Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
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Wie gefährlich ist die Mediennutzung wirklich? Die Auswirkungen der Mediennutzung auf die kognitive Entwicklung eines Primarschulkindes
In der heutigen Zeit findet eine stetige Entwicklung und Steigerung der Digitalisierung statt. Primarschulkinder kommen immer häufiger mit digitalen Medien und somit mit der Mediennutzung in Berührung. Oftmals werden lediglich negative Aspekte in Verbindung mit der Mediennutzung und vor allem den Videospielen assoziiert. Diese Arbeit befasst sich mit folgender Fragestellung: Welche positiven sowie negativen Auswirkungen hat die Nutzung von Videospielen auf die kognitive Entwicklung eines Primarschulkindes? Die Fragestellung wurde durch ein Literatur-Review beantwortet. Um die Mediennutzung der Primarschulkinder zu erfassen, wurden durchgeführte Stichproben der Schweiz, Deutschland und Österreich im Vergleich miteinander betrachtet. Die kognitive Entwicklung wurde genauer anhand den Bereichen Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und exekutiven Funktionen beschrieben. Zusätzlich werden auf die Videospielgenres, (Action-, Abenteuer, Rollen-, Strategie- , Simulations-, Denk-, Puzzle- und Lernspiele) an welchen schlussendlich die positiven sowie negativen Auswirkungen beschrieben werden. Das Ergebnis des Literatur – Reviews zeigte, dass Videospiele deutlich mehr positive als negative Auswirkungen wie auch Lernmöglichkeiten mit sich bringen. Eltern können durch ihre Wertschätzung und ihr Verständnis die Kinder unterstützen sowie auch dem heimlichen Spielen entgegenwirken
Zusammenhang zwischen dem ernährungsbezogenen Wissen der Eltern und dem Übergewicht von Kindern
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem ernährungsbezogenen Wissen von Eltern und dem Übergewicht von Kindern im Primaschulalter. Im ersten theoretischen Teil widmet sich die Arbeit den aktuellen Ernährungsmodellen und Ernährungsempfehlungen für Kinder und Jugendliche. Dabei wird aufgezeigt, in welchen Bereichen das Ernährungswissen essenziell ist.
Im zweiten theoriegeleiteten Teil wird das Thema Übergewicht beleuchtet und es werden mögliche Ursachen und Folgen beschrieben. Im weiteren Verlauf der Arbeit findet der empirische Teil Platz, der mit einer Umfrage abklärt, ob es zwischen ernährungsbezogenem Wissen und Übergewicht bei Kinder einen signifikanten Zusammenhang gibt. Dabei wird der BMI-Wert verwendet. Ebenfalls wird diskutiert, ob es einen signifikanten Zusammenhang zwischen ernährungsbezogenem Wissen und dem Schulabschluss der Eltern gibt. Die Ergebnisse werden zeigen, dass es einen leichten negativen Zusammenhang zwischen ernährungsbezogenem Wissen der Eltern und BMI-Wert ihrer Kinder gibt. Es ist zu betonen, dass die Ergebnisse in dieser Arbeit nicht signifikant sind, jedoch konnte zwischen ernährungsbezogenem Wissen und dem Schulabschluss der Eltern ein signifikanter positiver Zusammenhang festgestellt werden
Einfluss des Geburtsranges auf die Persönlichkeit, die Intelligenz und den Schulerfolg
Ein Mensch nimmt bei der Geburt einen Rang in der Geschwisterreihenfolge ein. Dieser wird als Geburtsrang bezeichnet. Der Geburtsrang kann diverse Aspekte einer Person beeinflussen. In dieser Arbeit wurden vor allem die Aspekte Persönlichkeit, Intelligenz und Schulerfolg fokussiert. Somit stand die folgende Fragestellung im Zentrum: In welchem Ausmass beeinflusst der Geburtsrang die Persönlichkeit, die Intelligenz und den Schulerfolg von Kindern? Die Persönlichkeit wird anhand der «Big Five» betrachtet. Die Intelligenz wird vor allem durch sprachliche und mathematische Fähigkeiten definiert. Der Bildungsgrad, die Dauer der Ausbildung und die schulische Laufbahn bilden den Schulerfolg ab. Diese Arbeit zeigt auf, dass die Persönlichkeit überwiegend nicht