Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
Not a member yet
4052 research outputs found
Sort by
Emma erzählt - Erfahrungen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) sind eine ernstzunehmende Erkrankungen und nehmen stetig zu, auch bei Kindern. Diese Krankheiten, wie zum Beispiel Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa, können zu langfristigen Entzündungen im Verdauungstrakt führen. Im Bezug zur Schule können CED bei Kindern verschiedene Auswirkungen haben. Zum einen können Symptome der Erkrankung wie Bauchschmerzen, Durchfall oder Müdigkeit den Schulalltag beeinträchtigen, was zum anderen wiederum zu Fehlzeiten führen und die schulische Leistungsfähigkeit beeinflussen kann.
Kinder mit CED können auch mit sozialen und emotionalen Herausforderungen konfrontiert sein. Sie könnten sich möglicherweise unwohl fühlen, wenn sie über ihre Erkrankung sprechen müssen oder wenn sie häufiger Toilettenpausen benötigen. Dies kann zu Ängsten oder Stigmatisierung führen.
Für Kinder mit CED ist es wichtig Unterstützung zu erhalten, um ihre schulischen Bedürfnisse zu erfüllen. Das kann durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern, Lehrpersonen und medizinischem Fachpersonal erreicht werden. Individuelle Anpassungen, wie zum Beispiel zusätzliche Pausen oder die Möglichkeit, auf die Toilette zu gehen, können den Kindern helfen, den Schulalltag besser zu bewältigen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass Kinder mit CED über ihre Erkrankung aufgeklärt werden, damit sie besser verstehen, was in ihrem Körper passiert und wie sie damit umgehen können. Dies kann ihnen helfen, selbstbewusster und besser informiert zu sein, wenn es um den Umgang mit ihrer Erkrankung in der Schule geht.
Resümierend lässt sich sagen, dass chronisch-entzündliche Darmerkrankungen bei Kindern sowohl psychische als auch emotionale Auswirkungen auf den Schulalltag haben können. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern, Lehrern und medizinischem Fachpersonal ist entscheidend, um den Kindern die bestmögliche Unterstützung zu bieten und ihnen zu helfen, ihre schulische Ziele zu erreichen.
Keywords: chronisch-entzündliche Darmerkrankung (CED), Symptome, Stigmatisierun
Bachelorarbeit
Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit dem Klassenklima in integrativen Klassen mit hohem Heterogenitätsgrad. Ein gutes Klassenklima bringt viele Vorteile mit sich. Dennoch ist es nicht immer leicht, dieses mehrdimensionale Konstrukt zu verstehen und gar zu fördern. Gerade in integrativen Klassen, die in der Schweiz an der Tagesordnung sind, ist das Klassenklima von besonderer Bedeutung. Die unterschiedlichen Schüler:innen erhöhen den Heterogenitätsgrad, was sich negativ auf das Klassenklima auswirken kann. Ein negatives Klassenklima kann, gerade bei integrativen Klassen, sehr stark ins Gewicht fallen. Soziale Beziehungen zwischen Schüler:innen mit und ohne besonderem Bildungsbedarf sind sozialen Konflikten, Verhaltensauffälligkeiten oder Demotivation konfrontiert und sind oftmals überfordert. Durch diese Arbeit soll für Lehrpersonen, die ihre Klasse in der Beschreibung wiedererkennen, eine Abhilfe geschaffen werden. In einer Broschüre werden Spiele, Übungen und Rituale zusammengefasst, die auf eine heterogene Klasse abgestimmt sind und das integrative Klassenklima fördern können
Unterrichtsstörungen meistern: Präventive Massnahmen zur Vorbeugung von Unterrichtsstörungen
Im Schulalltag werden Lehrpersonen mit unterschiedlichen Unterrichtsstörungen konfrontiert. Auch wenn nicht alle gleich schlimm wahrzunehmen sind, können sie einer Lehrperson viel Energie rauben. Diese Arbeit erläutert, auf Grundlage von Literaturstudium, die Ursachen und die Arten von Unterrichtsstörungen sowie auch mögliche Massnahmen und Strategien, die Störungen im Unterricht präventiv vorbeugen oder vermindern können. In einem ersten Teil wird der Begriff «Unterrichtsstörung» detaillierter beschreiben sowie Arten und Ursachen von Unterrichtsstörungen erläutert. Der zweite Teil stützt sich auf Massnahmen und Strategien, welche die Prävention von Störungen in den Fokus stellen
