Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
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Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir. Untersuchung zur Entwicklung überfachlicher Methodenkompetenzen durch ein Klassenprojekt.
Überfachliche Kompetenzen – alle kennen sie, niemand hat wirklich Zeit dafür.
Aus diesem Grund werden mit dem Projekt ""Wir planen unser Stufenlager"" überfachliche Methodenkompetenzen thematisiert und gefördert. Während dem Schulprojekt wenden die Schülerinnen und Schüler ausgewählte Lerntechniken an, welche der Förderung verschiedenster Kompetenzen dienen. Die Jugendlichen schreiben dazu wöchentlich Lernjournale und werden gleichzeitig mithilfe von einem Beobachtungsbogen von der Lehrperson beobachtet. Wie nehmen die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Kompetenzen war? Wie gehen sie mit den gelernten Lerntechniken um? Wie arbeiten die Schülerinne und Schüler aus Sicht der Lehrperson mit den eingeführten Lerntechnik? Welche Lerntechniken sind überhaupt gewinnbringend und können gut eingesetzt werden? Und inwiefern ist der Projektunterricht als Methode für die Förderung überfachlicher Methodenkompetenzen geeignet? Solche Fragen werden mithlfe einer qualitativen Inhaltsanalyse beantwortet
Delinquenz und soziale Herkunft bei Jugendlichen. Eine qualitative Untersuchung delinquenter Jugendlicher privilegierter und nicht-privilegierter sozialer Herkunft.
Jugendkriminalität ist in der Schweiz ein aktuelles und breit diskutiertes Thema. Gemäss dem Bundesamt für Statistik nimmt die Kriminalitätsrate seit 2015 zu und die Delikte werden schwerer. Die Forschung kennt zahlreiche Motive, Gründe und Faktoren, die Jugendliche in die Delinquenz bewegen. Diese stehen häufig in Verbindung mit deren nicht-privilegierter sozialer Herkunft. Zu den bekannten Einflussfaktoren zählen die Familienverhältnisse, die schulische oder berufliche Laufbahn, der Freundeskreis respektive der Kreis der Gleichaltrigen sowie die eigene Persönlichkeit. Trotzdem gibt es immer mehr Fälle, in welchen Jugendliche aus privilegierten sozialen Hintergründen Straftaten begehen. Deshalb werden in dieser Arbeit Jugendliche in zwei Gruppen eingeteilt, um unter Anderem zu untersuchen, aus welchen Gründen auch privilegierte Jugendliche kriminell werden. Die vorliegende Masterarbeit geht der Frage nach, welche konkreten Motive und Gründe eine:n Jugendliche:n, je nach privilegierter oder nicht-privilegierter sozialer Herkunft, dazu bewegen, delinquent zu werden. Für die empirische Untersuchung wurden vier Interviewpartner:innen, die mit delinquenten Jugendlichen arbeiten, anhand qualitativen halbstandardisierten Leitfadeninterviews befragt. Dabei wurde untersucht, welche Motive und Gründe die Expert:innen den Jugendlichen je nach sozialer Herkunft zuschreiben. Anschliessend wurden die Daten der Interviews sorgfältig transkribiert und mittels einer inhaltlich strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz ausgewertet. Die Ergebnisse der Untersuchung haben gezeigt, dass es nebst der sozialen Herkunft zwei weitere konkrete Einflussfaktoren gibt, welche als Gründe für Jugenddelinquenz genannt werden. Einerseits ist dies das Elternhaus, welches bereits in der frühen Kindheit prägend ist. Zu einem späteren Zeitpunkt ist es aber vor allem der Freundeskreis, welcher die Adoleszenten dazu bewegen kann, delinquent zu werden. Beide Faktoren werden durch die soziale Herkunft beeinflusst. Somit wirkt auch diese indirekt auf das Delinquenzverhalten ein. Aus den Ergebnissen lässt sich nicht ableiten, dass delinquente Jugendliche je nach sozialer Herkunft unterschiedliche Motive und Gründe haben. Jedoch konnten die Expert:innen, aufgrund ihrer jeweiligen Tätigkeit, mehr Faktoren den nicht-privilegierten Jugendlichen zuschreiben. Trotzdem wurde von allen Befragten betont, dass es auch Ausnahmen gibt und nicht generalisiert werden darf. Für beide soziale Herkünfte sind die Risiko- und Schutzfaktoren jeweils identisch, wobei die Ausprägung unterschiedlich ist. Wenn bei wenig privilegierten Jugendlichen häufig die laissez-faire Erziehung dazu führt, dass sie rebellisch werden, sind es bei privilegierteren Jugendlichen eher die sogenannten Helikoptereltern, welche die Adoleszenten zu sehr beschützen wollen und sie somit zu einem Ausbrechen bewegen. Jugendliche aus sozial privilegierten Hintergründen werden eher durch Wohlstandsverwahrlosung delinquent, wobei weniger privilegierte Jugendliche dies eher aus genereller Vernachlässigung tun. Durch die Kumulation von Risikofaktoren bei nicht-privilegierten Jugendlichen ist ihr Risiko für delinquentes Verhalten höher als bei sozial privilegierten Jugendlichen
ADHS im Unterricht - Wie gelingt eine Integration durch Klassenführung?
