Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
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Akzeptanz von autonomem Fahren an der PHSG
Diese Arbeit hat zum Ziel, die Studierenden des Studiengangs Sek 1 der PHSG mit den ethischen Regeln der deutschen Ethik-Kommission zum autonomen Fahren zu konfrontieren, um hierdurch potenzielle Chancen und Barrieren der Entwicklung dieser Technologie besser abschätzen zu können. Es gibt viel bestehende Forschung zum autonomen Fahren, allerdings wurde bislang nie ein ethisches Regelwerk zum autonomen Fahren als Grundlage hierfür verwendet. Zu Beginn werden die Grundlagen zum autonomen Fahren beleuchtet. Es wird zuerst ein einheitliches Begriffsverständnis erarbeitet, anschliessend die autonomen Fahrstufen erklärt, sowie die Vor- und Nachteile dieser Zukunftsvision aufgezeigt. Anschliessend wird der Begriff «Akzeptanz» definiert, indem eindimensionale und zweidimensionale Betrachtungsweisen davon besprochen werden. Weiter wird eine lineare Darstellung erarbeitet, welche der empirischen Erhebung als Grundlage dient. In einem nächsten Schritt werden die zugrundeliegenden Prinzipien des Berichtes der EthikKommission besprochen, sowie potenzielle Konflikte aufgezeigt, die zwischen dem Regelwerk und heute weitverbreiteten Verständnissen des autonomen Fahrens auftreten könnten. Anschliessend wird das methodische Vorgehen ausgearbeitet. Aus den 20 ethischen Regeln werden Kernaussagen abgeleitet, welche anschliessend den Teilnehmenden präsentiert werden. Die Regeln sind zu detailliert und komplex, um sie unverändert Personen mit durchschnittlichem Wissensstand zum autonomen Fahren vorzulegen. Die Erhebung wird mit Hilfe eines Online-Fragebogens durchgeführt. Dabei werden 51 Teilnehmende von insgesamt 315 Adressierten in der Auswertung berücksichtigt. Der Fragebogen beinhaltet 25 geschlossene sowie drei offene Fragen. Die Auflistung der Resultate beschränkt sich, aufgrund der Forschungsfrage, auf rein deskriptive Darstellungsformen. Die Beantwortungen der geschlossenen Fragen geschehen in Form einer 7-stufigen Skala, welche an die zuvor erarbeitete Akzeptanz-Skala angelehnt ist. In der darauffolgenden Diskussion werden Auffälligkeiten diskutiert und zu erklären versucht. Die Arbeit kommt zum Schluss, dass die Studierenden den Regeln grundsätzlich positiv gegenüberstehen, dies allerdings unter Berücksichtigung der nachfolgenden Methodenkritik. Ausserdem werden für einige Regeln Empfehlungen zur Anpassung erarbeitet, um deren Akzeptanz erhöhen zu können. Abschliessend wird ein Fazit erarbeitet und ein Ausblick formuliert, der als Grundlage für zukünftige Forschung dienen soll
Strategien für eine erfolgreiche berufliche Wiedereingliederung in den schulischen Berufsalltag nach einem Burnout von Oberstufenlehrpersonen
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit der Thematik der Reintegration von Oberstufenlehrpersonen in den Berufsalltag nach einem Burnout. Sie konzentriert sich dabei auf Strategien, welche von den betroffenen Lehrpersonen angewendet werden, um im Lehrberuf auch nach einem Burnout zu bestehen. Die vorliegende Arbeit behandelt die Hauptfragestellung, welche Strategien Oberstufenlehrpersonen nach einem Burnout zur erfolgreichen beruflichen Wiedereingliederung in den schulischen Berufsalltag anwenden. Insgesamt wurden im Rahmen dieser Arbeit vier qualitative Interviews mit betroffenen Lehrpersonen durchgeführt. Diese Lehrpersonen haben mit Hilfe unterschiedlicher Strategien wieder in den Berufsalltag zurückgefunden. Die Daten, welche aus den halbstandardisierten Leitfadeninterviews gewonnen wurden, sind im Anschluss darauf mittels einer qualitativen Datenanalyse ausgewertet worden. Diese Datenanalyse orientiert sich am Modell ""Infernalisches Quartetts der Stressentstehung"", welches vier Entlastungswege aufzeigt: Achtsamkeit, Denkbarkeit, Möglichkeit und Erholung. Einerseits wird untersucht, welche Strategien