Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
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Schutz von queeren Jugendlichen in St. Galler Oberstufenschulen
""Das ist so schwul!"", ""Du Schwuchtel!"". Diese Aussagen fallen häufig in den Schulen der Schweiz. Diverse Studien zeigen, dass LGBTIQA+ Jugendliche in der Schule häufiger Opfer von Beleidigungen, Mobbing und Diskriminierung werden als ihre heterosexuellen Peers. Dabei gibt es empirisch erforschte Massnahmen, welche dies mindern können. Die Masterarbeit untersucht, wie der Schutz von queeren Jugendlichen in den Oberstufenschulen des Kantons St. Gallen aussieht. Dabei werden mittels eines Online-Fragebogens die Schulleitungen der Schulen des Kantons St. Gallen nach Massnahmen gegen homonegatives Verhalten befragt und die Ergebnisse ausgewertet. Zusätzlich werden mittels Interviews einzelne Schulen genauer beleuchtet und Massnahmen im Detail evaluiert. Erste Ergebnisse zeigen, dass in den wenigsten Schulen ein spezifisches Schutzkonzept für queere Jugendliche existiert. Dies, obwohl es entwicklungspsychologisch zentral wäre, ein sicheres Umfeld für queere Jugendliche zu schaffen
Naturwissenschaftliches Experimentieren im WAH-Unterricht
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit naturwissenschaftlichem Experimentieren im Rahmen des WAH-Unterrichts. Die Arbeit basiert auf einer quantitativen Studie, die Prä-, Post- und Follow-up-Tests als Methoden einsetzte. Die Studie konzentrierte sich auf die drei Nahrungszubereitungsarten: Rohkost, Kurzbraten und Sieden. Für jede dieser Zubereitungsarten wurde ein Experiment entwickelt und in den Unterricht integriert, wobei Versuchsanleitungen als Grundlage dienten. Insgesamt nahmen vier WAH-Halbklassen aus der zweiten Oberstufe an den experimentellen Einheiten teil, während zwei weitere Halbklassen theoretische Abschnitte lasen und begleitende Arbeitsblätter bearbeiteten. Die relevanten Themen dieser Arbeit umfassen handlungsorientierter Unterricht, erfolgreiches Lernen und die Förderung des Lernens durch Experimentieren. Die Ergebnisse dieser Arbeit tragen dazu bei, das Verständnis darüber zu vertiefen, wie praktisches Experimentieren den WAH-Unterricht bereichern kann und welchen Einfluss dies auf das Lernergebnis der Schüler:innen hat
Untersuchung der Pflanzenartenkenntnisse deutschsprachiger PH-Studierenden in der Schweiz
Die Vielfalt der Arten ist für das Ökosystem von entscheidender Bedeutung. Der Rückgang der biologischen Vielfalt schreitet jedoch unaufhaltsam voran und stellt ein ernstes Problem dar. Es stellt sich die Frage, ob und wie die Abnahme der Artenvielfalt aufgehalten werden kann. Eine Schlüsselrolle bei der Förderung der Biodiversität kommt dabei dem Wissen über Arten zu, denn im Allgemeinen schützt man vor allem das, was man kennt. Ziel dieser Masterarbeit ist es, das Artenwissen deutschsprachiger Studierenden an Pädagogischen Hochschulen zu erfassen. Die Forschungsfrage der vorliegenden Arbeit lautet: ""Welche Kenntnisse zu einheimischen Pflanzenarten weisen deutschsprachige PH-Studierende in der Schweiz auf?"" Zur Beantwortung dieser Frage wurde eine quantitative Befragung in Anlehnung an die Studie von Jaun-Holderegger (2019) durchgeführt. Der Fragebogen wurde in Teilen übernommen und an die Zielgruppe angepasst. Insgesamt haben über 300 Studierende an der Befragung teilgenommen
Die Wirkung mehrwöchiger, individieller Sprachaufenthalte an Gymnasien
Viele Schweizer Gymnasien schreiben ihren Schülerinnen und Schülern einen obligatorischen Sprachaufenthalt vor. Dieser ist in der Regel von ähnlicher Dauer, wird jedoch meist individuell organisiert und unterscheidet sich somit im Setting. Aus diesem Grund und weil es sich dabei um eine grössere Investition handelt, stellt sich die Frage, inwiefern die Schülerinnen und Schüler tatsächlich davon profitieren.
