Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
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Sprachförderung leicht gemacht Materialsammlung für den Kindergarten zum Bilderbuch «Stomatenpaghetti oder wie Oscar auf dem Piratenschiff richtig sprechen lernt»
In dieser Arbeit wird anhand einer ausführlichen Literaturrecherche und dem Lehrplan Volksschule, eine Materialkiste zum Bilderbuch «Stomatenpaghetti oder wie Oscar auf dem Piratenschiff richtig sprechen lernt» erstellt. Diese kann für die Sprachförderung im Kindergarten eingesetzt werden. Die hergestellten Materialien sollen die Sprachförderung in einem fächerübergreifenden Unterricht ermöglichen. Sprachförderung ist ein sehr umfassendes Thema, deshalb ist die Materialkiste auf die Themen Wortschatz und Sprechen begrenzt. In einem ersten Schritt wird der Frage nachgegangen, wieso Sprachförderung im Kindergarten einen wichtigen Stellenwert hat und was die Unterthemen alles beinhalten.
Anschliessend wird erläutert, wie man den Wortschatzerwerb und das Sprechen der Kindergartenkinder fördern kann. Mit dem Theoriewissen werden passende Materialien für die Sprachförderung hergestellt. Einige dieser Materialien werden in einem Kindergarten ausprobiert und anschliessend durch die gemachten Erfahrungen nochmals überarbeitet und angepasst. Abgerundet wird die Arbeit mit einer Reflexion über die Erfahrungen, welche im Kindergarten während der Erprobung gemacht werden konnten
Ortsunabhängiger Naturlernpfad mit digitalen Medien
Mit dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule St. Gallen und dem Einstieg in den Lehrerberuf beginnt für jede Lehrperson eine Eingewöhnungsphase mit unterschiedlichen Orientierungsrollen. Die Organisation bringt zahlreiche Anforderungen mit sich, welche der Lehrperson gestellt werden. Der Umgang mit digitalen Medien in der Primarschule steigt mit der zunehmenden Digitalisierung deutlich an. Die Arbeit mit digitalen Medien schränkt womöglich das Lernen im Freien ein. Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, wie das Lernen im Freien mit digitalen Medien in Verbindung gebracht werden kann. So wird die technisierte Welt mit der Waldpädagogik kombiniert. Hierzu wird in einem ersten Schritt als Grundlage Lernen begründet, in Bezug auf drei verschiedene Lerntheorien und dem Gedächtnis. In einem zweiten Schritt wird Outdoor Teaching und Waldpädagogik definiert. In einem dritten Schritt wird die Muesumsdidaktik als Pendant zum Lernpfad thematisiert. Der vierte Schritt besteht darin, die Arbeit mit digitalen Medien in der Schule darzulegen, wobei der Nutzen und die Möglichkeit als Lernhilfe dargelegt wird
Stressbewältigung im Zyklus 2
Der Leistungsdruck und somit der Stress nehmen auch in jungen Jahren immer mehr zu. Somit stehen auch Kinder im Zyklus 2 zunehmend immer mehr unter Stress. Daher ist es notwendig, zu wissen, mit welchen Strategien sie ihren Stress wirksam bewältigen können.
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es zu beantworten, wie in der Schule die Stressbewältigung der Kinder unterstützt werden kann. Dazu wird folgende Forschungsfrage gestellt: Welche Übungen sind wirksam, um im Zyklus 2 die Stressbewältigung zu stärken?
Um die Forschungsfrage zu beantworten, wurden Übungen zur Stressbewältigung in der Praxis durch-geführt und mit einer Befragung zu Stresssymptomen auf ihre Wirksamkeit überprüft. Spezifisch wur-den durch eine Literaturrecherche wirksame Übungen zur Stressbewältigung hergeleitet. Die Übungen wurden in einer 5. Klasse während einer Woche täglich umgesetzt. Mit einem kriterienbasierten Frage-bogen, welcher vor Beginn und nach Abschluss der Umsetzung aller Übungen in der Praxis ausgefüllt wurde, wurden Stresssymptome erhoben. Es wurde untersucht, ob sich die Symptome nach einer Wo-che der Durchführung der Stressbewältigungsübungen verbessert haben.
