Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
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Nonverbale Kommunikation im Unterricht. Eine Vergleichsstudie zwischen weiblichen Oberstufenlehrpersonen mit einer unterschiedlichen Anzahl an Unterrichtsjahren in Bezug auf die nonverbale Kommunikation
Einen zentralen Faktor unseres Bildungswesens stellen die Lehrpersonen dar, welche das Ziel
verfolgen, ihren Berufsauftrag nach bestem Wissen und Können auszuführen. Sie stehen
dafür praktisch täglich vor Schülerinnen und Schülern und interagieren mit ihnen. Zahlreiche
Studien haben sich in den letzten Jahren mit der Thematik der nonverbalen Kommunikation
auseinandergesetzt und deren enorme Bedeutung dargelegt. Aus der Forschung geht hervor,
dass zwischen der nonverbalen Kommunikation der Lehrperson und der schulischen Leistung
ihrer Schülerinnen und Schüler Zusammenhänge bestehen. Die Bedeutung der nonverbalen
Kommunikation scheint unumstritten einen wesentlichen Einfluss auf das
Unterrichtsgeschehen zu haben, dennoch wird der Körpersprache im Studium und im
Berufsalltag zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Es stellt sich an dieser Stelle die Frage, wie
Berufseinsteiger die nonverbale Kommunikation anwenden und wie die Anwendung der
Körpersprache nach rund zehn bis fünfzehn Jahren Unterrichtserfahrung aussieht.
Im Rahmen dieser Masterarbeit wird aufgezeigt, wie weibliche Oberstufenlehrpersonen die
nonverbale Kommunikation im Unterricht anwenden. Um die Forschungsfragen dieser Arbeit
aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und ein aussagekräftiges Urteil zu fällen,
wurden mit acht Oberstufenlehrpersonen qualitative, halbstrukturierte Leitfadeninterviews
durchgeführt. Zur ganzheitlichen Erfassung der nonverbalen Kommunikation fanden bei den
entsprechenden Lehrpersonen ebenso Unterrichtsbeobachtungen statt. Die durchgeführte
Untersuchung gibt letzten Endes Aufschluss darüber, wie die Befragten ihre nonverbale
Kommunikation subjektiv wahrnehmen, respektive wie sie diese objektiv anwenden.
Die vorliegende Arbeit zeigt, dass die befragten Lehrpersonen der Körpersprache einen hohen
Stellenwert zuschreiben, diese dennoch weitgehend unbewusst anwenden. Ferner zeigen die
Ergebnisse unterschiedliche Faktoren auf, welche einen Einfluss auf die Körpersprache
haben, wie beispielsweise die Leistungsstärke der Lernenden oder die Unterrichtserfahrung
der Lehrpersonen. Wesentliche Unterschiede zwischen den Untersuchungsgruppen zeichnen
sich im räumlichen Verhalten und der Nähe, respektive Distanz zu den Schülerinnen und
Schülern ab. Während die Berufseinsteigerinnen einen lehrerzentrierten Unterricht
durchführen, befindet sich die Mehrheit der anderen Versuchsgruppe zur Hälfte der
Unterrichtszeit in der Schülerzone. Zudem spielt die Sicherheit beim Unterrichten, welche nach
Einschätzung der Teilnehmerinnen in einem positiven Zusammenhang mit dem zunehmenden
Alter und der Unterrichtserfahrung steht, eine zentrale Rolle in der Anwendung der
Körpersprache
Die Einflüsse pränataler und frühkindlicher Prägungen auf die Resilienz und den Umgang mit Stress im Erwachsenenalter
Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit dem Einfluss von pränatalen und frühkindlichen Prägungen, deren Einfluss auf die Resilienz und den Umgang mit Stress im Erwachsenenalter. Sie entstand durch die Auswertung vorhandener Literatur aus der Entwicklungspsychologie, der Psychologie und der Medizin, welche anhand des hermeneutischen Zirkels bearbeitet wurden. Die Auswertung ergab, dass verschiedene pränatale und frühkindliche Prägungen sowohl die Resilienz, als auch den Umgang mit Stress im Erwachsenenalter positiv, sowie negativ beeinflussen. Vor allem pränataler und frühkindlicher Stress, der z.B. durch eine unsichere Bindung des Kleinkindes zur Bindungsperson entstehen kann, erhöht das Risiko negativer Folgen für die Resilienz und den Umgang mit Stress im Erwachsenenalter, da den Kindern personale Ressourcen oder Copingstrategien fehlen. Auch die Ernährung während und nach der Schwangerschaft kann das Risiko erhöhen, da die Folgen als neue Stressoren oder veränderte Ressourcen bei der Bewältigung von Stresssituationen wirken können. Die Masterarbeit ist sowohl für zukünftige Eltern, als auch für Studierende einer Pädagogischen Hochschule interessant, wodurch sie ihr Verständnis gegenüber ihren zukünftigen Schülerinnen und Schüler erweitern können
Sprachliche Lernspiele. Wo bleibt die Kommunikation?
