Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
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Konstruierte Wirklichkeiten. Die Vermittlung von Genderkompetenz im Rahmen der Lehrpersonenausbildung
Die vorliegende Bachelorarbeit ist der Frage gewidmet, inwiefern an der Pädagogischen Hochschule St. Gallen (PHSG) im Studiengang Kindergarten/Primarschule genderkompetente Lehrpersonen ausgebildet werden. Um die Fragestellung zu beantworten, wurde anhand von Literatur dargelegt, welche Dimensionen von Genderkompetenz in der Lehrpersonenausbildung idealerweise gelehrt werden, sodass Studierende entsprechende Kompetenzen erwerben können. Die Empfehlungen wurden mit dem Ausbildungsangebot der PHSG verglichen. Zudem wurden Studierende des Abschlussjahrgangs 2019 mithilfe eines Fragebogens zu ihrem Wissen und ihrer Wertehaltung bezüglich der Geschlechterthematik befragt. Der Auswertung ist zu entnehmen, dass die Studierenden mehrheitlich Interesse an der Thematik zeigen, sie jedoch im Wissensteil des Fragebogens nicht die angenommenen Resultate erzielen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die PHSG die Genderkompetenz ihrer Studien-abgänger*innen noch vermehrt fördern könnte. Daher werden abschliessend Chancen und Grenzen der Lehrpersonenausbildung bezüglich der Vermittlung von Genderkompetenz aufgezeigt
Erstellung einer Übungssammlung zu den koordinativen Fähigkeiten in Verbindung mit Musik mit Einbezug des Lehrplans Volksschule im Zyklus 2
Die koordinativen Fähigkeiten sind zentrale Voraussetzungen für die Schülerinnen und Schü-ler, sich sicher in der Halle und in der Natur zu bewegen. Jede einzelne Fähigkeit soll wert-schätzend trainiert und geübt werden. Es gibt bereits Lehrmittel, welche Übungen den Lehr-personen und Interessierten zu den koordinativen Fähigkeiten mit Einsatz von Musik bereit-stellen. In der heutigen Zeit ist für Pädagoginnen und Pädagogen der Lehrplan Volksschule bzw. die Kompetenzen, welche die Schülerinnen und Schüler sich während der Volksschule aneignen sollten, von zentraler Bedeutung.
In dieser Bachelorarbeit wird gezielt auf die fünf koordinativen Fähigkeiten Bezug genommen. Dies sind die Orientierungsfähigkeit, Differenzierungsfähigkeit, Reaktionsfähigkeit, Gleichge-wichtsfähigkeit und Rhythmisierungsfähigkeit.
Das Produkt besteht aus einer Übungssammlung, in welcher verschiedene Übungen zu den koordinativen Fähigkeiten mit Einbezug der Musik dargestellt sind. Der Lehrplan des Zyklus 2 ist dabei von zentraler Bedeutung. Es ist ein Lehrmittel für die 3. – 6. Klasse.
Es wurde zudem eine Untersuchung beim Austesten der Bewegungsaufgaben durchgeführt. 5. und 6. KlässlerInnen wurden hinsichtlich des Sports, der Musik und des Einsatzes der Musik im Sportunterricht hinsichtlich der Motivation und Unterstützung befragt. Es hat sich in den beiden Klassen in Mols gezeigt, dass Mädchen und Knaben im Bereich Sport gleich interessiert sind, sich aber in den Bereichen Musik und dem Einsatz der Musik im Sportunterricht deutliche Unterschiede zeigen. Mädchen sind signifikant interessierter an der Musik und dem Einsatz der Musik im Sportunterricht als Knaben
Musikalische Improvisation. Praxisumsetzung des Improvisationsmodells in der Primarschule
Diese projektorientierte Arbeit befasst sich mit der musikalischen Improvisation in der Primarschule. Der Theorieteil beschäftigt sich vor allem mit dem Improvisationsmodell. Zudem werden die Förderung der Explorationslust von Schülerinnen und Schülern während der Improvisation, die Bedeutung des Hörens beim Erwerb von improvisatorischen Kompetenzen, ein Beitrag zur optimalen Fehlerkultur und die Auswirkung auf den musikalischen Schulunterricht beschrieben.
