Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
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Erstellung einer Ideensammlung zum Thema «Jahreszeiten» für nachhaltiges und differenziertes Textiles Gestalten
Differenzieren; Primarschule; Textiles Gestalten; entwickelnde Aufgabenstellung; Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE); Nachhaltigkei
Churer Modell: Verbindung mit exekutiven Funktionen
Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, welche exekutive Funktionen in der Arbeit mit dem Churer Modell benötigt werden, um erfolgreich zu lernen. Hierzu wird in einem ersten Schritt das Churer Modell in seinen Grundzügen beschrieben. In einem zweiten Schritt werden exekutive Funktionen definiert. In einem dritten Schritt werden drei ausgewählte Aspekte von exekutiven Funktionen mit ausgewählten Aspekten des Churer Modells in Verbindung gebracht. Beantwortet werden soll die Frage, inwiefern das Churer Modell das Lernen von Schülerinnen und Schüler in Bezug auf die drei ausgewählten Aspekte von exekutiven Funktionen unterstützt. Eine Haupterkenntnis macht deutlich, dass das Lernen im Churer Modell die Entwicklung von exekutiven Funktionen gut unterstützt
Förderung der Achtsamkeit bei Kindergartenkindern mittels Fantasiereisen
Das Thema Achtsamkeit wird in unserer schnelllebigen Gesellschaft immer wichtiger und deshalb sollte ihm auch genügend Beachtung geschenkt werden. Während meinem Studium an der Pädagogischen Hochschule St.Gallen und während meinen Praktika begegnete ich dem Thema Achtsamkeit, im Speziellen den Fantasiereisen, schon mehrmals. Ich konnte schon viele positive Erlebnisse in diesen Bereichen mitnehmen. Ausserdem interessiert mich dieses Thema persönlich sehr. Deshalb werde ich mich in dieser Bachelorarbeit vertieft mit dem Thema Achtsamkeit am Beispiel Fantasiereise auseinandersetzen.
Die vorliegende Bachelorarbeit ist produktorientiert und behandelt die Fragestellung: «Wie kann Achtsamkeit bei Kindern im Kindergartenalltag mit Fantasiereisen aufgebaut werden?»
Im Theorieteil werden die Themenbereiche Achtsamkeit und Fantasiereisen erarbeitet. Im Kapitel der Achtsamkeit wird zunächst der Begriff Achtsamkeit genauer erklärt. Der Unterschied zwischen Konzentration und Achtsamkeit wird erläutert, es werden Studien zu Auswirkungen von Achtsamkeit im kindlichen Gehirn analysiert und die Trancezustände bei Kindern mit Hilfe der Literatur genauer betrachtet. Ausserdem werden die Auswirkungen von Achtsamkeit dargelegt und die inneren Bilder, die, während den Fantasiereisen entstehen, genauer erforscht. Im zweiten Kapitel geht es um die Fantasiereisen. Die Arbeit geht darauf ein, was Fantasiereisen sind und in welche Phasen die Fantasiereisen unterteilt werden können. Es wird erklärt, was im Gehirn eines Kindes während der Fantasiereisen passiert, wie und in welchem Rahmen eine Fantasiereise im Kindergarten durchgeführt werden kann und welche wichtigen Kriterien für das Erstellen von Fantasiereisen berücksichtigt werden müssen. Ausserdem wird die Wichtigkeit der Leitfigur und des Rituals rund um die Fantasiereise beschrieben.
Im Praxisteil wird, das mit Hilfe der aus dem Theorieteil gewonnenen Erkenntnissen erstellte Produkt genauer erklärt. Dabei wird die Absicht der Fantasiereisen sowie der Herstellungsprozess erläutert. Die Fantasiereisen werden als Beilage zu der schriftlichen Arbeit abgegeben. Dabei handelt es sich um ein kleines Buch. Das Buch beinhaltet den Lehrerkommentar mit der Einführung, der Erklärung der Leitfigur, der Erklärung der Vorbereitung und Durchführung sowie der Erklärung des Rituals. Anschliessend sind im Buch die 12 Fantasiereisen (zu jedem Monat eine) zu finden und am Ende des Buches sind die QR-Codes zu den vertonten Fantasiereisen verlinkt.
