Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
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Grundsätze und Elemente der Reformpädagogik in Schulkonzepten (Leitbildern) des aktuellen Realschulwesens
Der Unterricht wird von Haltungen und Leitgedanken, welche von der Schule und ihren Mitgestaltenden vertreten werden, geprägt. Dabei spielen unter anderem die Organisation des Unterrichts, die Gestaltung von Beziehungen oder Wertvorstellungen eine Rolle. Besonders als Lehrperson ist es von hoher Bedeutung, sich wandelnder Grundgedanken in der Schulentwicklung bewusst zu werden. Das Kind in das Zentrum des Unterrichts zu stellen zählt beispielsweise als eine gegenwärtig bekannte Devise, welche sich aus der Reformpädagogik entwickelte (Oelkers, 2010 S. 14). In dieser Arbeit wird auf reformpädagogische Grundsätze und kindzentrierte Elemente eingegangen. Dabei wird ein Fokus auf drei der bedeutendsten Reformpädagoginnen und Reformpädagogen gelegt.
In einem ersten Teil erfolgt die Annäherung an das Themengebiet der Reformpädagogik anhand theoretischer Grundlagen. Aufbauend auf der reformpädagogischen Entwicklung erfolgt eine vertiefte theoretische Auseinandersetzung drei ihrer bedeutendsten Agierenden: Maria Montessori, Celestin Freinet und Rudolf Steiner. Dies wird mit je einer Kurzbiographie der Reformpädagogin und der beiden Reformpädagogen eingeleitet. Anschliessend werden Grundsätze und Elemente, welche für deren jeweilige Pädagogikkonzepte fundamental sind und teilweise aus eigenen Verfassungen stammen, vertieft unter die Lupe genommen. Gemeinsamkeiten der Grundsätze und Elemente zwischen Montessori, Freinet und Steiner werden schliesslich in einem theoretischen Vergleich angeführt sowie in einem Kategorienraster zusammenfassend abgebildet. Jener dient der nachfolgenden theoriegestützten Dokumentenanalyse. Diese erfolgte durch eine Sichtung in sieben Leitbildern des aktuellen Regelschulwesen im Kanton St. Gallen. Dabei wurde nachgegangen, inwiefern reformpädagogischen Grundsätze und Elemente auch in öffentlichen Schulen vertreten sind. Dies führte zu spannenden Ergebnissen, welche auch für das Vorhaben in der Schule ertragreich sind
Identität der Türk:innen in der Ostschweiz: Identität und Identitätsbildung am Beispiel von sechs Türk:innen der zweiten Generation aus der Ostschweiz
Seit den 1960er Jahren bildet die türkische Menschengruppe mit Migrationshintergrund eine der grössten ethnischen Gruppen der Schweiz. Im Unterschied zur ersten Generation Türk:innen erlebt die nächste Generation ihr Heranwachsen in einem Kontext, der nicht zwangsläufig mit den Werten und Normen ihrer Familie oder ihres sozialen Umfelds in Ein-klang steht. Daher ist es wichtig, wie die zweite Generation ihre Identität und Identitätsent-wicklung wahrnimmt.
Das Ziel dieser Masterarbeit war es daher, die subjektive Wahrnehmung der eigenen Identi-tät und der eigenen Identitätsentwicklung dieser Zielgruppe nach den acht Ressourcen Keupps (2009) zu untersuchen. Dafür beschränkte sich diese empirische Forschung auf die türkischen Ostschweizer Bürger:innen. Insgesamt wurde mit sechs türkischstämmigen Ostschweizer:innen ein leitfadenorientiertes Interview durchgeführt. Anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse wurden die empirischen Daten aufbereitet und mit dem Forschungsstand verglichen.
