Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
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Während meiner Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule des Kantons St. Gallen in Rorschach wurde ich immer wieder mit Kinderliedern konfrontiert. Ich möchte mit dieser Arbeit klären, welche musiktheoretischen Grundkenntnisse nötig sind um eigene Kinderlieder und passende Arrangements zu einem bestehenden Bilderbuch zu kreieren.
Um erfolgreich ein eigenes Kinderlied zu schreiben, kommt man nicht an grundlegenden musiktheoretischen Kenntnissen vorbei. Im theoretischen Teil gehe ich genauer auf Songstrukturen, Text, Melodie und dazu passende Akkorde ein. Ebenfalls ist dieser Teil mit kinderliederspezifischen Aspekten, die zwangsläufig beim Songschreiben beachtet werden müssen, ergänzt.
Das Liederheft mit fünf selbst komponierten Kinderliedern stellt den Kern der gesamten Arbeit dar. Passend zum Bilderbuch „Fünf freche Mäuse machen Musik“ wurden die aus der Theorie gewonnen Erkenntnisse umgesetzt. Die Lieder wurden nicht nur notiert, sondern auch eigenständig im Tonstudio aufgenommen und gemischt. Das entstandene Produkt ist hauptsächlich für Lehrpersonen zur Verwendung im Unterricht gedacht, soll aber auch als Anstoss zum Schreiben eigener Kinderlieder dienen und motivieren.
Die Kreativität beim Komponieren ist unbegrenzt und genau das macht die Faszination des eigenen Liederschreibens aus
Notenbuch
Während der Ausbildung zum Primarlehrer stellten die Autoren in verschiedenen Praktika fest, dass dem Fach Musik wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Zudem beobachteten sie, dass die Schülerinnen und Schüler während dem Musikunterricht meist eine passive Rolle einnahmen. Die zwei genannten Feststellungen machten die Autoren bei diversen Lehrpersonen, in verschiedenen Stufen und in unterschiedlichen Schulen. Über diesen Eindruck unterhielten sich die zwei Autoren immer wieder. Sicherlich waren dazu die praxisorientierte Ausrichtung ihres Studiums sowie das gemeinsame Interesse an der Musik ein wichtiger Faktor für diese subjektive Wahrnehmung in den besuchten Unterrichtszimmern.
In der vorliegenden Arbeit werden diese zwei Feststellungen thematisiert. Die Autoren setzten sich zum Ziel, Lehrpersonen mit konkreten Beispielen zu animieren, ihren Musikunterricht aktiver und abwechslungsreicher zu gestalten. Ein weiteres Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Orff-Instrumente im Unterricht einzuführen und im bestehenden Musikunterricht zu nutzen. Um dieses Ziel praktisch umzusetzen, wurden mit Hilfe von «Musescore», einem kostenlosen Notationsprogramm, 15 Musikstücke vollständig arrangiert. In den vergangenen Praktika setzten die Autoren einige arrangierte Lieder um. Dabei erhielten sie rundum positive Feedbacks. Durch diese positiven Rückmeldungen und das musikalische Verständnis ihrerseits, waren sie motiviert in ihrer Arbeit weitere Arrangements für die Primarstufe herzustellen
Die Stärkung der Resilienz von Schülerinnen und Schülern in täglichen Stresssituationen
Bereits Jugendliche fühlen sich heute gestresst. Die nicht, oder kaum existierenden Kenntnisse im Umgang mit Stress, die fehlenden Strategien zur Stressreduzierung sowie der bewussten Selbstwirksamkeitserhöhung verstärken den erlebten Stress noch zusätzlich. Mittlerweile gibt es sowohl für Erwachsene, als auch für Jugendliche Ratgeber und Trainings im Umgang mit Stress. Die Schule spielt dabei als zweitwichtigste Sozialisierungsinstanz nach den Eltern eine wichtige Rolle und kann die Jugendlichen unterstützen, mit Stress besser umzugehen. Deshalb sollte man als Lehrperson versuchen nicht nur den Unterrichtsstoff, sondern auch Trainings und Strategien zur Stressreduzierung und Erhöhung der Resilienz bewusst an die Schülerinnen und Schüler zu vermitteln und aktiv im Unterricht zu integrieren.