Ziel dieser Masterarbeit ist es daher, herauszufinden, ob und inwiefern sich die allgemeine Sprachkompetenz von Gymnasiastinnen und Gymnasiasten während eines mehrwöchigen, individuellen Sprachaufenthaltes verändert. Dazu wurde bei Schülerinnen und Schülern der Kantonsschule Wattwil der aktuelle Sprachstand vor, direkt nach und ein Jahr nach dem Sprachaufenthalt gemessen und miteinander verglichen. Zudem wurde untersucht, wie sich Faktoren wie Setting, persönliche Einstellung und persönliche Disposition auf die Entwicklung der allgemeinen Sprachkompetenz auswirkten. Zur Beantwortung der Forschungsfragen wurde ein Mixed Methods Ansatz gewählt, da auch die subjektiven Erfahrungen, die mit den Ergebnissen der quantitativen Erhebung verknüpft wurden, in die Auswertung einfliessen soll-ten.
Die Untersuchung ergab, dass ein Sprachaufenthalt wie er an der Kantonsschule Wattwil durchgeführt wird, nachweislich positive Auswirkungen auf die allgemeine Sprachkompetenz der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten hatte. Mittels multipler linearer Regression konnten zudem zwei signifikante Faktoren identifiziert werden, die sich bei der untersuchten Stichprobe entscheidend auf die Entwicklung der allgemeinen Sprachkompetenz auswirkten. Als rele-vante Faktoren wurden sowohl die gewählte Sozialform in Bezug auf das Setting als auch das Ausgangsniveau der allgemeinen Sprachkompetenz identifiziert. Darüber hinaus ergab die Auswertung der qualitativen Daten eine äusserst positive Resonanz bei den Gymnasiastinnen und Gymnasiasten, wodurch weitere Chancen von Sprachaufenthalten aufgezeigt werden konnten, die zuvor nur wenig Beachtung erfahren hatten
Ein Einsatz von Bühnenkunst und herzöffnender Didaktik in Impulsveranstaltungen für Erneuerbare- Energie-Gemeinschaften im Rahmen der Energie- und Klimawende in Vorarlberg
Diese prozessorientierte Masterarbeit setzt sich mit der Gestaltung einer Impuls- und Informationsveranstaltung für Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften (eEG) im Rahmen der Klimawende in Vorarlberg auseinander.
Die Forschungsfrage ist, ob der interdisziplinäre Einsatz von Bühnenkünsten die Partizipationsbereitschaft für Gründungsprozesse unter eEG- Teilnehmer:innen in entsprechenden Impulsveranstaltungen steigern kann. Im Besonderen liegt hier in der Umsetzung der Anspruch vor, dass die Neugestaltung von Teilen der Veranstaltung einer herzöffnenden Didaktik entspricht
Präkonzepte von Schüler:innen zum Thema Geldflüsse
Seit der Einführung des Lehrplans 21 wird in der Oberstufe das Fach «WAH» unterrichtet, indem unter anderem Themen im Wirtschaftsbereich behandelt werden. Im Rahmen dieser Masterarbeit wurden Präkonzepte von Schüler:innen der sechsten Primarklasse sowie der zweiten Oberstufe zum Thema Geldflüsse erforscht. In einem zweistufigen Verfahren beantworteten die Lernenden beider Klassen in einem ersten Schritt Fragen zum einfachen Wirtschaftskreislauf mittels Zeichnungen. In einem zweiten Schritt wurden mit fünf bis sechs Schüler:innen aus jeder Klasse leitfadenbasierte Interviews durchgeführt, in denen auf die Fragen aus der Primärerhebung eingegangen wurde.
Die Ergebnisanalyse konzentriert sich darauf, diese Schülervorstellungen darzustellen und bemerkenswerte Unterschiede zwischen den beiden Schulstufen darzulegen. Die Studie trägt dazu bei, zu erkennen, mit welchen Präkonzepten die Lernenden in die Oberstufe übertreten und wie sie sich durch den Wirtschaftsunterricht verändern zu sogenannten Postkonzepten
Selbstgesteuertes Lernen wirksam gestalten
Wir leben in einer Gesellschaft, in welcher die Fähigkeit zum Umgang mit Wissen von grosser Bedeutung ist. Durch die sich rasch veränderte Arbeitswelt sind Lese-, Problemlösungs- und Reflexionsfähigkeiten wichtige Kompetenzen. Zudem sind Fachpersonen gefragt, welche sich selbstgesteuert aus- und weiterbilden können. Daher nimmt das selbstgesteuerte Lernen in Kombination mit dem lebenslangen Lernen und dem Lernen mit digitalen Medien stetig an Wichtigkeit zu. Dabei spielen kognitive, motivationale und volitionale Aspekte eine zentrale Rolle.
