Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
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    Die Balance der Gegensätze oder die Dialektik im kreativen Prozess

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    In dieser Arbeit wird dargelegt, wo Ansatzpunkte für die Förderung der Kreativität in der beruflichen Grundbildung – im Berufsfeld Grafikerin und Grafiker EFZ – zu finden sind. Dabei thematisiert die vorliegende Arbeit das Spannungsfeld der Kreativität mit ihren gegensätzlichen Prinzipien und Polaritäten – die Balance der Gegensätze oder die Dialektik der kreativen Person bzw. des Prozesses, werden dabei hervorgehoben. Die Autorin dieser Arbeit, geht dabei folgenden Fragen nach: Was wird unter der Balance der Gegensätze, oder der Dialektik im kreativen Prozess verstanden? Was für gegensätzliche Prinzipien können dabei ausgemacht werden? Wo können Möglichkeiten gesehen werden für die Förderung der kreativen Leistung? Nach einer Annäherung an den Begriff Kreativität, der Betrachtung von unterschiedlichen Ausprägungen folgt eine Begriffsdefinitionen für den schulischen Kontext. Der Blick auf die frühen Ansätze und Entwicklungsschritte der Kreativitätsforschung werden fortgesetzt in einer tiefen Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Ansätzen, Konzepten und Modellen der Kreativität und das Zusammenspiel einzelner Bestandteile wird erläutert und diskutiert. Anhand des Komponentenmodell des deutschen Kreativitätsforscher Klaus K. Urban (2004) werden die kognitiven und personalen Komponenten (als Voraussetzung für eine kreative Tätigkeit) detailliert betrachtet. Die Ergebnisse zeigen, das komplexe Spannungsfeld der Kreativität mit ihren unterschiedlichen Faktoren und Abhängigkeiten. Auf der Basis des Modells von Urbans (2004) werden Impulsfragen mit Ansatzpunkten und Überlegungen zur Förderung der Kreativität für die Lernenden, die Lehrperson wie auch für die gemeinsame Arbeit im schulischen Umfeld präsentiert

    Motivation. Beweggründe (Movie) der Jugendlichen die sie zur aktiven Lernarbeit führen

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    Diese Diplomarbeit untersucht Beweggründe und Fördermassnahmen, welche die Jugendlichen zur aktiven Lernarbeit führen. Die Untersuchung der Motivation des Menschen und der Einflussgrössen auf die Motivation zeigt relevante Faktoren auf. Die Bedürfnisse des Menschen spielen eine entscheidende Rolle im Motivationsprozess. Die Bedürfnisse nach Selbstwirksamkeit, Selbstbestimmung, sozialer Anerkennung und nach Erfolg stehen beispielhaft für die Bedürfnisse des Menschen. Aber auch seine Eigenschaften, Neigungen und Interessen stehen als Persönlichkeitsdispositionen zur Anreizung bereit. Die Einflüsse auf die Motivation sind gehaltvoll. Emotionen können eine Motivation erst möglich machen, sind sie aber zu stark, blockieren sie dieselbe. Attributionen (Zuweisungen) von Erfolg und Misserfolg sind entscheidende Grundlagen für die Motivation des nächsten Schrittes. Wenn der Mensch internal variabel attributiert, nimmt er sein Schicksal selbst in die Hand und handelt. Die Jugendlichen im speziellen haben aufgrund ihres Alters mit einer speziellen Laune der Natur zu kämpfen, ihr Frontalhirn reift verlangsamt im Vergleich zu den restlichen kognitiven und körperlichen Funktionen. Dadurch plagen sie Stimmungsschwankungen und gewisse kognitiven Einschränkungen. Der Autor zeigt 12 spezifische Massnahmen zur Förderung der Motivation bei Jugendlichen in der Adoleszenz auf

    Analyse der sportlichen und akademischen Karriere ehemaliger Talentschülerinnen und Talentschüler für Sport im Kanton St. Gallen