Im zweiten Teil der Arbeit lässt sich das Vorgehen vor und während der Projektwoche als praktische Umsetzung mit musikalischen Sequenzen finden. Einige Theorieinputs, wie zum Beispiel zur Ausgangslage und zu den Gelingensbedingungen, werden bewusst erst im praktischen Teil aufgezeigt, sodass direkte Verbindungen ersichtlich gemacht werden können.
Die anschliessende Reflexion zeigt zusammengefasst auf, wie die Umsetzung theoretisch und praktisch funktioniert und welche Erfahrung dabei gemacht werden konnten.
Fragestellung
Wie lässt sich das Modell «Improvisation» in der Praxis umsetzen und die Schülerinnen und Schüler in ihrer natürlichen Explorationslust während der musikalischen Improvisation fördern
Die Stimme, unser wichtigstes Instrument. Einsingübungen für die Unter- und Mittelstufe
Während der Primarschulzeit und der Ausbildung an der pädagogischen Hochschule, ist der Autorin immer wieder aufgefallen, wie wenig Wert in der Primarschule auf das Einsingen und die Stimmbildung gelegt wird.
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den verschiedenen Vorgehensweisen beim Einsingen und leitet daraus die folgende Fragestellung ab: Welche Übungen sind sinnvoll, um die Singstimme bei Unter- und Mittelstufenkindern zu fördern?
Dazu wird mit Hilfe einer Literaturrecherche nach passenden Übungen gesucht. Diese sind nach sinnvollen Merkmalen in Haupt- und Unterkategorien zusammengefasst. Es ergeben sich die Themenfelder: Körperhaltung/-spannung (Bewegung), Atmung (mit Zwerchfellstoss), Aussprache und Stimme. Zudem wurden zehn Einsinggeschichten, welche praktische Übungen zum Thema Einsingen enthalten, für die Unter- und Mittelstufe erstellt und in einem Übungsheft zusammengefasst. Sie orientieren sich am Jahreskreis der Schule, oder sind themenbezogen entwickelt. Die Umsetzung der Geschichten ab der 5. Primarklasse kann sich als anspruchsvoll herausstellen. Deshalb gibt es eine Übungssammlung, losgelöst von den Geschichten, welche zusätzlich ins Übungsheft integriert wurde und im Musikunterricht für Zyklus 1 und 2 eingesetzt werden kann.
Für die praktische Umsetzung wurde der Lehrplan 21 miteinbezogen, um die Übungen kompetenzorientiert auf zu bauen
"Schau nicht zu!" Zivilcouragiert handeln lernen - Zivilcourage zeigen
Oft fehlt es in unserer Gesellschaft an Zivilcourage. Dies aufgrund von möglichen Nachteilen, die in Kauf genommen werden müssen, wenn zivilcouragiert gehandelt wird. In der vorliegenden Arbeit wird folgender Fragestellung nachgegangen: Wie wird Zivilcourage gefördert und mit welchen Methoden können SuS im Unterricht motiviert werden, Zivilcourage anzuwenden? In einem ersten Schritt wird erklärt, inwiefern sich Zivilcourage von Mut unterscheidet. Anschliessend werden die Phasen des Entscheidungsprozesses vorgelegt, nach welchem zivilcouragiertes Handeln stattfindet und mögliche Widerstände erläutert. Im zweiten Schritt werden die Einflussfaktoren genannt, welche Zivilcourage hindern oder fördern. Diese werden in soziale, personale und situative Faktoren unterschieden. Jonas in Meyer et al. (2016, S. 213) erklärt, dass Zivilcourage nicht eine angeborene Persönlichkeitseigenschaft ist, sondern erlernbar ist. Somit wird klar, dass es möglich ist, Kindern in einem Training beizubringen, wie sie zivilcouragiert handeln können. Anschliessend wird geklärt, welche Bedingungen in der Schule erforderlich sind, damit die sozialen, personalen und situativen Einflussfaktoren gefördert werden können. Die Rolle der Lehrperson wird erklärt und es wird Bezug auf den Lehrplan genommen. Im nächsten Schritt wird ein bereits vorhandenes Projekt, nämlich das Peacemaker-Projekt, vorgestellt und evaluiert. Mit dem in dieser Arbeit angeeigneten Wissen, wurde ein Kriterienraster erstellt, auf welches sich das Produkt (eine Unterrichtsreihe) stützt. Folgende Kriterien wurden ausgewählt: Entscheidungsprozess verstehen, Arten und Möglichkeiten von Widerstand kennenlernen, Autorität überwinden, «Ich» Kompetenz fördern, Werte erleben, Empathie durch Perspektivenwechsel üben sowie Verantwortung übernehmen und dabei Gefahren und Risiken realistisch einschätzen. Im letzten Schritt werden drei Aspekte des NMG-Unterrichts vorgestellt, auf welche sich das erstellte Produkt bezieht
Lernraum Fliessgewässer
Das Ziel dieser produkt- und prozessorientierten Bachelorarbeit ist die Erstellung einer Broschüre in Form einer Handreichung für Lehrpersonen mit fünf unterschiedlichen Modulen, in denen jeweils Exkursionen für die Mittelstufe vorge- schlagen werden. Dabei behandelt die vorliegende Bachelorarbeit folgende Fra- gestellungen:
- Wie wird ein Exkursionstag an einem Fliessgewässer mit einer Mittelstufen- klasse geplant und gestaltet?
