Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
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Lernspiele im Französischunterricht
Diese Bachelorarbeit befasst sich mit dem Fremdsprachenerwerb in Verbindung mit Lernspielen und deren Weiterentwicklung. Der Fokus wird hierbei auf den Französischunterricht in der fünften Klasse mit dem im Kanton St. Gallen obligatorischen Lehrmittel dis donc! 5 gesetzt. Als Leitfrage dient die Fragestellung «Wie kann ich aufgrund der Spielpädagogik und der Fremdsprachendidaktik Lernspiele aus dem Lehrmittel dis donc! 5 analysieren und weiterentwickeln, um die Motivation der Schüler:innen zu fördern und ihnen einen Mehrwert in der Anwendung der französischen Sprache und überfachlichen Kompetenzen zu erbringen?». Als eine produktorientierte Arbeit gliedert sie sich in einen Theorie- und Praxisteil. Im Theorieteil werden durch Literaturrecherche fachwissenschaftliche und fachdidaktische Grundlagen zur Fremdsprachendidaktik und Spielpädagogik zusammengetragen. Aus diesen Erkenntnissen werden Schlüsse zu der Leitfrage für den anschliessenden Praxisteil dieser Arbeit gezogen. Dazu werden die erarbeiteten Merkmale, die ein Lernspiel für den Fremdspracherwerb geeignet machen, in einem Kriterienraster zusammengefasst. Im Praxisteil werden anschliessend Lernspiele im Französischlehrmittel mithilfe des Rasters analysiert und weiterentwickelt. Das Ergebnis dieser Arbeit sind Weiterentwicklungen der bestehenden Lernspiele aus dem Lehrmittel dis donc! 5 für den Einsatz im Französischunterricht der fünften Klasse, die auf der Grundlage wissenschaftlicher Literatur analysiert wurden. Das Ziel besteht dabei darin, die Schüler:innen in ihrem Fremdspracherwerb zu unterstützen und zu motivieren
Mutismus in der Schule
Das Ziel dieser Arbeit ist es, herauszufinden, welche Möglichkeiten die aktive Musiktherapie bieten kann, um Unterstufenschüler:innen mit selektivem Mutismus als Lehrperson im Unterricht zu unterstützen. Viele Lehrpersonen, welche ein Kind mit selektivem Mutismus in der eigenen Klasse haben, wissen nicht, wie damit am besten umzugehen ist und mit welchen Möglichkeiten diese Kinder unterstützt werden können. Gerade als Lehrperson ist es aber wichtig, allfällige Unterstützungen im Schulalltag zu kennen, um auf die betroffenen Schüler:innen eingehen zu können. In dieser Arbeit steht die Musik als Unterstützungsmöglichkeit im Zentrum. Verschiedene bestehende Spielformen aus der aktiven Musiktherapie werden mithilfe eines selbst erstellten Modells selektioniert und anschliessend in einem Ratgeber für Lehrpersonen zusammengefasst
Entwicklung eines Bilderbuches zur frühen Förderung im mathematischen Bereich Form und Raum
Die Verwendung von Bilderbüchern in der Mathematikdidaktik, mit oder ohne gezielte mathematische Intention, wurde bereits in mehreren Studien als positiv für die Auseinandersetzung von Kindern mit dem Thema der Mathematik gewertet (Vogtländer, 2019, S. 26). Dabei ist die Anzahl Bilderbücher mit gezielter Intention für die frühe Förderung im mathematischen Fachbereich Form und Raum, auch genannt Geometrie, noch begrenzt. Diese produktorientierte Arbeit hat daher das Ziel, einen Teil zur Schliessung dieser Lücke beizutragen. Zur Erreichung dieses Zieles wurde auf fachdidaktischer, gestalterischer und sprachlicher Theorie basierend ein Bilderbuch zur frühen Förderung in der Geometrie entwickelt. Dieses Bilderbuch erarbeitet adressatengerecht von der Dimension null bis zur Zweidimensionalität aufbauend den Begriffserwerb zu ebenen Formen. Um die Kinder erlebnisorientiert und fachdidaktisch altersgemäss abzuholen, wurden für den Vorleseprozess in der Schule zusätzlich Lernaktivitäten entlang der inhaltlichen Erzählung, sowie vertiefende Lernaktivitäten für das Freispiel entwickelt und gesammelt. Das mathematische Tun kann aber auch abseits des Schulunterrichts mit dem Bilderbuch gefördert werden, da es interaktive Elemente beinhaltet, welche spielerisch den Begriffserwerb fördern
