Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
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Für einen wirksamen Unterricht und eine erfolgreiche Schüler-Lehrer-Beziehung ist
entscheidend, dass Lehrpersonen ihren Schülerinnen und Schülern einen positiven ersten
Eindruck von sich vermitteln. Obwohl die zentrale Bedeutung des ersten Eindrucks einer
Lehrperson bekannt ist, wird der Sichtweise von Schülerinnen und Schülern und den dabei
mitwirkenden Aspekten in der Forschung vielfach keine Aufmerksamkeit geschenkt.
Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit den Einflüssen der Körpersprache und des
Erscheinungsbildes einer Lehrperson auf den ersten Eindruck bei Schülerinnen und Schülern
der zweiten Oberstufe. Kern der Arbeit bildet eine empirische Studie, bei der mit Hilfe von
Fotografien und Kurzvideos Jugendliche in einem fokussierten und halbstandardisierten
Interview zu ihrem ersten Eindruck von unterschiedlichen Lehrertypen befragt wurden. Die
Auswertung der erhobenen Daten erfolgte mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse.
Die Untersuchung ergab, dass für Jugendliche sowohl die Körpersprache als auch das
Erscheinungsbild wichtige Aspekte bei der Eindrucksbildung über eine Lehrperson darstellen.
Bei der Körpersprache erwiesen sich diesbezüglich vor allem die Gestik und das Vorhandensein
beziehungsweise die Absenz eines Lachens als massgebend. Eine hohe Verwendung
gestischer Ausdrucksweisen sowie ein authentisches Lachen machten auf die Schülerinnen
und Schüler einen besonders positiven Eindruck. Hinsichtlich des Erscheinungsbildes zeigte
sich, dass vor allem die Kleidung eine zentrale Rolle bei der Bildung des ersten Eindrucks
spielt. Die Auswertung ergab, dass Lernende der Oberstufe Lehrpersonen bevorzugen, die
einen modernen und jugendlichen Kleidungsstil tragen. Vermeintliche Tabus wie kurze oder
zerrissene Hosen, Körperschmuck oder eine Kopfbedeckung stiessen bei den Lernenden
vorwiegend auf Akzeptanz.
Geschlechterspezifische Unterschiede waren in der Gewichtung einzelner Aspekte zu
erkennen. Im Vergleich achteten die Knaben häufiger auf die Augenbrauen, die Gesichtsbehaarung
und die Gestik der beurteilten Lehrer. Äusserungen zu den Accessoires und der
Präsenz der Lehrpersonen fielen hingegen hauptsächlich von den Mädchen. Die Ergebnisse
der Studie zeigen, dass Jugendliche, abgesehen von einzelnen individuellen Meinungen,
einvernehmliche Vorstellungen darüber haben, welche Wirkung ein gewisser körpersprachlicher
oder äusserlicher Aspekt erzeugt. Auch aus diesem Grund liessen sich in der
vorliegenden Studie ebenfalls Muster in der Zuschreibung bestimmter Persönlichkeitsmerkmale
erkennen
Erstellung von Pausenplatzaufgaben in der Schulhausumgebung für die Mittelstufe
Der Lehrplan zielt auf die Anwendung erarbeiteter Kompetenzen ab, doch der Mathematik-Unterricht scheint vor allem auf formaler Basis stattzufinden. Für eine flexible Anwendung sind vielseitige Verknüpfungen vorteilhaft, deshalb wird der Fragestellung nachgegangen, wie mathematische Inhalte intensiver mit der Lebenswelt von Primarschülerinnen und -schülern verknüpft werden können. Als mögliche Antwort wurde eine Sammlung von Pausenplatzaufgaben erstellt, welche die Anwendung mathematischer Kompetenz in der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler verlangt. Dabei wurde da-rauf geachtet, dass die Aufgaben möglichst authentisch, handlungsorientiert und interessant sind. Die Ergebnisse zeigten eine hohe Motivation und intensive Auseinandersetzung beim situativen Lösen der Aufgaben seitens der Schülerinnen und Schüler. Daher bilden die Pausenplatzaufgaben eine mögliche, gute Antwort auf die Fragestellung und können auch als prozessabschliessende Anwendungsaufgabe verwendet werden
Klassenklima
Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit dem Klassenklima. Ferdinand Eder erforschte in den 90er Jahre das Klassenklima und erzielte Ergebnisse, die noch heute aktuell sind. Andreas Helmke (2014) weist die Bedeutsamkeit des Klassenklimas nach, indem er es als eines der 10 wichtigsten Merkmale von gutem Unterricht definiert. Diese beiden Forscher und ihre Forschungsergebnisse bilden die Grundlage dieser Bachelorarbeit, da kaum vergleichbare Forschungen vorhanden sind. Die Literatur stammt vorwiegend aus Fachbüchern. Teilweise werden Fachtexte aus Zeitschriften und dem Internet oder Ausschnitte aus Sammelwerken verwendet. Die Autorin hat sich mit vier Leitfragen auseinandergesetzt, welche die Relevanz, die Grundlagen, die Erhebungsmethoden sowie die präventiven und reaktiven Vorgehensweisen für die Ermöglichung eines positiven Klassenklimas betreffen. Die Arbeit ist literaturbasiert und beinhaltet im Kapitel ‘Vorgehensweisen’ Ideen und Tipps für die praktische Umsetzung. Das Ziel der Arbeit ist es, für die Autorin sowie für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger, das Bewusstsein der Bedeutung des Klassenklimas zu stärken und Möglichkeiten für die Gestaltung eines positiven Klassenklimas darzulegen. Das Klassenklima wirkt sich positiv auf die Zufriedenheit, das Selbstkonzept und die Psyche der Beteiligten aus. Grundlegend für ein positives Klassenklima sind die Beziehungen zwischen der Lehrperson und den Schülerinnen und Schülern sowie zwischen den Lernenden untereinander, die Rolle der Lehrperson sowie drei weitere Aspekte. Mögliche Erhebungsinstrumente wie beispielsweise der Linzer Fragebogen, welchen Ferdinand Eder und Johannes Mayr (2000) entwickelten, ermöglichen der Lehrperson, sich einen Überblick über das herrschende Klassenklima zu verschaffen. Präventive und reaktive Vorgehensweisen zeigen mögliche Handlungsweisen der Lehrpersonen auf
Die positiven Auswirkungen eines Schulhundeeinsatzes auf Kinder und Jugendliche mit Verhaltensstörungen. Welche Effekte treten weshalb auf?
Der Hund gilt schon lange als bester Freund des Menschen. Er ist ein treuer Begleiter im Alltag, welcher aber auch bei der Arbeit für bestimmte Aufgaben als Drogenspürhund, Blindenhund, Hütehund oder Lawinenhund eingesetzt werden kann. Seit einigen Jahren sind die Vierbeiner oftmals auch in der Schule anzutreffen. Schulhunde erfreuen sich immer grösserer Beliebtheit und begleiten zunehmend Pädagoginnen und Pädagogen ins Klassenzimmer. Was unter hundegestützter Pädagogik verstanden wird, was ein Schulhund überhaupt ist, welche Voraussetzungen für den Einsatz eines Schulhundes stimmen müssen, wie dieser das Klassenklima beeinflussen und welche positive Wirkung er auf Schülerinnen und Schüler haben kann, zeigt die Autorin mit dieser Arbeit auf. Da das Schweizer Schulsystem die Inklusion von verhaltensschwierigen Kindern und Jugendlichen in Regelklassen zunehmend begrüsst, wird der Fokus dieser Arbeit auf Schülerinnen und Schüler mit Verhaltensstörungen gelegt. Dazu wird der Begriff Verhaltensstörung und dessen Erscheinungsformen vorneweg geklärt. Es wird der Fragestellung nachgegangen, welche positiven Effekte Schulhunde speziell auf Kinder und Jugendliche mit Verhaltensstörungen haben können und weshalb diese auftreten. Anhand von Literatur- und Studienbefunden, Interviews mit drei erfahrenen Schul- und Therapiehundebesitzerinnen und Gesprächen mit Kindern aus einer Sonderschule soll diesen Fragen nachgegangen werden. Die Antworten zeigen auf, ob Schulhunde möglicherweise eine Hilfe bei der Inklusion von verhaltensschwierigen Schülerinnen und Schülern darstellen können
Frustrationstoleranz im Kindergarten erweitern. Erfassung und Analyse
Während meiner Praxisausbildung in Kindergärten erlebte ich zahlreiche Kinder in Spielsituationen, die mit mangelnder Frustrationstoleranz zu kämpfen hatten. Deshalb untersuche ich auf Grundlage meiner Fragestellung: «Wie erweitert sich die Frustrationstoleranz im Kindergarten?» zentrale Entwicklungsschritte zur Frustrationstoleranz während der Vorschulzeit.