Im anschliessenden Schlussteil wird die oben erwähnte Fragestellung beantwortet, im Fazit und Ausblick werden die Ergebnisse zusammengefasst und die Möglichkeiten der Weiterentwicklung angedacht
Ein ausserschulisches Musikangebot für Kinder mit Migrationshintergrund zur Sprachförderung und dem positiven Erleben von Inklusion
In dieser Bachelorarbeit (BA) wird die ausserschulische Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund anhand eines Musikprojekts in ihrer Freizeit untersucht. Die Arbeit beinhaltet die Entwicklung, Durchführung und Auswertung des Projektes. In der theoretischen Auseinandersetzung werden die beiden Themen Migration und Kulturelle Bildung erörtert. Weiter werden, bezogen auf Kinder mit Migrationshintergrund, Aspekte einer gelingenden Inklusion und Sprachförderung mittels Musikpädagogik vertieft. Die gewonnenen Erkenntnisse aus der Theorie führen zur Entwicklung des Projekts und deren Evaluation mittels folgender Fragestellung der BA-Arbeit:
Wie können Kinder mit Migrationshintergrund (1. bis 4. Klasse) in einem ausserschulischen Musikprojekt im Erwerb und der Differenzierung der Deutschen Sprache gefördert werden und gleichzeitig eine positiv gefärbte Inklusion erleben?
Im praktischen Teil der Arbeit wird das Musikprojekt, im Rahmen der sich bietenden Möglichkeiten in einem ausserschulischen Kidstreff in St. Gallen, durch die Autorin (BA) entwickelt und durchgeführt. Im Musikprojekt werden Merkmale der Sprachförderung und der Inklusion miteinander vereint und umgesetzt. Die Auswertung des Musikprojektes erfolgt erstens anhand der Erkenntnisse aus der Theorie und zweitens aus der Evaluation der Durchführung. Einzelne Resultate werden beschrieben
Einbezug von Mehrsprachigkeit im Unterricht
Der Mensch ist umgeben von der Vielfalt der Kulturen und Sprachen, die es auf der Welt gibt. Auch in Schulen sind es immer mehr Kinder, die eine andere Muttersprache als Deutsch haben. Um diesen Kindern gerecht zu werden und sie so zu fördern, dass sie im Unterricht nicht untergehen, ist es wich-tig die Sprachlernprozesse zu verstehen, um so im Unterricht passende Methoden einzusetzen. In der vorliegenden Arbeit steht deshalb folgende Fragestellung im Zentrum: Inwiefern lässt sich die Mehr-sprachigkeit von Kindern in der Primarschule in den Unterricht einbinden? Kinder, die mehrsprachig aufwachsen, bewegen sich zwischen zwei bis mehrere Erlebniswelten. Sie sprechen nicht nur mehr als eine Sprache, sondern sie leben diese auch. Dies wird in der Ausübung der Kultur und Identitäts-zugehörigkeit sichtbar. Wie sie die Sprache beherrschen, hängt wiederum auch stark von der Kultur und der Familie ab. Der Erstsprach- und Zweitspracherwerb brauchen Zeit und werden in dieser Ar-beit genauer aufgezeigt. Aufbauend dazu werden Methoden beschrieben, wie die Sprachförderung in der Familie und in der Schule ausschauen kann. Die Methoden zeigen, dass es durchaus möglich ist, auch eine andere Muttersprache als Deutsch in den Unterricht einzubeziehen und so die Offenheit und Wertschätzung gegenüber anderen Kulturen an Bedeutung gewinnen
Klassenrat in der Unterstufe als Instrument der Partizipation
„Niemand wird als Demokrat geboren!“
Michael Greven
Die partizipative Schule legt Wert auf die Bildung der Demokratiekompetenzen. Dabei steht die Beteiligung aller im Zentrum. Die Instanz Schule kann in die drei Ebenen aufgeteilt werden. In der Mikro-, Meso- und Makroebene soll Partizipation gelebt werden. Für die Mesoebene und Mikroebene sind unterschiedliche Gefässe möglich, welche das Mitgestalten, Mitmachen und Mitsprechen der Schüler:innen fördern. Die Schüler:innen der Unterstufe stehen am Anfang ihrer Bildung und die eigene Meinungsbildung muss erst erlernt werden. Dabei liegt ihr Fokus hauptsächlich auf der Klasse.
