Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
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Eine prozessorientierte Studie zur Gestaltung und Reflexion fächerverbindender Lernansätze im RZG-Unterricht auf der Sekundarstufe I
Fächerverbindender Unterricht gewinnt durch die Integration von Geografie, Geschichte und Politik im Fächerverbund Räume, Zeiten, Gesellschaften (RZG) auf der Sekundarstufe I zunehmend an Bedeutung. Diese Verbindung eröffnet neue Potenziale, aber auch Herausforderungen für die didaktische Gestaltung des RZG-Unterrichts. Diese Masterarbeit untersucht, wie geografie- und geschichtsdidaktische Prinzipien in einem kompetenzorientierten RZG-Unterricht umgesetzt werden können. Im Zentrum steht die Entwicklung eines modularisierten Unterrichtsdossiers zum Schlüsselthema «Fabrikarbeit», das fachdidaktische Theorie mit praxisorientierter Unterrichtsgestaltung verbindet. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wie kann ein fächerverbindender Unterricht im Fach Räume, Zeiten, Gesellschaften (RZG) auf der Sekundarstufe I gestaltet werden, um durch ein modularisiertes Dossier historische und geografische Kompetenzen zu fördern? Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde der Design-Based-Research-Ansatz gewählt. In einem iterativen Prozess wurden zwei Zyklen durchgeführt: Nach der ersten Datenerhebung mit einer Sekundarklasse wurden Anpassungen am Dossier vorgenommen, um dessen Effektivität zu steigern. Anschliessend erfolgte eine zweite Durchführung in einer weiteren Klasse. Die erhobenen Daten wurden mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Dabei kam ein deduktiv-induktiver Ansatz zum Einsatz, der eine theoriegeleitete und datenbasierte Untersuchung des Kompetenzerwerbs ermöglichte. Die Ergebnisse zeigen, dass ein modularisiertes Dossier im RZG-Unterricht die Förderung historischer und geografischer Kompetenzen unterstützt, insbesondere durch die gezielte Verknüpfung von Gegenwartsorientierung und Multiperspektivität. Gleichzeitig verdeutlichen die Ergebnisse, dass die Balance zwischen den Fachdisziplinen sowie die begrenzte Generalisierbarkeit auf andere Fachbereiche, Themen und didaktische Prinzipien zentrale Herausforderungen darstellen. Die vorliegende Masterarbeit bietet Impulse für die fächerverbindende Unterrichtsgestaltung im Fach RZG. Sie zeigt, dass ein kompetenzorientierter Unterricht durch die Verbindung von Geografie und Geschichte bereichert wird, betont jedoch zugleich die Notwendigkeit einer sorgfältigen didaktischen Planung und Reflexion, um die Potenziale voll auszuschöpfen
Lernförderlicher Grammatikunterricht im Primarschulkontext - Untersuchung der didaktischen Ansätze mit Fokus auf die Grossschreibung von Nomen
Der traditionelle Grammatikunterricht in der deutschen Sprache zeigt keine positivenEffekte auf den Schreiberfolg von Primarschüler:innen. Dennoch bleibt er an Schulenweitverbreitet. Diese Arbeit untersucht, wie Grammatikunterricht gestaltet werdensollte, damit er sich lernförderlich auf die Schreibkompetenz der Schüler:innenauswirkt. Dazu werden verschiedene Unterrichtsansätze anhand theoretischerFachliteratur analysiert. Im Rahmen der Untersuchung wird die Vermittlung derGrossschreibung von Nomen vertiefend betrachtet, wobei unterschiedlicheHerangehensweisen geprüft werden. Die Ergebnisse lassen erkennen, dass sowohlder syntax- als auch der wortartbasierte Zugang für die Vermittlung derGrossschreibung möglich sind, beide jedoch Limitationen aufweisen, die von derLehrperson berücksichtigt werden müssen. Insgesamt zeigt die Untersuchung, dassder induktiv-funktionale Grammatikunterricht die grösste Wirkung auf denSchreiberfolg der Lernenden hat, der allerdings mit weniger Sicherheitsgefühl fürLernende und Lehrkräfte einhergeht und ein fundiertes Grammatikwissen derLehrperson voraussetzt. Die Ergebnisse dieser Literaturarbeit legen nahe, dass sichLehrkräfte intensiv mit den stufenrelevanten Grammatikthemen auseinandersetzensollten, um die notwendige Sicherheit für einen lernförderlichen Grammatikunterrichtzu erlangen. Dabei ist es zentral, dass sie ihren Unterricht nicht auf der Basis vonEigenerfahrung gestalten, sondern sich gezielt mit dem induktiv-funktionalen Ansatzbefassen und dabei mittels handlungspraktischer Sprachbetrachtung grammatischesLernen gewährleisten
Denk- und Vorgehensweisen von Kindern beim Lösen von Forscheraufgaben im Bereich der Zahlenmauern
Die vorliegende Bachelorarbeit geht der Frage nach, wie Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf mathematische Herausforderungen im Bereich der Zahlenmauern bewältigen. Der Fokus liegt auf den besonderen Schwierigkeiten, die diese Kinder in solchen Kontexten erfahren, und der Notwendigkeit, ihre Denk- und Lösungsstrategien besser zu verstehen, um sie gezielt fördern zu können. Daher lautet die Forschungsfrage dieser Arbeit: «Welche Denkstrategien und Herangehensweisen zeigen Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf beim Lösen von Forscheraufgaben im Bereich der Zahlenmauern?»
