Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
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Audiodatei 10
Während meiner Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule des Kantons St. Gallen in Rorschach wurde ich immer wieder mit Kinderliedern konfrontiert. Ich möchte mit dieser Arbeit klären, welche musiktheoretischen Grundkenntnisse nötig sind um eigene Kinderlieder und passende Arrangements zu einem bestehenden Bilderbuch zu kreieren.
Um erfolgreich ein eigenes Kinderlied zu schreiben, kommt man nicht an grundlegenden musiktheoretischen Kenntnissen vorbei. Im theoretischen Teil gehe ich genauer auf Songstrukturen, Text, Melodie und dazu passende Akkorde ein. Ebenfalls ist dieser Teil mit kinderliederspezifischen Aspekten, die zwangsläufig beim Songschreiben beachtet werden müssen, ergänzt.
Das Liederheft mit fünf selbst komponierten Kinderliedern stellt den Kern der gesamten Arbeit dar. Passend zum Bilderbuch „Fünf freche Mäuse machen Musik“ wurden die aus der Theorie gewonnen Erkenntnisse umgesetzt. Die Lieder wurden nicht nur notiert, sondern auch eigenständig im Tonstudio aufgenommen und gemischt. Das entstandene Produkt ist hauptsächlich für Lehrpersonen zur Verwendung im Unterricht gedacht, soll aber auch als Anstoss zum Schreiben eigener Kinderlieder dienen und motivieren.
Die Kreativität beim Komponieren ist unbegrenzt und genau das macht die Faszination des eigenen Liederschreibens aus
Schriftliche Arbeit
Während der Ausbildung zum Primarlehrer stellten die Autoren in verschiedenen Praktika fest, dass dem Fach Musik wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Zudem beobachteten sie, dass die Schülerinnen und Schüler während dem Musikunterricht meist eine passive Rolle einnahmen. Die zwei genannten Feststellungen machten die Autoren bei diversen Lehrpersonen, in verschiedenen Stufen und in unterschiedlichen Schulen. Über diesen Eindruck unterhielten sich die zwei Autoren immer wieder. Sicherlich waren dazu die praxisorientierte Ausrichtung ihres Studiums sowie das gemeinsame Interesse an der Musik ein wichtiger Faktor für diese subjektive Wahrnehmung in den besuchten Unterrichtszimmern.
In der vorliegenden Arbeit werden diese zwei Feststellungen thematisiert. Die Autoren setzten sich zum Ziel, Lehrpersonen mit konkreten Beispielen zu animieren, ihren Musikunterricht aktiver und abwechslungsreicher zu gestalten. Ein weiteres Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Orff-Instrumente im Unterricht einzuführen und im bestehenden Musikunterricht zu nutzen. Um dieses Ziel praktisch umzusetzen, wurden mit Hilfe von «Musescore», einem kostenlosen Notationsprogramm, 15 Musikstücke vollständig arrangiert. In den vergangenen Praktika setzten die Autoren einige arrangierte Lieder um. Dabei erhielten sie rundum positive Feedbacks. Durch diese positiven Rückmeldungen und das musikalische Verständnis ihrerseits, waren sie motiviert in ihrer Arbeit weitere Arrangements für die Primarstufe herzustellen
Audiodatei 5
Im Rahmen dieser Bachelorarbeit ging ich der Frage nach, wie man Unterrichtsreihen
für Primarschüler so aufbauen sollte, damit die Schülerinnen und Schüler in der Lage
sind, ein eigenes Lied schreiben zu können.
Im theoretischen Teil dieser Arbeit werden die wichtigsten Themen der Musiktheorie
erklärt, um ein Lied zu komponieren. Dabei ist es wichtig, dass die Kinder die folgenden
Themen verstehen: Notenschrift, Notensystem, Noten- und Pausenwerte,
Improvisation und Komponieren.
Im Anschluss wird der Aufbau des Notensatzprogrammes MuseScore erklärt.