- Was muss beachtet werden in Bezug auf Sicherheit/Wetter/etc.?
- Weshalb/Inwiefern sind Fliessgewässer ein geeigneter Lernort?
- Was sind pädagogische Begründungen fürs draussen Unterrichten?
Um diese Fragen beantworten zu können, wurde im Theorieteil dieser Arbeit auf die positiven Effekte der Natur auf den Menschen mittels der Naturpädagogik und unterschiedliche Arten des Lernens eingegangen. Zudem ist eine Vertiefung in das Thema der Fliessgewässer und dessen Bewohner vorhanden, die in Form von Literaturrecherchen und Kontaktaufnahmen mit Fachexperten stattfand. Die Verbindung zwischen der Natur als Lernraum und den Fliessgewässern als Lebensraum stellen wir anhand des Lehrplans Volksschule St. Gallen her.
Alle theoretisch behandelten Themen dieser Arbeit haben Einfluss auf die Bro- schüre, welche zum Ziel hat, Lehrpersonen beim draussen unterrichten zu unterstützen und entlasten
(Un)Doing Gender. Musik als Ausgangslage für die Auseinandersetzung mit Geschlechterthematiken
Die Konstruktion von Geschlechteridentität ist ein kontinuierlicher Prozess, der im Wandel der Zeit von kulturellen und sozialen Einflüssen geprägt wird. Die Schule nimmt in diesem Prozess eine wichtige Rolle ein und verankert die Thematik der Geschlechter und Gleichstellung an mehreren Orten im Lehrplan. Die primären Kompetenzen zielen auf die Wahrnehmung und den Umgang mit Geschlecht und Rolle in der Gesellschaft, im Alltag und in der Arbeitswelt ab. Darstellungen von Männer- und Frauenrollen in den Medien nehmen dabei eine genau so wichtige Position ein wie Geschlechterrollen in Bezug auf Beziehung, Sexualität und Familienarbeit. Unter diesen Voraussetzungen wurde der Frage nachgegangen, was die Musik zur Umsetzung dieser Ziele beitragen kann. Als mögliche Antwort wurden eigene Kinderlieder komponiert, die auf der Basis von Strategien zu (un)doing gender eine differenzierte Auseinandersetzung mit Geschlechterthematiken ermöglichen
Regelschulkonform? Verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche und die Integration zurück in die Regelschule
In dieser Arbeit wird dargestellt, welche möglichen Ursachen die Verantwortung für eine Verhaltensauffälligkeit tragen könnten. Das Wort «normal» wird von unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und subjektive, wie auch kulturelle Vorstellungen beeinflussen die Wahrnehmung. Negative Zuschreibungen können ein Individuum beeinflussen, indem sie das Selbstwertgefühl mindern. Es existieren plausible Erklärungen, die dafürsprechen, dass eine Verhaltensauffälligkeit durch Lernen entsteht. In gewissen Situati-onen lernen Menschen, dass sie hilflos sind und sie verlieren die Motivation zum Handeln, was zu emotionalen Störungen führen kann. Das Innenleben der Individuen wird hier ausser Acht gelassen, was als kritisch betrachtet wird. Auch könnten Störungen im Verhalten durch Bindungsprobleme aufkommen. Ein Kind braucht eine enge, langfristige und besondere Beziehung zu einer Bezugsperson, welche ihm eine positive emotionale Grundhaltung entgegenbringt. Nur so kann ein Kind eine stabile psychische Si-cherheit erlangen.