Die Antworten auf die Fragebogen zeigen, dass sich die meisten Stresssymptome der Schülerinnen und Schüler bereits nach einer Woche verbessert haben. Vor allem bei den physischen Symptomen war eine deutliche Besserung erkennbar. Die kurzfristige Wirkung der Übungen ist somit bestätigt.
Weiterführende Forschung im Bereich Stressbewältigung könnte eine Untersuchung zur Überprüfung der langfristigen Wirksamkeit von Stressbewältigungsübungen in der Schule sein
Die Umsetzung der Drogenprävention in den Primarschulen im Kanton St. Gallen
Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie die Drogenprävention in den Primarschulen im Kanton St. Gallen umgesetzt wird. Dazu wurde zunächst in der Literatur nach wichtigen Faktoren einer effektiven Drogenprävention in Schulen und im Schulalltag gesucht. Daraus ergab sich die Fragestellung, welche Faktoren einer effektiven Drogenprävention in den Schulen im Kanton St. Gallen und im Schulalltag berücksichtigt werden. Um konkret auf die Unterschiede eingehen zu können, wird der Hauptfrage nachgegangen, an welchen Stellen es zu Dissonanzen zwischen dem Wissen der Lehrperson über eine effektive Drogenprävention und der in der Literatur beschriebenen effektiven Drogenprävention kommt. Zur Beantwortung dieser Fragestellungen wurden in unterschiedlichen Schulen fünf qualitative und halb- oder teilstrukturierte Einzelinterviews anhand eines problemzentrierten Interviewleitfadens mit Lehrerinnen und Lehrern geführt, die dann sinngemäss transkribiert wurden. Die Interviews wurden danach phänomenologisch analysiert und mit der Theorie verglichen. Die Ergebnisse machen deutlich, dass die Prävention grösstenteils nicht gemäss der Theorie durchgeführt wird, sodass es bei der Umsetzung grosse Dissonanzen zwischen verschiedenen Lehrpersonen gibt
Substanzielle Lernumgebungen im Kindergarten zur Förderung des quasi-simultanen Erfassens
Substanzielle Lernumgebungen werden bereits häufig in Primarschulen eingesetzt. Bislang gibt es aber kaum Erfahrungsberichte zu substanziellen Lernumgebungen im Kindergarten. Diese Bachelorarbeit untersucht deshalb den Einsatz von substanziellen Lernumgebungen im Kindergarten. Dabei folgende Frage im Mittelpunkt: Wie muss eine substanzielle Lernumgebung im Kindergarten gestaltet sein, damit die Kompetenz des quasi-simultanen Erfassens von Kindergartenkindern auf unterschiedlichem Niveau gefördert werden kann?
Im ersten Teil der Arbeit werden wichtige theoretische Begriffe und Zusammenhänge erläutert. Anhand der theoretischen Erläuterung werden substanzielle Lernumgebungen entwickelt, die zum Aufbau des quasi-simultanen Erfassens dienen. Dabei werden die substanziellen Lernumgebungen mit Hilfe eines Erlebnisrahmens an das Lernen von Kindergartenkindern angepasst. Die substanziellen Lernumgebungen werden empirisch untersucht.