Darauffolgend sind die wichtigsten Tastenbefehle für die Primarschülerinnen und -
schüler in einer Tabelle aufgelistet, um das Arbeiten mit MuseScore zu erleichtern.
Im praktischen Kapitel habe ich für die unterschiedlichen Stufen des Komponierens
verschiedene Aufgaben entwickelt. Durch das Erarbeiten dieser Schritte sollen die
Schülerinnen und Schüler schlussendlich ein eigenständig geschriebenes Lied in den
Händen halten
Auswirkungen eines Dankbarkeitstagebuchs auf das subjektiv wahrgenommene Wohlbefinden von Schülerinnen und Schülern
Gemäss verschiedenen empirischen Studien wirkt sich das Führen eines Dankbarkeitstagebuchs positiv auf das subjektive Wohlbefinden von Personen aus. Die Forschung der Dankbarkeit im Bereich der Positiven Psychologie berücksichtigt dabei u.a. die Anzahl und die Häufigkeit der Tagebucheinträge sowie unterschiedliche Altersklassen. Diese Masterarbeit untersucht die Auswirkungen des Schreibens eines Dankbarkeitstagebuchs bei Oberstufenschülerinnen und -schülern im Kanton St.Gallen. Sie vergleicht das Wohlbefinden der Erhebungsklasse (n=20) mit dem Wohlbefinden einer anderen Klasse (n=14), welche als Kontrollgruppe fungiert. Das Wohlbefinden beider Gruppen wurde jeweils zu Beginn, in der Mitte und am Ende einer vierwöchigen Tagebuch-Intervention mit einem Fragebogen gemessen. Anschliessend wurden die Daten des Fragebogens quantitativ ausgewertet. Zusätzlich fand eine qualitative Datenauswertung des Tagebuchs statt. Die Ergebnisse der quantitativen Datenanalysen deuten darauf hin, dass das Dankbarkeitstagebuch bei der Erhebungsgruppe keinen signifikanten Einfluss auf das subjektiv wahrgenommene Wohlbefinden hat. Die Auswertung der erhobenen Daten deckt sich folglich nicht mit den Ergebnissen aus den Forschungen. Bei der qualitativen Datenauswertung kann beobachtet werden, dass schulische Aktivitäten vor den Freizeitaktivitäten am meisten Nennungen erhalten. Nonmediale Freizeitaktivitäten werden im Vergleich zu den medialen Aktivitäten fünfmal so häufig genannt, wobei die Tagebucheinträge sehr heterogen ausfallen. Um von der Stichprobe auf die Grundgesamtheit zu schliessen, könnte ein nächster Forschungsschwerpunkt eine grössere Stichprobe mit allenfalls einem anderen Rhythmus der Tagebucheintragungen sein
"Lasst hören aus alter Zeit." Eine Analyse didaktischer und inhaltlicher Konzepte eines Lehrmittels zur Schweizer Geschichte in den 1960er und 1970er Jahren
Die Geschichtsheftreihe Lasst hören aus alter Zeit ist zwischen den 1960er und 1970er Jahren erschienen, und war in der gesamten Deutschschweiz ein beliebtes Lehrmittel für die Primarstufe. Da in den Jahren um 1970 ein grosser Wandel in der Konzeption von Geschichtslehrmitteln stattfand, und die Geschichtsheftreihe in diesem Zeitraum entstand, gibt es einige Untersuchungspunkte, welche in der Arbeit behandelt wurden. Der Wandel in den Geschichtslehrmitteln der Schweiz betraf zum einen die Inhalte der Erzählungen, zum anderen aber auch die didaktischen Konzeptionen. Das Ziel dieser Masterarbeit war, die Heftreihe auf den Inhalt und auf die didaktische Konzeption zu untersuchen.