Nicht nur im schulischen Kontext stellt die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung ein viel diskutiertes Thema dar, denn die Auswirkungen dieser Krankheit sind weitreichend und beeinflussen das Leben der Betroffenen und deren soziales Umfeld teilweise enorm. Das abweichende Sozialverhalten (Unaufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität) stellt Lehrpersonen immer wieder vor Probleme und erschweren ihnen den Bildungsauftrag, da die ganze Klasse unter diesen Störungen leidet. Doch wie können diese proaktiv abgeschwächt oder gänzlich verhindert werden? Im Folgenden setzt sich der Autor damit auseinander, wie ein erfolgreicher Umgang mit Unterrichtsstörungen aufgrund einer ADHS aussieht, welche proaktiven Massnahmen und Strategien für welchen Unterrichtsstörungstyp geeignet sind und wie die Betroffenen in ihrer schulsozialen Entwicklung positiv beeinflusst werden könnten
Die Bedeutung der Interaktionsqualität beim Dialogischen Lesen
Viele Kinder weisen beim Schuleintritt Sprachrückstände auf, vor allem mehrsprachige Kinder und Kinder aus einkommensschwachen Familien sind davon betroffen. Es ist deshalb eine zentrale pädagogische Aufgabe Kinder in frühkindlichen Einrichtungen beim Erwerb der Sprache zu unterstützen, zu begleiten und zu fördern. Dies geschieht vorzugsweise mit alltagsintegrierten Sprachförderstrategien, deren Wichtigkeit und Wirksamkeit in dieser Arbeit untersucht wird. Forschungsbefunde belegen, dass vor allem das Dialogische Lesen massgeblich zur Förderung der kindlichen Sprachkompetenzen beiträgt. Dabei ist es wichtig die Interaktionen während des dialogischen Vorleseprozesses qualitativ hochwertig zu gestalten. In diversen Studien konnte festgestellt werden, dass die Interaktionsqualität während der Bilderbuchbetrachtung mit den Kindern ein bedeutender Einfluss auf die Wirksamkeit dieser alltagsintegrierten Sprachförderstrategie hat.
Wie Fachkraft-Kind-Interaktionen sprach- und entwicklungsanregend gestaltet werden müssen, wird anhand mehrerer Untersuchungen aufgezeigt. Vor allem die Berücksichtigung bestimmter Faktoren führt zu einer hohen Interaktionsqualität und ist ausschlaggebend für die sprachliche, kognitive und sozio-emotionale Entwicklung der Kinder
Spielerische Förderung der Zahlbegriffsentwicklung im Kindergarten
In dieser Bachelorarbeit wird empirisch untersucht, welche Entwicklung des Zahlbegriffs bei ausgewählten Kindern beobachtet werden kann. Dabei wird auf spielerische Aktivitäten fokus-siert, welche den Zahlbegriff fördern. Aus der Literatur ist ersichtlich, welche mathematischen Inhalte der Zahlbegriff umfasst. Die bedeutungsvollsten für den Erwerb und die Entwicklung des Zahlbegriffs sind die Zählkompetenzen, der Mengenvergleich sowie das Teil-Ganzes-Ver-ständnis. Die Förderung im Kindergarten ist von grosser Bedeutung, da dort die Grundlagen für den späteren Schulerfolg gelegt werden. Damit die ""Verschulung"" des Kindergartens ver-mieden werden kann, sollte die Förderung der Kinder spielerisch erfolgen.