Weiter wird aufgezeigt, dass sowohl Strukturwissen als auch das Bindungswissen zentrale Punkte sind, um Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten zu unterrichten. Es wird ein pädagogischer Ansatz betrachtet, um mit devianten Kindern zu arbeiten. Kindern und Jugendlichen wird eine lebenswerte Lebensform präsentiert, welche begründet und zugänglich ist. Sie sollen dazu lernen autonom zu handeln.
In Fallbeispielen wird von Fachpersonen geschildert, was es in der Praxis braucht, damit ein Kind oder ein Jugendlicher/eine Jugendliche von einer Sonderschule zurück in die Regelschule integriert werden kann. Es hat sich herauskristallisiert, dass sich Punkte wie enge Begleitung, Erfolgserlebnisse, Unterstützung wie auch Beziehung zu Fachpersonen als zentral erwiesen haben
Diagnostikfragebögen im Vergleich. Eine Methode zum Erkennen von Begabungen/Stärken im frühen Kindesalter
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage: Welche Instrumente können in der
Vorschule eingesetzt werden, um eine Begabung, eine Stärke oder gar ein
grosses Interesse bei jungen Kindern festzustellen? Dabei werden
verschiedene Diagnostikinstrumente analysiert und verglichen. Der Fokus ist in
dieser Arbeit auf den Interessensgegenstand Mathematik gerichtet. Um
Praxiserfahrungen einzubringen wurde eine Interviewbefragung durchgeführt.
Die Ergebnisse der Arbeit zeigen die Vor- und Nachteile der
Intelligenzdiagnostik auf, sowie ein geeignetes Vorgehen zum Feststellen von
Interessen im frühen Kindesalter
12 Modelle zum Verlauf motivierten Lernens & Verbindungen zu konkreten Unterrichtssituationen beim Lernen im Fachbereich Deutsch auf der Unterstufe
In der vorliegenden Bachelorarbeit wird auf folgende Fragestellung eingegangen:
Welche unterschiedlichen Motivationsmodelle gibt es und wie lassen sie sich mit konkreten Unterrichtssituationen im Fachbereich Deutsch auf der Unterstufe verbinden?
Um die Fragestellung beantworten zu können, werden insgesamt zwölf Motivationsmodelle analysiert: Person-Situations-Überblicksmodell (Heckhausen & Heckhausen, 2018), Person-Situations-Modell (Heckhausen & Heckhausen, 2018), Rubikon-Modell (Heckhausen & Gollwitzer, 1987), Hierarchie-Modell (Maslow, 1954), Zürcher Modell der sozialen Motivation (Bischof, 1975, 1985), Persönlichkeitssystem-Interaktions-Theorie (Kuhl, 2001), zyklisches Phasenmodell des selbstregulierten Lernens (Zimmermann, 2000), Instrumentalitätsmodell (Vroom, 1964), biologisches Modell des Machtmotivs bei Männern (Stanton & Schultheiss, 2009), erweitertes kognitives Motivationsmodell (Rheinberg, 1989), Flow-Quadranten-Modell (Csikszentmihalyi, 1997), Modell: «Wollen» und «Mögen» (Berridge, 1996). Zu jedem Motivationsmodell werden jeweils nach einer Erläuterung der Hauptaspekte zwei konkrete Lernsituationen aus dem Fachbereich Deutsch auf der Unterstufe vorgelegt und in Zusammenhang mit dem jeweiligen Modell gebracht. In der Diskussion werden allgemeine übergreifende Erkenntnisse, modellorientierte Erkenntnisse sowie Erkenntnisse aus Sicht der Lehrperson festgehalten.
Es kann festgestellt werden, dass die Motivation von Schülerinnen und Schüler dann unterstützt werden kann, wenn die konkreten Lernsituationen der Lernenden sorgfältig beobachtet und in Bezug auf das Verhalten und das Handeln des Kindes mit den relevanten Aspekten eines Motivationsmodells in Verbindung gebracht werden. Praktikerinnen und Praktiker können nicht alle Aspekte zur Entstehung motivierten Handelns berücksichtigen, aber sie können ihr eigenes Unterrichtshandeln durch die Berücksichtigung einzelner Aspekte der vorgestellten Motivationsmodelle optimieren