Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
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Musiktherapie für Menschen mit Demenz
Was, wenn anstatt der Zahnpasta die Handcreme benutzt wird, der Einkaufszettel nicht mehr auffindbar ist oder die Welt plötzlich nicht mehr richtig wahrgenommen wird?
Demenz ist eine Gedächtnisstörung, welche durch das Nachlassen der Gehirnfunktionen zu Verwirrung und Verhaltensveränderungen führt. Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es kein Medikament, welches die Krankheit Demenz heilen kann. Die momentan vorhandenen Medikamente ermöglichen lediglich eine Linderung der Symptome und damit eine Verzögerung des Krankheitsverlaufes. Parallel zu dieser pharmakologischen Möglichkeit zur Behandlung von Demenz gibt es die vielversprechenden nicht-pharmakologischen Interventionen. Eine Form dieser Interventionen ohne Medikamente ist die Musiktherapie. Diese Masterarbeit untersucht die kurzfristigen Auswirkungen der Musiktherapie auf das emotionale Wohlbefinden der Betroffenen, aus ihrer subjektiven Wahrnehmung sowie aus der Fremdeinschätzung der Musiktherapeuten. Weiter soll herausgefunden werden, inwiefern der Grad der Aktivität während der Musiktherapie einen Einfluss auf das emotionale Wohlbefinden hat. Die Fragestellung wird durch eine Literaturanalyse, halbstrukturierte Interviews und Beobachtungen während der Musiktherapien beantwortet
Veränderung des subjektiv wahrgenommenen Wohlbefindens von Schüler:innen der Sekundarstufe l mit Hilfe eines Dankbarkeitstagebuchs
Heutzutage stellen Studien fest, dass ein problematischer Anstieg von psychischen Störungen im Jugendalter beobachtbar ist. Mit dem Aufkommen der Positiven Psychologie wurde vermehrt das Wohlbefinden der Menschen bzw. das Aufblühen jedes Einzelnen thematisiert. Die Wissenschaft strebte nach dem Erforschen von Möglichkeiten, welche das Wohlbefinden sowie die positive Einstellung der Gesellschaft optimieren könnten. Der Psychologe Martin Seligman schlug eine Wende in der Psychologie ein, welche nun das Positive anstelle des Negativen in den Fokus stellte. Durch die Forschung sollen Interventionen entwickelt werden, welche die Gesellschaft positiver denken und handeln lässt.
Die vorliegende Masterarbeit setzt sich mit der Frage auseinander, inwiefern sich das Wohlbefinden von Jugendlichen der Sekundarstufe l durch das Führen eines Dankbarkeitstagebuchs beeinflussen bzw. optimieren lässt. Diesbezüglich wird mit freiwillig teilnehmenden Schüler:innen eine Intervention mit einem Dankbarkeitstagebuch und anschliessenden Interviews durchgeführt. Die gewonnenen Ergebnisse werden mit Hilfe einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Diese Arbeit zielt darauf ab, mögliche Auswirkungen der durchgeführten Intervention auf das Wohlbefinden der Jugendlichen im privaten Alltag sowie in der Schule zu identifizieren. Dabei wird eine Schlussfolgerung gezogen und in einem Ausblick auf die nächstmöglichen Forschungsschritte eingegangen.
