Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
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Vermittlung der Schweizer Baukultur
Baukultur betrifft Fragen der Identität, Nachhaltigkeit, Partizipation etc
Tierische Brieffreunde. Ein Erstlesebuch zur Förderung von Lesemotivation
Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der Erstellung eines Erstlesebuches für 1. Klässler, welches bei den Kindern Lesemotivation auslösen soll. Um dieses Buch herstellen zu können, wird diese Arbeit durch folgende Leitfrage begleitet:
Wie kann ein Erstlesebuch die Lesemotivation von 1.Klässlern fördern?
Damit die Fragestellung beantwortet werden kann, gliedert sich die Arbeit in einen theoretischen Teil zu der Lesemotivation und einen theoretischen Teil zum Erstlesebuch. Diese zwei Teile legen die Basis zum Erstellen eines Erstlesebuches, welches die Lesemotivation fördert. In dieser Arbeit wird der Prozess des Erstellens eines solchen Erstlesebuches dokumentiert und reflektiert
Mathematik im Freien entdecken mit Quaki
Diese Arbeit thematisiert die frühe mathematische Bildung von Kindern im Alter von vier bis sechs Jahren und wurde im Rahmen des Projektes «MATHEentdecken-Spaziergang» erstellt, welches im Kapitel «Outdoor Teaching» genauer beschrieben wird. Das Ziel dieser Arbeit war herauszufinden, wie mathematisches Lernen mit der Natur sowie einer Leitfigur als Begleitung, verbunden werden kann.
Wie müssen mathematische Aktivitäten für in und mit der Natur entwickelt werden, sodass mathematisches Tun ermöglicht werden kann? Wie kann eine Leitfigur so eingebunden werden, dass sie dem mathematischen Tun der Kinder beitragen kann? Aufgrund dieser sowie weiterer Fragen wurden mögliche Lösungswege und Methoden in Form von mathematischen Aktivitäten entwickelt. Diese wurden innerhalb des «MATHEentdecken-Spaziergang»-Anlasses durchgeführt und Kinder wurden dabei beobachtet. Begleitet wurden die Kinder durch eine Froschhandpuppe namens Quaki, welche hierbei die Leitfigur darstellt.
Mithilfe von Beobachtungsrastern konnten die Tätigkeiten der Kinder sowie der Begleitpersonen beobachtet und zu einem späteren Zeitpunkt ausgewertet sowie interpretiert werden. Die Ergebnisse sind so vielfältig wie die Aktivitäten selbst. Zu den wichtigsten Erkenntnissen gehören, dass einerseits der Einsatz der Leitfigur gelungen und andererseits mathematisches Tun überall dort ersichtlich wurde, wo ein Kind beobachtet werden konnte. Dabei wurden teilweise zusätzliche unerwartete mathematische Tätigkeiten sichtbar bzw. erwartete blieben aus, was an den gegebenen mathematischen Impulsen der Aktivität liegen könnte. Spannend für künftige Untersuchungen ist daher, die nach der beobachteten Erprobung weiterentwickelten Aktivitäten ein erneutes Mal zu erforschen
Entwicklung eines didaktischen Designs für evidenzbasierte Förderung der Informationskompetenz
In Medien, wie Zeitschriften und die sozialen Medien, werden immer mehr und mehr Falschinformationen gedruckt. Auch verbringen die Menschen viel Zeit mit der Aufnahme von allen möglichen Informationen. Durch den höheren Medienkonsum und die vielen Falschnachrichten ist es umso wichtiger sie zu erkennen. In der Primarschule ist Informationskompetenz noch kein grosses Thema. Jedoch werden die Kinder schon mit FakeNews konfrontiert, aber sie realisieren es meistens nicht. Deshalb ist es wichtig ein didaktisches Design zu erstellen, welches den Primarschüler:innen hilft sich kritisch mit den Medien auseinanderzusetzen. Dies wurde in dieser Arbeit probiert. Es ist eine Unterrichtslektion basierend auf Problembasierendem Lernen