von Lehrpersonen angewendet werden und welche dieser Strategien den jeweiligen Kategorien – Achtsamkeit, Denkbarkeit, Möglichkeit und Erholung – zugeordnet werden können. Andererseits geht es um die Frage, welche zusätzlichen Kategorien erschlossen werden müssen, um das Modell zu erweitern und zu vervollständigen. Schliesslich wird eine Gegenüberstellung mit der Literatur vorgenommen, welche die vorhandenen Strategien mit den tatsächlich angewendeten vergleicht, um Strategien zu erschliessen, welche als erfolgreich bewertet werden können. Bei den Ergebnissen fällt besonders auf, dass alle Lehrpersonen bewusst Strategien anwenden, um die berufliche Wiedereingliederung zu meistern. In der Strategieanwendung werden individuelle Schwerpunkte auf die verschiedenen Kategorien gelegt. Dennoch lassen sich auch Gemeinsamkeiten finden: den Strategien der Kategorien Erholung und Möglichkeit wird aus der Perspektive der interviewten Personen grundsätzlich am meisten Bedeutung zugesprochen. Zudem wird ersichtlich, dass die Zunahme von verfügbaren Strategien mit einem reduzierten Belastungsempfinden in Zusammenhang steht
Förderliche Faktoren für die psychische Gesundheit von Lehrpersonen
Die Gesundheit von Lehrpersonen ist ein viel diskutiertes und erforschtes Thema. Eine weitverbreitete Aussage ist, dass Lehrpersonen öfter an psychischen Erkrankungen wie Burnout leiden als andere Berufsgruppen aufgrund hoher Arbeitsbelastungen. Das Leben stellt eine Person immer wieder vor Herausforderungen und so auch der Beruf, wobei die Anforderungen unterschiedlicher Berufe überlappend oder aber berufsspezifisch sein können. Eine Lehrperson wird also immer wieder in Situationen geraten, welche ihre Gesundheit beeinflussen, sei dies im beruflichen oder im privaten Umfeld. Wie kann man mit solchen Belastungen umgehen und was hilft, um die psychische Gesundheit und die Motivation aufrecht zu erhalten? Das ist der Grundgedanke, der in dieser Arbeit erforscht wurde. Welche Faktoren gibt es, welche dienlich für die psychische Gesundheit und als Motivation für den Verbleib im Lehrberuf wahrgenommen werden? Zur Beantwortung dieser Frage, wurden narrative Interviews mit Lehrpersonen durchgeführt, welche erst kürzlich pensioniert wurden oder demnächst pensioniert werden. Die Altersgruppe wurde so definiert, in der Annahme, dass Lehrpersonen, welche sich Nahe an der Pensionierung befinden, viel Berufserfahrung mitbringen. Die Ergebnisse zeigen, dass es viele Faktoren gibt, welche als beeinflussend wahrgenommen werden. Dabei scheinen private Ressourcen und Persönlichkeitseigenschaften für die befragten Lehrpersonen sehr hilfreich zu sein. Der Vergleich der Ergebnisse mit den Studien aus den theoretischen Grundlagen zeigt zudem auf, dass die soziale Unterstützung, welche Lehrpersonen erfahren eine wichtige Rolle für die psychische Gesundheit einnimmt
Motivation von Ostschweizer Schülerinnen und Schüler für den Besuch eines Unterrichts in Heimatlicher Sprache und Kultur (HSK)
In den vergangenen Jahren hat sich die Bezeichnung «Mehrsprachigkeit» in der europäischen
Sprachenpolitik zum Schüsselbegriff entwickelt. Mit der Erarbeitung des Lehrplan 21 wurde auch in
der Schweiz ein Steuerungsinstrument entwickelt, welches für stärkere mehrsprachige und
interkulturelle Ansätze plädiert. Neben den Schweizer Landessprachen und Englisch sollen auch
andere Sprachen unterstützt und valorisiert werden. Für Schülerinnen und Schüler mit
Migrationshintergrund soll neben der Volksschule auch ein Unterricht in Heimatlicher Sprache und
Kultur (kurz HSK) angeboten werden. In diesem HSK-Unterricht erweitern Kinder und Jugendliche die
Kompetenzen ihrer Herkunftssprache und setzen sich mit den Kenntnissen über ihre Herkunftskultur
auseinander. Da Sprachenlernen eine lebenslange Aufgabe ist, scheint es besonders wichtig zu sein,
die Motivation sowie das Selbstvertrauen der Lernenden im Hinblick auf die Mehrsprachigkeit zu
fördern.