Shinrin Yoku - Waldbaden im Zyklus 2
In dieser Bachelorarbeit geht es darum, verschiedene Bereiche mit dem Waldbaden zu verknüpfen und aufzuzeigen, weshalb diese Bereiche für die Schule relevant sind; betrachtet werden die Bereiche Achtsamkeit, Resilienz, Gesundheit, Naturkenntnisse sowie der Lehrplan 21. Ausserdem wird aufgezeigt, weshalb das Waldbaden – in Bezug auf Stressabbau beziehungsweise Entspannung und Konzentration – eine praktikable Form für Lernende im Zyklus 2 darstellt. Es wird nicht nur darauf eingegangen, wo Forschungsergebnisse und Praxiserfahrungen noch weitgehend fehlen, sondern auch, wo Forschungsergebnisse beim Waldbaden bereits vorhanden sind. Zudem wird aufgezeigt, wie die Forschungsergebnisse zustande gekommen sind, wie vielfältig die Aktivitäten beim Waldbaden sind und welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum Waldbaden existieren. Hervorzuheben ist auch, dass das Waldbaden eine Form darstellt, wie Lernende – insbesondere im Zyklus 2 – vermehrt den Lebensraum Wald erkunden und ihre intrinsische Motivation dafür wecken können. Denn das Waldbaden könnte – vereinfacht gesagt – auch als Waldaufenthalt mit einigen Besonderheiten bezeichnet werden, wie dem achtsamen Blick darin. Somit können die Lernenden beim Waldbaden auch zahlreiche Begegnungen erfahren und die Vielfalt von Schmetterlingen, Bäumen, Pflanzen, Vögeln und anderen Tieren wahrnehmen. Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, die Vorteile des Waldbadens, wissenschaftliche Absicherungen und vorläufige Schlussfolgerungen darzulegen. Eine Umfrage und zwei Interviews liefern zudem weitere Anhaltspunkte, inwiefern es möglich ist, das Waldbaden in der Schule umzusetzen
Prozessorientierte Schreibförderung in der vierten Klasse
Die Schreibkompetenz vieler Schüler:innen ist ungenügend. Erkenntnisse aus der Literatur undForschung kommen nicht in der Praxis an, weshalb sich der Schreibunterricht nicht weiterentwickelt. Daher widmet sich diese Arbeit der Frage, wie mittels Schreibaufgaben unter Berücksichtigung der aktuellen prozessorientierten Schreibdidaktik die Schreibkompetenz von Viertklässler:innen in der Schweiz gefördert werden kann. Hierfür werden die prozessorientierteSchreibdidaktik mit den Teilprozessen Planen, Formulieren und Überarbeiten sowie effektiveFördermassnahmen zu deren Förderung und Entlastung aufgeführt. Ebenso wird untersucht,inwiefern diese Erkenntnisse im alternativ-obligatorischen Lehrmittel «Die Sprachstarken 4»und im Lehrplan Volksschule berücksichtigt werden und es wird auf häufig genannte Merkmaleguter Schreibaufgaben aus der Literatur eingegangen. Es zeigt sich, dass Fachwissen zur Prozessorientierung sowohl im Lehrplan Volksschule als auch im Lehrmittel «Die Sprachstarken4» vorkommt und somit für Lehrpersonen in der Praxis vorhanden wäre. Allerdings ist die Auswahl an prozessorientierten Schreibaufgaben im Lehrmittel klein. Zur Ergänzung sind im Rahmen dieser Arbeit fünf Schreibaufgaben für den Schreibunterricht entstanden. Die Aufgabenberücksichtigen neben der Prozessorientierung auch Merkmale guter Schreibaufgaben sowieKompetenzen aus dem Lehrplan Volksschule. Sie beziehen sich auf die Klassenlektüre «EineWoche voller Samstage» von Paul Maar. Der Schwerpunkt liegt auf dem Teilprozess Planen
Mathematische Denkwege der Kinder im Grössenbereich Zeit erkunden