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    Ziel dieser Masterarbeit ist es, die sportlichen und akademischen Karrieren ehemaliger Talentschülerinnen und Talentschüler für Sport zu analysieren. Daraus können Anhaltspunkte definiert werden, inwiefern Strukturen und Fördermassnahmen der Talentschulen und Eigenschaften von Talentschülerinnen und Talentschüler einen Einfluss auf deren sportliche und akademische Karriere haben. Im Kanton St. Gallen wurden bisher noch keine Datenerhebungen bezüglich der sportlichen und akademischen Karriere ehemaliger Talentschülerinnen und Talentschüler für Sport durchgeführt. In der wissenschaftlichen Literatur wird der Begriff «Talent» als «Hochbegabung» im Bereich Sport definiert (Hohmann, 2009). Für den Begriff «Hochbegabung» existiert keine eindeutige Definition (Feldhusens und Jarwans 1993, zit. in Ziegler 2018). In dieser Arbeit werden deshalb die Begriffe «Hochbegabung» und «Talent», gleich wie im Konzept für Hochbegabtenförderung des Kantons St. Gallen, mithilfe des Drei-Ringe-Modells von Renzulli (1987) beschrieben. Als Grundlage für die vorliegende Arbeit dient eine quasilängsschnittliche Erhebung mittels Onlinefragebogen. Es werden ausschliesslich ehemalige Talentschülerinnen und Talentschüler der Talentschulen Rapperswil-Jona, Wil und Heerbrugg befragt. Dabei werden Angaben zur Person und zu den akademischen und sportlichen Karrieren erhoben. Anhand der Angaben zur sportlichen Karriere können ehemalige Talentschülerinnen und Talentschüler einer Phase des FTEM-Modells zugeteilt werden. Das FTEM Schweiz (Foundation – Talent – Elite – Mastery) von Swiss Olympic ist das Rahmenkonzept für die Sport- und Athletenentwicklung in der Schweiz. Es beschreibt die zehn Phasen der Karriere einer Sportlerin oder eines Sportlers. Anhand der jeweiligen Phase im FTEM-Modell und den Angaben aus dem Onlinefragebogen konnten die (Unter-)Fragestellungen deskriptiv oder mithilfe statistischer Tests beantwortet werden. Insgesamt haben 67 ehemalige Talentschülerinnen und Talentschüler, welche 13 verschiedenen Sportarten ausüben, an der Erhebung teilgenommen. Die meisten ehemaligen Talentschülerinnen und Talentschüler haben in den Jahren 2017 und 2018 an der Talentschule abgeschlossen. Je älter die ehemaligen Talentschülerinnen und Talentschüler sind, desto weniger haben an der Erhebung teilgenommen. Aus diesem Grund wurde die Stichprobe für die weitere Untersuchung in Kohorten gemäss ihres Abschlussjahres eingeteilt. Aus den Ergebnissen geht hervor, dass weder die Sportart noch die Talentschule einen Einfluss auf die sportliche Karriere ehemaliger Talentschülerinnen und Talentschüler hat. Interessant ist jedoch, dass fast die Hälfte aller ehemaligen Fussballerinnen und Fussballer der drei Talentschulen nur noch Breitensport (Fussball) oder eine andere Sportart ausüben. Ehemalige Talentschülerinnen verbringen eine bessere sportliche Karriere als ehemalige Talentschüler, solange sie sich im Talentfördersystem befinden. Jedoch ist die Dropoutquote bei ehemaligen Talentschülerinnen grösser als bei ehemaligen Talentschülern. Die Maturitätsquoten ehemaliger Talentschülerinnen und ehemaliger Talentschüler sind in etwa gleich. Jedoch liegt die Maturitätsquote aller ehemaliger Talentschülerinnen und Talentschüler 15% über dem kantonalen Durchschnitt. Es stellt sich die Frage, ob Talentschülerinnen und Talentschüler besser auf eine weiterführende Schule vorbereitet werden müssen als Regelschüler. Für den Eintritt in eine Talentschule ist vor allem der Rat der Nachwuchstrainer und Nachwuchstrainerinnen wichtig. Deshalb ist eine fundierte Trainerausbildung für eine frühe und präzise Talentselektion wesentlich