Erlernen des Ukulelespiels anhand von Erklär- und Lernvideos der Social-Media-Plattform YouTube
Diese Bachelorarbeit untersucht die Möglichkeit, wie eine Lehrperson ohne Vorkenntnisse das Ukulelespiel ausschliesslich durch die Nutzung von YouTube-Tutorials erlernen kann. Im Rahmen eines Selbstversuchs wurden 36 verschiedene Videos bewertet, wobei eine Vielzahl von Kriterien wie Tonqualität, Bildqualität, Engagement, Glaubwürdigkeit, Effizienz und Modellierung berücksichtigt wurden. Auf Grundlage dieser umfassenden Bewertungen wurde ein Guide entwickelt, der eine strukturierte Auswahl an qualitativ hochwertigen und effektiven Tutorials bietet. Dieser Guide richtet sich an motivierte Personen, die ebenfalls autodidaktisch das Ukulelespiel erlernen möchten, und ermöglicht eine zielgerichtete und effiziente Nutzung von YouTube als Lernressource. Die Arbeit beleuchtet zudem die theoretischen Grundlagen des Lernens mit Lernvideos und analysiert die Möglichkeiten und Grenzen dieser Lernressourcen, insbesondere im Kontext des Musikunterrichts. Hierbei wird auch die Rolle der Motivation und Selbstbestimmung im Lernprozess thematisiert. Abschliessend werden die Ergebnisse diskutiert und zukunftsorientierte Forschungsmöglichkeiten in diesem Bereich erörtert
Facetten der Geschwisterpositionen und -beziehungen
Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Geschwisterthematik unter besonderer Berücksichtigung der unterschiedlichen Geschwisterpositionen und -beziehungen. Dabei wird sowohl auf das familiale Zusammenleben als auch auf die spezifische Situation von Zwillingen in der Familie und im schulischen Kontext eingegangen. Die unterschiedlichen Geschwisterpositionen, wie die des verantwortlichen erstgeborenen Kindes, des benachteiligten mittleren Kindes, des bevorzugten jüngsten Kindes oder des Einzelkindes, prägen die individuellen Persönlichkeitsmerkmale sowie die Geschwisterbeziehung. Eine Sonderstellung nehmen Zwillingskonstellationen ein, die sich durch besondere Zuneigung und eine einzigartige Bindung auszeichnen. Geschwisterbeziehungen entwickeln sich im Laufe des Lebens dynamisch und durchlaufen verschiedene Phasen, welche durch Nähe und Distanz geprägt sind. In der Kindheit stehen Rivalität und Konkurrenz im Vordergrund, die durch elterliche Ungleichbehandlung, den Altersunterschied der Kinder, die Geschwisterzahl oder das Geschlecht verstärkt werden können. Die Pubertät stellt häufig eine kritische Phase dar, in der sich Geschwister bewusst voneinander ab-grenzen, um die eigene Identität zu entwickeln. Im frühen und mittleren Erwachsenenalter tritt die Geschwisterbeziehung zugunsten der eigenen Lebensgestaltung meist in den Hintergrund. Zu einer Wiederannäherung kommt es im höheren Alter, wobei die Geschwisterbeziehung wieder an Bedeutung gewinnt
Das optimale Klassenzimmer in der Unterstufe: Anregungen aus der Pädagogik, Psychologie und Architektur
Die Gestaltung von Klassenräumen zählt zu den zentralen Aufgaben jeder Lehrperson. Diese Arbeit untersucht daher, welche Aspekte bei der Klassenraumgestaltung in der Unterstufe berücksichtigt werden sollten, um sowohl die Bedürfnisse der Kinder zu erfüllen als auch deren Lernprozesse optimal zu unterstützen. Während bisherige Forschungen hauptsächlich die räumlichen Faktoren in den Blick nahmen, liegt der Fokus hier zusätzlich auf den altersspezifischen Bedürfnissen der Primarschulkinder und dem modernen Verständnis von Lernen. Die Grundlage dieser Arbeit bildet eine umfassende Analyse bestehender Theorien zur Raumgestaltung. Ergänzend wurden Interviews mit drei Lehrpersonen durchgeführt, um Einblicke in praktische Erfahrungen und Ansätze zu erhalten.
