaare, die je eine Sage aus der Schweiz und aus Japan enthalten recherchiert und aufbereitet. Weiter wurde eine geeignete Vergleichsmethode erarbeitet, um die Sagen zu vergleichen und analysieren. Ein Sagenpaar wurde ausgewählt und für den Unterricht aufbereitet.
Dabei wurde festgestellt, dass sich nur schon bei den ausgewählten acht Sagen eine grosse Vielfalt aufzeigte. Kulturelle Unterschiede zwischen den Sagen beschränkten sich überraschenderweise lediglich auf kleine inhaltliche Details. Die ausgewählten Sagen konnten im Lehrplan verankert werden, jedoch sind bei weitem nicht alle Sagen für den Unterricht geeignet
Vor- und Nachteile von Intervall- und Wochenunterricht an der Berufsfachschule
Der Autor unterrichtet am Bildungszentrum für Bau und Mode in Kreuzlingen die Zeichner:innen Fachrichtung Architektur. Als einziger Fachbereich im Kanton gehen die Lernenden in den Intervallunterricht. Der Autor stellt sich im Zusammenhang mit einem angekündigten neuen Bildungsplan die Frage, was die Vor- resp. Nachteile dieses Unterrichtsmodells sind. Er legt den Fokus dabei auf die Lernprozesse und die Förderung zur Erlangung von Handlungskompetenzen.
In einem theoriegestützten Teil erklärt der Autor die wichtigsten Begriffe und geht der Frage nach, wie sich das Verständnis der Lernprozesse in der Wissenschaft entwickelt hat. Dabei spielt unser Gehirn, als komplexestes der Organe, die tragende Rolle.
Der Autor überlegt sich in der Folge, welche Faktoren die Lernprozesse und die Förderung zur Erlangung von Handlungskompetenzen positiv beeinflussen können.
Im zweiten Teil versucht der Autor mit einer empirischen Befragung unter den Lernenden, deren Ausbildnern und Ausbildnerinnen und den Lehrpersonen festzustellen, ob Unterschiede zur eingangs gestellter Frage bei den beiden Unterrichtsmodellen, Intervallunterricht und Wochenunterricht, erkennbar sind und welche Vor- und Nachteile sich daraus für den Intervallunterricht ableiten lassen.
Die Umfragen werden ausgewertet und vom Autor interpretiert. Er kommt dabei zum Schluss, dass der Intervallunterricht hinsichtlich Lernprozess Nachteile gegenüber dem Wochenunterricht aufweist, dafür besser bei der Förderung zur Erlangung von Handlungskompetenzen abschneidet. Die Unterschiede sind aber so gering, dass sich kein allgemeiner Rückschluss zu lässt
Sprachbiografien der ersten und zweiten Generation der bosnischen-kroatischen-serbischen Sprachgemeinschaft in der Ostschweiz
Das Sprachrepertoire kann unbewusst die Wahrnehmung und den Alltag beeinflussen. Auch
der Gebrauch und der Erwerb einer Sprache ist für jede Person eine individuelle Erfahrung.
Betrachtet man die persönliche Einstellung zu einer Sprache, merkt man, dass diese stets
auch von Alltagserfahrungen und biografischen Ereignissen geprägt ist.
Interessant ist, welche Erfahrungen Menschen machen, welche in die Schweiz kommen und
als sprachliche Minderheit eine Landessprache der Schweiz neu erwerben. Da Studien,
welche die soziale oder professionelle Integration aufzeigen, bisher selten vertreten sind, ist
die Betrachtung der Sprachbiografien der beiden Generationen ehemaliger Jugoslaw:innen
aus Bosnien und Herzegowina spannend.
In dieser Masterarbeit wurde anhand von zwölf qualitativen Interviews untersucht, wie die
Sprachbiografie die erste und zweite Generation der bosnischen-serbischen-kroatischen
Sprachgemeinschaft auf ihre kulturelle Identität geprägt hat, welche Alltagsstrukturen
vorherrschen und wie der alltägliche Sprachgebrauch sich gestaltet.
Um dies zu untersuchen, wurden die qualitativen Interviews mit einem halbstandardisierten
Leitfaden durchgeführt und zusammenfassend transkribiert. Die Transkripte bildeten die
Grundlage für die Inhaltsanalyse und die Darstellung der Sprachportraits in einer Broschüre.
