Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
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Mathematische Denkwege von Kindern mit einer Beeinträchtigung
Die vorliegende Bachelorarbeit bietet einen umfassenden Einblick in die mathematischen Fähigkeiten von Kindern in sonderpädagogischen Kontexten. Sie unterstreicht die Bedeutung einer genauen Erfassung des individuellen Lern- und Entwicklungsstandes von Kindern mit einer Beeinträchtigung. Meine Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Hauptfrage, welches Zahl- und Operationsverständnis bei Kindern im Alter von zehn bis dreizehn Jahren an einer Sonderschule zu erwarten ist.Die Arbeit zielt darauf ab, grundlegende mathematische Kompetenzen dieser Kinder zu analysieren, und ihren Entwicklungsstand im Bereich des Zahl- und Operationsverständnisses genauer zu bestimmen. Dabei werden die folgenden Unterfragen thematisiert:• Welche Zählprinzipien haben die Kinder bereits sicher erworben?• In welcher Phase der Zählentwicklung befinden sie sich?• Können sie einfache Additionen und Subtraktionen korrekt ausführen?• Sind sie in der Lage, Mengen simultan und quasi-simultan zu erfassen?Zur Beantwortung dieser Fragen wurden mit drei Kindern klinische Interviews durchgeführt. Diese Vorgehen ermöglichte eine objektive Betrachtung der individuellen mathematischen Fähigkeiten.Damit der Stand des Zahlbegriffs sowie der Operationsstrategien analysiert werden konnte, wurde praxisorientiere Aufgaben eingesetzt. Der Fokus lag auf der Anwendung von Zählprinzipien, der Nutzung grundlegender Rechenstrategien sowie dem Erkennen von Mengen.Die Auswertungen zeigen eine grosse Bandbreite an mathematischen Kompetenzen. Während einige Kinder bereits fortgeschrittene Strategien zur Bewältigung von komplexen Aufgaben anwenden, stehen andere Kinder noch ganz am Anfang des Zahl- und Operationsverständnisses. Das heutige Schulsystem orientiert sich an differenzierten und individualiesierten Unterrichtsmethoden. Diese Arbeit zeigt die Wichtigkeit von individuellen Fördermassnanhemen, zur Erreichung der daraus entstehenden Ansprüchen.Quelle: Kolb, N. (2025). Mathematische Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern mit einer Beeinträchtigung (Unveröffentlichte Bachelorarbeit, Pädagogische Hochschule St. Gallen)
Entwicklung einer Forscherkiste zu erneuerbaren Energien für den Zyklus 2
Die vorliegende Bachelorarbeit ist produktorientiert. Sie geht der Fragestellung nach, welche Kriterien eine Forscherkiste erfüllen muss, um das Interesse und die Begeisterung für das Thema Energie sowohl bei Lehrpersonen als auch bei Schülerinnen und Schülern möglichst stark zu fördern. Im ersten Teil wird diese Frage theoretisch beantwortet. Im zweiten Teil wird der Entwicklungsprozess des Produktes aufgezeigt. Das Produkt ist eine Forscherkiste zum Thema erneuerbare Energien für den Zyklus 2, welche 12 Experimentieranleitungen, ein Forschungsheft für die Schülerinnen und Schüler sowie einen Lehrpersonenkommentar enthält
Interreligiöse und interkulturelle Bildung auf der Primarstufe
Diese Bachelorarbeit untersucht, welche pädagogischen Strategien und Massnahmen geeignet sind, um interkulturelle und interreligiöse Kompetenzen bei Schülerinnen und Schülern der Primarstufe zu fördern. Angesichts der zunehmenden kulturellen und religiösen Diversität in Schulen wird das Thema aus theoretischer und praxisorientierter Perspektive analysiert. Im Fokus stehen Theorien wie interkulturelle Pädagogik, Kontakthypothese und Pluralitätskompetenz, die als Grundlage für die präsentierten Massnahmen dienen.Die Arbeit präsentiert interaktive und dialogorientierte Ansätze wie Rollenspiele, Perspektivenwechsel, Teamteaching und Exkursionen, die nachweislich Vorurteile abbauen und Empathie fördern. Zudem werden praxisorientierte Lehrmittel analysiert, die Lehrpersonen konkrete Unterstützung bieten, obwohl Anpassungen erforderlich sind, um spezifische Klassenbedürfnisse abzudecken.Die Ergebnisse zeigen, dass eine erfolgreiche Förderung interkultureller und interreligiöser Kompetenzen nicht nur von innovativen Unterrichtsmethoden, sondern auch von gezielten Weiterbildungsmassnahmen für Lehrpersonen und einer stärkeren curricularen Verankerung abhängt. Die Arbeit schliesst mit Handlungsempfehlungen und einem Appell an die Bildungspolitik, den Stellenwert dieser Bildungsziele zu erhöhen