Diese Masterarbeit beschäftigt sich mit der Motivation von Ostschweizer Schülerinnen und Schüler für
den Besuch eines HSK-Unterrichts. Im theoretischen Teil der Arbeit wird die Bedeutung des HSKUnterrichts
für das Erlernen weiterer Sprachen, die Entwicklung der kulturellen Identität sowie die
Wechselwirkung von Migrationshintergrund und Schulerfolg anhand des aktuellen Forschungsstandes
aufgezeigt. Zudem werden die motivationalen Prozesse beim Sprachenlernen dargelegt und
bedeutende Modelle der Motivationserfassung beschrieben. Für den darauffolgenden empirischen
Teil wurden qualitative, halb standardisierte Einzelinterviews mit Ostschweizer Schülerinnen und
Schülern zwischen 10 und 15 Jahren durchgeführt, die einen HSK-Unterricht besuchen. Die befragten
Kinder und Jugendlichen äusserten ihre subjektiven Meinungen über die Relevanz des HSK-Kurses und
beschrieben ihre persönlichen Motive für einen regelmässigen Kursbesuch. Die im Rahmen der
Interviews gewonnenen Erkenntnisse werden schliesslich analysiert und es wird überprüft, ob die
theoretischen Grundlagen mit den subjektiven Aussagen der Schülerinnen und Schülern
übereinstimmen
Der erste Eindruck einer Lehrperson. Einflüsse der Körpersprache und des Erscheinungsbildes einer Lehrperson auf den ersten Eindruck bei Jugendlichen
Für einen wirksamen Unterricht und eine erfolgreiche Schüler-Lehrer-Beziehung ist
entscheidend, dass Lehrpersonen ihren Schülerinnen und Schülern einen positiven ersten
Eindruck von sich vermitteln. Obwohl die zentrale Bedeutung des ersten Eindrucks einer
Lehrperson bekannt ist, wird der Sichtweise von Schülerinnen und Schülern und den dabei
mitwirkenden Aspekten in der Forschung vielfach keine Aufmerksamkeit geschenkt.
Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit den Einflüssen der Körpersprache und des
Erscheinungsbildes einer Lehrperson auf den ersten Eindruck bei Schülerinnen und Schülern
der zweiten Oberstufe. Kern der Arbeit bildet eine empirische Studie, bei der mit Hilfe von
Fotografien und Kurzvideos Jugendliche in einem fokussierten und halbstandardisierten
Interview zu ihrem ersten Eindruck von unterschiedlichen Lehrertypen befragt wurden. Die
Auswertung der erhobenen Daten erfolgte mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse.
Die Untersuchung ergab, dass für Jugendliche sowohl die Körpersprache als auch das
Erscheinungsbild wichtige Aspekte bei der Eindrucksbildung über eine Lehrperson darstellen.
Bei der Körpersprache erwiesen sich diesbezüglich vor allem die Gestik und das Vorhandensein
beziehungsweise die Absenz eines Lachens als massgebend. Eine hohe Verwendung
gestischer Ausdrucksweisen sowie ein authentisches Lachen machten auf die Schülerinnen
und Schüler einen besonders positiven Eindruck. Hinsichtlich des Erscheinungsbildes zeigte
sich, dass vor allem die Kleidung eine zentrale Rolle bei der Bildung des ersten Eindrucks
spielt. Die Auswertung ergab, dass Lernende der Oberstufe Lehrpersonen bevorzugen, die
einen modernen und jugendlichen Kleidungsstil tragen. Vermeintliche Tabus wie kurze oder
zerrissene Hosen, Körperschmuck oder eine Kopfbedeckung stiessen bei den Lernenden
vorwiegend auf Akzeptanz.