Basierend auf der klinischen Interviewmethode wurden acht Schüler:innen aus der zweiten bis vierten Kleinklassen untersucht, wobei zentrale mathematische Kompetenzen – wie Problemlösen, Kommunizieren, Argumentieren und Darstellen – im Mittelpunkt standen. Die Ergebnisse zeigen eine grosse Bandbreite an Herangehensweisen. Während einige Kinder grundlegende Strategien erfolgreich einsetzten, hatten andere Schwierigkeiten, diese eigenständig anzuwenden. Es wurde deutlich, dass eine gezielte Unterstützung durch Lehrpersonen erforderlich ist, um komplexe Aufgabenstellungen für diese Kinder zugänglicher zu machen. Die Arbeit leistet einen Beitrag zum Verständnis der Vorgehensweisen von Kindern mit Förderbedarf und liefert Impulse für eine stärker differenzierte Gestaltung des Mathematikunterrichts.
Keywords: Zahlenmauern; sonderpädagogischer Förderbedarf; Denkstrategien; Lösungsstrategien; mathematische Kompetenzen; klinische Interviewmethode
Quelle:
Büchel, R. (2025). Denk- und Vorgehensweisen von Kindern beim Lösen von Forscheraufgaben im Bereich der Zahlenmauern (Unveröffentlichte Bachelorarbeit, Pädagogische Hochschule St. Gallen)
Schreibfieber – Eine Schreibwerkstatt für Kinder der Mittelstufe
Die Vermittlung einer hohen Lese- und Schreibkompetenz stellt eine zentrale Aufgabe der Primarschule dar. Das literarische Schreiben kommt dabei jedoch oftmals zu kurz, obwohl dieseKompetenzen wie etwa den Selbstausdruck und das ästhetisches Sprachverständnis fördert. Das Ziel der vorliegenden Arbeit stellt die Entwicklung einer Schreibwerkstatt, dieMittelstufenschülerinnen und -schülern das literarische Schreiben näherbringen soll, dar.Diese Schreibwerkstatt orientiert sich am prozessorientierten Schreibunterricht und unterteilt den Schreibprozess in klar strukturierte, aber flexible Teilschritte – von der Ideenfindung über die Verschriftlichung bis zur Überarbeitung und Veröffentlichung. Im Zuge der Werkstatt lernen die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Kreativitätstechniken kennen und setzen sich sowohl mit dem Formulieren als auch dem Annehmen konstruktiver Kritik auseinander. Zielder Werkstatt ist es, dass jedes Kind einen eigenen literarischen Text verfasst hat
Medien- und Informatikbildung im frühen Schulalter: Ein vergleichender Blick auf die Ansätze des Kantons St.Gallen und der niederländischen Region Zwolle
Diese Bachelorarbeit untersucht die Integration des Medien- und Informatikunterrichts im Zyklus 1 in zwei unterschiedlichen Regionen: dem Kanton St.Gallen und der niederländischen Region Zwolle. Im Fokus stehen gesellschaftliche Vorgaben, pädagogische Ansätze und die praktische Umsetzung im Unterricht. Qualitative Interviews mit sechs Lehrpersonen und eine Analyse der Modullehrpläne bilden die Grundlage der Untersuchung.
Die Ergebnisse zeigen, dass in St.Gallen spezifische Lehrmittel zwar vorhanden sind, jedoch selten genutzt werden, während in Zwolle solche Lehrmittel vollständig fehlen. In Zwolle liegt der Fokus der Unterrichtsgestaltung stärker auf Anwendungskompetenzen, während in St.Gallen zusätzlich Medien- und Informatikkompetenzen gefördert werden.