durch den Geburtsrang beeinflusst wird. Eine Abnahme der Intelligenz sowie des Schulerfolgs ist bei jüngeren Geschwistern erkennbar. Jedoch wurden im Bereich der Intelligenz Widersprüche in der Forschung gefunden. Diese Arbeit schliesst aufgrund der positiven als auch negativen Befunde im Bereich der Intelligenz auf ein geringes Mass an Beeinflussung. Da diese Bachelorarbeit für Lehrkräfte in der Schweiz von Bedeutung sein soll, wurden die widersprüchlichen Studienerkenntnisse im Bereich Schulerfolg neu gewichtet und ein Fokus auf europäische und aktuelle Erkenntnisse gelegt. Daher wird in dieser Arbeit dem Schulerfolg eine stärkere Beeinflussung durch den Geburtsrang zugesprochen. Nebst diesen Punkten befasste sich diese Bachelorarbeit auch mit dem Aspekt Familiengrösse. Dieser wurde mit den Schwerpunkten (Persönlichkeit, Intelligenz und Schulerfolg) verglichen. In allen drei Punkten wurde hier eine Beeinflussung erkannt
Hochsensibilität: Theoretische Grundlagen & exemplarische Befragung von Betroffenen
Hochsensibilität gewinnt in der sich rasant entwickelnden modernen Gesellschaft immer mehr an Bedeutung. Das Persönlichkeitsmerkmal Hochsensibilität wird oft missverstanden. Hochsensibilität äussert sich im Berufs- oder Schulalltag unter-schiedlich. Betroffene Personen oder Kinder erleben ihren Alltag aufgrund dieser Veranlagung als anspruchsvoll. Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, wie Hochsensibilität aufgrund des aktuellen Forschungsstandes definiert wird und wie sie sich äussert. Darüber hinaus wird die Erfassung von Hochsensibilität mittels Fra-gebogen beschrieben und kritisch betrachtet, sowie eine exemplarische Befragung mit einem selbstkonstruierten Fragebogen durchgeführt (N=5). Die zentrale Er-kenntnis liegt darin, dass Hochsensibilität auf der angeborenen spezifischen Reiz-verarbeitung des Gehirns von Menschen basiert. Zudem wird deutlich, dass jede hochsensible Person individuelle Strategien entwickelt, um ihre hochsensible Ver-anlagung im Alltag zu bewältigen
Minecraft Education mittels Lehrplan in den Unterricht integrieren
Mit Anbeginn der Corona Pandemie sind die Digitalen Medien zu einem wichtigen Instrument in der Schule geworden. Die Digitalen Medien wurden benutzt, um den Schüler:innen Aufgaben zu geben, welche sie direkt am Computer lösen können und die Lehrpersonen Einsicht haben, wie gut die Schüler:innen bei der jeweiligen Aufgabe abgeschlossen haben.
Wenn man den Begriff Gamification hört, haben Menschen noch kein klares Bild im Kopf und denken an ein Digitales Medium, bei dem Menschen Knöpfe und Tasten drücken können, um etwas in einem Videospiel zu steuern. Solche Spiele in der Schule einzusetzen, wird als kritisch angesehen. Trotzdem bergen digitale Videospiele riesiges Potenzial für die Schule.
Es ist bekannt, dass Schüler:innen ohne ausreichendem Zugang zu Computern es schwer haben werden, sich in der Arbeitswelt zu integrieren. Dazu kommt, dass sich die Nutzung von digitalen Programmen zur Entwicklung von Kompetenzen verdoppelt hat. (Eickelmann, 2010, S. 11) .Daraus lässt sich schliessen, dass die Nutzung von digitalen Medien in der Schule für Schüler:innen sehr wichtig ist und sie mit diesen Arbeiten müssen, damit sie sich später in der Arbeitswelt durchsetzen können.
Diese Bachelorarbeit soll dazu dienen, eine Unterrichtsreihe zum Thema Gamification mittels Minecraft Education und dessen Lehrplan in den Unterricht zu integrieren. Der Lehrplan dient dazu, die Unterrichtsreihe begründen zu können
Lernen ausserhalb des Klassenzimmers
Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit den verschiedenen Herausforderungen der Lehrpersonen in der heutigen Zeit, im Zusammenhang mit den kindlichen Bedürfnissen. Es wird den Fragen nachgegangen, wie und warum der Unterricht draussen und ein Unterricht mit Tieren sinnvoll sein kann.