Die erhobenen Daten aus der Studie zeigen, dass die Intervention mit einem Dankbarkeitstagebuch bei den Schüler:innen eine ausprägende Auswirkung hinsichtlich der Wertschätzung von kleinen «Dingen» hervorbringt. Ausserdem schätzt sich die Mehrheit der Jugendlichen zu Beginn der Intervention dankbarer ein. Diese Erkenntnis wird von den Schüler:innen durch den Schreibprozess und die damit verbundene Reflexion begründet. Spannenderweise berichten letztendlich trotz diesen gewonnenen Erkenntnissen die Schüler:innnen über keine Auswirkungen hinsichtlich ihres Wohlbefindens im schulischen, als auch privaten Alltag. Bedeutend dafür ist, dass der Begriff «Wohlbefinden» von den Schüler:innen unterschiedlich aufgefasst wird und in weiteren Forschungen genauer erläutert werden sollte
Copingstrategien von Thurgauer Lehrpersonen - Eine theoretische und empirische Aufarbeitung dazu, wie Lehrpersonen ohne Burnout durch den Berufsalltag kommen
Diese Arbeit befasst sich mit Lehrpersonen, welche anhand ihrer Copingstrategien, während ihres Berufsalltags, nicht an Burnout erkrankt sind
Manga in the EFL-Class
This study explores the implementation of manga into English as a Foreign Language (EFL) classes, specifically at the secondary 1 level in Switzerland, within the context of Lehrplan Volksschule St. Gallen. Based on research conducted on EFL didactics, manga as a medium, as well as the establishment of criteria for an ideal manga as a curriculum medium, a ped-agogical scenario containing four lessons has been developed. This paper centers on ‘story-manga’, an extended variant containing a developed storyline. This pedagogical scenario works with the title Death Note and was implemented with a 3rd-grade secondary class with English as an elective subject. To establish a revised version, a qualitative assessment was conducted through interviewing the students and an observing teacher. The results are encouraging in manifold aspects. The inherent, visual scaffolding of manga by dint of its paneling and illustration is a great support for students to infer meaning. Consequently, stu-dents have a better chance to follow the common thread, which allows access to more so-phisticated and complex stories. The primary entry point for students regarding manga is anime, which reinforces the importance of incorporating it into lesson plans. Furthermore, results have shown that the majority of reading activity should be done individually. As a teacher's resource, the vast educational potential of teaching manga is found in its bound-less opportunities for lesson planning, due to its multimodal nature, narrative depth, and integration of intermediality
Nachhaltiges Wohnen für Studierende - Mögliche Realisierung studentischen Wohnens am Standort Hadwig und im angrenzenden Quartier an der PHSG
Studierende stellen eine Nachfragegruppe nach städtischem Wohnraum dar. Die Ausbildungsangebote sowie das vielfältige Angebot an Dienstleistungen und Infrastruktur sprechen häufig für einen Umzug in eine Stadt. Aufgrund der finanziellen Situation sind sie auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen. In St. Gallen gibt es bislang, im Gegensatz zu anderen Städten, kaum Angebote, die explizit Wohnraum für Studierende bereitstellen. Das Campusleben, wie es in den USA sehr verbreitet ist, oder grosse Genossenschaften, die beispielsweise in Zürich für studentische Wohnformen sorgen, existieren in St. Gallen nicht. Weiter gilt es, angesichts des Klimawandels umweltfreundliche Wohnmöglichkeiten zu schaffen. Die vorliegende Arbeit untersucht bestehende studentische Wohnformen auf die Dimensionen der Nachhaltigkeit und die Prinzipien der Effizienz, Konsistenz und Suffizienz, welche als Vorbilder für die Umsetzung in St. Gallen dienen könnten. Weiter geht diese Masterarbeit der Frage nach, wo und welche Umsetzungsmöglichkeiten von studentischem Wohnen an und um den Standort Hadwig der PHSG realisierbar und nachhaltig sind. Dazu wurden teilstrukturierte Leitfaden-Interviews mit Expert:innen durchgeführt.