    Gründung des Schulverbandes Fideris-Furna-Jenaz-Schiers. Eine zentrale Oberstufe

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    Die wesentlichen Gründe für die Bildung von Schulverbänden sind sinkende Schülerzahlen und ein finanzieller Druck seitens der Behörden. Diese Gründe verunmöglichen es, ein breites Bildungsspektrum anzubieten und eine gute Schulqualität zu erhalten. Dennoch möchten die Gemeinden die Schulen im Dorf behalten. Die Gründung von Schulverbänden und die Zusammenlegung von Schulen sind mögliche Lösungen dafür. Die Gründung des Schulverbandes Fideris-Furna-Jenaz-Schiers im Prättigau dient beispielhaft für die Fusion von Schulen in alpinen Regionen. Auslöser für sinkende Schülerzahlen sind der Strukturwandel der Wirtschaft und die Globalisierung, welche eng zusammenspielen. Der Strukturwandel und die Globalisierung verursachten eine Zentralisierung der hochqualifizierten Arbeitsplätze in den Städten. Hauptsächlich junge Leute und Familien verliessen den alpinen ländlichen Raum und zogen in die Städte und deren Agglomerationen. Allerdings sind nicht alle Gebiete gleich stark von dieser Veränderung betroffen, insbesondere touristische Zentren konnten sogar wachsen. Ähnliche Entwicklungen durchlebte auch das Prättigau. Die Gemeinden Fideris, Furna und Jenaz sind stärker betroffen als Schiers. Trotzdem kämpften alle mit sinkenden Schülerzahlen und hohen Kosten im Bereich der Bildung. Deshalb gründeten die Gemeinden mit der Zustimmung des Volkes im Jahr 2012 den Schulverband Fideris-Furna-Jenaz-Schiers. Durch die Gründung des Schulverbandes zentralisierte man die Oberstufe in Schiers. Dies gelang nicht wie gewollt und verzögerte sich um einige Jahre. Die kleineren Klassengrössen des neuen Schulgesetzes verunmöglichten zusammen mit steigenden Schülerzahlen das Zusammenlegen von Klassen. Dadurch hatten nicht alle Klassen in Schiers Platz. Unmut und Widerstand machten sich in der Bevölkerung breit, weil die finanziellen Einsparungen ebenfalls nicht eintrafen. Erst durch den Anbau ans bestehende Oberstufenschulhaus in Schiers kann der Schulverband Fideris-Furna-Jenaz-Schiers das Projekt der Zentralisierung der Oberstufe fertigstellen. Mitursache für die mühsame Übergangsphase ist die schwierige Ausarbeitungsphase des Schulverbands. Nun muss sich die Gemeinde Jenaz mit den Auswirkungen der Schliessung ihrer Oberstufe auseinandersetzen. Interviews mit Akteuren zeigen ein differenziertes Bild. Einerseits erwartet sie positive Auswirkungen bezüglich der Schulqualität, andererseits befürchtet sie steigende Mehrkosten für die Gemeinde. Weiter erwartet sie einen Verlust der Bindung der Jugendlichen an die Gemeinde, was negative Auswirkungen für die Wirtschaft und Bevölkerung der Gemeinde mit sich bringt. Insgesamt erwarten die Interviewten geringere Auswirkungen als die Theorie voraussagt

    Sputnik und die Schweiz. Analyse der medialen Wahrnehmung des sowjetischen Durchbruchs in der Weltraumforschung im Zeichen des westlichen Sputnik-Schocks

