Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
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Zwischen Sprachen und Kulturen - Deutsch als Zweitsprache und Integration in der Primarschule
Diese literarische Bachelorarbeit befasst sich mit der Fragestellung – wie der Spracherwerb bei DaZ-Kinder (Deutsch als Zweitsprache) aussieht und wie man die Kinder als Lehrperson bestmöglich beim Spracherwerb unterstützen kann. Zudem wird untersucht, wie die Kinder trotz Sprachbarriere und kulturellen Unterschieden bestmöglich integriert werden können. Das Ziel der Arbeit ist es Strategien und Methoden darzustellen, wie den Kindern sowohl im sprachlichen als auch im kulturellen Bereich Hilfe geboten werden kann
Dialogisches Lesen im Kindergarten
Dialogisches Lesen ist eine etablierte Methode der Sprachförderung, deren Wirksamkeit in zahlreichen internationalen Studien belegt wurde. Jedoch fehlt es bislang an Untersuchungen, wie dieser Ansatz im Alltag von Kindergartenlehrpersonen umgesetzt wird. Ziel der vorliegenden Bachelorarbeit ist es daher, den Einsatz des Dialogischen Lesens in Kindergärten mittels eines Fragebogens zu analysieren und auszuwerten. Im Fokus der vorliegenden Arbeit steht folgende Fragestellung: «Wie häufig wird das Dialogische Lesen in Kindergärten eingesetzt und wie wird es gestaltet?». Durch die Verbindung der Ergebnisse aus dem Fragebogen und der theoretischen Grundlagen sollen Herausforderungen und Verbesserungspotenzial erkannt werden. Die Arbeit zeigt, dass das Dialogische Lesen zu 90% von den befragten Kindergartenlehrpersonen angewendet wird. Die durch die Theorie vorgeschlagene Gestaltung einer Dialogischen Lesesituation wird grösstenteils bereits angewendet. Herausforderungen ergeben sich vor allem bei den Gruppengrössen
Digitale Tools auf der Unterstufe - Eine zielgerichtete Unterstützung für Lehrpersonen mit praxisorientierten Tutorials
Mit der stetig voranschreitenden Digitalisierung ergeben sich neue Herausforderungen und Möglichkeiten für Lehrpersonen der Unterstufe. Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, wie praxisorientierte Tutorials den Einsatz digitaler Tools im Alltag einer Lehrperson der 1. bis 3. Klasse unterstützen und entlasten können. Ziel ist die Entwicklung einer digitalen Sammlung von Tools mit Tutorials zur Integration in den Berufsalltag.Das methodische Vorgehen kombiniert qualitative und produktorientierte Ansätze. Nach einer Literaturrecherche wurden spezifische Tools nach Kriterien wie Benutzerfreundlichkeit, didaktischer Mehrwert und Datenschutz ausgewählt. In einem Entwicklungsprozess wurden Tutorials erstellt bzw. bestehende Tutorials analysiert. Diese Videos orientieren sich an den Bedürfnissen der Zielgruppe und wurden im Rahmen einer Befragung von Lehrpersonen der Unterstufe bewertet. Die Ergebnisse zeigen: Die Tutorials sind verständlich und hilfreich. Gleichzeitig ergibt sich aus der Befragung, dass viele Lehrpersonen noch Unsicherheiten im Umgang mit digitalen Tools haben. Somit besteht ein Bedarf an kontinuierlicher und vor allem niederschwelliger Unterstützung. Diese Arbeit unterstreicht die Relevanz von praxisorientierten Tutorials zur Stärkung der Kompetenzen von Lehrpersonen in der Nutzung digitaler Werkzeuge. Die Tutorials bieten konkrete Unterstützung und tragen zur effektiveren Integration in den Berufsalltag bei. Die gewonnenen Erkenntnisse und das entwickelte Produkt bilden die Grundlage für zukünftige Entwicklungen
Pädagogische Strategien zur Unterstützung von Schulkindern, die Opfer sexuellen Missbrauchs im Kindesalter wurden
Diese Arbeit entwickelt einen praxisorientierten Leitfaden für Primarschullehrpersonen, um sexualisierte Gewalt an Kindern frühzeitig zu erkennen, betroffene Kinder zu unterstützen und präventive Massnahmen im Schulalltag zu integrieren. Ziel ist es, die Handlungskompetenz der Lehrpersonen zu stärken und ihnen klare, praxisnahe Strategien zur Verfügung zu stellen.
Die Untersuchung basiert auf qualitativen Forschungsmethoden, darunter ein halbstrukturiertes Interview mit einer Fachperson des Kinderschutzzentrums St. Gallen sowie die Evaluation des Leitfadens durch eine erfahrene Lehrperson. Ergänzend wurden fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse aus einer umfassenden Literaturrecherche herangezogen.