In der vorliegenden Arbeit steht deshalb die folgende Fragestellung im Zentrum: „Wie kann Partizipation mit Hilfe des Klassenrates in der Unterstufe umgesetzt werden?“ Um die Forschungsfrage zu beantworten, wurde eine empirische qualitative Forschung durchgeführt. Zur Datenerhebung wurden dazu vier Unterstufenlehrpersonen interviewt. Die Ergebnisse der Interviews werden in Diskussion mit dem Theorieteil gesetzt
Interkulturelle Spielkisten - Die interkulturelle Kompetenz von Kindern fördern
Das Thema «Interkulturelles Lernen» wird in unserer Gesellschaft immer wichtiger und beschäftigt viele Schulen und Lehrpersonen. Das Ziel dieser Arbeit ist die Beantwortung der folgenden Fragestellung: «Wie kann das Thema «Spiele» so im Unterricht eingesetzt werden, dass es das interkulturelle und interreligiöse Lernen unterstützt und fördert?» und «Wie kann die interkulturelle Kompetenz von Kindern im Primarschulalter spielerisch und altersgerecht trainiert und entwickelt werden?». Eine Spielkiste mit Spielen aus sechs verschiedenen Ländern und eine damit verbundene Unterrichtsreihe, sollen im Schulzimmer Anlass und Grundlage für einen Austausch und Diskussionen geben. Die Spiele sollen dabei möglichst Länder aus der Klasse vertreten. Basis für die Unterrichtsreihe bilden Recherchen zu Literatur im Bereich interkulturelles Lernen wie auch im Bereich Spiele. Daraus entstand die Unterrichtsreihe mit allen dazu benötigten Materialien. Ziel der Unterrichtsreihe ist es, den Schülerinnen und Schülern Hintergrundinformationen zu den jeweiligen Spielen und den entsprechenden Ländern zu geben und dabei gleichzeitig ihre interkulturelle Kompetenz zu trainieren und weiterzuentwickeln. Diese Arbeit ist eine Darstellung davon, dass sich das Trainieren der interkulturellen Kompetenz gut im Unterricht einbauen lässt. Es zeigt ebenfalls, dass sich Spiele sehr gut anbieten, um diese Thematik zu erarbeiten. Sie sind demzufolge ein geeignetes Mittel, da sie positive Emotionen auslösen und Spass machen, um darauf eine didaktische Lektion aufzubauen und so bei Kindern im Primarschulalter die interkulturelle Kompetenz zu entwickeln. Sie zeigt aber auch, dass es ein Prozess ist, an dem im Verlaufe der gesamten Schulzeit gearbeitet werden muss
Sensibilisierung Lebensmittelverschwendung - Entwicklung und Evaluation einer Unterrichtsreihe zu Lebensmittelverschwendung im Fach WAH für die Sekundarstufe 1
Lebensmittelverschwendung ist ein globales Problem von enormer Tragweite. Sie trägt zur Verschwendung von Ressourcen, zur Umweltbelastung und zu sozialen Ungerechtigkeiten bei. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, Schüler:innen frühzeitig die Werte, Fähigkeiten und das Wissen zu vermitteln, die notwendig ist, um Lebensmittelverschwendung zu reduzieren und nachhaltige Konsumgewohnheiten zu entwickeln. Diese Masterarbeit konzentriert sich auf die Entwicklung und Evaluation einer Unterrichtsreihe zum Thema Lebensmittelverschwendung für den Fachbereich Wirtschaft, Arbeit, Haushalt auf der Sekundarstufe I. Ziel ist es, das Bewusstsein und Verhalten der Schüler:innen hinsichtlich der Bedeutung und Auswirkungen von Lebensmittelverschwendung zu verändern. Durch die Kombination von theoretischem Wissen und praktischen Aktivitäten, einschliesslich Rollenspielen, Diskussionen und der Erstellung von Infografiken, fördert die Unterrichtsreihe ein tiefes Verständnis des Themas. Die Evaluation zeigt, dass die Unterrichtsreihe erfolgreich das Bewusstsein und die Einstellung der Schüler:innen verbessert hat, was sie dazu anregt, praktische Massnahmen zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung zu entwickeln und umzusetzen
Nachhaltigkeit im Textilen Gestalten fördern. Eine Unterrichtsreihe zur Sensibilisierung für nachhaltiges Konsumbewusstsein
Die Modeindustrie ist in zahlreichen Nachhaltigkeitsdiskussionen eine wichtige Akteurin, da sie enormen Einfluss auf die Umweltressourcen, die Wirtschaft und auf soziale Strukturen hat. Zurecht wird die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Lehrplan 21 als Leitidee aufgeführt.
In dieser Masterarbeit wird untersucht, wie bei den Schüler:innen im Rahmen einer Unterrichtsreihe ein verstärktes Nachhaltigkeitsbewusstsein in Bezug auf Fast Fashion hervorgerufen werden kann. Fast Fashion kann vielfältig thematisiert werden und bietet durch den Alltagsbezug enormes Potenzial, sich mit der eigenen Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen. Dazu wurde eine Lektionsreihe mit einem Lerntagebuch als Umfrageinstrument für die Schüler:innen entworfen und im Fach ""Textiles Gestalten"" durchgeführt. Diese Daten wurden durch eine qualitative Inhaltsanalyse ausgewertet. Diese Arbeit soll aufzeigen, wie Jugendliche angeleitet werden können, ihr eigenes Nachhaltigkeitsbewusstsein in Bezug auf ihren Kleiderkonsum zu steigern, wodurch eine Verhaltensänderung initiiert werden soll
DDR-Sportlerinnen bei Olympia: erfolgreich, sozialistisch, weiblich? Eine Untersuchung der Berichterstattung von Deutschschweizer Boulevardmedien über DDR-Sportlerinnen anlässlich von Olympischen Spielen zwischen 1972 und 1988.
Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) war weder wirtschaftlich noch gesellschaftlich eine Erfolgsnation. Im Sport war das kleine ostdeutsche Land jedoch Weltspitze. Während ihrer Partizipation an Olympischen Spielen errang die DDR insgesamt 192 Gold-, 164 Silber- und 162 Bronzemedaillen. Damit stand das Land mit nur 17 Millionen Einwohnern Ende der 1980er-Jahre auf Rang drei der inoffiziellen Nationenwertung, hinter den beiden Weltmächten USA und Sowjetunion. Gerade im Frauensport nahm die DDR, gemeinsam mit anderen Ländern aus dem «Ostblock», eine Vorreiterrolle ein. Im Schwimmen und in der Leichtathletik dominierte die DDR die Frauenkategorien fast 20 Jahre lang. Zurückzuführen war diese führende Position auf ein staatliches Sportsystem, in dem die Sportler:innen in einer zentralisierten Organisation trainiert und gefördert wurden. Die DDR war dabei sowohl in der Trainingsgestaltung als auch in der Sportwissenschaft weltweit führend. Die grossen Erfolge der weiblichen Sportlerinnen waren jedoch auch auf die Anwendung von Doping zurückzuführen. Die ostdeutschen Sportler:innen wurden dabei bereits im Kindes- und Jugendalter mit anabolen Steroiden «angefüttert». Die Partizipation am staatlichen Doping war sowohl leistungsbezogen als auch innenpolitisch Voraussetzung für sportlichen Erfolg.
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie die Sportlerinnen aus Ostdeutschland und ihre Erfolge während den Olympischen Winter- und Sommerspielen im Deutschschweizer Boulevard dargestellt wurden. Dabei wurde im Rahmen einer qualitativen Inhaltsanalyse die Olympiaberichterstattung des BLICKs, SonntagsBlicks und der Schweizer Illustrierten über DDR-Sportlerinnen systematisch analysiert. Untersucht wurde der Zeitraum zwischen 1972 und 1988, in welchem die DDR als eigenständiges Land an olympischen Spielen teilnahm. Die entsprechenden Artikel wurden sortiert, kodiert und in einen wissenschaftlichen sowie historischen Kontext eingeordnet.
Während die sportlichen Erfolge der DDR in der Schweiz durchaus bestaunt und beneidet wurden, war die muskulöse Erscheinung und die Dominanz der ostdeutschen Sportlerinnen auch Anlass, ihre Weiblichkeit anzuzweifeln. Hierbei wurden ihnen oftmals die männlich konnotierten Adjektive «kräftig» und «muskulös» zugeschrieben oder entsprechende Vergleiche angestellt. Der Vorwurf der Vermännlichung wurde dabei stets auf subtile Weise geäussert. Trotz ihrer grossen Erfolge erfuhren die ostdeutschen Sportlerinnen nicht jene Resonanz im Deutschschweizer Boulevard, die ihnen eigentlich zugestanden wäre. Zu erklären war dies einerseits damit, dass über die Sportler:innen aus der DDR nur wenige Informationen verfügbar waren und andererseits eine starke Fokussierung auf nationale Athlet:innen stattfand. Im gesamten Untersuchungszeitraum war dabei eine Veränderung der Frau als Sportlerin und deren Rolle in der Gesellschaft zu beobachten. Während sich das Narrativ der DDR-Sportlerin im Laufe der Zeit nur marginal veränderte, entwickelte sich die Wahrnehmung der Schweizer Sportlerin von der demütigen Athletin zur selbstbewussten Sportlerin. Diese Veränderung und deren Einfluss auf die geltenden Weiblichkeitsideale war auch durch die Veränderung der Position der Frau in der Gesellschaft zu erklären. Nebst gesellschaftspolitischen Entwicklungen waren auch aussenpolitische Tendenzen in der Sportberichterstattung zu erkennen. Als Produkt des Kalten Krieges verkörperte die DDR den Sozialismus wie kein anderes Land und wurde dadurch nebst der Sowjetunion zur Zielscheibe der antikommunistischen Stimmung in der Schweiz