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    Die Sowjetunion schoss mit dem Satelliten „Sputnik“ den ersten von Menschenhand geschaffenen Himmelskörper ins All und löste damit einen Schockzustand im gegnerischen Westen aus. Gleichzeitig schwang neben diesem Schock aber auch Faszination für die technische Errungenschaft mit. In Zeitungen wie Zeitschriften wurde über das Ereignis berichtet und der Bevölkerung zugänglich gemacht. Auch in der Schweiz, die sich zwar aussenpolitisch neutral aber moralisch im Lager des Westens verortete, fand dieses epochale Ereignis eine grosse Wahrnehmung. Ziel dieser Arbeit ist es deshalb, den Diskurs rund um den Sputnik in der Medienlandschaft der Deutschschweiz zu erfassen. Mehrere Bereiche des Diskurses wurden dabei abgedeckt. So wurde betrachtet, ob das Ereignis Faszination für die technische Errungenschaft in den Medien auslöste und ob es als Teil des militärisch geprägten Wettrüstens thematisiert wurde. Auch wurde gefragt, ob sich eine antikommunistische Haltung in den Medien zeige und ob diese Medien wegen des Sputniks Konsequenzen fordern würden. Abgerundet wurde das Ganze durch die Fragen, ob es über die Dauer einen Wandel in der Berichterstattung gegeben habe und ob sich Unterschiede in der Berichterstattung gezeigt hätten. An zwölf Deutschschweizer Zeitschriften wurde dabei eine Diskursanalyse durchgeführt. Als Quellengrundlage dienten alle Berichte vom 4. Oktober 1957 bis Ende Januar 1958. Die Zeitschriften sind dabei ausgewählte Wochen- und Monatszeitschriften aus Politik, Wissenschaft und Kultur. Die Arbeit schafft es, den Diskurs rund um den Sputnik in den Medien der Deutschschweiz in verschiedenen Aspekten darzustellen und durch die verschiedenen Bereiche in Verbindung mit dem Sputnik-Ereignis ein Bild des Diskurses zu kreieren. Die Erkenntnisse, die man bereits über die mediale Rezeption des Sputniks hatte, werden dabei durch diese Arbeit ergänzt und erweitert

    Der Wandel des Frauenbildes in James Bond Filmen. Eine Filmanalyse zur Veränderung der Darstellung der Frau in den James Bond Filmen von 1962 bis 2015

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    Seit 1962 begeistert James Bond unzählige Zuschauer und Zuschauerinnen im Kino und vor dem Fernseher. Anfang des Jahres wurde in den Medien jedoch erneut die Frage aufgeworfen, ob der sexistische Bond mit der Bewegung #MeToo noch zu vereinbaren sei. Diese Masterarbeit möchte deshalb mithilfe einer Filmanalyse herausfinden, ob und wie Frauen in den James Bond Filmen über Jahrzehnte hinweg unterschiedlich dargestellt werden. Die Filme werden dabei als Quellen für die jeweilige Zeit betrachtet. Es werden elf Filme nach bestimmten Kriterien ausgewählt. Von jedem Film wird ein Sequenzprotokoll erstellt und anschliessend Schlüsselszenen genauer betrachtet. Anhand der Figuren Miss Moneypenny und verschiedenen Bond-Girls wird die Entwicklung des Frauen-bildes im Zeitraum von 1962 bis 2015 betrachtet. Für die anschliessende Analyse wird die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring als Hilfsmittel verwendet, wobei die Kategorienbildung deduktiv und induktiv erfolgt. Das Phänomen James Bond konnte sich so lange halten, weil immer wieder die richtige Mi-schung aus Stabilität und Veränderung gefunden wurde. Dies ist auch bezüglich des Frauen-bildes festzustellen. In den Bereichen Äusserlichkeiten, Biografie und Interaktion mit anderen Figuren ist fast keine Veränderung festzustellen. Anhand der Bond-Girls wird die Frau als attraktiv, unabhängig und selbstbewusst dargestellt. Gleichzeitig dreht sich ihre ganze Welt nur um James Bond, die Zuschauer und Zuschauerinnen erfahren nichts über ihr Innenleben oder ihre Geschichte. Das Bond-Girl ist in diesem Sinne Objekt, wie auch Miss Moneypenny. Die Ergebnisse zeigen, dass durch Elemente wie Voyeurismus, sprachliche Verniedlichungen, Gewalt und Sexualität eine klare Differenz zwischen den männlichen Figuren und den unter-suchten Frauenfiguren konstruiert wird. Der Mann ist dabei der Herrscher oder der Retter, die Frau das Opfer. Es wird zu guter Letzt ersichtlich, dass es den Bond-Filmen bisher noch nicht gelang, die patriarchalische Grundstruktur der Filme zu durchbrechen. Mit dem aktuellsten Bond-Girl Madeleine Swann und der moderneren Darstellung der Sekretärin Eve Mo-neypenny zeigen die Bond-Filme jedoch, dass es durchaus möglich ist, komplexere weibliche Charaktere in die Filmhandlung zu integrieren, ohne dass James Bond dabei an Stärke verlieren muss