Diese Masterarbeit geht der Frage nach, ob sich das Stresslevel mit der Durchführung eines solchen Trainings wirklich reduziert, und sich das Selbstwirksamkeitsgefühl stärken lässt. Marcus Eckert, von der Leuphana Universität in Lüneburg, entwickelte ein Training, welches mit Hilfe von verschiedenen Übungen durch gezielte Stärkung der Resilienz genau dies erreichen soll. Das Training fördert nicht nur die Resilienz, sondern auch andere Kompetenzen. Saarni (2002) hat dabei acht emotionale Schlüsselfertigkeiten aufgelistet, welche im Kinder- und Jugendalter gefördert werden sollen. Das Training nach Eckert unterstützt die Entwicklung von den folgenden sechs Schlüsselfertigkeiten der emotionalen Kompetenz nach Saarni (2002): Das Erkennen der eigenen Emotionen, das Feststellen der Emotionen anderer, das Regulieren der Emotionen, das Einfühlungsvermögen, das Differenzieren von innerlichem Emotionserleben und externaler Emotionsäusserung sowie die Selbstwirksamkeit.
Dabei wird eine Interventionsgruppe (n=19) das dreiwöchige Training durchführen, eine andere als Vergleichsgruppe (n=23) herangezogen, aber ohne ein Training zu absolvieren. Beide werden einen online Fragebogen zweimal ausfüllen, im dreiwöchigen Abstand dazwischen. Dieser beinhaltet Aussagesätze rund ums Thema Stresswahrnehmung und Selbstwirksamkeit.
Die Datenauswertung hat dabei Ergebnisse geliefert, die nicht den Erwartungen entsprechen. Bei der Interventionsgruppe ergab sich keine Senkung des Stresslevels und die Selbstwirksamkeit ist nur minimal gestiegen. Durch Theoriebezüge, Methodenkritik, äussere Faktoren sowie plausible Begründungen werden Erklärungsversuche geliefert. Als möglicher Grund gilt beispielsweise der reduzierte Zeitraum beim Absolvieren des Trainings
Kommunikation mit Schülerinnen und Schülern mit Asperger-Syndrom als Herausforderung für Lehrpersonen in der Regelschule
Die Masterarbeit geht der Problemstellung nach, wie Lehrpersonen der Regelschule mit der kom-munikativen Beeinträchtigung von Schülerinnen und Schülern mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) umgehen. Girsberger (2016, S. 143) zufolge haben Kinder mit ASS oft eine «pragmatische Sprachstörung». Gute pädagogische Beratung durch Lehrpersonen kann nach Retter (2002, S. 17) jedoch nur sichergestellt werden, wenn diese die Kommunikationsprozesse und ihre möglichen Störungen genau kennen.
Es wird aufgezeigt, welche kommunikativen Herausforderungen für Lehrpersonen von Kindern mit ASS bestehen, wie betroffene Lehrpersonen kommunizieren und welche Formen unterstützender Kommunikationshilfen sie anwenden.
Es wurden Interviews mit drei Lehrpersonen durchgeführt, welche je ein Kind mit ASS unterrichten. Zusätzlich wurde minutenweise freie Beobachtung ihres Unterrichts angestellt, wobei der Fokus auf die Interaktion zwischen der Lehrperson und dem Kind mit ASS gelegt wurde. Die Interviews und Beobachtungen wurden mit der Methode der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass die Lehrpersonen sich nicht strategisch mit unterstützenden Kommunikationshilfen auseinandersetzen sondern sich auf ihre Erfahrungen verlassen
Inwiefern führen vorbereitete Felderfahrungen im Schulkontext zu einer Veränderung des Interesses und des Selbstbewusstseins der Schülerinnen und Schüler im Fach Naturwissenschaften
Naturwissenschaftliche Felderfahrungen werden schon seit Jahrzehnten durchgeführt. In den letzten Jahren wurden sie im Schulkontext immer populärer und gelten als wichtiger Bestand-teile des Unterrichts.
Die vorliegende Masterarbeit thematisiert die Frage, inwiefern vorbereitete Felderfahrungen im Schulkontext zu einer Veränderung des Interesses und des Selbstbewusstseins von Schü-lerinnen und Schülern im Fach Naturwissenschaften führen. Laut Fick (1980) wird durch aus-serschulische Felderfahrungen die Lernmotivation von Schülerinnen und Schülern gesteigert, was anschliessend zu einer höheren Lernleistung und einer längeren Behaltens-Fähigkeit führt (Fick, 1980).