Des Weiteren sind passende Lernstrategien wie auch metakognitive Fähigkeiten von grosser Bedeutung (Hof, 2022, S. 13-14).
Lernende und Studierende, welche selbstgesteuert handeln, sind oftmals lebenslange Lerner, welche auch in ihrer Arbeitswelt auf Ressourcen zurückgreifen können um ihre Arbeit voranzubringen. Personen welche selbstgesteuert lernen können, übernehmen zudem vermehrt Verantwortung für ihr eigenes Verhalten (Konrad, 2019, S. 176).
In dieser Diplomarbeit wird das selbstgesteuerte Lernen beleuchtet, die notwendigen persönlichen Voraussetzungen aufgezeigt und organisatorische Bedingungen dargelegt. Dabei werden Erfordernisse auf organisatorischer Ebene und die Rolle der Lehrperson aufgenommen.
Im Anschluss werden die Vor- und Nachteile des selbstgesteuerten Lernens beschrieben sowie allgemeine Konsequenzen daraus gezogen.
Im weiteren Verlauf beschreibt die Autorin den Einsatz und die Planung dieser Lernform. Wobei optimale Lernumgebungen sowie verschiedene Arbeitstechniken dargestellt werden.
Die Ausbildung an der höheren Fachschule für Pflege am Bildungszentrum Gesundheit und Soziales (BGS) basiert auf dem Konzept des problembasierten Lernens (PBL). Bei dieser Bildungsform hat das selbstgesteuerte Lernen einen hohen Stellenwert.
Anhand dieser Tatsache hat die Autorin eine Bestandsaufnahme des selbstgesteuerten Lernens an der Höheren Fachschule für Pflege vorgenommen und zeigt daraufhin mögliche Verbesserungsvorschläge für den Einsatz des selbstgesteuerten Lernens auf. Dadurch wird ein sinnvoller Einsatz dieser Lernform beschreiben.
Es wurde deutlich, dass Studierende, welche sich kaum selbst organisieren, orientieren oder motivieren können, eine enge Begleitung und Beratung durch die Lehrperson benötigen. Dazu müssen Lehrpersonen Abstand vom aktiven Wissensvermittler nehmen und eine beratende Funktion ausüben. Um in der neuen Rolle als Lehrberater kompetent handeln zu können, brauchen Lehrpersonen eine gezielte Fortbildung zu theoriegestützten Beratungsansätzen und Gesprächsführungstechniken (Konrad & Traub, 2021, S. 50-51).
Ebenso ist davon abzuraten, das selbstgesteuerte Lernen als einzige Lernform einzusetzen. Eine Vermischung von selbstgesteuerten und fremdgesteuerten Anteilen könnte besonders lernschwächeren Studierenden Unterstützung bieten (Konrad & Traub, 2021, S. 50-51)
Interesse & Bewusstsein für den Stellenwert der Pflanzen
Seit bereits 1999 steht fest, dass die Öffentlichkeit kaum ein Interesse an Pflanzen aufweist. Aufgrund der Wichtigkeit des Stellenwerts von Pflanzen und deren fehlender Wahrnehmung fordern nun Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Pflanzen mehr in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Obwohl zahlreiche Studien die Interessensentwicklung von Jugendlichen in den Naturwissenschaften untersuchten, blieben konkrete Merkmale, welche das Interesse an Pflanzen fördern, lange unerforscht. Im Jahr 2022 detektierte erstmals eine Studie interessensförderliche Merkmale und beschrieben Tätigkeiten, welche das Interesse der Jugendlichen an Pflanzen fördert.
Da phänologisches Arbeiten mehrere dieser interessensförderlichen Merkmale aufweist, untersucht die vorliegende Studie den Einfluss des phänologischen Arbeitens auf das Interesse der Jugendlichen an Pflanzen. Konkret wurde auch das Arbeiten mit PhaenoNet untersucht, eine Internetplattform, welche es ermöglicht, phänologische Beobachtungen wissenschaftlich zu erfassen und die erhobenen Daten mit Wissenschaftlern*innen und Interessierten einfach und unkompliziert zu teilen. Das phänologische Arbeiten mit PhaenoNet weist durch dessen digitale Vorteile gegenüber herkömmlichen phänologischen Arbeiten noch mehr interessensförderliche Aspekte auf.