Förderung der Lesekompetenz bei DaZ-Kindern durch Training der phonologischen Bewusstheit
In einer globalisierten Gesellschaft, die sich durch verstärkte Migration auszeichnet, ist es wichtig, dass auch Menschen anderer Kulturen und daher mit anderen Ausgangssprachen schnell wirtschaftlich, sozial und bildungstechnisch in das Aufnahmeland, die Schweiz, integriert werden. Diese Integration sollte bereits im frühen Alter beginnen. Lesekompetenz gilt als entscheidende Voraussetzung für den schulischen und beruflichen Erfolg sowie die gesellschaftliche Teilhabe. Erwiesenermassen haben Kinder, die Deutsch nicht als Erstsprache sprechen, Defizite bei der Lesekompetenz. Diese frühen Defizite können die Bildungs- und Lebenschancen erheblich beeinträchtigen. Aus diesem Grund sollte die Lesekompetenz durch entsprechende Trainingsmassnahmen gefördert werden. Es ist in der Forschung umstritten, ob ein Training der phonologischen Bewusstheit, als Vorläuferkompetenz für die spätere Lesefertigkeit, bei der Herausbildung der Lesekompetenz hilft. Diskutiert wird auch, ab welchem Alter mit dem Training begonnen werden sollte und ob die Effekte von Dauer sind. Diesen Fragen wird in dieser Arbeit nachgegangen, indem eine Auseinandersetzung mit empirischen Interventionsstudien erfolgte, die sich mit der Wirksamkeit von Trainings zur phonologischen Bewusstheit für DaZ-Kinder auseinandergesetzt haben. Im Ergebnis konnten durchaus Effekte nachgewiesen werden, wenngleich diese eine stärkere Signifikanz für die Rechtschreibeleistungen aufwiesen
BLICKWINKEL - DAS AUTISMUS-SPEKTRUM UND DU: Ein Comic über erweiterte Perspektiven
Diese Bachelorarbeit untersucht die Geschichte, Diagnose und Merkmale von Au-tismus. Dabei werden Leo Kanner und Hans Asperger als Pioniere in der Beschrei-bung von Autismus hervorgehoben. Es wird auf die Unterschiede und Gemeinsam-keiten zwischen «Frühkindlichem Autismus» und dem «Asperger-Syndrom» einge-gangen. Neue Forschungen lassen die Trennlinien zwischen den beiden jedoch verschwimmen. Der Begriff «Autismus-Spektrum» wurde eingeführt, um die Vielfalt der Symptome zu betonen. Die Kernsymptome umfassen Schwierigkeiten in sozia-len Interaktionen, Kommunikation und repetitiven Verhaltensmustern. Im Umgang mit autistischen Personen ist es grundlegend, Respekt, Sensibilität und personen-zentrierte Ansätze zu berücksichtigen. Eine Perspektive, die sich auf Empowerment und Stärken fokussiert, rückt die individuellen Talente und Fähigkeiten autistischer Menschen in den Vordergrund.Die weitere Untersuchung dieser Arbeit wird in Form Comics im Kontext des The-mas «Autismus» analysiert. Comics sind ein vielschichtiges Medium, das durch das Zusammenspiel von Text und Bild sowie das Sequenzielle definiert wird. Es werden der Zeichnungsstil, die Text-Bild-Beziehungen, die Farbgebung und verschiedene Comic-Genres untersucht, um die Vielfalt und Bedeutung des Mediums zu beleuch-ten.Bei der Erstellung dieser Arbeit wurden verschiedene Methoden angewandt, um die Fragestellung zu beantworten und als Produkt einen Comic zu erstellen. Die Recherche umfasst verschiedene Werke von Naoki Higashida, Georg Theunissen, Scott McCloud und anderen Autorinnen und Autoren sowie Filme und Dokumenta-tionen zum Thema Autismus. Die Auswahl basiert darauf, breite Perspektiven zu erhalten
Zauber der Märchen - Wie Kinder Märchen aufnehmen und verarbeiten