Für die Untersuchung wurde geschichtsdidaktische, sowie fachwissenschaftliche Literatur beigezogen. Mit Hilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring wurden in dieser Masterarbeit Kriterien für die Untersuchung der Inhalte und der didaktischen Konzeption gebildet. Dabei konnte festgestellt werden, dass die enthaltenen Arbeitsaufträge auf den didaktischen Wandel in der 1970er Jahre hindeuten. Auch konnten inhaltliche Aspekte festgestellt werden, die auf den Wandel hindeuten, wie beispielsweise den Einbezug der Sozial- und Kulturgeschichte. Auf der inhaltlichen Ebene finden sich aber sehr oft Erzählungen über die grossen Männer, welche durch ihre Taten die Schweiz geformt haben sollen, sowie die verhältnismässig vielen Erzählungen über Schlachten und Kriege. Durch den didaktischen Aufbau der Hefte haben die Schülerinnen und Schüler fast nie die Möglichkeit, die Geschichte zu deuten, da ihnen die Erzählungen als fertiges Produkt präsentiert werden. Somit müssen die Inhalte und die didaktische Konzeption der Heftreihe Lasst hören aus alter Zeit eher in die Zeit vor dem Wandel der Geschichtslehrmittelkonzeption in den 1970er Jahren eingeordnet werden
Menschen mit Autismus und ihre Vorstellung von Berufskategorisierungen
Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) sind bezüglich des Wunsches nach Lebensbefriedigung nicht von Menschen ohne Beeinträchtigung zu unterscheiden. Ein passender Beruf, der den eigenen Bedürfnissen entspricht und einen wesentlichen Teil der Integration in die Gesellschaft darstellt, ist für Menschen mit ASS von grosser Bedeutung (Uekermann, 2012). Trotzdem belegen Studien, dass viele Personen mit ASS keine Arbeitsstelle haben (Dalferth, 2004). Einen möglichen Grund hierfür liefert eine weitere Untersuchung, welche besagt, dass viele Jugendliche mit ASS naive und unrealistische Vorstellungen von der Arbeitswelt haben (Stumpf, 2009, S. 325). Die Firma Workaut in St.Gallen unterstützt Menschen mit ASS im Bereich der Berufswahl. Dafür wird das Lehrmittel „Berufswahltagebuch“ eingesetzt, welches die Berufe in verschiedene Berufsinteressenfelder gliedert. Beobachtungen der Firma zeigen, dass diese Berufskategorisierung bei vielen jungen Personen mit ASS ein Unverständnis aufwirft.
Das Ziel dieser Arbeit liegt darin, diesem durch die Berufskategorisierung des Lehrmittels „Berufswahltagebuch“ vermittelten Unverständnis auf die Spur zu kommen. Dafür werden halb-standardisierte Leitfadeninterviews, welche den Besonderheiten von Menschen mit ASS an-gepasst sind, durchgeführt. Angleichungen werden im Bereich der Kommunikation vorgenommen. Dies bedeutet, dass die Interaktion in einem ersten Teil durch die Strukturierung von Berufsbezeichnungskärtchen und der Benennung der erstellten Gruppen basiert. Die Interviewdaten werden in einem ersten Schritt in die Form von Gesprächsprotokollen gebracht. Weiter sind die Daten auch fotografisch festgehalten. In einem zweiten Schritt werden die Daten in einer Themenmatrix dargestellt und schliesslich mittels qualitativer Inhaltsanalyse aus-gewertet.
Die Untersuchung zeigt, dass junge Menschen mit ASS in gewissen Berufsfeldern aus eigenem Antrieb ähnliche oder gar gleiche Gruppen wie das Lehrmittel „Berufswahltagebuch“ er-stellen. Zudem können Gemeinsamkeiten in der Methode des Erstellens von Berufsgruppen erkannt werden. So beziehen sich Lehrmittel und viele Probanden auf typische Tätigkeiten in Berufen um Überbegriffe zu erstellen.