Die Auswirkungen einer Naturprojektwoche mit digitalen Medien und Realerfahrungen
Im Rahmen dieser Bachelorarbeit möchte die Autorin aufzeigen, wie eine Naturprojektwoche mit Realerfahrungen, digitalen Medien und ausserschulischen Lernorten gezielt gestaltet werden kann, um Lernprozesse in der Grundschule zu bereichern. Dabei steht die folgende Fragestellung im Zentrum: Welche Kriterien, Merkmale und fachdidaktische Bezüge sollen Naturprojekttage berücksichtigen, damit ein möglichst grosser Lernzuwachs entstehen kann und die Motivation der Kinder angeregt wird. Die Arbeit kombiniert eine theoriegeleitete Literaturrecherche mit der praktischen Umsetzung einer Projektwoche, die auf naturnahe Erlebnisse, digitale Werkzeuge und direkte Umweltbeobachtungen setzt. Die Ergebnisse zeigen, dass Naturerfahrungen in Verbindung mit digitalen Medien die Lernfreude, das Umweltbewusstsein und die sozialen Fähigkeiten der Kinder stärken können. Diese Erkenntnisse verdeutlichen, dass die Verknüpfung von Naturerfahrungen mit moderner Technologie das Lernen in einer motivierenden und ganzheitlichen Weise fördert und zu einer nachhaltigen Lernbereitschaft beiträgt
Klassenführung als Junglehrperson - Umgang mit Unterrichtsstörungen
Die vorliegende Bachelorarbeit widmet sich den Herausforderungen der Klassenführung von Junglehrpersonen beim Berufseinstieg, insbesondere im Umgang mit Unterrichtsstörungen. Es wird untersucht, welche Instrumente und Strategien als wirkungsvoll wahrgenommen werden. In der Ausbildung zur Lehrperson an der Pädagogischen Hochschule wird den Themen Klassenführung und Unterrichtsstörungen bereits viel Aufmerksamkeit geschenkt, jedoch bleibt oft unklar, wie diese theoretischen Konzepte erfolgreich in die Praxis umgesetzt werden können. Besonders zu Beginn der Berufslaufbahn erleben viele Junglehrpersonen Schwierigkeiten, da der Übergang von der Theorie zur Praxis nicht immer reibungslos verläuft. Diese Arbeit soll daher die Erfahrungen von Junglehrpersonen in der Praxis beschreiben, ihre Perspektiven und Herausforderungen aufgreifen und mit der bestehenden Literatur vergleichen
Vergleich von NMG-Unterricht in Tansania und dem Fürstentum Liechtenstein
Diese Arbeit vergleicht den Natur, Mensch, Gesellschaft Unterricht in Tansania und im Fürstentum Liechtenstein. Dabei werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten erarbeitet. Durch Literaturrecherche sowie Praxisvergleichen und Gesprächen vor Ort werden die beiden Ländermiteinander verglichen. Der folgenden Fragestellung wird auf den Grund gegangen: Wie undmit welchen Methoden und Vorgehensweisen werden Themen wie Natur, Mensch, Gesellschaftden Schüler und Schülerinnen in Tansania nähergebracht und was gibt es für Gemeinsamkeitenund Unterschiede im Vergleich zum NMG Unterricht in Liechtenstein? Die Ergebnisse desVergleichs zeigen, dass es mehr Gemeinsamkeiten gibt als ursprünglich angenommen wurde
Koopolis - Lernspiel zur Förderung der baukulturellen Bildung Bildung in der Primarstufe
Die Bachelorarbeit untersucht die Entwicklung eines Lernspiels, das Ziele der baukulturellen Bildung verfolgt und Kompetenzen des Lehrplans 21 fördert. Auf Basis von vier zentralen Lernfeldern der baukulturellen Bildung und dem iterativen Designprozess entstand ein interaktives Brettspiel, das Teamarbeit, Entscheidungsfindung und nachhaltige Stadtentwicklung spielerisch vermittelt.Der abschließende Ausblick beleuchtet Verbesserungsmöglichkeiten und Anwendungsperspektiven im schulischen Kontext