Spielen macht Spass, nicht nur Vorschulkindern, sondern auch Jugendlichen. Mehrfach wurde bewiesen, dass das Spielen im Unterricht einen positiven Einfluss auf das Lernen hat und zudem die mündlich-dialogische Kompetenz fördert. Wie muss ein Spiel aufgebaut sein, um die mündlich-dialogische Kompetenz von Lernenden im Fach Englisch zu fördern? Im Rahmen dieser Masterarbeit wurden drei unterschiedliche Englischspiele in je zwei Schwierigkeitsstufen entwickelt. Aufgrund von Rückmeldungen aus einem Pretest und einem Expertenfragebogen wurden die Spiele überarbeitet. Anschliessend sind die Spiele in einer Erhebung mit einer zweiten Oberstufenklasse mit mündlich-dialogisch stärkeren und schwächeren Probanden im Fach Englisch erprobt, die kommunikativen Äusserungen der Lernenden während des Spiels mittels Tonaufnahmen aufgezeichnet und anhand der Kriterien Sprechtempo, Interaktion und Flüssigkeit untersucht worden. Beim methodischen Vorgehen handelt es sich um einen qualitativ und quantitativ gemischten Ansatz. Es wird untersucht, wie die verschiedenen Spielformen die genannten Dimensionen der Kommunikation beeinflussen und welche Rolle das Kompetenzniveau der Lernenden dabei spielt. Die Ergebnisse basieren auf Transkripten, welche das quantifizieren der Wortmenge, sowie die qualitativen Auswertungen der Gespräche ermöglichen
Klimawandel und Obstanbau im Kanton Thurgau. Wahrnehmung und Anpassung
Der Kanton Thurgau ist einer der wichtigsten Kantone für den Obstanbau der Schweiz. In den 90er Jahren spezialisierte sich der Thurgau stärker auf den Obstanbau, wobei der Apfel die führende Kultur war. Doch auch im Kanton Thurgau hat sich das Klima in den vergangenen Jahrzehnten verändert, und der Klimawandel fordert den Obstanbau heraus. So treten häufiger Trockenperioden oder Starkniedereschläge auf, die Temperaturen steigen und die Anzahl Frosttage nimmt zu.
Der Klimawandel und seine Folgen sind ein emotionales Thema, bei welchem die Meinungen gerade in der Landwirtschaft weit auseinander gehen. Daher lautet die erste Forschungsfrage, wie Akteure des Obstanbaus im Kanton Thurgau den Klimawandel und seine Folgen wahrnehmen. Die zweite Frage untersucht, wie sich die Akteure dem Klimawandel anpassen.