Aufgrund der Auswertungen der Interviews kann keine allgemeine Methode, nach welcher die Probanden, also Menschen mit ASS, denken, beobachtet werden. Typische Besonderheiten von Autismus sind jedoch erkennbar, so zum Beispiel die Tatsache, dass sich Menschen mit ASS vermehrt auf Details konzentrieren und nicht auf das Ganze (Theunissen, 2016). Der Vergleich unter den Probanden zeigt zudem, dass das persönliche Wissen über Berufe einen grossen Einfluss auf das Kategorisieren von Berufen hat
Das Thema «Literaturgeschichte» in Schweizer Deutschlehrmitteln. Eine Analyse und Diskussion aktueller Deutschlehrmittel der Sekundarstufe I in Bezug auf Darstellung und Aufbereitung von Literaturgeschichte
Diese Masterarbeit untersucht die Darstellung von Literaturgeschichte in deutschschweizer Deutschlehrmitteln. Es wird der Frage nachgegangen, wie die Lehrmittel objektiv betrachtet mit der Thematik umgehen und worin Unterschiede bestehen. Gegenstand der Analyse sind die zwei alternativ-obligatorischen Lehrmittel „Sprachwelt Deutsch“ und „Die Sprachstarken“ des Kantons St. Gallen, sowie als Ergänzung das explizite Lehrmittel für den Literaturunterricht „Lesewelten“. Orientierend an der qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring wurde ein Kodierleitfaden mit drei Haupt- und insgesamt elf Unterkategorien gebildet, nach welchem die Lehrmittel untersucht wurden. Zudem wurde geprüft, ob eine Überstimmung der Inhalte aus den Lehrmitteln mit den Kompetenzen aus dem aktuellen Lehrplan Volksschule vorliegt und inwiefern Unterschiede zu ausgewählten deutschdidaktischen Zeitschriften aus dem nahen Ausland bestehen. Es wird ersichtlich, dass alle untersuchten Lehrmittel unterschiedlich mit der Thematik „Literaturgeschichte“ umgehen. Dabei fällt die stark exemplarische Vorgehensweise sowie die Einbindung multikultureller AutorInnen und Werke auf, was sich als Hauptunterschied zu Standardwerken der Literaturgeschichte erweist. Auch weisen die Lehrmittel insgesamt eine gute Übereinstimmung mit dem Lehrplan auf, wobei der Grund höchstwahrscheinlich darin besteht, dass die formulierten Kompetenzen und Kompetenzstufen sehr offen formuliert sind. Als Ergänzung zu den Lehrmitteln weisen die deutschdidaktischen Zeitschriften durch ihren Umfang und ihren Fokus auf bestimmte Themenbereiche ein sehr viel differenzierteres Bild von Literaturgeschichte als die Lehrmittel auf und geben fachliche und praktische Anregungen für die Lehrperson. Diese Arbeit gilt als erste Bestandesaufnahme, ermöglicht der Leserschaft einen tiefen, themenspezifischen Einblick in zentrale Inhalte verschiedener Lernmedien für den Deutschunterricht und eignet sich als Grundlage für weitere Forschungen
Lösungen 1
Der Lehrplan 21 fordert immer mehr Kompetenzorientierung (vgl. Lehrplan 21, 2019). Somit werden Handlungen im Unterricht immer wichtiger. Dabei sollen neben der eigentlichen Aufgabe auch andere Kompetenzen trainiert werden. Die Aufgaben sollten so gestaltet sein, dass sie ein eigenständiges Arbeiten ermöglichen und bei den Schülern die intrinsische Motivation geweckt wird (vgl. Hartinger, Grygier, Tretter & Ziegler, 2013; Meyer, Klingenberg & Wilde, 2015).
Im Biologieunterricht sind solche Handlungen eng mit dem Einsatz von lebendigen Tieren und Pflanzen verbunden, da diese als einziges eine Primärerfahrung bieten (vgl. Klingenberg, 2014). Die Primärerfahrung umschreibt den direkten Kontakt mit dem Objekt, das als Lerngegenstand gilt (vgl. Klingenberg, 2014).