Die Ergebnisse zeigten, dass die acht Ressourcen nicht immer auf demselben Niveau vorhan-den waren. Mit differenzierten Prioritäten im Leben zeigten die Türk:innen auf, dass für sie einige Ressourcen mehr Gewichtung tragen als andere. Andere Teilnehmer:innen zeigten, dass sie eine Veränderung durchmachen würden und daher die Ressourcen in einem Prozess der Entwicklung sind. Nichtsdestotrotz nehmen die Türk:innen ihr Leben als selbstwirksam und selbstständig an, da sie für sich entscheiden, was ihnen in ihrem Leben wichtig ist
Der Zusammenhang von Medienkompetenzen, Informationsüberflutung und Naturverbundenheit
In einer Zeit, in der der Zugang zu Informationen über Umweltfragen nahezu grenzenlos ist, gewinnt die Fähigkeit, diese Informationen kritisch zu bewerten und zu verarbeiten, zunehmend an Bedeutung. Im Mittelpunkt stehen dabei Medienkompetenzen, die das individuelle Vermögen, Medieninhalte zu nutzen und zu interpretieren beinhalten. Die fortschreitende Informationsüberflutung erschwert die Identifikation relevanter Informationen, was zu Herausforderungen führt. Zur Förderung der Umweltidentität, die das Bewusstsein für ökologische Fragen und die Identifikation mit Umweltschutzwerten einschliesst, ist jedoch ein kompetenter Umgang mit den Informationen notwendig. Die Arbeit befasst sich damit, welchen Einfluss die Medienkompetenzen einerseits auf die Informationsüberflutung und anderseits auf die Naturverbundenheit haben. Auch ein Zusammenhang zwischen allen drei Variablen wird geprüft. Die Daten stammen aus dem Projekt ""Umweltidentität entwickeln"" aus der Forschung der PHSG
Künstliche Intelligenz im Schulalltag anwenden
Künstliche Intelligenz ist aktuell in aller Munde und stellt nicht nur Lehrpersonen vor eine neue Herausforderung. Ein revolutionärer technischer Fortschritt steht uns bevor und scheint nicht mehr aufzuhalten zu sein.
Tools wie ChatGPT und Co. werden von den Schülerinnen und Schülern eingesetzt – doch nicht immer im Sinne der Lehrpersonen. Soll man sie verbieten? Kann man das? Die vorliegende Masterarbeit will einen anderen Weg gehen und aufzeigen, dass die Tools gewinnbringend im Unterricht eingesetzt werden können.
Konkret geht diese Arbeit geht der Frage nach, wie KI-Tools im Unterricht auf der Stufe Sek I integriert werden können, um die literalen Kompetenzen zu fördern. Dabei werden die Kantone St. Gallen, Thurgau und Zürich nach Richtlinien oder Vorschriften zur Benutzung von künstlicher Intelligenz im Unterricht befragt. Anschliessend werden potenziell geeignete Programme für die Sekundarstufe getestet, um dann auf Basis der kantonalen Richtlinien Aufgaben zur Förderung der Schreibkompetenzen zu entwickeln
Trans Personen im Sexualkundeunterricht - Urteil von trans Personen über den erlebten Sexualkundeunterricht
Der Begriff «Diversität» prägt die Gesellschaft heute mehr denn je. Gerade trans Personen leiden nicht selten unter struktureller oder alltäglicher Diskriminierung. Trotzdem wird im Schulkontext wenig über geschlechtliche Diversität gesprochen und das, obwohl sich Menschen nachweislich weniger diskriminierend verhalten, wenn sie über verschiedene Geschlechtsidentitäten aufgeklärt wurden. Für trans Menschen selbst kann es ausserdem schwierig sein, wenn Geschlecht im Sexualkundeunterricht als dichotome und angeborene Eigenschaft vermittelt wird.
Durch problemzentrierte Interviews fand diese Arbeit heraus, wie trans Personen den erlebten Sexualkundeunterricht in der Oberstufe bewerten und wie sich der Unterricht auf den Umgang mit ihrer Geschlechtsidentität ausgewirkt hat.