Gut ist gut genug - Perfektionismus im Lehrer:innenberuf
Der Lehrer:innenberuf stellt hohe Anforderungen, die dazu führen, dass Lehrpersonen häufig dazu neigen in vielen Bereichen perfekt zu sein. Perfektionismus in einem gesunden Mass ist motivierend, wobei die Grenze zum ungesunden Perfektionismus nicht überschritten werden sollte. Im Fachbereich spricht man vom funktionalen (gesunden) und dysfunktionalen (ungesunden) Perfektionismus. Diese Bachelorarbeit untersucht den dysfunktionalen Perfektionismus im Lehrer:innenberuf und dessen Auswirkungen auf die Gesundheit von Lehrpersonen. Im Zentrum steht folgende Fragestellung: Welche Massnahmen können ergriffen werden, um den Konsequenzen des dysfunktionalen Perfektionismus entgegenzuwirken? Menschen mit übermässigem Perfektionsstreben können unter Folgen wie De-pressionen, Angststörungen oder Burnout leiden. Um mit dem dysfunktionalen Perfektionismus umgehen zu können, braucht es Massnahmen. Basierend auf einer Literaturrecherche und einem Interview mit einer Psychotherapeutin wurden theoretische Ansätze mit praxisnahen Erkenntnissen verknüpft. Die Ergebnisse heben drei Hauptmassnahmen hervor, die sich sowohl in der Theorie als auch in der Praxis als wirksam erwiesen haben: Psychotherapeutische Begleitung in Form einer kognitiven Verhaltenstherapie (KVT), Achtsamkeitsprogramme wie Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR), kombiniert mit individuellen Strategien zur Selbstakzeptanz
Das Mysterium «Empathie»
Diese Arbeit setzt sich mit den theoretischen Hintergründen von Empathie auseinander und damit, wie wichtig dieses Persönlichkeitsmerkmal für Lehrpersonen, im Vergleich zu anderen Charakteristika, wie Flexibilität, Humor und Durchsetzungsvermögen, aus Sicht der Schülerinnen und Schüler ist. In der bisher veröffentlichten Literatur wird die Wichtigkeit der Lernenden-Lehrpersonen-Beziehung betont und die grosse Bedeutung der Empathie auf ebendiese hervorgehoben. Dies wurde in einer selbst erstellten Umfrage, welche mit 91 Schüler:innen einer Mittelstufe durchgeführt wurde, bestätigt. In dieser wurde die Empathie im Vergleich zum Durchsetzungsvermögen und dem Humor signifikant wichtiger und in den Gesamtergebnissen als das wichtigste Persönlichkeitsmerkmal einer guten Lehrperson bewertet. Dies zeigt, dass die Lernenden das empathische Verhalten einer Lehrperson nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis als wichtig erachten. Diese Resultate haben wichtige Konsequenzen für das pädagogische Handeln, indem die Lehrperson bewusst empathisch auf die Schüler:innen reagiert und deren Perspektiven in den Unterricht miteinbezieht
Handlungsmöglichkeiten für Lehrer:innen hinsichtlich geschlechterspezifischer Situationen im Sportunterricht
Im Rahmen des Sportunterrichts lassen sich regelmässig geschlechterspezifische Verhaltensmuster beobachten, insbesondere in der Mittelstufe. Diese stellen für Lehrer:innen eine besondere Herausforderung dar. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Lehrer:innen geschlechterspezifische Situationen im Sportunterricht erkennen und gezielt handeln können, um eine inklusive Lernumgebung zu schaffen und Geschlechterstereotypen entgegenzuwirken. Zu diesem Zweck wurden Literaturrecherche und Interviews mit Lehrer:innen durchgeführt, um praxisnahe Strategien zu entwickeln, die den unterschiedlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten von Mittelstufenschüler:innen gerecht werden. Im Rahmen dieser Untersuchung wurden pädagogische Ansätze gesucht, die als besonders wirksam erachtet werden, um eine ausgewogene Balance zwischen der Betonung und der Nicht-Betonung (Doing and Undoing Difference) von Geschlechterunterschieden zu finden. Es soll aufgezeigt werden, dass Lehrer:innen durch gezielte und bewusste Handlungen (präventiv, situativ und reflexiv) eine positivere und gerechtere Lernerfahrung für die gesamte Klasse im Sportunterricht schaffen können