Die Forschungsleitende Fragestellung lautet: Welche natur- & tierbezogenen Methoden und Mittel gibt es für Regelklassen, womit die zusammenkommenden, unterschiedlichsten Bedürfnisse der Kinder berücksichtigt und unterstützt werden können?
Damit wird das Ziel verfolgt, Methoden und Mittel zu sammeln, womit die vielfältigen Bedürfnisse der Kinder berücksichtigt werden können. Kinder sollen die Freude am Lernen behalten können, mit all ihren heterogenen Voraussetzungen.
Recherche Ergebnisse haben ergeben, dass grüne Naturtage motivierend wirken, Kinder und Erwachsene zufriedener sind und die Konzentration fördern. Tiere können ähnlich positive Auswirkungen auf das Lernen der Kinder haben
Aktive Lernzeit – Was Lehrpersonen tun können, um die aktive Nutzung der Lernzeit ihrer Schülerinnen und Schüler zu erhöhen.
Die vorliegende Arbeit widmet sich der Beantwortung folgender Fragestellung: Welche Strategien
können von Klassenlehrpersonen eingesetzt werden, um ihre Schülerinnen und Schüler dabei zu
unterstützen, in den Prozess der aktiven Lernzeit einzutauchen? Dazu wurden in einem ersten Schritt
die theoretischen Grundlagen zur aktiven Lernzeit erarbeitet. Hierfür standen die Bedeutung der aktiven
Lernzeit für guten Unterricht sowie Beobachtungshinweise und Gründe für das Scheitern der aktiven
Lernzeit im Zentrum. Im Anschluss zur Erarbeitung der Theorie wurden sechs erfahrene Fachpersonen
(drei Klassenlehrpersonen und drei schulische Heilpädagoginnen und Heilpädagogen der Stadt St.
Gallen) gemäss leitfadengestütztem Interview befragt. Die Auswertung der Interviews erfolgte gemäss
inhaltlicher Strukturierung, einer Technik der qualitativen Inhaltsanalyse. Die Erfahrungen aus der Praxis
dienten dazu, die globale Fragestellung differenziert zu beantworten. Die Sichtweise der schulischen
Heilpädagogik erlaubt einen anderen Blickwinkel auf die Lernzeit, da die schulische Heilpädagogik
verglichen zu Klassenlehrpersonen individualisierter mit den Schülerinnen und Schülern arbeitet. Der
Fokus wird somit weg von der globalen Ebene der Klasse und hin zum Individuum gelenkt. Die Theorie
wurde mit der Praxis verknüpft und es entstand ein Grundstock an Ideen, welchen Klassenlehrpersonen
ohne grossen Mehraufwand in die Praxis umsetzen können. Dieser Grundstock umfasst acht Ideen, die
in der Theorie genannt und zudem in den Interviews von mindestens zwei der sechs Fachpersonen
aufgezählt wurden. Es handelt sich dabei um eine positive Beziehungsgestaltung, die Platzwahl,
Gespräche mit dem betroffenen Kind, Pausen, Zeitlimits, stoffliche Eingrenzungen, Belohnungssysteme
und Spiele. Mit diesen Strategien kann es Lehrpersonen gelingen, die aktive Lernzeit ihrer Schülerinnen
und Schüler zu erhöhen und sie während des Prozesses optimal zu unterstützen
Lesemotivation im Erstleseunterricht mit Big Books fördern
Big Books sind grossformatige Bilderbücher, welche im englischsprachigen Erstleseunterricht eingesetzt werden. Diese Arbeit dokumentiert die Entwicklung eines deutschsprachigen Big Books und zeigt, abgestützt auf Fachliteratur, dass dieses Buchformat die Lesemotivation von Kindern in der Unterstufe fördert. Dafür wurden folgende zwei Fragestellungen in den Fokus gestellt:
1. «Inwiefern haben Big Books Einfluss auf die Lesemotivation von Kindern der Unterstufe und somit auf ihren Schriftspracherwerb?»