Die Entwicklung des Zahlbegriffs während den spielerischen Aktivitäten wurde bei jedem Kind in einem Beobachtungsraster festgehalten und anschliessend ausgewertet. Es konnten so ei-nige positive Veränderungen festgestellt werden, welche besonders folgende Bereiche betref-fen: simultanes und quasi-simultanes Erfassen (Würfel- und Fingerbilder) sowie Teil-Ganzes-Verständnis. Die Ergebnisse können auf die durchgeführten Spiele sowie auf die gemeinsamen Einstiege zurückgeführt werden
Störungen während der Einzelarbeit deuten und anhand von Intervention und präventiven Strategien darauf reagieren.
Die Arbeit zeigt die Wichtigkeit der Einzelarbeit auf. Daher sollen Lehrpersonen während der Einzelarbeit möglichst Störungen verhindern und reduzieren. Störungen richtig deuten, können Lehrpersonen anhand des Ursachenmodells von Keller (2014, S.38-40) oder anhand der Fragen von Keller (2014, S.38-40) und Nolting (2016, S.89-91), welche helfen eine positive Intervention zu ermitteln. Zudem sollen gemäss Nolting (2016, S.85-86) Lehrpersonen viele Intervention und präventive Strategien kennen, damit sie flexibel angewandt werden können. Die wichtigsten Intervention Strategien sind folgende: die Reaktion der Lehrperson, positive Anreize, Vier Regeln von Lohmann & Meyer (2019, S.176-181), das Auszeitmodell, kooperative Problemlösung und das Einzelgespräch. Während hingegen Regeln, nonverbale Kommunikation, Unterbrecherstrategien und guter Unterricht wichtige präventive Strategien für Störungen während der Einzelarbeit darstellen. Um eine passende Strategie zur Prävention und Intervention zu ermitteln kann der Fünf Schrittplan von Lohmann & Meyer (2019, S.40-41) angewandt werden. Lohmann & Meyer (2019, S.41-43) definieren eine Strategie als erfolgreich, wenn die veränderte Situation auch von den Schulkindern als Besserung empfunden wird
Förderung von Sprachkompetenzen Eine Analyse diverser Lehr- und Lernaufgaben aus dem Lehrmittel «die Sprachstarken 4» mit besonderer Beru?cksichtigung zur Förderung von Sprach- & Grammatikbewusstheit
Das Ziel dieser Bachelorarbeit besteht darin zu ermitteln, welchen Beitrag Grammatik-
unterricht zur Entwicklung der Sprachbewusstheit leistet, um die Sprachkompetenzen der Schu?lerinnen und Schu?ler zu fördern. Dazu gilt es Kriterien fu?r Lehr- und Lernaufgaben festzulegen. Hierfu?r wurde folgende Forschungsfrage formuliert: Wie sehen erfolgsversprechende, grammatikfördernde Lehr- und Lernaufgaben hinsichtlich der Sprachbewusstheit aus? Zur Beantwortung der Fragestellung erfolgte zunächst eine Auseinandersetzung mit diversen theoretischen Aspekten und Methoden des Grammatikunterrichts.