Während eines Schwerpunktstudiums im Studienbereich Mathematik der Pädagogischen Hochschule konnte die Autorin eine Standortbestimmung im Fachbereich «Grössen» mit einer 4. Klasse durchführen. Hierbei entstand die Idee, diesen Bereich zu vertiefen und das Thema Uhrzeiten bei den Kindern mit einer Standortbestimmung und einem Interview genauer zu erforschen. Die Kinder mussten eine Standortbestimmung zum Themenbereich der Uhrzeit ausfüllen und einige Kindern mit spannenden Ergebnissen wurden zusätzlich dazu interviewt. Diese Ergebnisse wurden anschliessend analysiert.Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die Gedankengänge von Schülerinnen und Schülern in der 4. Klasse während des Lesens der Uhrzeit nachzuvollziehen und zu verstehen. Es soll aufgezeigt werden, weshalb dieser Themenbereich so komplex ist und weshalb einige Kinder Lösungen notieren, die auf den ersten Blick nicht nachvollziehbar sind
Sozial-emotionale Kompetenzen in der Primarschule: Bewusster handeln und gezielter fördern
Die individuelle Wahrnehmung von Gefühlen und der Umgang mit anderen Menschen hängt von vielem ab. Die Sozialisierung innerhalb der Familie spielt dabei sicher eine zentrale Rolle. Doch Verhaltensweisen von anderen Personen, Werte und Normen sind dabei genauso prägend. Die emotionale und soziale Entwicklung eines Kindes wird somit von seiner unmittelbaren Umgebung beeinflusst. Dabei entwickeln sich Kompetenzen wie Empathie,Emotionsregulation, Kooperationsfähigkeit oder Verantwortungsbewusstsein in einem individuellen Tempo. Das kann dazu führen, dass manche Kinder im Schulalltag eine gering ausgeprägte sozial-emotionale Kompetenz aufweisen. Die Förderung von sozial-emotionalen Kompetenzen ist wichtiger denn je. Die Zahl an Kindern mit sozial-emotionalen Problemen steigt in Regelklassen an. Einerseits aufgrund der Inklusion und andererseits aufgrund der Heterogenität und den unterschiedlichen Voraussetzungen in Klassen. Lehrpersonen werden dadurch vor grosse Herausforderungen gestellt, wenn es um die erfolgreiche Förderung von sozial-emotionalen Kompetenzen geht. Sie müssen versuchen, frühzeitig und gezielt daran zu arbeiten (Petermann, Koglin, von Marées & Petermann, 2019, S. 13-14). Dafür scheint die positive Beziehung zum Kind ein übergeordnetes Ziel von Lehrpersonen zu sein. Sozial-emotionale Kompetenzen lassen sich gezielter fördern, wenn sich das Kind in der Klasse wohl und akzeptiert fühlt (Bolz, Wottrock & Koglin, 2019, S. 560).Die Fähigkeit, Gefühle wahrzunehmen, sie einzuordnen und zu reflektieren sowie ein respektvoller Umgang mit sich und anderen, ist essenziell für das Leben eines Menschen.Demnach sind Lehrpersonen zunehmend gefordert, Kindern innerhalb der Klasse Möglichkeiten für einen förderlichen sozialen und emotionalen Umgang zu schaffen
Resilienz von Kindern unterstützen: Einfluss von Erziehungsstilen und Eltern-Kind-Bindung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen verschiedener Erziehungsstile und der Eltern-Kind-Bindung auf die Resilienz von Kindern. Der autoritative Erziehungsstil zeichnet sich durch eine ausgewogene Mischung aus Zuneigung, Anerkennung und klaren Regeln aus. Dieser Stil wird als besonders förderlich für die Entwicklung von Resilienzfaktoren identifiziert, indem er nicht nur als Schutzfaktor dient, sondern auch die Selbstwirksamkeit des Kindes stärkt. Die Bedeutung der Eltern-Kind-Bindung wird im Kontext des autoritativen Erziehungsstils betont. Eine sichere Bindung schafft eine starke emotionale Grundlage, die es dem Kind ermöglicht, Herausforderungen mit psychischer Widerstandskraft zu bewältigen. Kinder spielen eine aktive Rolle in ihrer Resilienzentwicklung. Ihr Temperament beeinflusst ihre Interaktionen mit der Umwelt. Kinder können durch Selbstreflexion und den Aufbau von Resilienzfaktoren, wie emotionaler Stabilität und sozialer Kompetenzen, aktiv zu ihrer eigenen Resilienz beitragen
Über welche kognitiven Prozesse berichten Schuüler:innen in Bezug auf das Durchlaufen von Wagnissituationen?