    Die Beeinflussung der beiden Klassenklimafaktoren Gemeinschaft und Rivalität durch Kooperationsspiele aus der Sicht von Oberstufenschülerinnen und -schülern. Untersuchung anhand einer Intervention auf der Sekundarstufe I

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    Während sieben Wochen wurden mit einer ersten Sekundarschulklasse Kooperationsspiele durchgeführt, welche das Ziel hatten, die Klassengemeinschaft zu fördern und die Rivalität zu verringern. Zu Beginn und am Ende der Intervention wurden mit Hilfe eines Fragebogens in der Interventionsklasse und der Parallelklasse die Klassenklimafaktoren Gemeinschaft und Rivalität erhoben. Die Skalen stammen aus dem Linzer Fragebogen zum Schul- und Klassenklima von Eder (1998). Die Parallelklasse diente als Kontrollgruppe. Es wurde untersucht, inwiefern die beiden Klassenklimafaktoren Gemeinschaft und Rivalität aus der Sicht von Oberstufenschülerinnen und -schülern durch Kooperationsspiele beeinflusst werden. Zudem wurde getestet, welche Erwartungen die Schülerinnen und Schüler an die Kooperationsspiele haben und welche Erfahrungen sie während den Spielen gesammelt haben. Mittels t-Tests wurde der Stand der Interventions- und Kontrollklasse zu Beginn und am Ende untersucht und miteinander verglichen. Die Ergebnisse der Studie lassen keine Aussage über die Wirkung der Intervention zu. Jedoch ist ein Gruppenunterschied zwischen der Interventionsgruppe und der Kontrollgruppe während dem ersten und zweiten Messzeitpunkt ersichtlich. Die Kontrollgruppe weist beim ersten Messzeitpunkt, wie auch beim zweiten Messzeitpunkt einen höheren Gemeinschaftswert auf als die Interventionsgruppe. Auch bei der Messung der Rivalität schneidet die Kontrollgruppe vor und nach der Intervention besser ab als die Interventionsgruppe. Das heisst, sie gibt bei beiden Messzeitpunkten einen tieferen Rivalitätswert an als die Interventionsgruppe. Bezüglich der Erwartungen und Erfahrungen gegenüber den Spielen wurde eine positive Einstellung seitens der Schülerinnen und Schüler der Interventionsklasse erkennbar