Im Rahmen dieser Arbeit wird der Effekt einer ausserschulischen Felderfahrung exemplarisch durch eine Felderfahrung am Wiler Weier untersucht. Es wird eine Interventionsstudie (n = 67) mit zwei Interventionsklassen und einer Kontrollklasse durchgeführt. Thematik der Unterrichtseinheit ist die Hydrologie sowie der ausserschulische Lernort Weiher. Die beiden Interventionsklassen führen eine ausserschulische Felderfahrung rund um den nah gelegenen Weiher durch und werden dort Untersuchungen am Gewässer machen. Im Gegensatz dazu erarbeitet die Kontrollklasse das Thema im Schulzimmer. Zentral hierbei ist, dass die Variablen Zeit, Lehrperson und Klassengrösse konstant gehalten werden, sodass die abhängigen Vari-ablen Selbstbewusstsein, Wissen und Interesse beobachtet werden können. Die Daten für die Analyse wurden mithilfe eines Prä- sowie Posttest erhoben und anschliessend mit einem t-Test miteinander verglichen. Durch die Datenanalyse des Prä- sowie Posttests konnte die Wirkung einer naturwissenschaftlichen Felderfahrung auf das Interesse und das Selbstbe-wusstsein der Schülerinnen und Schüler aufgezeigt werden.
Die Erhebung hat Informationen geliefert bezüglich den Variablen Interesse t (49) = 2.52, p = 0.01 und Selbstbewusstsein t (49) = 2.04, p = 0.043, die für eine signifikante Steigerung der-selben sprechen. Interessanterweise gibt es bei beiden Interventionsklassen Differenzen, die wahrscheinlich auf externe Einflüsse wie das Wetter, soziale Beziehungen oder Spass zurück-zuführen sind. Bei der Kontrollklasse zeigen sich in keiner der Variablen signifikante Veränderungen nach der Unterrichtseinheit (Selbstbewusstsein t (24) = 0.86, p = 0.39, Interesse t (24) = 1.46, p = 0.08). Bei den anderen zwei Variablen Fachwissen und multimediales Lernen konnten in allen teilnehmenden Klassen keine signifikanten Veränderungen festgestellt werden. Zusammenfassend weist auch diese Studie darauf hin, dass die Durchführung einer kurzen naturwissenschaftlichen Felderfahrung einen messbaren Mehrwert für den Unterricht bezüglich des Interesses und des Selbstbewusstseins der Schülerinnen und Schüler aufweist
Tiefenökologische Beiträge zur Förderung der Resilienz im Jugendalter. Achtsamkeitspraxis: Schnittmenge und Tool zur Unterstützung Jugendlicher in der Bewältigung belastender Situationen und Transfer des Nachhaltigkeitsaspekts vom Wissen zum langfristigen Handeln?
Ziel: Im Mittelpunkt der vorliegenden Masterarbeit steht die Herausarbeitung der Beziehung zweier wissenschaftlicher Konzepte, Tiefenökologie und Resilienz. Die Konzepte wurden in unterschiedlichen Disziplinen, Tiefenökologie aus Umweltethik und Resilienz aus der Gesundheitspsychologie stammend, entwickelt und sind zugleich mit unterschiedlichen forschungsmethodischen Zugängen verknüpft. Eine Gemeinsamkeit beider Konzepte lässt sich jedoch darin erkennen, dass sich beide auf Entwicklungsprozesse des Menschen beziehen. Die Masterarbeit geht der Frage nach, ob tiefenökologische Beiträge, wie insbesondere die Lehre und Anwendung der Achtsamkeit, die Resilienz der Jugendlichen fördern, und versucht demzufolge, die angeführten Thesen zu bestätigen:
I. Achtsamkeit kann als ein wichtiger Aspekt der Schnittmenge zwischen Tiefenökologie und Resilienz betrachtet werden.
II. Durch das Praktizieren von Achtsamkeit kann eine Resilienzförderung bei Jugendlichen erzielt werden.
Erkenntnisse: Mittels Literaturrecherche wurde das Verhältnis beider Konzepte zueinander bestimmt, sodass sich eine positive, wechselseitige Ergänzung ableiten liess. Mit der Verknüpfung dieser beiden Konzepte konnte bestätigt werden, dass die Achtsamkeitspraxis als eine mögliche Schnittmenge beider Konzepte definiert werden kann und dass durch das Praktizieren von Achtsamkeit eine Resilienzförderung bei Jugendlichen erzielt werden kann. Achtsamkeitspraxis konnte nach extensiver Literaturaufarbeitung im deutschsprachigen sowie im angloamerikanischen Sprachraum als Schnittmenge und Tool zur Unterstützung Jugendlicher in der Bewältigung belastender Situationen bestimmt werden
Analyse von transkribierten Jazzsolos über die Akkordprogressionen von Autumn Leaves (Johnny Mercer)
Um den Spannungsverlauf von Jazzsolos mathematisch zu beschreiben, wird in dieser Masterarbeit ein von Herr Prof. Markus Portenier generierter Schärfegrad-Koeffizient mit der Hilfe eines mit Python 3 erstellten Programms über Jazzsolos angewandt und auf sein Potential überprüft. Der Schärfegrad-Koeffizient ordnet Intervalle nach ihrem Teilungsverhältnis in der natürlichen Obertonreihe, wobei die genauen Messwerte der Intervalle von der temperierten Stimmung der harmonischen Stimmung angepasst werden. Für die Anwendung werden 24 Solos verschiedener Künstler über dem Jazzstandard Autumn Leaves von Johnny Mercer transkribiert und statistisch analysiert. Aus den gewonnenen Daten wird versucht, quantitative und qualitative Kenntnisse über die einzelnen Solos und deren Zusammenhänge zu erhalten
Mathematik-Klassenzimmergestaltungen der PHSG-Partnerschulen und die Überlegungen ausgewählter Lehrpersonen
Das Thema Klassenzimmergestaltung ist sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für Lehrpersonen von Bedeutung. Um ein möglichst störungsfreies Lernen und Lehrern zu ermöglichen, sollte ein Zusammenspiel von Pädagogik und Umgebung übereinstimmen. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der folgenden For-schungsfrage: Wie sind die Mathematik-Klassenzimmer der PHSG-Partnerschulen ge-staltet und welche Überlegungen haben sich ausgewählte Lehrpersonen bezüglich der Klassenzimmergestaltung gemacht? Die literaturbasierten theoretischen Grundlagen und der aktueller Forschungsstand richten sich auf die konstante und variable Innen-ausstattung von Klassenzimmergestaltungen. Ergänzt wird diese mit drei Unterrichts-konzepten der Mathematik und deren typisierten Klassenzimmergestaltungen in leh-rerzentriert, schülerzentriert und Mischform. Der Arbeit liegen sowohl non-reaktive Ver-fahren als auch halbstandardisierte leitfadenorientierte Kurzinterviews zugrunde. Für die Analyse werden die visuellen Bestandesaufnahmen der non-reaktiven Verfahren, wie das Erstellen von Fotos und Skizzen, aber auch das Erhebungsinstrument des Beobachtungsbogens eingesetzt. Die Kurzinterviews fokussieren sich auf die Überlegungen der Lehrpersonen bezüglich der Klassenzimmergestaltung. Die Ergebnisse zeigen, dass einige theoriebasierte Elemente in den Mathematik-Klassenzimmern der PHSG- Partnerschulen anzutreffen sind und trotzdem kein Klassenzimmer gleich aus-sieht. Ebenso decken sich die Überlegungen der Lehrpersonen zu den Klassenzimmergestaltungen mit den obengenannten theoretischen Grundlagen, woraus sich schliessen lässt, dass die Klassenzimmergestaltung nicht willkürlich geschieht
A cappella Arrangements. Für Schulklassen und professionelle Vokalensembles
Diese Arbeit behandelt das a cappella Singen mit Schulklassen im Vergleich zu professionellen Vokalensembles. Das a cappella Singen bedeutet dabei ein von Musikinstrumenten unbegleitetes Singen (Schiffels, 2004, S. 1). Obwohl der a cappella Gesang ursprünglich ein altes Phänomen ist, erlebt er in letzter Zeit eine Renaissance (Maierhofer, 2000, S.7).
Das Ziel der vorliegenden Masterarbeit war es, ein a cappella Arrangement mit einer Schulklasse durchzuführen und dabei Erkenntnisse bezüglich eines möglichen Schwierigkeitsgrades zu gewinnen. Dazu wurde eigenhändig ein a cappella Arrangement für eine Schulklasse sowie eines für ein professionelleres Vokalensemble erstellt. Dies ermöglichte es, Unterschiede im Niveau zu untersuchen und statieren. Das Vokalensemble-Arrangement wurde nicht mit dem Zweck der Durchführung erstellt, sondern lediglich zum Vergleich mit dem Niveau der Jugendlichen.