Mittels einer Dokumentanalyse und Interviews mit einer qualitativen Inhaltsanalyse wird die Fragestellung beantwortet. Durch die Interviews können verschiedene Sichtweisen auf die Wahrnehmung und Anpassung erfasst und analysiert werden. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass Akteure den Klimawandel und dessen Folgen unterschiedlich wahrnehmen, sich regional unterschiedlich betroffen fühlen und die Anpassungen daher variieren. Trotzdem nehmen die meisten Akteure den Klimawandel eher als Chance wahr, während die Wirtschaft und Gesellschaft Probleme für die Landwirtschaft bringen
Erfolgreicher Lehrabschluss von im Jugendalter in die Schweiz geflüchteten Personen
Gemäss unterschiedlichen deutschen und Schweizer Studien zählen zu den Einflussfaktoren eines erfolgreichen Ausbildungsabschlusses von Personen mit Fluchterfahrungen die Kenntnisse der Landessprache, die Anpassungsbereitschaft, der psycho-physische Zustand der Person, Rassismus und Diskriminierung, administrative Hürden von Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen sowie das Fehlen sozialer Kontakte, um einige der Wichtigsten zu nennen. Um die Erfolgs- und Risikofaktoren eines erfolgreichen Lehrabschlusses von Personen mit Fluchterfahrungen in der Schweiz zu ermitteln, wurden Interviews mit sieben im Jugendalter geflüchteten Personen mit erfolgreichem Schweizer Lehrabschluss durchgeführt. Die halbstandardisierten Leitfadeninterviews wurden mittels inhaltlich strukturierender Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse dieser qualitativen Untersuchung zeigen, dass nach Einschätzungen von Personen mit Fluchterfahrungen unterschiedliche Einflussfaktoren wie zum Beispiel der eigene Wunsch und Wille nach Unabhängigkeit durch Erwerbstätigkeit, die Kenntnisse der Landessprache, die sozialen Kontakte, die eigene Einstellung, die Selbständigkeit sowie die Eigeninitiative beim Lernen, das Engagement, der Schul- und Klassenkontext, die verschiedenen Bestimmungen der Kantone und des Bundes und berufsvorbereitende Massnahmen ihren erfolgreichen Lehrabschluss erschwert oder begünstigt haben. Ein nächster Forschungsschritt könnte die Spezialisierung auf einen Erfolgs- oder Risikofaktor und deren detaillierte Analyse der Auswirkungen beispielsweise auf den Ausbildungsweg oder die gesamtheitliche Integration sein. Ausserdem wäre die Ermittlung von herkunftsspezifischen Unterschieden hinsichtlich der Erfolgs- und Risikofaktoren interessant
Schriftliche Arbeit
Der Lehrplan 21 fordert immer mehr Kompetenzorientierung (vgl. Lehrplan 21, 2019). Somit werden Handlungen im Unterricht immer wichtiger. Dabei sollen neben der eigentlichen Aufgabe auch andere Kompetenzen trainiert werden. Die Aufgaben sollten so gestaltet sein, dass sie ein eigenständiges Arbeiten ermöglichen und bei den Schülern die intrinsische Motivation geweckt wird (vgl. Hartinger, Grygier, Tretter & Ziegler, 2013; Meyer, Klingenberg & Wilde, 2015).
Im Biologieunterricht sind solche Handlungen eng mit dem Einsatz von lebendigen Tieren und Pflanzen verbunden, da diese als einziges eine Primärerfahrung bieten (vgl. Klingenberg, 2014). Die Primärerfahrung umschreibt den direkten Kontakt mit dem Objekt, das als Lerngegenstand gilt (vgl. Klingenberg, 2014).
Der Einsatz von Tieren im Unterricht bietet aber nicht nur einen Mehrwert als Primärerfahrung sondern sorgt für eine erhöhte Aufmerksamkeit und somit für eine erhöhte Eigenaktivität, auch steigern sie die Motivation, das Interesse und positive Emotionen. Allgemein fördert ihr Einsatz ein individuelles, empathisches, situatives, aktives und emotionales Lernen. Tiere im Unterricht bieten die Möglichkeit, überfachliche Kompetenzen zu erlernen oder zu verbessern, unter anderem Verantwortungsbewusstsein oder den Respekt für das Leben zu entwickeln (vgl. Riess, Wirtz, Barzel & Schulz (Hrsg.), 2012; Meyer, Klingenberg & Wilde, 2015; Wüthrich, 2017; Meyer, Balster, Birkhölzer & Wilde, 2011; NSTA (Hrsg.), 2008; uvm.).