    Lehrmittel 1

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    Der Lehrplan 21 fordert immer mehr Kompetenzorientierung (vgl. Lehrplan 21, 2019). Somit werden Handlungen im Unterricht immer wichtiger. Dabei sollen neben der eigentlichen Aufgabe auch andere Kompetenzen trainiert werden. Die Aufgaben sollten so gestaltet sein, dass sie ein eigenständiges Arbeiten ermöglichen und bei den Schülern die intrinsische Motivation geweckt wird (vgl. Hartinger, Grygier, Tretter & Ziegler, 2013; Meyer, Klingenberg & Wilde, 2015). Im Biologieunterricht sind solche Handlungen eng mit dem Einsatz von lebendigen Tieren und Pflanzen verbunden, da diese als einziges eine Primärerfahrung bieten (vgl. Klingenberg, 2014). Die Primärerfahrung umschreibt den direkten Kontakt mit dem Objekt, das als Lerngegenstand gilt (vgl. Klingenberg, 2014). Der Einsatz von Tieren im Unterricht bietet aber nicht nur einen Mehrwert als Primärerfahrung sondern sorgt für eine erhöhte Aufmerksamkeit und somit für eine erhöhte Eigenaktivität, auch steigern sie die Motivation, das Interesse und positive Emotionen. Allgemein fördert ihr Einsatz ein individuelles, empathisches, situatives, aktives und emotionales Lernen. Tiere im Unterricht bieten die Möglichkeit, überfachliche Kompetenzen zu erlernen oder zu verbessern, unter anderem Verantwortungsbewusstsein oder den Respekt für das Leben zu entwickeln (vgl. Riess, Wirtz, Barzel & Schulz (Hrsg.), 2012; Meyer, Klingenberg & Wilde, 2015; Wüthrich, 2017; Meyer, Balster, Birkhölzer & Wilde, 2011; NSTA (Hrsg.), 2008; uvm.). In diesem Zusammenhang wurden die Leitfragen „Welche Faktoren sind ausschlaggebend dafür, dass sich eine Lehrperson für oder gegen den Einsatz von lebenden Tieren im Unterricht entscheidet?“ und „Welche Einsatzbereiche von lebenden Tieren im Unterricht sehen Lehrpersonen als Mehrwert an?“ entwickelt. Die zehn halbstandardisierten Leitfadeninterviews mit Lehrpersonen zeigen, dass für Lehrpersonen die Steigerung der überfachlichen Kompetenzen, wie oben anhand der Literatur beschreiben, als grösster Mehrwert gilt, wie sieben der befragten Personen angaben. Ebenfalls finden je sieben befragte Lehrpersonen, dass durch den Einsatz von Tieren das Interesse, die Emotionen und die Motivation positiv beeinflusst werden. Diese Wahrnehmung der befragten Lehrpersonen deckt sich mit den erwähnten Pluspunkten aus der Literatur. In den Interviews gaben neun von zehn Lehrpersonen an, dass die ethische Grundhaltung der Lehrperson bzw. die Einhaltung des Tierschutzes eine zentrale Rolle spielt. Sofern diese gegeben sei, stünde der Tierhaltung nichts im Wege. Weiter müsse man sich aber bewusst sein, dass man sich auch in den Schulferien um das Tier kümmern und das entsprechend organisieren müsse. Sieben Lehrpersonen merkten an, dass die Sicherheit für das Tier und für die Schüler wichtig sei und nicht gefährdet werden dürfe. Sieben Lehrpersonen bemerkten, dass die Haltung an sich, also das Beschaffen von Futter, der Platzverbrauch durch das Tier, die Kosten usw. einen erheblichen Mehraufwand zum Unterricht darstellen. Einige kritische Stimmen gab es im Bezug auf den Zusammenhang mit dem Lehrplan 21. Lehrpersonen, welche Tiere im Unterricht einsetzen, sehen aber ganz klar eine Verknüpfung mit dem Lehrplan. Diese Verknüpfung wurde in einem nächsten Schritt genau untersucht. Vor allem die Kompetenz NT9: ‚Ökosysteme erkunden’ bietet die Möglichkeit, Tiere im Unterricht einzubetten. Ebenfalls wird der Kontakt mit Tieren in der überfachlichen Kompetenz Bildung für nachhaltige Entwicklung aufgegriffen. In diesem Zusammenhang wurde eine Unterrichtseinheit entwickelt. Zwei Testklassen absolvierten die Unterrichtseinheit mit lebendigen Tieren, die Kontrollklasse ohne diese. Für die Unterrichtseinheit wurde die dritte und letzte Fragestellung „Inwiefern bewirkt der exemplarische Einsatz von Australischen Gespensterschrecken, Malaiischen Riesengespenstschrecken und Annam-Stabheuschrecken im Biologieunterricht auf der Oberstufe eine Veränderung der emotionalen Bindung und Haltung der Schülerinnen und Schüler gegenüber diesen Tierarten?“ konzipiert. Vor der Einheit füllten die Schüler einen Prä-Test aus, danach einen identischen Post-Test, welche die emotionale Befindlichkeit gegenüber Insekten und die Motivation festhalten sollten. Die Ergebnisse zeigen, dass die Arbeit mit Tieren zu einer signifikanten Steigerung der emotionalen Bindung und Haltung der Schüler gegenüber Insekten geführt hat. Auch die Kontrollklasse zeigte signifikante positive Veränderungen, was zur Schlussfolgerung führt, dass die Thematik an sich als positiv wahrgenommen wird. Die vorliegenden Ergebnisse legen die Schlussfolgerung nahe, dass der Einsatz von lebenden Tieren im Unterricht einerseits zwar mit einem organisatorischen Mehraufwand verbunden ist, andererseits aber sehr viele Vorteile bringt. Diese sind sowohl im fachlichen, als auch im sozialen und überfachlichen Bereich anzusiedeln