Die Ergebnisse der Gespräche wurden mit der Theorie verglichen und zeigen, dass viele der theoretisch erarbeiteten Aspekte bereits von Lehrpersonen in der Praxis umgesetzt werden. Dennoch besteht weiterhin Bedarf, Lehrpersonen verstärkt über die altersspezifischen Bedürfnisse der Kinder sowie die Auswirkung der Raumfaktoren auf die Lernleistung aufzuklären. Als besonders bedeutend erwiesen sich die Aspekte der Raumgliederung, Sitzordnung und Möblierung. Auch die kindlichen Bedürfnisse nach Bewegung, sozialer Interaktion sowie Rückzugs- und Ruhemöglichkeiten wurden bereits in die Gestaltung einiger Klassenräume integriert. Weitere relevante Faktoren werden in dieser Arbeit detaillierter erläutert. Die gewonnenen Erkenntnisse aus den Interviews sowie aus der Literatur liefern wertvolle Impulse für die Gestaltung des eigenen Klassenzimmers
Konzept für einen Naturkindergarten im Naturschutzzentrum Wichenstein in Oberriet
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Machbarkeit und die pädagogischen Grundlagen eines Naturkindergartens im Naturschutzzentrum Wichenstein in Oberriet. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung eines Konzepts, das Raum-, Umgebungs- und Jahresplanung sowie pädagogische und organisatorische Rahmenbedingungen berücksichtigt. Neben einer Analyse der Eignung des Standorts werden die Vorteile eines naturpädagogischen Ansatzes aufgezeigt. Durch eine Kombination aus Literaturrecherche, Expertengesprächen und Standortanalysen werden die Chancen und Herausforderungen des Projekts aufgezeigt. Die Ergebnisse zeigen, dass ein Naturkindergarten nicht nur pädagogisch wertvoll, sondern auch ökologisch und gesellschaftlich bereichernd für die Gemeinde sein kann. Das Konzept liefert Argumente für die Zustimmung der Behörden und setzt einen Fokus auf Nachhaltigkeit und die Zusammenarbeit mit lokalen Institutionen
Wie beeinflusst das Modell „Lernzeit statt Hausaufgaben“ die Chancengleichheit und Selbständigkeit? Eine qualitative Untersuchung der Wahrnehmung von Lehrpersonen
Der Einfluss von Hausaufgaben auf die schulische Leistung ist umstritten. Zudem bieten sie ein grosses Konfliktpotenzial, sowohl zuhause als auch in der Schule. Daher scheint es notwendig, über Alternativen nachzudenken. Das Modell Lernzeit integriert Hausaufgaben in die Schule und bietet freiwillige Zeitslots vor oder nach dem Unterricht an.Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, zu untersuchen, welchen Einfluss das Modell Lernzeit auf die Chancengleichheit und Selbständigkeit der Schüler:innen hat, wenn es die Hausaufgaben vollständig ersetzt. Dazu wird die folgende Forschungsfrage gestellt: „Wie schätzen Lehrpersonen die Förderung der Chancengleichheit und Entwicklung des selbständigen Lernens im Rahmen des Modells Lernzeit im Vergleich zu klassischen Hausaufgaben ein?“Um die Forschungsfrage zu beantworten, wurde eine qualitative Studie in Form von semistrukturierten Leitfadeninterviews durchgeführt. Dabei wurden 6 Lehrpersonen befragt und die Transkripte mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring untersucht.Die Analyse zeigt, dass das Modell Lernzeit die Chancengleichheit fördert, da es sozioökonomische Unterschiede teilweise ausgleichen kann. Es bietet eine strukturierte und unterstützende Lernumgebung, in welcher, durch gezieltes Coaching der Lehrperson, die Selbstständigkeit aller Schüler:innen angeregt wird. Dabei ist eine kontinuierliche Kommunikation zwischen den Eltern und der Schule förderlich.Aus der Sicht der Lehrpersonen ist die Lernzeit ein Gewinn für alle Beteiligten
Altersdurchmischtes Lernen: eine Analyse der Vor- und Nachteile
Im Zuge dieser Arbeit wurden die Vor- und Nachteile von altersdurchmischtem Lernen mit dem Fokus auf den Lernfortschritt und das Sozialverhalten von Schüler:innen untersucht. Die forschungsleitende Fragestellung, welche sich durch die gesamte Arbeit zieht, lautet «Was sind die Vor- und Nachteile von altersdurchmischtem Lernen für Schüler:innen und wie kann eine Lehrperson den altersdurchmischten Unterricht im Zyklus 1 nachhaltig lernförderlich gestalten».
Um diese Fragestellung zu beantworten, wurden Theorien aus einem durchgeführten Literaturstudium sowie Beobachtungen aus der Praxis miteinander verknüpft. Der methodische Rahmen für die Beobachtungen von drei altersdurchmischten Klassen besteht aus der qualitativen Sozialforschung, insbesondere der teilnehmenden Beobachtung. Dabei wurde der Fokus auf acht im Voraus bestimmte Aspekte des Unterrichts gelegt.
Die Arbeit verdeutlicht die Wichtigkeit der Lehrperson für das Gelingen der Altersdurchmischung. Die entstandene Broschüre aus den Ergebnissen der Unterrichtsbeobachtungen, welche praxisnahe Hinweise für den Unterricht in altersdurchmischten Klassen des Zyklus 1 bietet, kann daher hilfreich für Lehrpersonen sein