Die Arbeit besteht aus einem kleineren Teil des Analysierens von Arrangements für die Oberstufe – vorzugsweise a cappella Arrangements - sowie jene für professionellere Ensembles. Es folgte eine Suche geeigneter 4-Chord-Songs, was die Wahl des Hauptsongs (Sam Smith – I’m not the only one) und weiteren dazu passenden 4-Chord-Songs für ein Mash-up beinhaltet. Für die Arrangements werden 4-Chord-Songs verwendet, da mit dem Zusammenfügen verschiedener Lieder noch eine zusätzliche Komplexitätsstufe erreicht werden kann. In der Populären Musik existieren viele Lieder, mit deren Harmonie-Schemata sich gut mehrstimmiger Gesang arrangieren lässt (Terhag, 2001, S. 71).
Im Gegensatz zum Vokalensemble-Arrangement wird das Klassenarrangement von einer Lehrperson mit Jugendlichen der Oberstufe durchgeführt. Methodisch wird dabei ein Beobachtungsprotokoll sowie eine Aufnahme für ein nachfolgendes Hörprotokoll gemacht. Ausserdem müssen die Jugendlichen anschliessend einen Fragebogen zur Durchführung ausfüllen, um etwaige Schwierigkeiten offenzulegen. Mit der Lehrperson wird im Anschluss ein qualitatives, fokussiertes Leitfaden- Interview durchgeführt. Darauf folgt die Transkription der Hörprotokolle, sowie des Interviews. Schlussendlich werden alle Informationen aus den Beobachtungs-, Hörprotokollen, Fragebogen sowie dem Interview herausgefiltert, um damit erkennen zu können, wo die Schwierigkeiten bei a cappella Arrangements für Schulklassen liegen.
Die Ergebnisse bestätigen zum großen Teil die Annahmen. A cappella Arrangements sind sehr anspruchsvoll für Jugendliche. Einerseits aufgrund des Stimmwechsels in der Jugend und des vor allem bei Jungen bis zu einem Fünftonumfang eingeschränkten Tonspektrums (Von Bergen, 2000, S. 137). Andererseits wegen des Fehlens der instrumentalen Begleitung, die harmonisch und intonatorisch eine grosse Unterstützung ist. (Terhag et al., 2011, S. 69) Trotzdem – mit Zeit und Übung – kann sich a cappella Singen für die Jugendlichen in sehr positiver Art entwickeln. Denn durch das Wegfallen der instrumentalen Begleitung werden die Schülerinnen und Schüler gezwungen, ihr Gehör zu schulen. Es erzieht sie zur Selbständigkeit und vor allem zur Intonationssicherheit und -reinheit. (Von Bergen, 2000, S. 135) Diese Arbeit kann also vor allem für Musiklehrpersonen interessant sein
Smartphones im Mathematikunterricht
In der heutigen Zeit läuft fast nichts mehr ohne Smartphone. Das Smartphone be-gleitet uns nicht nur in der Freizeit, sondern auch am Arbeitsplatz ist es meist da-bei. An vielen Schulen sieht dies anders aus. Smartphones sind entweder verboten oder sie müssen während des Unterrichts ausgestellt werden. Da stellt sich die Fra-ge, ob man das Smartphone nicht auch in der Schule als Hilfsmittel einsetzen könn-te. Aus diesem Grund soll diese Arbeit die Thematik der Handynutzung im Unter-richt aufgreifen. So bearbeitet die Arbeit folgende Frage: Wie lässt sich mit dem Smartphone eine innovative Lerngelegenheit im Mathematikunterricht entwickeln? Mit der Design-Based Research Methode wird diese Frage beantwortet. Dabei wird eine Variante aufgezeigt, wie man mit dem Smartphone im Unterricht arbeiten kann. Diese Variante wird anschliessend durchgeführt und mit verschiedenen Mit-teln, wie Fragebögen, Interviews und Videos, ausgewertet. Aus der Arbeit lässt sich entnehmen, dass mit dem Smartphone die Lernziele grösstenteils gut erreicht wer-den können. Zudem können die Potenziale Visualisierung und Simulation und Refle-xion gut für den Unterricht genutzt werden. Das Potenzial Strukturierung und Sys-tematisierung konnte nicht erreicht werden. Ebenfalls nicht erreicht wurde im SAMR-Modell die Stufe der Transformation (Hamilton, Rosenberg, & Akcaoglu, 2016). Hier reichte es nur für die Stufe der Modification (Hamilton, Rosenberg, & Akcaoglu, 2016)