    Entwicklung eines eigenen Theaterstückes auf Basis von verschiedenen Märchen

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    In dieser produktorientierten Arbeit wurden verschiedene theoretische Aspekte zu den Themen Theater und Märchen zusammengetragen. Als Produkt entstand ein märchenhaftes Theaterstück für eine Unterstufenklasse. Acht verschiedene Märchen der Gebrüder Grimm wurden vermischt und zu einer neuen Geschichte zusammengesetzt. Zusätzlich diente ein Teil der gewählten Märchen als Orientierung für die Wahl der verschiedenen Theoriebereiche. Da es fürs Schreiben eines Theaterstückes verschiedene Punkte zu beachten gibt, war es wichtig, die inhaltlichen, formalen und dramaturgischen Aspekte zu bearbeiten. Auf der Ebene der Märchen sollten die wesentlichen Botschaften herauskristallisiert werden, damit sie zu einem späteren Zeitpunkt spielerisch umgesetzt werden können. Um ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen war es von Bedeutung, zuerst die Theorien zusammenzutragen und zu bearbeiten. Darauf folgte das Schreiben des Theaterstücks, welches das gesamte Vorgehen abrundete und am Ende als Produkt zur Verfügung steht

    Die perfekte Schule. Was Kinder dazu meinen

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    Was für Qualitätskriterien hat eine Volksschule in der heutigen Zeit zu erfüllen, damit sie als gut gilt? Und wie wird der Lernerfolg seitens der Kinder begünstigst? Fragen wie diesen wird im ersten Teil dieser Arbeit nachgegangen. Viele Anforderungen werden heutzutage an öffentliche Schulen gestellt und eine grosse Verantwortung kommt ihnen zu. Sie sind mitverantwortlich für die Gestaltung der Zukunft. Denn Kinder verbringen einen grossen Teil ihres Lebens in der Schule. Doch wie stellen sich die Hauptbeteiligten eine ideale Schule vor? Welche Ideen bringen Kinder der 1. Klasse und des Kindergartens mit in die Schulentwicklung? Anhand von Interviews mit Kindergarten- und 1.-Klass-Kindern wird die Schulqualität in einem zweiten Teil der Arbeit aus Sicht der Hauptbeteiligten begutachtet und besprochen. Dabei werden oftmals die Lehrpersonen erwähnt im Zusammenhang mit möglichst erfolgreichem Lernen. Zusätzlich hat das Spielen einen grossen Stellenwert bei den Kindern. Ob es die perfekte Schule gibt und ob dort auch alle Kinder gerne zur Schule gehen würden, darüber wird man sich nicht einig

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