Die Ergebnisse zeigen, dass sich alle Befragten gewünscht hätten, mehr über geschlechtliche Diversität zu sprechen. Nach eigenen Angaben hätte es ihnen geholfen, die eigene Identität früher anzuerkennen. Weiter berichteten einige der Befragten von einer Schwerpunktsetzung auf biologische Inhalte, was als unbefriedigend eingestuft wurde. Ein Grossteil der Befragten bewertete geschlechtergetrennte Einheiten negativ, da für ungeoutete trans Schüler:innen die Gefahr besteht, in die falsche Gruppe eingeteilt zu werden. Für geoutete Schüler:innen kann es in den getrennten Gefässen auch zu unangenehmen Situationen kommen, auch wenn die-se in der für sie passenden Gruppe teilnehmen können. Insgesamt war der Grossteil der Be-fragten ernüchtert über den erlebten Sexualkundeunterricht. Lediglich bei einer Person wurde Transidentität im Unterricht thematisiert, alle anderen bedauern im Nachhinein, nichts darüber gelernt zu haben. Grundsätzlich wünschten sich die Befragten mehr Zeit für die Sexualkunde, sowie mehr Beteiligung durch externe Fachpersonen, insbesondere das Einladen queerer Menschen wurde positiv gewertet. Einen Nutzen im Thematisieren von geschlechtlicher Viel-falt sehen die Befragten für alle. Queere Schüler:innen können sich dadurch eher gesehen fühlen und die eigene Identität möglicherweise früher erkennen. Für nicht queere Schü-ler:innen werden Berührungspunkte geschaffen, was Diskriminierung verringern und somit ein gewaltfreieres Zusammenleben ermöglichen kann
Die Gefu?hle von Jugendlichen beim Einsatz eines Schulhundes
Hunde gehören seit etwa 35'000 Jahren zum Leben der Menschen. Demzufolge ist es nachvollziehbar, dass Lehrpersonen in den 1990er Jahren begannen, den Hund nicht mehr nur als Haustier zu halten, sondern ihn auch in den Unterricht zu integrieren. Die positive Wirkung
der Hunde auf die Schu?ler:innen wurde schnell erkannt und durch Studien belegt. Die Ergebnisse aus der Forschung beweisen unter anderem die verbesserte Regulation von Emotionen (u.a. Anderson & Olson, 2006), eine positivere Einstellung zur Schule und zum Lernen (u.a. Beetz, 2013), eine beruhigende Wirkung (u.a. Kotrschal & Ortbauer, 2003a), die Verbesserung des Sozialverhaltens (u.a. Mombeck, 2022), die Steigerung der Empathie (u.a. Sprinkle, 2008), die Reduktion von Stress (Meints et al., 2022) und die Verbesserung der Stimmung (Mombeck, 2022) bei den Schu?ler:innen mit Schulhund. Demnach können Schulhunde einen grossen Mehrwert zum Unterrichtsalltag beisteuern. In dieser Arbeit wurde eine Einzelfallanalyse durchgefu?hrt, bei der nur eine Schulklasse untersucht wurde. Die Sekundarstufe I ist selten in Stichproben anderer Studien vertreten und deshalb konzentrierte sich diese Masterarbeit auf eine Oberstufenklasse bestehend aus 16 Jugendlichen. Da die subjektive Perspektive von Schu?ler:innen beim Einsatz eines Schulhundes
im Unterricht kaum Gegenstand der Forschung war, liegt der Fokus dieser Masterarbeit auf dem subjektiven Erleben der Lernenden und somit auf ihren Gefu?hlen. Diese können nur durch Befragungen und Selbstberichte erhoben werden. Zur Bestimmung der Gefu?hle in der Klasse wurde zunächst ein schriftlicher Fragebogen eingesetzt und die Interviewpartner:innen wurden anhand des Extremfallsamplings selektiert und durch die Expertenmeinung der Klassenlehrperson validiert. Danach wurden Interviews mit vier Proband:innen zu ihren Empfindungen durchgefu?hrt und mittels einer inhaltlich strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz und Rädiker (2022) ausgewertet. Diese Analyse zeigte unter anderem, dass der Schulhund bei den Schu?ler:innen die Aggressionen reduzierte, den Stress verminderte, ihre Stimmung verbesserte und sie beruhigte. Aus den Ergebnissen dieser Arbeit kann konkludiert werden, dass der Schulhund positive Gefu?hle bei den Jugendlichen auslöst, einen guten Einfluss auf ihr Sozial- und Arbeitsverhalten hat und sie den Unterricht mit Schulhund positiver wahrnehmen. Dabei muss angemerkt werden, dass der Schulhund die Jugendlichen im Unterricht auch teilweise ablenkt und sich die Auswirkungen des Hundes auf ihre Gefu?hle und ihr Verhalten mit der Zeit verringert haben
Die Bedeutung der professionellen Kompetenz für die psychische Gesundheit im Lehrberuf
Der zentrale Inhalt dieser Masterarbeit ist die professionelle Kompetenz der Lehrkräfte. Diese umfasst die stabilen, aber dennoch veränderbaren persönlichen Merkmale zur erfolgreichen und dauerhaften Bewältigung des Lehrberufs.