Es konnte mittels des Wilcoxon-Tests festgestellt werden, dass sich das Leistungsniveau aller Kinder nach dem Einsatz von substanziellen Lernumgebungen signifikant verbessern konnte. Zudem konnte anhand einer qualitativen Analyse festgestellt werden, dass durch den Einsatz des Erlebnisrahmens das Interesse der Kinder gesteigert wurde und sie sich somit aktiver mit den Aufgaben der substanziellen Lernumgebung auseinandersetzen konnten
Vergleich des NMG-Unterrichts in der Schweiz und in Finnland
Diese Arbeit setzt sich mit den Unterschieden und den Gemeinsamkeiten zwischen dem Natur, Mensch, Gesellschaft-Unterricht in der Schweiz und in Finnland auseinander. Basierend auf Literaturrecherche und einem Interview werden die beiden Bildungssysteme miteinander verglichen. Die Fragestellung dazu lautet: «Wo liegen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem finnischen und dem schweizerischen Natur, Mensch, Gesellschaft- (NMG-) Unterricht, im Bereich der Durchführung und im Bereich der Fachdidaktik NMG?» Dabei wurden sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede zwischen den beiden Systemen festgestellt. Um zum Ergebnis zu kommen, wurde in dieser Bachelorarbeit nach den Kapiteln «Einleitung & Themenauswahl» und «Methode» die Theorie aufgenommen. In dieser wurden das jeweilige Lehr-, Lernverständnis, die Lehrpläne sowie der Fachbereich Natur, Mensch, Gesellschaft respektive Umweltlehre, thematisiert. In der «Diskussion» wurden Vergleiche gezogen sowie die Gemeinsamkeiten und Unterschiede festgehalten und diskutiert
Tourismus in der Bodenseeregion unter dem Einfluss klimatischer Veränderungen - Eine Analyse des Hitzesommers 2022 als Basis für zukünftige Entwicklungen der Sommersaison im Bodenseetourismus
Die Bodenseeregion ist stark vom Tourismus geprägt. Besonders im Sommer bietet der See viele Aktivitäten für Tourist:innen. Tagesausflüge in die Städte um den See, der Bodenseerundweg, die Bodenseeschifffahrt und der Badetourismus machen den grössten Teil aus. Da viele dieser Aktivitäten draussen stattfinden, gibt das Klima die Eignung vor. Im Sommer 2022 kam es zu langen Hitze- und Trockenperioden. Zukünftig ist vermehrt mit solchen Extremereignissen zu rechnen. Dies stellt die Tourismusbranche in der Bodenseeregion vor eine Herausforderung. Sie haben aber die Chance ihr Angebot optimal an die klimatischen Änderungen anzupassen, um den Bedürfnissen der Tourist:innen in Zukunft gerecht werden zu können. Die vorliegende Arbeit untersucht, wie ein Hitzesommer in der Bodenseeregion von Expert:innen der Tourismusbranche wahrgenommen wird und mit welchen klimatischen Entwicklungen sie zukünftig rechnen. Des Weiteren werden notwendige Anpassungen ihres Angebots an zukünftige Hitzesommer angesprochen. Vieles deutet darauf hin, dass sich das touristische Angebot in der Bodenseeregion zukünftig anders aussehen wird als heute
Neuromuskuläre Dysbalancen in Oberstufenklassen
Schüler:innen sitzen häufig mehrere Stunden am Tag. In der Schule, beim Essen, während den
Hausaufgaben und vor dem Fernseher und Computer. Die Folgen davon sind Bewegungsarmut und
einseitige Alltagsbelastungen. Dadurch können neuromuskuläre Dysbalancen entstehen. Bei einer
neuromuskulären Dysbalance ist die muskuläre Balance nicht mehr gegeben. Dies bedeutet, dass ein
oder mehrere Muskeln verkürzt oder geschwächt sind. Die Folgen sind Schädigungen des Haltungs-
und Bewegungsapparates, was wiederum zu Beschwerden in den betroffenen Körperregionen führen
kann. In der vorliegenden Masterarbeit werden folgende Fragestellungen beantwortet und
untersucht.
Fragestellung 1:
Fragestellung 2:
Fragestellung 3:
Fragestellung 4:
Wie häufig sind neuromuskuläre Dysbalancen bei Schüler:innen der
Oberstufenklassen verbreitet?
Welche neuromuskulären Dysbalancen finden sich bei Schüler:innen der
Oberstufe und wie stark sind diese ausgeprägt?
Inwiefern stimmt die Anzahl der körperlichen Beschwerden mit der Anzahl
neuromuskulären Dysbalancen der Schüler:innen überein?
Inwiefern gibt es einen Zusammenhang zwischen der Bewegungszeit und der
Häufigkeit von neuromuskulären Dysbalancen bei Schüler:innen der
Oberstufe?