Die Untersuchung anhand der inhaltlich strukturierenden Inhaltsanalyse und den
sprachbiografischen Portraits der Personen der BKS-Sprachgemeinschaft ergibt, dass
mehrere Bereiche des Sprachalltags wie Sprachgebrauch, Identifikation mit einer Sprache,
Peergroups, Vereinsaktivitäten und die individuelle Relevanz einer Sprache die Wahrnehmung
der bosnischen-kroatischen-serbischen Sprachgemeinschaft beeinflussen. Die Ergebnisse
zeigen, dass die Sprachgemeinschaft der ersten und zweiten Generation eine Verbundenheit
mit der Sprache Bosnisch - Kroatisch - Serbisch wahrnimmt, dies vor allem in Bezug auf die
Jugend, die Familie und die Heimat. Während die erste Generation ihre individuellen Bezüge
mit der Jugendzeit und der Heimat im Herkunftsland verknüpft, äussert sich die zweite
Generation über eine Verbundenheit mit der Herkunftssprache in Bezug auf die Familie und
explizit auf die Eltern. Des Weiteren wünschen sich die Interviewpartner:innen, dass die
Herkunftssprache auch in weiteren Generationen nicht an Bedeutsamkeit verliert und sehen
die Einstellungen kommender Generationen für den Erhalt der BKS-Sprache als entscheidend
Die Wanderausstellung des Vereins für Säuglingsfürsorge in St.Gallen. Stillpropaganda im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie das Stillen in der Wanderausstellung des Vereins für
Säuglingsfürsorge in St.Gallen im Verlauf der 1920er-Jahre vor dem Hintergrund der
Sozialhygiene dargestellt wurde. Als Untersuchungsgegenstand dienen einerseits
Bildtafeln, die im Rahmen der Wanderausstellung aufgehängt worden sind: die erste Serie
davon stammt aus der 1. Auflage des 1918 in Deutschland erschienenen "Atlas der Hygiene
des Säuglings und Kleinkindes", die zweite wurde vom Verein selbst konzipiert und
spezifisch auf den Kanton St.Gallen ausgerichtet. Andererseits wird die 6. Auflage der
Broschüre "Wie ich mein Kindlein pflege" aus dem Jahr 1922 von Frida Imboden-Kaiser
untersucht, da anzunehmen ist, dass diese anlässlich der Ausstellungen verteilt wurde oder
dort käuflich erwerbbar war. Für die Analyse der Forschungsgegenstände kommen zwei
unterschiedliche Methoden zum Einsatz: die dokumentarische Bildinterpretation nach
Bohnsack für die Bildtafeln, die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring für die Broschüre.
Die Ergebnisse zeigen, dass das Hauptziel der in der Wanderausstellung geführten
Stillpropaganda die Reduktion der hohen Säuglingsmortalitätsraten war. Mit der
Sicherstellung von genügend und vor allem gesundem Nachwuchs sollte die Schaffung
eines leistungsfähigen Staatskörpers ermöglicht werden. Um die Besucherinnen der
Ausstellung vom Stillen zu überzeugen, arbeitete der Verein für Säuglingsfürsorge mit
verschiedenen Strategien: Zum einen wurde den Frauen vermittelt, dass das Stillen allen
Ersatzprodukten überlegen sei und als einzige Ernährungsform das Überleben der
Säuglinge sicherstelle. Aus diesem Grund wurde die Brustmilch nicht nur als heilige
Mutterpflicht, sondern auch als die von der Natur vorgeschriebene Ernährung verkauft. An
der Spitze der Akteure, die dieses Narrativ verbreiteten, stand der Arzt in seiner
unangefochtenen Vormachtstellung bei Gesundheitsfragen. In diesem Sinne wurden
Frauen dazu angehalten, sich der Expertise des Arztes zu unterwerfen und eine ihm
zudienende Rolle einzunehmen. Mütter, die sich gegen den ärztlichen Rat für die künstliche
Ernährung entschieden, wurden als unwissend dargestellt und würden das Leben des
eigenen Kindes in Kauf nehmen. Eine letzte Strategie, die der Verein mit der
Wanderausstellung intensiv verfolgte, war die Propagierung der Stillfähigkeit. Viele Mütter
wollten ihr Kind nämlich mit der Brust ernähren, klagten jedoch über Stillprobleme und
griffen in der Folge zur Flaschenmilch. Diesbezüglich stellte der Verein klar, dass die
meisten Stillprobleme auf einen zu geringen Saugreiz zurückzuführen und durch
regelgeleitetes Vorgehen sowie etwas Geduld einfach zu lösen seien. Wenig überraschend also, dass das Nichtstillen des Säuglings als Ausrede und Bequemlichkeit der Mutter
gedeutet wurde
Der nächste Schritt nach dem Studium. Am Beispiel einer Klassenlehrperson in der Mittelstufe
Während der Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule Rorschach begegnete die Autorin dem Vorurteil, dass viele berufseinsteigende Lehrpersonen einen «Praxisschock» erleiden und aufgrund dessen viele in den ersten Jahren den Lehrberuf wieder verlassen. Die vorliegende Arbeit geht dieser Behauptung nach und setzt sich zum Ziel, mithilfe von Literaturrecherche die Herausforderungen im Berufseinstieg als Lehrperson zu untersuchen, um herauszufinden, wie aussagekräftig diese Bekundung ist. Dazu wurde der Fokus in der Literaturrecherche auf die tragenden Herausforderungen gelegt und diese in drei Kategorien eingeteilt: Herausforderungen, welche allein bewältigt werden, Herausforderungen, die mit Anleitung erleichtert werden und Herausforderungen, die Übung erfordern. Die fertige Dissertation beinhaltet die theoretischen Grundlagen sowie ein Handbuch, dass eine neu ausgebildete Lehrperson durch den Berufseinstieg begleiten sowie entlasten sollte. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass der Berufseinstieg für Lehrpersonen in der Tat eine sehr herausfordernde Zeit ist und die Ausstiegsquote ebenfalls hoch, dies jedoch nicht nur auf Lehrpersonen zutrifft, sondern auch in anderen anspruchsvollen Berufsfeldern erkennbar ist. Zur Erleichterung dieser Berufseinstiegsphase wurden entsprechende Dokumente erstellt
Raumgestaltung im Kindergarten: Einfluss auf das Wohlbefinden und das Lernen der Kinder
In der vorliegenden Bachelorarbeit wird geklärt, welche Faktoren der Raumgestaltung das
Wohlbefinden und das Lernen der Kinder im Kindergarten beeinflussen. Mittels literarischer
Analyse wurde die Bedeutung einer kindgerechten Umgebung im Kindergarten, die
Elemente des Kindergartens sowie die beiden pädagogischen Konzepte «Raum als dritter
Erzieher» und «Montessori-Pädagogik» erläutert. Weiter wurden die Elemente der
Raumgestaltung unter anderem Licht, Farbe und Möblierung thematisiert. Abschliessend
wurden die neu gewonnenen Erkenntnisse in einer Checkliste für die Praxis festgehalten.