Trotz umfassender Modullehrpläne bleibt die praktische Umsetzung in beiden Regionen begrenzt, was vor allem auf Zeitmangel, fehlende Ressourcen und Unsicherheiten der Lehrpersonen zurückzuführen ist. Die Arbeit zeigt, dass gezielte Massnahmen wie die Bereitstellung und Nutzung geeigneter Lehrmittel, feste Unterrichtszeiten und Weiterbildungen eine stärkere Integration von Medien- und Informatikbildung ermöglichen könnten
Hochdeutsch im Kindergarten - ja, aber… oder ja, klar!
Die Bachelorarbeit untersucht die Sprachwahl zwischen Schweizerdeutsch und Hochdeutsch im Kindergarten des Kantons St. Gallen vor dem Hintergrund des Lehrplans 21, der eine „konsequente Förderung der Kompetenzen in der Schul-sprache ab Kindergarten“ fordert. Durch qualitative Interviews mit sechs Lehrperso-nen, die einerseits aus unterschiedlichen Alters- und Berufserfahrungsgruppen stammen, sowie in Kindergärten mit unterschiedlichen Anteilen an fremdsprachigen Kindern arbeiten, wird analysiert, wie diese Vorgabe umgesetzt wird und welche Faktoren die Sprachwahl beeinflussen.
Die Ergebnisse zeigen, dass Hochdeutsch insbesondere in strukturierten Unter-richtssequenzen genutzt wird, während Schweizerdeutsch in informellen Kontexten und emotionalen Momenten vorherrscht. Der Anteil fremdsprachiger Kinder in den Klassen und die persönlichen Überzeugungen der Lehrpersonen spielen eine zent-rale Rolle bei der Sprachwahl. Während zum einen Hochdeutsch als essenziell für den Schulerfolg und die Sprachförderung sehen, wird zum anderen Schweizer-deutsch als wichtig für die soziale Integration und kulturelle Identität betrachtet. Überraschenderweise beeinflussen weder das Alter noch die Berufserfahrung der Lehrpersonen eindeutig deren Praxis.
Die Arbeit macht deutlich, dass die offene Formulierung des Lehrplans zu vielfältigen Interpretationen führt, was eine klare Orientierung für Lehrpersonen erschwert, aber sie lässt auch viel Spielraum für unterschiedliche Präferenzen und Anforde-rungen. Es stellt sich heraus, dass es wichtiger ist die Konsistenz in der Sprachwahl zu fördern, um den Sprachlernprozess insbesondere für fremdsprachige Kinder zu erleichtern
Die Bedeutung von Musik für die Förderung von sozialer Kompetenzen und Gemeinschaftsbildung im schulischen Kontext
Diese Bachelorarbeit behandelt folgende Fragestellung: Welchen Einfluss hat Musik auf die Entwicklung der Sozialkompetenz von Kindern und der gesamten Klasse auf eine solide Gemeinschaftsbildung. Wie kann eine Lehrperson die Wirkung von musikalischen Interventionen zu nutzen machen? Dabei wird der Definition von Musik, Sozialkompetenz und Gemeinschaft auf den Grund gegangen. Die Arbeit untersucht die Wirkung von Musik im Klassenzimmer, insbesondere mit Blick auf die Förderung der Sozialkompetenz, des Klassenklimas und der gemeinschaftsbildenden Wirkung auf Schüler: innen. Anhand aktueller wissenschaftlicher Literatur und empirischer Studie wird dargelegt, das durch gemeinsames Musizieren, Hören, Bewegen oder Singen das Gemeinschaftsgefühl in Schulklassen gestärkt und Hemmungen im zwischenmenschlichen Umgang abgebaut werden. Des Weiteren werden methodische Ansätze erläutert, durchgeführt und analysiert. Dabei wird anhand von Interviews mit musikorientierten Lehrpersonen, der Vergleich von Theorie und Praxis verdeutlicht und verstärkt und die Ergebnisse aufgezeigt. Abschliessend wird die Leitfrage beantwortet. Die Arbeit leistet einen Beitrag zur Frage, inwiefern Musik als Mittel zur sozialen Förderung in Schulen effektiv genutzt werden kann. Sie wird im Rahmen des Fachbereichs Musik verfasst
Förderung der Naturverbundenheit von Kindern im Schulhaus