Der Einsatz von Tieren im Unterricht bietet aber nicht nur einen Mehrwert als Primärerfahrung sondern sorgt für eine erhöhte Aufmerksamkeit und somit für eine erhöhte Eigenaktivität, auch steigern sie die Motivation, das Interesse und positive Emotionen. Allgemein fördert ihr Einsatz ein individuelles, empathisches, situatives, aktives und emotionales Lernen. Tiere im Unterricht bieten die Möglichkeit, überfachliche Kompetenzen zu erlernen oder zu verbessern, unter anderem Verantwortungsbewusstsein oder den Respekt für das Leben zu entwickeln (vgl. Riess, Wirtz, Barzel & Schulz (Hrsg.), 2012; Meyer, Klingenberg & Wilde, 2015; Wüthrich, 2017; Meyer, Balster, Birkhölzer & Wilde, 2011; NSTA (Hrsg.), 2008; uvm.).
In diesem Zusammenhang wurden die Leitfragen „Welche Faktoren sind ausschlaggebend dafür, dass sich eine Lehrperson für oder gegen den Einsatz von lebenden Tieren im Unterricht entscheidet?“ und „Welche Einsatzbereiche von lebenden Tieren im Unterricht sehen Lehrpersonen als Mehrwert an?“ entwickelt. Die zehn halbstandardisierten Leitfadeninterviews mit Lehrpersonen zeigen, dass für Lehrpersonen die Steigerung der überfachlichen Kompetenzen, wie oben anhand der Literatur beschreiben, als grösster Mehrwert gilt, wie sieben der befragten Personen angaben. Ebenfalls finden je sieben befragte Lehrpersonen, dass durch den Einsatz von Tieren das Interesse, die Emotionen und die Motivation positiv beeinflusst werden. Diese Wahrnehmung der befragten Lehrpersonen deckt sich mit den erwähnten Pluspunkten aus der Literatur. In den Interviews gaben neun von zehn Lehrpersonen an, dass die ethische Grundhaltung der Lehrperson bzw. die Einhaltung des Tierschutzes eine zentrale Rolle spielt. Sofern diese gegeben sei, stünde der Tierhaltung nichts im Wege. Weiter müsse man sich aber bewusst sein, dass man sich auch in den Schulferien um das Tier kümmern und das entsprechend organisieren müsse. Sieben Lehrpersonen merkten an, dass die Sicherheit für das Tier und für die Schüler wichtig sei und nicht gefährdet werden dürfe. Sieben Lehrpersonen bemerkten, dass die Haltung an sich, also das Beschaffen von Futter, der Platzverbrauch durch das Tier, die Kosten usw. einen erheblichen Mehraufwand zum Unterricht darstellen. Einige kritische Stimmen gab es im Bezug auf den Zusammenhang mit dem Lehrplan 21. Lehrpersonen, welche Tiere im Unterricht einsetzen, sehen aber ganz klar eine Verknüpfung mit dem Lehrplan.
Diese Verknüpfung wurde in einem nächsten Schritt genau untersucht. Vor allem die Kompetenz NT9: ‚Ökosysteme erkunden’ bietet die Möglichkeit, Tiere im Unterricht einzubetten. Ebenfalls wird der Kontakt mit Tieren in der überfachlichen Kompetenz Bildung für nachhaltige Entwicklung aufgegriffen. In diesem Zusammenhang wurde eine Unterrichtseinheit entwickelt. Zwei Testklassen absolvierten die Unterrichtseinheit mit lebendigen Tieren, die Kontrollklasse ohne diese.
Für die Unterrichtseinheit wurde die dritte und letzte Fragestellung „Inwiefern bewirkt der exemplarische Einsatz von Australischen Gespensterschrecken, Malaiischen Riesengespenstschrecken und Annam-Stabheuschrecken im Biologieunterricht auf der Oberstufe eine Veränderung der emotionalen Bindung und Haltung der Schülerinnen und Schüler gegenüber diesen Tierarten?“ konzipiert. Vor der Einheit füllten die Schüler einen Prä-Test aus, danach einen identischen Post-Test, welche die emotionale Befindlichkeit gegenüber Insekten und die Motivation festhalten sollten. Die Ergebnisse zeigen, dass die Arbeit mit Tieren zu einer signifikanten Steigerung der emotionalen Bindung und Haltung der Schüler gegenüber Insekten geführt hat. Auch die Kontrollklasse zeigte signifikante positive Veränderungen, was zur Schlussfolgerung führt, dass die Thematik an sich als positiv wahrgenommen wird.