Die Literaturrecherche zeigte, dass die Gestaltung der Räume mit den Elementen der
Innenarchitektur einen erheblichen Einfluss auf das Wohlbefinden und das Lernen der
Kinder hat. Zentrale Elemente, die die Wirkung in den Räumen beeinflussen, sind die Lichtund
Akustikverhältnisse, die Farb- und Formgestaltungen sowie die Einrichtung des Raumes.
Dies weist darauf hin, dass Lehrpersonen der Raumgestaltung im Kindergarten genügend
Beachtung schenken müssen, damit sich die Kinder darin wohlfühlen und bestmöglich
lernen können
Mathematik im Freien
Verschiedene Einblicke in den Mathematikunterricht an diversen Primarschulen,
welche dem Verfasser dieser Arbeit durch unterschiedliche Praktika möglich
waren, zeigten auf, dass der Mathematikunterricht noch oft stur und eintönig im
Frontalunterricht und durch das Abarbeiten von Arbeitsblättern durchgeführt
wird. Dadurch kann es einigen Schülerinnen und Schülern schwerfallen, den Sinn
hinter den gelernten Themen zu verstehen und deren Nutzen für das zukünftige
Leben zu erkennen. Dabei sollte doch der Unterricht so gestaltet sein, der den
Schülerinnen und Schüler die Sinnhaftigkeit der Mathematik erkennen lässt, an
ihrer Motivation anknüpft und auf das spätere Leben vorbereitet. Mithilfe eines
durchgeführten Projektes in einer 6.Klasse in Rapperswil-Jona wurde eruiert, ob
sich ein Mathematikunterricht planen lässt, der diese genannten Bedürfnisse
abdeckt. Hierfür wurden die theoretischen Ansätze des Problem-Based Learning
und der Outdoor Education kombiniert. Mit Hilfe der theoretischen Erkenntnisse
wurden Ziele erstellt, eine Unterrichtsreihe geplant und diese durchgeführt. Um
dieses Projekt abschliessend auszuwerten, wurde ein Evaluationsmodell,
Fragebögen der Projektteilnehmenden und eine Selbstevaluation ausgewertet
und mit der Theorie und Fragestellung analysiert. Dabei wurde ersichtlich, dass
ein auf diesen theoretischen Ansätzen entwickelter Unterricht sich positiv auf die
Motivation der Schülerinnen und Schüler und daraus resultierend auf den
Lernerfolg und das Verständnis des Lerninhaltes auswirkt
Straffreie Klassenführung- Analyse von Praxisbeispielen
In dieser Arbeit wird aufgezeigt, wie eine Umsetzung einer straffreien Klassenführung in die Praxis aussehen kann und welche Massnahmen ergriffen werden müssen. Dabei werden die Begriffe «Strafe», «Konsequenz» und «straffreie Klassenführung» näher betrachtet und definiert. Im ersten Teil werden theoretische Bezüge zu der straffreien Klassenführung aufgegriffen, wobei die operante Konditionierung wegleitend ist. Im Zentrum der Arbeit stehen insbesondere die proaktiven Strategien, welche eine wichtige Voraussetzung für eine straffreie Klassenführung bilden. Es wird aber auch auf die reaktiven Strategien eingegangen. Für den zweiten Teil wurde mit einer Primarlehrperson, welche eine langjährige straffreie Klassenführung praktiziert, ein Interview durchgeführt und den Unterricht eines Schultages auf Video festgehalten. Durch konkrete Praxisbeispiele konnten die Voraussetzungen für eine straffreie Klassenführung generiert, sowie Alternativen für Strafen aufgezeigt werden. Die Praxisbeispiel wurden dann mit der Theorie verknüpft