Diese bildeten die Grundlage zur Festlegung von Kriterien, anhand welcher eine Analyse von Lehr- und Lernaufgaben aus dem aktuellen Lehrmittel «die Sprachstarken 4» erfolgte. Durch die Untersuchung der Lehr- und Lernaufgaben wurde ersichtlich, dass aufgrund eines sprachreflexiven Umgangs die Wahrnehmung fu?r grammatische Strukturen und Phänomene sensibilisiert sowie das Verständnis dafu?r gefördert wird. Diese Erkenntnisse zeigen auf, dass es im schulischen Kontext sprachreflexive Fähigkeiten zu vermitteln und zu begu?nstigen gilt
Adaption der Spiele «Mehr ist Mehr» und «Klecksimonster» des Projekts «Spielintegrierte Mathematische Förderung – spimaf» zur Verwendung in der 1./2. Klasse
In der vorliegenden Arbeit wird der Frage nachgegangen, wie die Spiele «Mehr ist mehr» und «Klecksi-monster» aus dem Projekt «spielintegrierten mathematischen Frühförderung (spimaf)» adaptiert wer-den können, sodass sie im Unterricht in der ersten und zweiten Klasse eingesetzt werden können. Das Ziel der Arbeit ist die praktische Adaption der ausgewählten Spiele. Prozessbegleitend wurden die er-stellten Spiele zwei Mal in der Praxis erprobt. Die Erprobungen wurden durch Videoanalysen ausgewer-tet. Nach der Auswertung der ersten Erprobung wurden die Spiele erneut adaptiert. Parallel zur prakti-schen Umsetzung der Arbeit wurde der aktuelle Forschungsstand anhand von Fachliteratur dargelegt
Der Übertritt vom Kindergarten in die Primarschule
Der Übergang vom Kindergarten in die Primarschule stellt für Kinder eine wichtige Entwicklungsphase dar, die Auswirkungen auf ihren Schulerfolg und zukünftigen Übergänge haben kann. In dieser Arbeit wurde untersucht, wie Lehrpersonen den Übergang für Kinder optimal gestalten können. In einem ersten Schritt sind die theoretischen Grundlagen erarbeitet worden. Dabei wurde auf aktuelle Erkenntnisse der Transitionsforschung, die Grundlagen des Übertritts in der Schweiz und die Übertrittsgestaltung eingegangen. Anschliessend an die Theorie wurden sechs Interviews mit Lehrpersonen geführt. Das pädagogische Fachpersonal muss aufmerksam sein, um Probleme und Verhaltensauffälligkeiten frühzeitig zu entdecken. Die Ergebnisse zeigen, dass das pädagogische Fachpersonal untereinander, aber auch mit den Eltern eng zusammenarbeiten muss. Die Zusammenarbeit zwischen den Eltern und den Lehrpersonen ist für einen erfolgreichen Übertritt von grosser Bedeutung. Zudem soll das Kind im Kindergarten eine gute Vorbereitung auf die erste Klasse erhalten. Der Anfangsunterricht muss dort anschliessen, wo der Kindergarten geendet hat. Entsprechend sollen Elemente aus dem Kindergarten in den Schulalltag einfliessen und die Kinder müssen sich wohlfühlen. Die spielerische Lernform soll weiterhin häufig verwendet werden. Übertritts-Gespräche zwischen den Lehrpersonen dürfen nicht negativ auf das Kind fokussiert sein und müssen sachlich verlaufen. Während der Transition müssen die Kinder sich an neue Gegebenheiten anpassen und mit den Emotionen umgehen können. Dazu benötigen sie Kompetenzen, welche im Kindergarten gelernt werden müssen. Durch das Beachten dieser Aspekte unterstützt die Lehrperson das Kind während der Transition und fördert dadurch einen erfolgreichen Übertritt
Wertebildung in der Schule - Ideensammlung für Primarschulen, um die Wertebildung der Schülerinnen und Schüler mithilfe einer positiven Schulkultur und Wertegemeinschaft zu fördern
Kinder begegnen täglich vielen Menschen mit unterschiedlichen Meinungen und Persönlichkeiten. Um
sich in dieser Vielfalt zurecht zu finden, benötigen sie eine Orientierung. Werte können in dieser grossen
Vielfalt eine Hilfe sein. In der Wissenschaft herrscht Einigkeit über die Tatsache, dass Werte nicht
angeboren sind, sondern sich erst entwickeln müssen. Schulen leisten einen wichtigen Beitrag zu dieser
Entwicklung und unterstützen damit ein friedliches Zusammenleben innerhalb einer Gesellschaft. In der
vorliegenden Arbeit steht deshalb folgende Fragestellung im Zentrum: Mit welchen Mitteln kann in
einem Primarschulhaus eine positive Schulkultur und Wertegemeinschaft gefördert werden, um die
Wertebildung der Schülerinnen und Schüler zu unterstützen? In der Schule kann Wertebildung auf vier
verschiedene Arten umgesetzt werden. Die Schulkultur und Wertegemeinschaft hat dabei den grössten
Einfluss. Die entwickelten Praxisideen konzentrieren sich demzufolge auf die Förderung einer positiven
Schulkultur, um die Wertebildung der Schülerinnen und Schüler positiv zu beeinflussen. Die
Praxisideen basieren auf den Qualitätsmerkmalen Auseinandersetzung mit Peers, Wertepluralität,
Verantwortungsübernahme, Partizipation, Perspektivenwechsel und Wertschätzung und sind für Kinder
im Alter von sechs bis zwölf Jahren ausgearbeitet worden