Das Ziel meiner Arbeit ist es, durch eine vertiefte und mehrperspektivische Sichtweise die Frustrationstoleranz von Kindergartenkindern genau zu analysieren. Durch verschiedenste Tests in der Vergangenheit, zu welchen beispielsweise der Picture-Frustration-Test & der Marshmallow-Test dazuzählen, lassen sich wesentliche Entwicklungsschritte für den Kindergarten ableiten. Verbunden mit aktueller entwicklungspsychologischer Theorie und zwei Fachgesprächen mit Kindergärtnerinnen, habe ich Massnahmen für die Praxis abgeleitet. Die Schlussfolgerungen aus meiner literaturkritischen Arbeit zeigen, wie fundamental einerseits bereichspezifisches Wissen zur Frustrationstoleranz ist, aber auch, welche zentrale Wirkung Selbstinstruktionen während der Emotionsregulierung haben. Um eine angemessene und adäquate Frustrationstoleranz im Kindergarten weiterzuentwickeln, bedarf es Übungsfelder in allen Spielbereichen, in denen die Kinder vor emotionale Herausforderungen gestellt werden. Erwirbt das Kind die Fähigkeit, anhand stressreduzierender Strategien die Frustration zu überwinden und auszuhalten, gewinnt es an Frustrationstoleranz. Daraus zeigt sich, welch enorm wichtige Bedeutung dem Kindergarten zukommt, wenn es um die Erweiterung der Frustrationstoleranz geht
Motiviert Lernen. Lernmotivation aufrechterhalten
Während der Studienzeit an der PHSG begegnete die Autorin immer wieder unmotivierten Lernenden. Obwohl in der PHSG der Frage: «Was ist guter Unterricht?» nachgegangen wird, scheint dies trotzdem in der Realität nicht zu wirken.
Die Lernmotivation steht im Zentrum dieser Arbeit. Wieso Lernmotivation in der Primarschulzeit abnimmt und wie dem entgegengewirkt werden kann, soll beantwortet werden. Deshalb wird folgende Fragestellung bearbeitet: Welche didaktischen und pädagogischen Konzepte können dazu beitragen, dass Schüler und Schülerinnen möglichst lange intrinsisch motiviert lernen?
Die Autorin ist der Meinung, dass in der Primarschule der Grundstein für das spätere Leben gelegt wird. Nicht nur mit den Grundlagen des Wissens in Mathematik, Deutsch, Englisch etc. sondern auch die Einstellung zum Lernen allgemein wird stark geprägt. Als angehende Lehrperson (LP) sind diese oben genannten Fragen für die Autorin zentral.
Um diesen Fragen nachgehen zu können, hat sie entschieden eine auf Literatur basierende Arbeit zu verfassen. Der Grossteil der Arbeit bestand darin, sich in die Literatur einzulesen und wichtige Gründe bzw. Lösungen für die Probleme zu finden. Zitate und Quellen wurden in einem Dokument zusammengestellt. Erst dann begann die Autorin mit dem Verfassen der eigentlichen Arbeit. So musste sie während des Schreibens nicht ständig in Büchern blättern oder nach zusätzlichen Informationen suchen. Nur ganz zum Schluss wurde nochmals nach passender Literatur für die Stellen der Arbeit, die gemäss der Autorin noch nicht genügend genau ausformuliert waren oder noch Fragen aufwarfen, gesucht. Zuletzt wurde die Arbeit nochmals auf die formalen und inhaltlichen Kriterien überprüft.