In unserer heutigen naturabgewandten Kultur verbringen Kinder nur wenig Zeit draussen in der Natur und ihr Interesse an der Umwelt sowie den natürlichen Phänomenen lässt nach. Nebst den Eltern haben auch die Schulen und die Lehrpersonen einen grossen Einfluss auf die Naturverbundenheit von Kindern und sie tragen eine wichtige Vorbildfunktion. Die vorliegende Bachelorarbeit setzt sich daher mit der Fragestellung auseinander, welchen konkreten Einfluss die Primarschule auf die Naturverbundenheit von Kindern hat und was Lehrpersonen dazu beitragen können, dass Kinder mehr Zeit in der Natur verbringen sowie ein Interesse an ihrer natürlichen Umgebung aufweisen. Es gibt viele spannende Unterrichtsaktivitäten mit einem nahen oder direkten Bezug zur Natur, welche durch Lehrpersonen ohne viel Mehraufwand im Schulzimmer oder auf dem Schulareal umgesetzt werden können. Durch abwechslungsreiche Methoden kann in jedem Fach die Natur in den Unterricht miteinbezogen werden. Die Arbeit zeigt, dass regelmässige Naturerfahrungen in der Schule viele Chancen bieten und einen positiven Einfluss auf die Gesundheit sowie die Motivation der Kinder haben, aber auch einige Herausforderungen mit sich bringen, denen sich die Lehrpersonen bewusst sein sollten
Nonverbale Kommunikation im Unterricht - Proaktive Strategien gegen Unterrichtsstörungen
Diese Bachelorarbeit untersucht die Rolle der nonverbalen Kommunikation im Unterricht mit einem besonderen Fokus auf deren Anwendung zur Prävention von Unterrichtsstörungen. Ziel der Arbeit ist es, die Wirkung nonverbaler Signale wie Mimik, Gestik und Blickkontakt auf die Steuerung von Interaktionen und die Schaffung eines positiven Lernklimas zu analysieren. Dabei wird untersucht, wie nonverbale Strategien von Lehrpersonen eingesetzt werden können, um die Konzentration der Schüler*innen zu fördern und Störungen im Unterricht zu minimieren. Im Zentrum der Analyse steht eine systematische Literaturrecherche, ergänzt durch praxisnahe Beispiele, die die Relevanz nonverbaler Kommunikation in pädagogischen Kontexten beleuchten. Drei zentrale Themenbereiche werden dabei behandelt: die Bedeutung nonverbaler Kommunikation für die Klassenführung, die proaktive Nutzung nonverbaler Strategien zur Vermeidung von Störungen und die Wirkung dieser Strategien auf das Lernklima. Diese Themen werden anhand spezifischer Kriterien analysiert, um praxisrelevante Schlüsse für den Einsatz nonverbaler Kommunikation im schulischen Alltag zu ziehen. Die Arbeit möchte Lehrpersonen eine praxisnahe Orientierungshilfe bieten, um ihre kommunikativen Kompetenzen gezielt einzusetzen und dadurch die Qualität des Unterrichts nachhaltig zu verbessern. Sie hebt hervor, dass nonverbale Kommunikation nicht nur als Ergänzung zur verbalen Sprache dient, sondern ein eigenständiges und unverzichtbares Instrument für eine effektive Klassenführung darstellt
Nonverbale Kommunikation im Klassenzimmer - ein zentraler Faktor in der Klassenführung
Diese Bachelorarbeit im Bereich der Erziehungswissenschaften untersucht folgende Fragestellung: „Inwiefern beeinflusst die gezielte Anwendung nonverbaler Kommunikation die Klassenführung und das Verhalten der Schüler:innen?“ Im Rahmen der Arbeit werden verschiedene Kommunikationstheorien, insbesondere die der nonverbalen Kommunikation, eingehend betrachtet, wobei auf die Arbeiten von Watzlawick, Schulz von Thun und das Konzept der Embodied Communication eingegangen wird. Die Autorin der Bachelorarbeit analysierte einige Studien, darunter auch die Arbeit von Rosenbusch und Merhabian, um die theoretischen Erkenntnisse mit praktischen Aspekten der Klassenführung zu verbinden. Es wird aufgezeigt, dass nonverbale Signale wie Mimik, Gestik und Körperhaltung das Verhalten der Schüler:innen und die Lernatmosphäre im Klassenzimmer beeinflussen können. Die Arbeit schliesst mit der Erkenntnis, dass eine bewusste Nutzung der nonverbalen Kommunikation die Lehrkraft in ihrer Rolle stärken und zu einer positiven Lernatmosphäre sowie einer effektiveren Klassenführung beitragen kann