Die Ergebnisse zeigen, dass der Leitfaden Lehrpersonen eine höhere Handlungssicherheit bietet, die Zusammenarbeit mit Fachstellen fördert und zur Sensibilisierung der gesamten Schulgemeinschaft beiträgt. Er ermöglicht die frühzeitige Identifikation von sexualisierter Gewalt und unterstützt die Integration präventiver Massnahmen im schulischen Alltag. Die Verbreitung über den Newsletter des Verbands der Schulleiterinnen und Schulleiter St. Gallen gewährleistet eine breite Zugänglichkeit und praktische Anwendung
Einsatz von Planarbeit in der Mittelstufe
Diese Bachelorarbeit widmet sich der Untersuchung der Planarbeit in der Mittelstufe. Im Zentrum steht die Frage, welche didaktischen Methoden und Steuerungsmassnahmen Lehrpersonen in der Mittelstufe einsetzen, um die Planarbeit umzusetzen. Dabei werden zentrale Themen wie adaptives Lernen, die Öffnung von Unterricht, geöffnete Unterrichtskonzepte, Differenzierung und Planarbeit näher betrachtet.
Planarbeit fördert die Differenzierung und Individualisierung, indem sie die Heterogenität der jeweiligen Klasse berücksichtigt. Durch die Anpassung von Lernzielen und Inhalten wird die individuelle Förderung der Schüler:innen ermöglicht (Lipowsky & Lotz, 2023). Die Lehrperson übernimmt dabei die Rolle eines Coaches, der die Schüler:innen individuell unterstützt, während Reflexionsinstrumente wie beispielsweise Logbücher zur Förderung der Selbstregulation beitragen (Birri, 2017, S. 122).
Die empirische Untersuchung verwendet qualitative Methoden wie systematische Beobachtungen und ergänzende Interviews mit Lehrpersonen. Die Analyse zeigt sowohl Unterschiede als auch Gemeinsamkeiten in der praktischen Umsetzung
Eine Gegenüberstellung der NMG-Lehrmittel «Logbuch» und «Weitblick»
Die Gestaltung von Lehrmitteln spielt eine zentrale Rolle in der Qualität und Wirksamkeit des Unterrichts. In der vorliegenden Bachelorarbeit steht folgende Fragestellung im Zentrum: Was sind die Stärken und Schwächen der Lehrmittel Logbuch und Weitblick, in Bezug auf die ILZ-Kriterien, die Qualitätsmerkmale aus der Vorlesung NMG-KS-03 und die Praxistauglichkeit? Um diese Frage zu beantworten, wurden beide Lehrmittel anhand eines spezifischen Themas mit je einer Klasse getestet. Die Arbeit umfasst die Planung und Durchführung der Unterrichtseinheiten sowie eine Evaluation mittels eines selbst erstellten Fragebogens. Dabei wurden zentrale Aspekte, wie Verständlichkeit, Differenzierungsmöglichkeiten, Lehrerkommentar und die Motivation für das Thema der Schülerinnen und Schüler untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass beide Lehrmittel in vielen Bereichen überzeugen, jedoch spezifische Stärken und Schwächen aufweisen, die von der jeweiligen Zielgruppe und den individuellen Bedürfnissen abhängig sind. Die Arbeit liefert Impulse für eine weitere Optimierung der Lehrmittel und zeigt die Notwendigkeit auf, diese in ihrer Gesamtheit und in einem breiten schulischen Kontext zu erproben
Enaktives Darstellungsmaterial im Themenbereich des Bruchrechnens
Bruchrechnen ist das Thema in der Mathematik, bei dem die Schüler:innen auf der Primarstufe erstmals in ihrer Schulkarriere den Zahlenbereich der natürlichen Zahlen verlassen und in die Welt der rationalen Zahlen eintreten. Dieser Grundvorstellungsumbruch stellt für viele Lernende eine Herausforderung dar. In der vorliegenden Arbeit steht deshalb folgende Fragestellung im Zentrum: Wie muss didaktisch enaktiv nutzbares Material gestaltet sein, um die Entwicklung von verständnisbasierten Grundvorstellungen von Brüchen zu unterstützen? Sicherlich gibt es verschiedene Vorgehensweisen wie man dieser Fragestellung gerecht werden kann. In dieser Arbeit wurde der Fokus auf das Rechteck- und Streckenmodell gesetzt. Mit dem Material können Aufgaben aus dem Zürcher Lehrmittel Mathematik erarbeitet werden. Durch ergänzende, offen formulierte Aufgaben auf Aufgabenkarten, wird die Forderung und Förderung leistungsstarker Schüler:innen durch das Material möglich. Als Orientierungshilfe liegt dem Material ein Leitfaden für Lehrpersonen bei. In der praktischen Umsetzung hat sich gezeigt, dass die Schüler:innen die Arbeit mit dem Material bezüglich Motivation, Konzentration, Lernen und Verständnis sehr positiv erlebt haben