Der Lehrplan 21 im Kanton St. Gallen fordert die Integration von Wagnissituationen im Sportunterricht, um Kompetenzen in Wagnis und Verantwortung zu fördern. Diese Arbeit untersucht die kognitiven Prozesse, die Schüler:innen in solchen Situationen durchlaufen, da hierzu bislang wenig bekannt ist. Ziel ist es, praxisnahe Empfehlungen für Lehrpersonen zu entwickeln, um Wagnissituationen pädagogisch wertvoll zu gestalten und Schüler:innen dabei effektiv zu begleiten. Die zentrale Fragestellung lautet: Welche kognitiven Prozesse erleben Schüler:innen in Wagnissituationen
Warum wechseln Lehrpersonen die Schule, warum bleiben sie?
In den letzten Jahren hat die Untersuchung der beruflichen Mobilität von Lehrpersonen an Bedeutung gewonnen. Die Fragen nach der Anzahl der Lehrer:innen, die den Arbeitsplatz wechseln oder den Beruf aufgeben, wohin sie wechseln und welche Gründe zu dieser Mobilität führen, sind von hoher und direkter Relevanz für die Steuerung von Bildungssystemen, die Bildungspolitik und die Leitung von Schulen (OECD, 2006). Der Schwerpunkt dieser Masterarbeit liegt auf den Lehrpersonen, welche die Schule wechseln und dem Beruf treu bleiben. Es wird konkret untersucht, warum Lehrpersonen die Schule wechseln, anstatt sich längerfristig an einen Schulort zu binden. Um die wichtigsten Gründe zu sammeln, die zu einem Schulwechsel oder -verbleib von Lehrpersonen führen, wurden acht Lehrer:innen, die bereits einen Schulwechsel durchgemacht haben, über ihre individuellen Gründe, Motive und Einstellungen für den Wechsel befragt. Die Befragung erfolgte mittels acht halbstrukturierter Leitfadeninterviews und die anschliessende Auswertung durch eine qualitative Inhaltsanalyse. Die Ergebnisse der Interviews wurden dann den Erkenntnissen aus der «WahLiS-Studie» (Was hält Lehrpersonen in der Schule-Studie), ergänzt in einer Kategorie durch die «LMX-Theorie» (Leader-Member-Exchange-Theorie), gegenübergestellt. Durch diese Gegenüberstellung konnten besonders wichtige Einflussfaktoren der WahLiS-Studie sowie die Wirkung der LMX-Beziehung auf die Berufszufriedenheit von Lehrpersonen untersucht werden. Zusammenfassend konnte herausgefunden werden, dass die Gründe, warum Lehrpersonen die Schule wechseln oder bleiben, vielfältig und oft von äusseren Einflüssen geprägt sind. Alle Faktoren der WahLiS-Studie spielen eine bedeutende Rolle, ob Lehrpersonen mit ihrer Schule zufrieden sind und ob die Absicht, die Schule zu wechseln, verstärkt oder verringert wird. Im Vergleich zu den Ergebnissen dieser Arbeit zeigen sich jedoch bei einigen Faktoren Unterschiede in der Bedeutung für die Berufszufriedenheit der Lehrer:innen. Darüber hinaus konnten in dieser Arbeit die Wirkung der LMX-Beziehung auf die Berufszufriedenheit untersucht sowie fünf zusätzliche Gründe identifiziert werden, die vermutlich ebenfalls einen wichtigen Einfluss darauf haben, ob Lehrpersonen an der Schule bleiben oder diese wechseln. Diese fünf Gründe ergänzen die bereits bekannten Faktoren der WahLiS-Studie und umfassen einen zu kurzen oder zu langen Arbeitsweg, das Ignorieren der Zukunfts- und Familienplanung von Lehrpersonen, fehlende Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten an Schulen, überforderte Schulleitungen und unkooperative Schulbehörden. Die Ergebnisse der Masterarbeit warfen auch weitere Fragen auf, insbesondere zur Berufszufriedenheit von Lehrpersonen. Zukünftige Untersuchungen könnten die Einflüsse der Schüler:innen in der Pubertät auf die Motivation von Sekundarlehrer:innen sowie Unterschiede zwischen der Primar- und Sekundarstufe erforschen. Zudem gibt es Potenzial für die Anwendung der LMX-Theorie im Bildungswesen und einen möglichen Einbezug von Expert:innen zur Verbesserung des Forschungsfelds