Um diese Daten zu erheben, wurde bei verschiedenen Oberstufenklassen eine Testung mit fünf
Übungen zur Beweglichkeit und Kraft verschiedener Muskeln durchgeführt. Ebenfalls mussten die
Schüler:innen einen Fragebogen ausfüllen, welcher Fragen zu körperlichen Beschwerden und täglichen
Bewegungszeit abfragte. Insgesamt haben 60 Schüler:innen aus vier Oberstufenklassen aus einer
ländlichen und aus einer städtischen Region an dieser Erhebung teilgenommen.
Die Datenauswertung hat ergeben, dass 78% aller getesteten Schüler:innen eine neuromuskuläre
Dysbalance aufweisen. Die Körperregion, welche am häufigsten von einer neuromuskulären
Dysbalance betroffen ist, ist der Bereich der Schultern. Es konnte einen Zusammenhang von den
körperlichen Beschwerden und den neuromuskulären Dysbalancen gefunden werden. Das bedeutet
also, dass bei Schüler:innen mit neuromuskulären Dysbalancen häufiger Schmerzen auftreten als bei
Schüler:innen ohne neuromuskuläre Dysbalancen. Einen Zusammenhang zwischen der aktiven
Bewegungszeit und der neuromuskulären Dysbalancen konnte aber nicht festgestellt werden
Interesse und Bewusstsein von Lehrpersonen für den Stellenwert von Pflanzen
Studien haben ergeben, dass durchschnittlich weniger Pflanzenarten als Tierarten identifiziert werden können und das Interesse für Tiere grösser ist als dasjenige für Pflanzen. Während der Suche nach möglichen Gründen entstand der Begriff der Pflanzenblindheit. Dieser handelt beispielsweise von der Unfähigkeit, Pflanzen im Alltag wahrzunehmen oder dem fehlenden Erkennen der zentralen Funktionen der Pflanzenwelt in unserer Biosphäre.
Lehrpersonen nehmen bei der Vermittlung der Thematik Ökologie eine zentrale Funktion im Leben der Schülerinnen und Schüler ein. Deshalb interessiert bei dieser Masterarbeit, von welchen Aspekten der Pflanzenblindheit Lehrpersonen selbst betroffen sind. Weiter wurde die Frage geklärt, inwiefern die Lehrpersonenausbildung im Bereich der Ökologie angepasst werden könnte, damit Lehrpersonen bereits zum Berufseinstieg einen möglichst gewinnbringenden Unterricht gestalten können. PhaenoNet ist ein Werkzeug, das dabei helfen könnte.
Im Rahmen der Arbeit wurden deshalb drei Lehrpersonen, drei PhaenoNet-Lehrpersonen und drei Studierende interviewt. Mittels eines halbstandardisierten Leitfadens wurden Gespräche geführt, die qualitativ ausgewertet wurden
Vorbereitung auf handwerkliche Berufe mit angewandter Informatik im Technischen Gestalten
Ziel der Oberstufe ist es, Schülerinnen und Schüler auf ihre berufliche Zukunft vorzubereiten. Die zunehmende Digitalisierung hat die Anforderungen an viele handwerkliche Berufe verändert, da sie vermehrt digitale Aspekte einschliessen. Deswegen sind vermehrt auch im TcG-Unterricht digitale Aspekte gewinnbringend.
Um die notwendigen Kompetenzen und Fähigkeiten für den Einstieg in handwerkliche Berufe mit angewandter Informatik zu ermitteln, werden vier Interviews mit Berufsbildner:innen aus den Berufen Automatiker:in EFZ und Elektroniker:in EFZ durchgeführt. Die Interviews werden hinsichtlich grundlegenden Haltungen und Basisverständnissen, welche von den Auszubildenden zu Lehrbeginn erwartet werden, analysiert. Diese Ergebnisse dienen als Grundlage, um Ideen und Wege zu entwickeln, wie diese Haltungen und Basisverständnisse im TcG-Unterricht, aber auch in anderen Fächern, gefördert werden können. Dadurch sollen die Schülerinnen und Schüler gut auf die Anforderungen der sich wandelnden Arbeitswelt vorbereitet werden