Denkwege und Vorgehensweisen im Umgang mit dem Stellenwertsystem zu Beginn der 5. und 6. Klasse erkunden
Die vorliegende Arbeit zeigt Kompetenzen und Schwierigkeiten von einzelnen Schüler:innen im Bereich des Stellenwertverständnisses zu Beginn der fünften und der sechsten Klasse auf. Ebenfalls wird auch ein Augenmerk auf die Denkwege und Vorgehensweisen von einzelnen Schüler:innen während der Bearbeitung der Aufgaben gelegt
Fit für KI im Klassenzimmer: KI-Kompetenzen für den Deutschunterricht
Textgenerierende künstliche Intelligenz (KI) hat seit dem Launch von ChatGPT im Jahr 2022 den Bildungsbereich verändert und neue Herausforderungen für Lehrpersonen geschaffen. Um solche Systeme im Deutschunterricht einsetzen zu können, müssen Lehrpersonen KI-Kompetenzen entwickeln. Diese Arbeit untersucht, welche Kompetenzen notwendig sind, damit Lehrpersonen textgenerierende KI wie ChatGPT im Deutschunterricht einsetzen können. Dabei liegt der Fokus auf der Mittelstufe. Ergänzend werden Chancen und Herausforderungen des KI-Einsatzes sowie mögliche Einsatzbereiche aufgezählt. Die zentrale Fragestellung lautet: Welche KI-Kompetenzen benötigen Lehrpersonen, um Programme mit textgenerierender KI im Deutschunterricht einzusetzen? Zur Beantwortung dieser Fragestellung wird eine qualitative Studie durchgeführt. Diese basiert auf Experteninterviews mit Lehrpersonen unterschiedlicher Berufserfahrung und der Analyse von KI-Anwendungen der Plattform Fobizz. Die Studie identifiziert nicht nur die Chancen und Herausforderungen durch KI, sondern zeigt auch mögliche Anwendungsmöglichkeiten auf. In dieser Arbeit wird deutlich, wie bedeutend der Einbezug von KI in die Schule ist. Die Ergebnisse werden in einem neu entwickelten Modell dargestellt, das die zentralen KIKompetenzen für Lehrpersonen sowie deren Zusammenhänge aufzeigt. Dieses Modell soll Lehrpersonen dabei unterstützen, sich auf die Herausforderungen, die KI mit sich bringt, vorzubereiten
Sprachsensible Ansätze für sprachliches und fachliches Lernen im Mathematikunterricht der 3. bis 6. Primarstufe
In der vorliegenden Literaturarbeit wird untersucht, welche sprachsensiblen Ansätze im Mathematikunterricht des Zyklus 2 (3. bis 6. Primarklasse) umgesetzt werden können, um das Lernen von Bildungssprache und Fachinhalten zu fördern. Sie zeigt, dass Sprache eng mit mathematischen Leistungen verknüpft ist. Ebenso verdeutlicht die Arbeit, dass Bildungssprache am effektivsten im Kontext des Mathematikunterrichts vermittelt werden kann. Es wird thematisiert, welche sprachlichen Hürden in Mathematik auftreten und wie diese mithilfe von Sprachvereinfachungen, gezielten Sprachhilfen sowie durch Ansätze zum Aufbau von Sprachbewältigungsstrategien überwunden werden können. Diese Ansätze werden aufgezeigt und anhand praxisnaher Beispiele mit Lehrplanbezug veranschaulicht, beispielsweise durch die sprachliche Vereinfachung von Mathematikaufgaben, die Entwicklung eines Planungsrahmens, durch Aufgaben zum Darstellungswechsel sowie durch Strategien zur schrittweisen Bearbeitung von Textaufgaben.Zusätzlich wird dargelegt, wie künstliche Intelligenz (KI) Lehrkräfte bei der Entwicklung und Umsetzung sprachsensibler Ansätze unterstützen kann. Die Arbeit verdeutlicht die Relevanz sprachsensibler Methoden für ein nachhaltiges Lernen von Bildungssprache sowie Fachinhalten im Mathematikunterricht und bietet Lehrkräften praxisorientierte Anregungen für die Gestaltung von sprachsensiblem Unterricht