Die Märchen sind früher sowie heute eine bekannte Literaturform. In diesen werden durch eine Heldenfigur verschiedene Probleme und Ängste der Menschheit angesprochen. Sie zeigen auf, dass es in jeder Situation eine Lösung gibt und dass das Gute am Ende belohnt wird. Märchen beeinflussen die Entwicklung von Kindern positiv. Sie wecken durch ihre Inhalte und bildhafte Sprache das Interesse der Kinder. Trotzdem sind viele Erwachsene gegenüber Märchen ablehnend eingestellt und sehen Gefahren im Umgang damit. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Thematik, wie Inhalte der Märchen aufgenommen und verarbeitet werden. Der Theorieteil basiert auf verschiedenen literarischen Recherchen zu den Volks- und Hausmärchen sowie den Kunstmärchen und des Lern-Paradigma des kognitiven Konstruktivismus. Das bildet die Grundlage, um die Aufgabe der Märchen als Entwicklungs- und Erziehungsmittel zu erarbeiten. Dieser beinhaltet auch die Auseinandersetzung mit dem Märchenstreit.Abschliessend werden die Märcheninhalte und dessen Aufnahme mit den vier Lerntypen nach Vester verknüpft. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse halfen bei der Gestaltung des Produkts. Die Märchensammlung beinhaltet vier Märchen der Brüder Grimm und vier Kunstmärchen
"Einfach gesund!" Ernährungsbewusstes Rezeptbuch für einen gesunden Kindergartenznüni
Der Inhalt der Znünibox ist im Kindergartenalltag ein alltäglich präsentes Thema, welches eng in Verbindung mit dem Aufbau von Wissen in Bezug auf Ernährung steht. In der vorliegenden produktorientierten Arbeit werden das Thema gesunde Ernährung und deren Bestandteile sowie Folgen und Ursachen von Übergewicht aufgegriffen. Ebenfalls werden Ergebnisse von Studien bezüglich der Bedeutung von Prävention und Intervention im frühen Alter miteinbezogen sowie die Verankerung des Themas Ernährung im Lehrplan thematisiert, wodurch die Bedeutung einer nährstoffreichen Ernährung hervorgehoben wird. Unter Einbezug der von der SGE entworfenen ‘Schweizer Lebensmittelpyramide’ als Bezugssystem (vgl. Hayer, 2020) erfolgt die Erstellung eines Znüni-Rezeptbuches zur Umsetzung im Kindergartenalltag. Dabei wird Fokus auf die aktive Teilnahme der Kinder an der Zubereitung der Rezepte zur Bewusstseinsförderung gesunder Ernährung gelegt. Dies wird durch die Darstellung der Teilschritte in Bildfolgen und das damit einhergehende selbstständige Arbeiten ermöglicht. Um aufkommende Schwierigkeiten und Probleme während der Zubereitung der Rezepte zu erkennen, werden ausgewählte Rezepte mit Gruppen von Kindern einer Kindergartenklasse praktisch erprobt. Basierend auf den gemachten Erkenntnissen wird ein methodisch-didaktischer Kommentar erstellt, welcher eine Umsetzung im Kindergartenalltag durch beinhaltete Aspekte zur Begleitung der Kinder während, vor und nach dem Prozess ermöglicht
Entwicklung eines Handbuches zur Exkursionsplanung in der Mittelstufe im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung
Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Exkursionsplanung und Organisation von ausserschulischen Lernmöglichkeiten. In dieser Arbeit wird die Bedeutungvon Exkursionen im Schulalltag untersucht und sie zeigt auf, dass eine genaue Planung und Organisation notwendig sind, um eine erfolgreiche Exkursion durchzuführen. Die Arbeit bietet eine umfassende Theorie zu Exkursionsdidaktik und deren Umsetzung. Dabei wird aufgezeigt, dass handlungsorientiertes Lernen und die Begegnungmit Originalorten effektive Methoden sind, um Wissen zu verinnerlichen und die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung der Lernenden zu stärken. Zu dieser Bachelorarbeit wurde ein Produkt entwickelt. Es ist ein Handbuch entstanden, welches Lehrpersonen, aber auch Lagerplanerinnen und Lagerplanern, als Orientierung und Vorlagefür die Planung und Durchführung von Exkursionen dienen soll. Das Handbuch enthälteine Sammlung von Unterrichtsmaterialien, welche für die beispielhafte Exkursionsplanung in Pontresina zu den Themen «Klima, Gletscher und Gebirge» angewendetwerden kann. Diese Unterlagen sind online verfügbar in einem Google-Drive Ordner.Dabei wird während der Arbeit die folgende Fragestellung beantwortet: Wie sieht einHandbuch als Vorlage für Exkursionsplanungen aus, wenn in der Mittelstufe im Rahmen der BNE der (exemplarische) Ort Pontresina den Lerngegenstand darstellt