Für einen guten Unterricht ist die psychische Gesundheit der Lehrpersonen von zentraler Bedeutung. In der vorliegenden Arbeit werden mittels qualitativer Inhaltsanalyse alle professionellen Kompetenzaspekte und ihre Facetten untersucht, die zur psychischen Gesundheit im Lehrberuf beitragen. Zur Realisierung dessen stützt sich die Arbeit auf insgesamt sechs halbstrukturierte Leitfadeninterviews. In Anbetracht der Grundannahme, dass die professionelle Kompetenz bis an das Ende der Unterrichtszeit einer Lehrperson stetig zunimmt, wurden bewusst Lehrkräfte mit über 30 Jahren Berufserfahrung interviewt. Anschliessend konnten aus den Interviewaussagen Rückschlüsse über das lehrberufsspezifische Wissen und die Fähigkeiten für eine langfristige, erfolgreiche Bewältigung der beruflichen Anforderungen des Lehrberufs gezogen werden.
Die Resultate zeigen auf, dass laut den Angaben der interviewten Lehrkräfte alle Aspekte der professionellen Kompetenz von Lehrpersonen und viele Facetten eine zentrale Rolle für die psychische Gesundheit im Lehrberuf spielen. Zudem findet die Kompetenzentwicklung der gesundheitsfördernden Aspekte und Facetten in zwei Phasen statt. Möglichkeiten zur Entwicklung der professionellen Kompetenz stellen einerseits die berufspraktischen Ausbildungsprozesse sowie andererseits die Lernangelegenheiten während der Berufstätigkeit dar
Arrangement für Blasorchester
In der vorliegenden prozessorientierten Masterarbeit wird ein Arrangement des Werks «Le dieu ennemi et la danse des esprits noirs» aus der skythischen Suite von Sergey Prokofiev erarbeitet. Das ursprünglich für Sinfonieorchester komponierte Werke wird für ein Blasorchester der höchsten Stärkeklasse adaptiert. Es handelt sich dabei um ein instrumental- und gruppenorientiertes Arrangement, das auf die Besetzung des Symphonischen Blasorchesters Kreuzlingen angepasst wird und Wünsche des Dirigenten bezüglich Instrumentation berücksichtigt. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt bei der Instrumentation, um trotz Umstrukturierung der Besetzung mit dem Wegfall und Zuzug ganzer Instrumentalgruppen (Streicher, Saxophone etc.) die Essenz und den Charakter des Werkes zu erhalten. Um den Arrangierprozess optimal zu unterstützen, werden Expertengespräche, musikwissenschaftliche Fachliteratur und eine musikalische Analyse beigezogen
Förderung der überfachlichen methodischen Kompetenzen im Zyklus II und III
Mehrere Studien belegen die Bedeutung von überfachlichen Kompetenzen im Allgemeinen. Insbesondere wird dabei auf ihre hohe Relevanz bei der
Gesundheitsförderung, genauso wie im Berufs- und Privatleben eingegangen. Zudem wird die Bedeutung hinsichtlich der Prävention von Risikoverhalten bei Kindern und Jugendlichen betont. Der Lehrplan 21 sieht die Förderung der überfachlichen Kompetenzen ausdrücklich vor. Allerdings stellt dieser Aspekt des Bildungsauftrages eine weitere Herausforderung für die Lehrkräfte dar. Hier setzt das DIPALOG-Projektan und möchte diesbezüglich Unterstützung bieten. Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine produktorientierte Bachelorarbeit. Das resultierende Produkt entstand im Rahmen des DIPALOG Projekts. Bei dem Produkt handelt es sich um ein Aufgabenset, welches zur Förderung der überfachlichen methodischen Kompetenzen im Zyklus II und Zyklus III angewendet werden soll. Aus der Analyse von vorhandenen Lehrmitteln und Literatur wurden Erkenntnisse gezogen, welche zur Erstellung der Lernaufgaben führten. Dieser Vorgang wird im theoretischen Hintergrund dieses Werkes aufgeführt.