Rassismus in Kinderliedtexten. Kriterien für ein rassismusfreies und nicht-diskriminierendes Kinderlied
Die vorliegende Arbeit behandelt das Thema Rassismus im Musikunterricht. Die Sprache, welche aufgrund von Rassismus diskriminierend wirkt, wird genauer ins Auge gefasst. Das Thema wird im Rahmen des Kompetenzbereichs «Singen und Sprechen» und dem Handlungs- und Themenaspekt «Liedrepertoire» für die Zyklen 1-2 behandelt (Bildungsdepartement St. Gallen, 2020). Ausgangspunkt liefern Kinderliedtexte, welche im Singbuch «Sing ais» (2017) aufgeführt sind. Diese Lieder dienen jedoch nur zur Eingrenzung der Beispiele. Aus der Auseinandersetzung mit dem Liedgut, der Literatur, einer Umfrage und einem Interview werden Kriterien ausgearbeitet, welche sich auf sämtliche andere Lieder (unabhängig von welchem Zyklus) anwenden lassen
Neue Chorkomposition mit Stilmitteln alter Musik
Die Alte Musik erfährt seit einigen Jahren einen grossen Aufschwung mit der Wiederentdeckung alter Werke und Aufführungspraktiken sowie zeitgenössischen Komponisten, die entsprechende Stilelemente in neuen Kompositionen verbinden (Kelly, 2014; Wilke, 2021).
Die vorliegende prozessorientierte Masterarbeit geht der Frage nach, wie ein zeitgenössisches Stück für gemischten Chor mit Einflüssen der Alten Musik komponiert werden kann. Diese Forschungsfrage beinhaltet eine vertiefte Auseinandersetzung mit Stilmitteln der Alten Musik sowie deren Umsetzung in zeitgenössischen Kompositionen.
Mittels einer Literaturanalyse werden spezifische Stilmittel der Alten Musik definiert und gesammelt. Die daraus resultierenden Erkenntnisse werden mit einer musikalischen Analyse des Werks O Magnum Mysterium verbunden, um eine Sammlung an Stilelementen zu erstellen.
Die Komposition des neuen Werks unter Berücksichtigung der definierten Stilelemente und Beobachtungen aus der musikalischen Analyse bildet den Prozess und damit den Hauptteil dieser Arbeit. Es werden verschiedene Kompositionsstrategien dokumentiert und anhand konkreter Beispiele erläutert. Die Komposition wird im weiteren Verlauf der Arbeit durch eine Umsetzung mit Sänger:innen und einem Expertinnengespräch mit einer Chorleiterin bewertet und überarbeitet. Das Resultat dieses Prozesses ist das komponierte Werk O Oriens.
Aus den Erfahrungen während des Prozesses wird abgeleitet, dass das Komponieren eines zeitgenössischen Chorstücks mit Elementen Alter Musik einerseits eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Stilelementen benötigt, aber auch vom Ausprobieren verschiedener Kompositionstechniken lebt. Eine erfolgreiche Verbindung der gesammelten Bestandteile erfordert schlussendlich Kreativität und wird beeinflusst durch persönliche Vorlieben.
Die Arbeit regt mit weiterführenden Fragestellungen zu weiteren Forschungen an. Diese beinhalten eine Vertiefung der weltlichen Musik des Mittelalters, das Komponieren nach Regeln des Kontrapunkts sowie das Dirigieren eines Vokalensembles in der Praxis
Das rasante Buch – Dialogisches Betrachten und weiterführende Aktivitäten in der Mathematik auf der Kindergartenstufe
Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der mathematischen Frühförderung auf der Kindergartenstufe. Sie orientiert sich an der Forschungsfrage, wie mathematisches Tun im Kindergarten durch dialogische Bilderbuchbetrachtung und weiterführenden Aktivitäten anhand des Bilderbuches «Das rasante Buch» (Timmers, 2020) gefördert werden kann.