LOU - ein Kindermusical zur Förderung der Selbstwirksamkeit
Eine starke Selbstwirksamkeit korreliert positiv mit Lernbereitschaft, Leistungen, Gesundheit und allgemeiner Zufriedenheit. Gestärkt werden kann sie insbesondere durch Erfolgserfahrungen, stellvertretende Erfahrungen, physiologische und emotionale Aktivierung sowie verbale Überzeugung. Mit Mitteln des Musiktheaters, namentlich mit sechs Liedern für ein Musiktheaterstück (Kindermusical) sowie theaterpädagogischen Spielvorgaben für Sprechszenen in situativer Regie, wurde im Rahmen dieser Arbeit ein Werkzeug für gezielte Förderung der Selbstwirksamkeit für Kindergruppen mit rund 20 teilnehmenden Kindern geschaffen. Berücksichtigt wurden dabei Möglichkeiten zur Förderung der Selbstwirksamkeit mittels direkter und stellvertretender Erfolgserfahrungen im Projekt und in der Bühnenhandlung, physiologischer und emotionaler Aktivierung, verbaler Überzeugung, verstärkt durch Effekte der Attributionstheorie, der Selbstbestimmungstheorie, der Selbstwirksamkeit in Gruppen, von Gesang, von Autonomieerleben (z. B. durch Entscheidungen für den Stückinhalt oder optionales instrumentales Mitwirken), von Reimen und der Verbalisierung von Sinneseindrücken in den Liedtexten, und förderliche Effekte des Fahrradfahrens
Vom Coaching zum Teamteaching - Aufbau der Singkompetenzen einer praktizierenden Lehrperson der Primarstufe im Kanton St. Gallen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, eine Möglichkeit aufzuzeigen, wie die Gesangskompetenzen von Lehrpersonen für den Musikunterricht verbessert werden können. Dabei wird die Hypothese aufgestellt, dass sich Coaching wie auch Teamteaching zur Kompetenzerweiterung eignen und dass ausgebildete Lehrpersonen trotz Ausbildung immer noch Probleme mit ihren Stimmkompetenzen aufweisen. Daher beschäftigt sich die Arbeit mit der Fragestellung: Wie kann eine Lehrperson der Primarschule mithilfe eines Coachings, welches später ins Teamteaching übergeht, durch eine musikaffine Lehrperson so begleitet werden, dass sie im Kompetenzbereich Singen selbstständig hochwertigen Musikunterricht anbieten kann. Für die Beantwortung dieser Frage wurden verschiedene Theorien zu Coaching und Teamteaching untersucht und es wird aufgezeigt, inwiefern diese beiden Arbeitsmethoden für die Kompetenzerweiterung eingesetzt werden können. Aus der Literatur wird abgeleitet, dass sich Coaching wie auch Teamteaching für die selbstbestimmte Erwachsenenbildung eignen. Weiter wurden verschieden Aspekte der Stimme untersucht und daraus verschiedene mögliche Problembereiche abgeleitet. Weiter wurden Prüfungen von Studierenden an der Pädagogischen Hochschule St. Gallen im 5. Semester ausgewertet, um daraus die tatsächlichen Problembereiche im Gesang zu definieren. Die Auswertung der Prüfungen zeigt zudem auf, dass die Studierenden noch viele Problembereiche aufweisen, insbesondere im Bereich des Körpers und der Intonation. Diese Ergebnisse werden mit den vorgestellten Theorien zur Kompetenzerweiterung zusammengeführt. Daraus ergibt sich ein Modell, welches in der Praxis zur Singkompetenzerweiterung von wenig musikaffinen Lehrpersonen eingesetzt werden kann. Es wird ein Tandem gebildet wird, welches sich von einer Coachingbeziehung zum Teamteaching hin entwickelt. Das Modell bietet die Grundlage für weitergehende Forschung im Bereich der selbstbestimmten Kompetenzerweiterung von Lehrpersonen, welche schon im Beruf stehen