In diesem Zusammenhang wurden die Leitfragen „Welche Faktoren sind ausschlaggebend dafür, dass sich eine Lehrperson für oder gegen den Einsatz von lebenden Tieren im Unterricht entscheidet?“ und „Welche Einsatzbereiche von lebenden Tieren im Unterricht sehen Lehrpersonen als Mehrwert an?“ entwickelt. Die zehn halbstandardisierten Leitfadeninterviews mit Lehrpersonen zeigen, dass für Lehrpersonen die Steigerung der überfachlichen Kompetenzen, wie oben anhand der Literatur beschreiben, als grösster Mehrwert gilt, wie sieben der befragten Personen angaben. Ebenfalls finden je sieben befragte Lehrpersonen, dass durch den Einsatz von Tieren das Interesse, die Emotionen und die Motivation positiv beeinflusst werden. Diese Wahrnehmung der befragten Lehrpersonen deckt sich mit den erwähnten Pluspunkten aus der Literatur. In den Interviews gaben neun von zehn Lehrpersonen an, dass die ethische Grundhaltung der Lehrperson bzw. die Einhaltung des Tierschutzes eine zentrale Rolle spielt. Sofern diese gegeben sei, stünde der Tierhaltung nichts im Wege. Weiter müsse man sich aber bewusst sein, dass man sich auch in den Schulferien um das Tier kümmern und das entsprechend organisieren müsse. Sieben Lehrpersonen merkten an, dass die Sicherheit für das Tier und für die Schüler wichtig sei und nicht gefährdet werden dürfe. Sieben Lehrpersonen bemerkten, dass die Haltung an sich, also das Beschaffen von Futter, der Platzverbrauch durch das Tier, die Kosten usw. einen erheblichen Mehraufwand zum Unterricht darstellen. Einige kritische Stimmen gab es im Bezug auf den Zusammenhang mit dem Lehrplan 21. Lehrpersonen, welche Tiere im Unterricht einsetzen, sehen aber ganz klar eine Verknüpfung mit dem Lehrplan.
Diese Verknüpfung wurde in einem nächsten Schritt genau untersucht. Vor allem die Kompetenz NT9: ‚Ökosysteme erkunden’ bietet die Möglichkeit, Tiere im Unterricht einzubetten. Ebenfalls wird der Kontakt mit Tieren in der überfachlichen Kompetenz Bildung für nachhaltige Entwicklung aufgegriffen. In diesem Zusammenhang wurde eine Unterrichtseinheit entwickelt. Zwei Testklassen absolvierten die Unterrichtseinheit mit lebendigen Tieren, die Kontrollklasse ohne diese.
Für die Unterrichtseinheit wurde die dritte und letzte Fragestellung „Inwiefern bewirkt der exemplarische Einsatz von Australischen Gespensterschrecken, Malaiischen Riesengespenstschrecken und Annam-Stabheuschrecken im Biologieunterricht auf der Oberstufe eine Veränderung der emotionalen Bindung und Haltung der Schülerinnen und Schüler gegenüber diesen Tierarten?“ konzipiert. Vor der Einheit füllten die Schüler einen Prä-Test aus, danach einen identischen Post-Test, welche die emotionale Befindlichkeit gegenüber Insekten und die Motivation festhalten sollten. Die Ergebnisse zeigen, dass die Arbeit mit Tieren zu einer signifikanten Steigerung der emotionalen Bindung und Haltung der Schüler gegenüber Insekten geführt hat. Auch die Kontrollklasse zeigte signifikante positive Veränderungen, was zur Schlussfolgerung führt, dass die Thematik an sich als positiv wahrgenommen wird.
Die vorliegenden Ergebnisse legen die Schlussfolgerung nahe, dass der Einsatz von lebenden Tieren im Unterricht einerseits zwar mit einem organisatorischen Mehraufwand verbunden ist, andererseits aber sehr viele Vorteile bringt. Diese sind sowohl im fachlichen, als auch im sozialen und überfachlichen Bereich anzusiedeln
Der Einsatz von Virtual Reality im Geografieunterricht auf der Sekundarstufe I anhand eines Fallbeispiels
Virtual Reality und Augmented Reality halten Einzug in unseren Alltag, sowohl privat als auch beruflich. Um Schülerinnen und Schüler optimal auf die Arbeitswelt vorzubereiten ist es nötig, dass sie auch in und mit den neuen Medien in Kontakt kommen und unterrichtet werden. Zur Zeit haben weder Virtual Reality noch Augmented Reality flächendeckend ihren Weg in die Schulen gefunden. Mittels Literaturrecherche in Richtung Virtual Reality im Geografieunterricht, aber auch Virtual Reality generell im Unterricht, wurden Forschungsfragen herausgefiltert, deren Beantwortung weitere Forschungsfragen aufwirft, welche geklärt werden müssen bevor man Virtual Reality gewinnbringend in den Unterricht integrieren kann. Eine Unterrichtseinheit mit Google Street View und Google Cardboard offenbarte sowohl Vorteile und Nachteile, als auch mögliche Stolpersteine für den Unterricht mit Virtual Reality. Mit einem Fragebogen für die Klasse und einem Interview mit der Lehrperson konnten wichtige Erkenntnisse bezüglich der durchgeführten Unterrichtseinheit, sowie im Allgemeinen, gewonnen werden
Schellen-Ursli versus ???