2. «Wie kann ein deutschsprachiges Big Book zum Thema Erstlesen für die Unterstufe entwickelt werden?»
Im ersten Teil dieser Arbeit wird auf die zugrundeliegende Theorie eingegangen. Da es sich bei den Big Books um grossformatige Bilderbücher mit Erstlesetexten handelt, wurde zur Beantwortung der Leitfragen auch Fachliteratur zu Bilderbüchern hinzugezogen. Die erarbeiteten Erkenntnisse zeigen, dass vor allem attraktive Illustrationen, eine Geschichte mit lebensnahen Charakteren und insbesondere sich die – durch das grosse Format des Big Books ermöglichte – familiäre Leseatmosphäre tendenziell positiv auf die Lesemotivation der Grundschulkinder auswirken. Im Optimalfall wird eine positive Rückkopplung erreicht: Gesteigerte Lesemotivation führt zu häufigerem Lesen, regelmässiges Lesen fördert die Lesekompetenz, welche wiederum die Lesemotivation positiv beeinflussen kann.
In einem zweiten Teil der Arbeit wird die Produktentwicklung dokumentiert. Die Erstellung eines Storyboards, die Arbeit mit digitalen Gestaltungsmitteln und eine Textüberarbeitung sind die Hauptelemente dieses Prozesses. Zuletzt wird, abgestützt auf Fachliteratur, eine Nutzungsempfehlung für das deutschsprachige Big Book im Unterricht abgegeben.
Die vorliegende Arbeit ist somit besonders für Lehrpersonen der ersten und zweiten Klasse von Interesse, die das Big Book in ihrem Erstleseunterricht einsetzen möchten
Theaterpädagogische Übungen zur Förderung der Auftrittskompetenzen eines ADHS-Kindes
ADHS ist die aktuell meistgestellte Diagnose bei Kindern. Dabei handelt es sich um einen
Gendefekt, der bei den Kindern zu Hyperaktivität führt. Diese Krankheit kann unter
Umständen zu Entwicklungsstörungen bei Betroffenen führen. Wenn ADHS behandelt wird,
kommt dabei häufig eine Kombination aus Medikamenten und Verhaltenstherapien zum
Einsatz. In Letzteren werden den Betroffenen Strategien vermittelt, mit denen sie ihre
Unsicherheiten im Alltag bewältigen können.
Als Theaterpädagogik wird der Prozess des Lernens und Studierens von Theater über diverse
methodische Zugänge definiert. Theaterpädagogik kann verschiedene Formen annehmen;
einige Beispiele dafür sind der Unterricht im Klassenzimmer, praktisches Training in
Schauspiel und das Schreiben und Beteiligen an Theaterstücken. Es kann als eigenständiges
Fach oder auch fächerübergreifend unterrichtet werden. Häufig steht in der
Theaterpädagogik die Entwicklung von Kommunikationsfähigkeiten, Kreativität,
Zusammenarbeit und Selbstvertrauen im Mittelpunkt.
Auftrittskompetenzen dienen dazu, sich selbst zu präsentieren und dies auch vor einem
Publikum zu können. Sie sind in einer Vielzahl von Bereichen relevant und spielen auch in der
späteren Arbeitswelt eine grosse Rolle. Beispiele für solche Kompetenzen sind die
Fähigkeiten, klar und selbstbewusst zu sprechen, sich auf ein Publikum einzulassen und mit
diesem in direkten Kontakt zu treten. Wenn mit diesen Kompetenzen gut umgegangen
werden kann, kann dies dazu beitragen, dass sich der oder die Betroffene in seiner oder
ihrer Kommunikationsfähigkeit sicherer fühlt.
In der vorliegenden Arbeit liegt der Fokus darauf, diese drei Bereiche zu vereinen und
anhand von Übungen aus der Theaterpädagogik Kinder mit ADHS in ihren
Auftrittskompetenzen zu stärken.
Schlussfolgernd kann gesagt werden, dass mit Übungen aus der Theaterpädagogik an den
Auftrittskompetenzen eines Kindes mit ADHS gearbeitet werden kann, da mit diesen
Übungen die nötigen Kompetenzen gefördert werden. Abschliessend bleibt aber noch zu
untersuchen, ob diese tatsächlich wirkungsvoll sind