Damit die vorliegende Studie das phänologische Arbeiten und das Interesse an Pflanzen auf eine mögliche Kausalität untersuchen konnte, wurde ein Quasiexperiment durchgeführt. Um die nicht gänzlich kontrollierbaren Variablen weitestgehend unter Kontrolle zu halten und um den Einfluss des ökologischen Wissens zum Stellenwert von Pflanzen auf das Interesse zu untersuchen, wurde eine Intervention durchgeführt. Als Erhebungsinstrument wurde ein Fragebogen erstellt, welcher in Form eines Prä-Post Designs mit einer zusätzlichen dritten Erhebung zwei Wochen nach der Intervention durchgeführt wurde. Die Intervention wurde in allen drei untersuchten Gruppen (n=90), der Kontrollgruppe (n=36, keine phänologischen Tätigkeiten), der Versuchsgruppe 1 (n=34, phänologische Tätigkeit mit PhaenoNet) und der Versuchsgruppe 2 (n=20, phänologische Tätigkeit ohne PhaenoNet) durchgeführt.
Die Ergebnisse der vorliegenden Studie zeigen, dass keine Kausalität zwischen dem phänologischen Arbeiten und dem Interesse an Pflanzen vorliegt. Auch der Einbezug von der Website PhaenoNet erwies keinen Einfluss auf die Interessensentwicklung. Es zeigte sich jedoch, dass das Wissen zum ökologischen Stellenwert von Pflanzen das Interesse der Jugendlichen an Pflanzen zumindest situational steigern konnte. Auch scheint eine Förderung dieses ökologischen Wissens einen positiven Effekt auf die Umwelteinstellung von Jugendlichen zu haben.
Weiter konnte die Studie nachweisen, dass eine positive Kausalität zwischen der Naturverbundenheit und dem Interesse an Pflanzen vorliegt. Es zeigte sich, dass die Naturverbundenheit bereits im Kindesalter durch den Naturkontakt gefördert werden muss, um dem Desinteresse an Pflanzen in unserer Gesellschaft entgegenzuwirken
Linderung von Prüfungsangst - eine Interventionsstudie
Bereits seit dem Jahr 1933 wird zur Thematik der Prüfungsangst geforscht. Sowohl diverse Ratgeberliteratur für Fachpersonen und Angehörige, als auch verschiedene Therapien versprechen Linderung. Ein dementsprechender Ansatz, der besonders im Bereich des Spitzensports seit einigen Jahren Anklang findet, ist das Mentaltraining. Im Jahr 2005 wird unter der Leitung von Wolfgang Knörzer, das ""Heidelberger Kompetenztraining zur Entwicklung mentaler Stärke"" (HKT) ins Leben gerufen, welches die beiden Bereiche Sport und praktische Pädagogik miteinander verbindet. Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit des HKT anhand einer Interventionsstudie, die einen Prä- und Posttest, sowie ein Gruppeninterview beinhaltet. Die Testergebnisse der freiwilligen Interventionsgruppe wurden nach dem vierwöchigen Training mit jenen der Kontrollgruppe (ohne Training) verglichen. Zur Ergründung der gewonnenen Ergebnisse wurde abschliessend ein Gruppeninterview mit der Interventionsgruppe durchgeführt
Aspekte der Geschwisterpositionen und -beziehungen
Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Geschwisterthematik,
vornehmlich mit den verschiedenen Geschwisterpositionen und -beziehungen. Zudem wird das familiale Zusammenleben sowie die aussergewöhnliche Situation mit einem Geschwisterkind mit einer Beeinträchtigung thematisiert.
Den verschiedenen Geschwisterpositionen lassen sich typische
Charaktereigenschaften zuordnen. Ob das entthronte erstgeborene Kind, das
benachteiligte Zweitgeborene oder das beschützte Jüngste, die Position in der Familie nimmt Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes sowie auf die Geschwisterbeziehung. Die Beziehung zueinander verändert sich im Laufe des Lebens und ein wiederkehrender Wechsel zwischen Nähe und Distanz findet statt. Die elterliche Ungleichbehandlung, der Altersabstand sowie das Geschlecht zählen dabei zu den wesentlichen Einflussfaktoren, welche Auswirkungen bis ins hohe Erwachsenenalter verzeichnen können. Während in der Kindheit viel Zeit miteinander verbracht wird und deshalb meist verstärkt Rivalitäten und Neid unter den Kindern spürbar sind, folgt in der darauffolgenden Pubertätsphase oft eine persönliche Abgrenzung, welche als besonders kritisch gilt und die Geschwisterbeziehung auf den Prüfstand setzt. In den frühen und mittleren Erwachsenenjahren steht grösstenteils die eigene Familie im Fokus, weshalb die Geschwisterbeziehung währenddessen als zweitrangig angesehen wird. Daraufhin findet im höheren Alter oftmals eine Wiederannäherung statt