Dafür wurden zwei dialogische Bilderbuchbetrachtungen durchgeführt. Aus den Erkenntnissen der beiden Erprobungen und der theoretischen Verortung, wurden je eine mathematische Aktivität zu der arithmetischen und geometrischen Bewusstheit hergestellt. Um die Forschungsfrage zu beantworten, wurden diese beiden Aktivitäten in vier Erprobungen in Kleingruppen auf der zweiten Kindergartenstufe durchgeführt und im Anschluss transkribiert und qualitativ ausgewertet. Die Ergebnisse zeigten, dass eine Förderung des mathematischen Tuns im Kindergarten durch eine dialogische Bilderbuchbetrachtung und weiterführenden Aktivitäten möglich ist. Jedoch muss die Lehrperson eine leitende Rolle in der dialogischen Bilderbuchbetrachtung einnehmen, wenn es zu einem sprachlichen Austausch über mathematische Aspekte im Bilderbuch «Das rasante Buch» von Leo Timmers (2020) kommen soll
Gütekriterien guter Lernvideos und deren Produk-tion für den Schulunterricht
Diese Arbeit untersucht, was Kriterien für gute Lernvideos sind, wie Lernvideos von Lehrpersonen selbst mit einfachen Mitteln produziert werden können und wie diese zielfördernd im Unterricht eingesetzt werden können. Im letzten Jahrzehnt haben Lern-videos oder auch «Tutorials» genannt einen wesentlichen Platz im Bereich Bildung und Wissensvermittlung eingenommen. Diese Arbeit zeigt auf, dass die Beliebtheit und die Verwendung von Lernvideos berechtigt ist. Es wird ebenfalls beleuchtet, in welchen Anwendungsgebieten Lernvideos sinnvoll sind. Diese Arbeit soll als Wegweiser für Lehrpersonen mit wenig oder keinem Fachwissen über Lernvideos dienen. Dies ist eine produktorientierte Arbeit und das errungene Fachwissen wird im Endprodukt als Lernvideoreihe, eingebettet auf einer Website, vermittelt. Leser:innen sollen durch die im Rahmen dieser Arbeit erarbeitete Lernvideoreihe in der Lage sein, selbst Lernvi-deos zu produzieren und in der eigenen Klasse zu verwenden
Werden wir ein Team: Durch induzierte Teammassnahmen im Schulsport die sportbezogene Selbstwirksamkeit einzelner Schülerinnen und Schüler fördern
Im Sport stehen Menschen häufig vor Aufgaben, die sie scheinbar nicht bewältigen können. Irgendwie bewältigen einige Menschen diese Aufgaben dennoch. Dieses Irgendwie kann auf eine hohe Selbstwirksamkeit zurückzuführen sein. Das Konstrukt dieser wurde erstmals durch Albert Bandura (1997) benannt. Bandura beschreibt sie, als die Überzeugung in die eigenen Fähigkeiten, auch bei Widrigkeiten eine Aufgabe bewältigen zu können. Sie setzt sich aus 4 Quellen und 4 Prozessen zusammen und kann mittels 5 Aspekten gestärkt werden. Die Stärkung der Selbstwirksamkeit wird abgeleitet aus den überfachlichen Kompetenzen des Lehrplans 21. Diese Arbeit konzentriert sich dabei speziell auf den Sportunterricht. Nun werden gerade dort häufig Mannschaften oder Teams gebildet. Dieser Zustand sollte nicht ungenutzt bleiben und die Selbstwirksamkeit dort durch Teammassnahmen zu fördern. Zudem hat eine Lehrperson nicht immer Zeit, alle Schüler:innen individuell zu fördern. Empirisch wurde untersucht, ob durch Teammassnahmen die sportbezogene Selbstwirksamkeit gestärkt werden kann. In der vorliegenden Arbeit wurde nun mit einer Stichprobenklasse von 21 Schüler:innen untersucht, ob durch induzierte Teammassnahmen die sportbezogene Selbstwirksamkeit von Individuen gestärkt werden kann. Auf Grundlage der 4 Quellen, welche die Selbstwirksamkeit bestimmen, wurden 4 Teammassnahmen im Sportunterricht während 5 Einzellektionen bei dem Teamspiel Linienball eingeführt. Nach der Auswertung wurde eine signifikant höhere sportbezogene Selbstwirksamkeit getestet. Daher empfiehlt die Lehrperson eine Umsetzung der Massnahmen im Sportunterricht