Die vorliegenden Ergebnisse legen die Schlussfolgerung nahe, dass der Einsatz von lebenden Tieren im Unterricht einerseits zwar mit einem organisatorischen Mehraufwand verbunden ist, andererseits aber sehr viele Vorteile bringt. Diese sind sowohl im fachlichen, als auch im sozialen und überfachlichen Bereich anzusiedeln
Spielzeugfreier Kindergarten
Das zentrale Thema dieser Arbeit ist der Einfluss des Projekts „Spielzeugfreier Kindergarten“ auf die Spielentwicklung des Kindes. Bei diesem Projekt wird während drei Monaten jegliches strukturierte Spielzeug aus dem Kindergarten geräumt und es stehen den Kindern so nur noch unstrukturierte Materialien zur Verfügung. Während der ganzen Arbeit werden jeweils Bezüge zum Lehrplan 21 hergestellt, um den aktuellen Bildungsdiskurs miteinzubeziehen. Die durch die theoretische Auseinandersetzung mit der Literatur entstandene explorative Onlineumfrage dient der Beantwortung der eingangs gestellten Frage „Inwiefern beeinflusst das Projekt „Spielzeugfreier Kindergarten“ Vorschulkinder in ihrer Spielentwicklung?“. Die Auswertung und Interpretation dieser Umfrage zeigt, dass vor allem das soziale Spiel während des Projekts positiv beeinflusst wird. Auch die Kreativität und Fantasie der Kinder werden angeregt und gefördert, was wiederum zum kognitiven Spiel gezählt werden kann.
Die Ergebnisse der in dieser Arbeit zusammengetragenen Literaturrecherche und der explorativen Umfrage deuten darauf hin, dass die spielzeugfreie Zeit die Spielentwicklung des Kindes positiv beeinflusst, sofern das Projekt gut geplant, die Kinder vorbereitet und die Eltern miteinbezogen werden. Daher ist eine Weiterbildung für die Fachpersonen (Kindergartenlehrpersonen, Erzieherinnen und Erzieher) zu empfehlen. Diese kann gemäss der Erkenntnisse aus dieser Arbeit bei verschiedenen Suchtpräventionsstellen und Pädagogischen Hochschulen besucht werden
Selbstwert in der Primarschule
Diese Arbeit befasst sich mit dem Selbstwert und dessen Einflüsse im Kontext Schule.
Dazu wird folgende Frage gestellt: Was wird unter dem Selbstwert verstanden und wie kann eine Lehrperson im schulischen Alltag Einfluss auf das Selbstwertgefühl von Schülerinnen und Schülern, im Alter von sechs bis neun Jahren, nehmen.
Mittels Analysen von pädagogischen als auch psychologischen Schriftwerken werden im ersten Teil dieser Bachelorarbeit Begriffserklärungen und deren Unterscheidungen definiert. Des Weitern werden drei positive sowie drei negative Einflüsse auf den Selbstwert im Kontext Schule beschrieben. Abschliessend wird auf die Anzeichen eines Selbstwertproblems eingegangen.
Mit Hilfe dieses Wissens wurde eine Sammlung von Unterrichtsideen zusammengestellt. Ziel ist es, anhand dieser Ideen im Unterricht selbstwertfördernd arbeiten zu können.
Im praktischen Teil wird das Produkt, ein Spiralbuch mit Unterrichtsideen für die Lehrperson und dessen Aufbau, erklärt. Zusätzlich wird eine kleine Auswahl der Ideen begründet