Weiter wird das methodische Vorgehen des Produktes aufgezeigt und das Produkt an sich vorgestellt
Einfluss von Gleichgewichtstrainings auf die Konzentrationsleistung von Schülerinnen und Schülern von 5. und 6. Primarschulklassen
Aufmerksamkeits- und Konzentrationsprobleme zählen zu den häufigsten Beeinträchtigungen im Kindes- und Jugendalter. Vielerorts werden Bewegungspausen eingesetzt, um die Konzentrationsfähigkeit positiv zu beeinflussen. Um Gleichgewichtsübungen als zusätzliche konzentrationsfördernde Massnahmen in den Schulen etablieren zu können, bedarf es eines signifikanten Nachweises deren Effektivität. Um eine Steigerung der Konzentrationsleistung der Schülerinnen und Schüler aufgrund von Gleichgewichtstrainings nachweisen zu können, wird ein Quasi-Experiment mit Pre-/ Posttest-Design durchgeführt. Nach einem initialen Konzentrationstest absolvieren die Experimentalgruppen eine dreiwöchige Interventionsphase mit 2 täglichen, 5-minütigen Gleichgewichtstrainings. Direkt im Anschluss sowie zwei Wochen nach der Interventionsphase wird je ein Konzentrationstest durchgeführt. Parallel dazu wird bei einer Kontrollgruppe lediglich die Konzentration zu den drei vorgegebenen Zeitpunkten getestet. Zur Erhebung der Daten wird der d2–R Aufmerksamkeits- und Konzentrationstest nach Brickenkamp, Schmidt-Atzert und Liepmann eingesetzt (2010). Die Veränderung der Werte vom ersten zum zweiten Test beträgt bei den Experimentalgruppen 7.82 und ist als hochsignifikant einzustufen. Der entsprechende Zuwachs bei der Kontrollgruppe entspricht lediglich 4.38 und wird nur als sehr signifikant bewertet, wobei zusätzlich eine Überlappung der beiden Konfidenzintervalle zu verzeichnen ist. Der erwartete Übungseffekt durch das mehrmalige Durchführen des Konzentrationstests scheint vorzuliegen. Die Resultate der vorliegenden Arbeit ergänzen diejenigen der drei Masterarbeiten (Ritter, 2014; Weber, 2014; Egli, 2015) und der Dissertation (Everke, 2009), welche ebenfalls aufgrund kleiner Stichprobenumfänge und wegen des Übungseffekts lediglich teilweise signifikante Resultate aufweisen. Um mit Sicherheit feststellen zu können, welchen Einfluss Gleichgewichtstrainings auf die Konzentrationsleistung haben, sollte eine Langzeitstudie durchgeführt werden. Hierbei müsste der gesamte Stichprobenumfang erhöht werden, um nebst soliden und validen Ergebnissen der Experimentalgruppen eine Vielzahl von Kontrollgruppen zu involvieren, welche anhand deren Resultate der Quantifizierung des Übungseffekts dienen sollen