Diese Arbeit stiess auf 16 Gründe, wieso die Lernmotivation abnimmt. Aufgrund dieser Gründe wurden mögliche didaktische und pädagogische Lösungen gesucht und jeweils gleich unter dem entsprechenden Grund formuliert («mögliche Lösungen»), um der Abnahme der Lernmotivation möglichst gut und in allen Bereichen begegnen zu können. Die Arbeit zeigt auch, dass eine Intervention machbar ist. Ein demotiviertes Kind muss nicht für den Rest seiner Schulzeit demotiviert bleiben. Es gibt fast unzählige Handlungsmöglichkeiten für die Lehrperson, um das zu ändern
Integrativer Regelunterricht für Kinder mit Epilepsie
Kinder mit Epilepsie sind gleich wie alle anderen, ausser in wenigen Minuten ihres Lebens. Die Autorin ist der Frage nachgegangen, ob ein Kind mit dieser Krankheit in eine Regelklasse integriert werden kann. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, mit der Bachelorarbeit Aufklärungsarbeit zum Thema Epilepsie, sowie Epilepsie im Schulalltag zu leisten, um so zu informieren, Vorurteile abzubauen und Ängste zu nehmen. Dafür wurde ausreichend Informationsmaterial zusammengetragen und das Epilepsiezentrum in Zürich besucht. Ebenfalls wurde das Thema Epilepsie mit Schülerinnen und Schülern thematisiert und ein Aufklärungsfilm produziert. Die Recherche hat ergeben, dass Kinder mit Epilepsie durchaus in eine Regelklasse integriert werden können und sollen. Es bedarf lediglich einige Vorkehrungen zu berücksichtigen
Momo bewegt. Bewegungssequenzen in Bewegung und Sport eingebettet in den Kinderroman Momo von Michael Ende
Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der Fragestellung, wie koordinative Fähigkeiten anhand verschiedener Bewegungssequenzen eingebettet in den Roman Momo gefördert werden können. Im Theorieteil wird analysiert, welchen Stellenwert Bewegung und Sport im Jugendalter besitzt und welche Bedeutung der Förderung der Koordination in der Primarschule zugeschrieben werden. Da diese Arbeit schlussendlich in einem Produkt endet, ist es ebenfalls zentral, gute Bewegungssequenzen zu definieren und Differenzierungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Das Produkt besteht aus einer Zusammenstellung von Bewegungssequenzen, welche jede Lehrperson ohne grossen Aufwand in die Turnstunde mitnehmen und ausführen kann. Die Bewegungssequenzen orientieren sich an dem Buch Momo von Michael Ende, welches fortlaufend im Unterricht gelesen und behandelt werden soll. Eine Karte bezieht sich auf eine Sequenz, welche sich wiederum auf ein zu lesendes Kapitel im Kinderbuch Momo bezieht. Eben-falls basieren die Sequenzen auf einzelnen koordinativen Fähigkeiten, da diese zwingend im Primarschulalter gefördert werden sollen. Das Vorgehen bestand darin, sich die wichtigsten Schlüsselsequenzen aus dem Buch herauszuschreiben und dazu passende Sequenzen für den Bewegungs- und Sportunterricht zu erstellen. Durch die Ausführungen der Übungen werden die Schülerinnen und Schüler angeleitet, sich vertieft mit dem Inhalt des Buches auseinanderzusetzen
Ein Bilderbuch zu Farben und Gefühlen. Die thematische Auseinandersetzung zu den Themen Farben und Gefühle sowie die praktische Umsetzung der erarbeiteten Theorie in Form eines Bilderbuchs
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Gestaltung eines Bilderbuches, welches auf der Thematik der Farben und der Gefühle aufbaut und ihr Zusammenwirken aufzeigt. Emotionen als wahrnehmbare Gefühlsregungen zeigen bei Menschen typische und charakteristische Merkmale, welche über alle Kulturen hinweg gleich sind (Frazzetto, 2014, S. 23). Farben hingegen können kulturell sehr unter-schiedlich interpretiert werden (Heller, 1999, S. 176). Die Fragestellung, «Wie kann ein Bilderbuch gestaltet werden, welches die Gefühle Wut, Traurigkeit und Freude der Kinder im Alter von 6-9 Jahren in den Farben Rot, Blau und Gelb darstellt?» versucht die beiden Aspekte Farben und Gefühle zusammenführend ersichtlich zu machen. Es werden theoretische Bezüge zum Bilderbuch, den Gefühlen so-wie zu den Farben erarbeitet. Daneben bringt die Evaluation in einer 1. – 3. Klasse Erkenntnisse, welche für die Beantwortung der Fragestellung zentral sind
Ein Leitfaden zur korrekten Planung und Durchführung eines Kurses / Lagers auf der Basis von Jugend und Musik
Diese Arbeit setzt sich mit der Theorie und der Umsetzung einer guten Lagerplanung auf der Basis von J+M auseinander. Anhand verschiedener Theorien wird ein Leitfaden erstellt, der Lehrpersonen und J+M Leiterinnen und J+M Leiter in der Planungsphase eines musikalischen Projektes führen soll. Eine fertige Lagerplanung zeigt den positiven Nutzen und die Einfachheit dieses Leitfadens.
In drei Kapiteln werden die theoretischen Aspekte, die Arbeit am Leitfaden und das Resultat des fertigen Leitfadens und der Planung eines Adventslagers vorgestellt