Aus theaterpädagogischer Sicht ist es relevant, die Schüler und Schülerinnen in den Entstehungsprozess einzubeziehen, wenn die Klasse ein Musical aufführen möchte. Das Ziel der vorliegenden Bachelorarbeit war es, für Lehrpersonen ein Phasenmodell zu konstruieren, welches Kinder in die Entstehung eines Musicals integriert. Dazu wurden mit einer 5. Klasse aus dem St. Galler Rheintal Geschichten zum Thema Mobbing verfasst, denn das Drehbuch sollte letztendlich auf dem Buch «Schellen-Ursli» basieren. Mittels Kriterienraster wurden die Kindergeschichten auf ihre Thematik, Problemlösestrategien und Opfer-Täter-Konstellationen oder Opfer-Täterinnen-Konstellationen hin untersucht. Das wichtigste Ergebnis der Analyse war, dass Schulnoten für die meisten Kinder ein belastendes Thema sind. Um Mobbingsituationen zu lösen, wurden in den Geschichten der Kinder meist die Lehrperson, die Schulleitung oder die Eltern hinzugezogen. Diese Ergebnisse flossen in das Drehbuch ein
Irlen. Was hinter der Diagnose steckt
Während den Praktika, im Rahmen der Ausbildung der Autorin, stiess sie auf einige Lese- und Lernschwächen. Von einigen hatte sie gehört von anderen nicht. Doch die, welche sie am meisten interessierte, war das Irlen-Syndrom. Von dieser hatte die Autorin noch nie gehört. In dieser Arbeit geht es darum, heraus zu finden was hinter dieser Diagnose steckt und inwiefern Personen betroffen sein können. Dazu enthält diese Arbeit Tipps und Hilfestellungen, wie man Betroffene unterstützen kann. Der Fokus richtet sich auf das Unterrichten. Die Theorie wurde mit Literatur über das Irlen-Syndrom zusammengestellt und fasst die wichtigsten Punkte zusammen. Dazu enthält sie einen Vergleich zur Dyslexie, welche sehr eng mit dem Irlen-Syndrom verbunden ist. Mit selbst konstruierten Fragebogen wurden Betroffene und Lehrpersonen befragt, um die Theorie zu unterstützen oder zu untergraben. Es waren Fragen zum Umgang mit dem Irlen-Syndrom und spezifische Fragen zur Schule. Dazu gaben zwei Spezialisten Auskunft und Hilfestellungen. Die Ergebnisse zeigten, dass das Irlen-Syndrom kaum bekannt ist und daher auch keine schnelle Behandlung stattfindet. Viele Betroffene finden durch Bekannte oder dem Internet zu dieser Abklärung und müssen sich selbst helfen. Eine weitere Erkenntnis ist, dass man viele zusätzliche Lernschwierigkeiten übersieht und meist nur auf Bekanntes geschlossen wird. Dabei ist die Schwierigkeit meist grundlegender verwurzelt
Grundvorstellungen zu Bruchzahlen & Analyse von Aufgabenbearbeitungen
In der vorliegenden Arbeit wurde untersucht, über welche Grundvorstellungen zu Bruchzahlen Kinder einer 5. und 6. Klasse verfügen, und wie sie beim Bearbeiten von Bruchaufgaben vorgehen. Dazu wurde eine Standortbestimmung entworfen, welche von 19 Schülerinnen und Schülern gelöst wurden. Ergänzend wurden mit 8 Kindern klinische Interviews durchgeführt. Die Analyse der Ergebnisse und Vorgehensweisen zeigen, dass die Lernenden über vielfältige Grundvorstellungen in unterschiedlichen Ausprägungsgraden verfügen, und mehrere davon bei Aufgabenbearbeitungen angewendet werden. Zudem entwickeln die Kinder neue Problemlösestrategien und Techniken beim Bearbeiten von Bruchaufgaben