Geschlechterspezifische Unterschiede waren in der Gewichtung einzelner Aspekte zu
erkennen. Im Vergleich achteten die Knaben häufiger auf die Augenbrauen, die Gesichtsbehaarung
und die Gestik der beurteilten Lehrer. Äusserungen zu den Accessoires und der
Präsenz der Lehrpersonen fielen hingegen hauptsächlich von den Mädchen. Die Ergebnisse
der Studie zeigen, dass Jugendliche, abgesehen von einzelnen individuellen Meinungen,
einvernehmliche Vorstellungen darüber haben, welche Wirkung ein gewisser körpersprachlicher
oder äusserlicher Aspekt erzeugt. Auch aus diesem Grund liessen sich in der
vorliegenden Studie ebenfalls Muster in der Zuschreibung bestimmter Persönlichkeitsmerkmale
erkennen
Orientierung am Zahlenstrahl bis in den Millionenraum
Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, ob die Kinder anfangs der fünften Klasse ein ausgeprägtes Zahlenraumverständnis am Zahlenstrahl bis in den Millionenraum besitzen, und will diese Frage anhand von Standortbestimmungen beantworten. Dazu wurde in zwei fünften Klassen eine schriftliche Standortbestimmung zum Zahlenstrahl durchgeführt. Anschliessend wurden zehn Kinder für eine mündliche Standortbestimmung ausgewählt, und mit jedem Kind wurde ein Interview geführt. Die Auswertung der schriftlichen und mündlichen Standortbestimmung zeigte, dass der Grossteil der Kinder den Zahlenstrahl korrekt interpretieren kann. In manchen Fällen führte der Zahlenstrahl zu Fehldeutungen, denn der Zahlenstrahl setzt eine Reihe an Einsichten bei der Anwendung voraus. Einzelne Kinder hatten Mühe mit der Interpretation der Strukturierungselemente des Zahlenstrahl sowie mit der Notation von Zahlen im korrekten Stellenwert. Die Interviews zeigten, dass einzelne Kinder mit der Skalierung des Zahlenstrahls Mühe hatten und wenige Kinder anfangs der fünften Klasse ein eher schwach ausgeprägtes Zahlenverständnis besitzen. Beim Aufbau der Vorstellung des Zahlenraums im Millionenraum sollte der Zahlenstrahl mit weiteren Anschauungsmitteln ergänzt werden
Herausforderung oder Überforderung - der richtige Berufseinstieg
Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen, welche sich einer Lehrperson in den ersten Berufsjahren stellen. Die Kernfrage lautet: Welche Herausforderungen zeigen sich im Berufseinstieg von Lehrpersonen und wie kann ihnen entgegengewirkt werden, damit eine Überforderung ausbleibt? Die Leistungsbeurteilung, die Beziehung zu verhaltensauffälligen Kindern, der Bezug zu den Erziehungsberechtigten sowie die nie enden wollende Vor- und Nachbereitung werden als stressbeladene Bereiche genannt. Die Unterstützung durch erfahrene Lehrkräfte und die Schulleitung ist essentiell, damit die Anforderungen bewältigt werden können. Ebenfalls müssen sich Junglehrpersonen realistische Teilziele setzen. Die Bachelorarbeit soll somit Hilfestellung für neueinsteigende Lehrpersonen geben.
Zur Beantwortung der Frage werden im ersten Teil dieser Arbeit ausgewählte Themen zum Berufseinstieg aus der Literatur beleuchtet. Im zweiten Teil folgt eine Darstellung der Haupterkenntnisse aus drei Interviews mit Lehrerinnen, welche unterschiedliche Berufserfahrungen ausweisen. Die Befragungen wurden für diese Arbeit durchgeführt und ermöglichen einen Blick in die heutige Schulpraxis. Anschliessend werden die Informationen aus der Literatur und die Interviews einander gegenübergestellt. Final werden die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst und im Kapitel «8. Relevanz für die Berufspraxis» als Orientierungshilfe zur Bewältigung des Berufsbeginns aufgezeigt
Klassenführung in der Schweiz und in Portugal - ein Vergleich
Die vorliegende Bachelorarbeit ist eine empirische Arbeit, befasst sich mit dem Thema Klassenführung und stellt dazu Vergleiche von zwei verschiedenen Klassenführungssysteme her. Der Vergleich wird zwischen der Klassenführung in Portugal und in der Schweiz gezogen. Es wird der Frage nachgegangen, welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten es zwischen der Klassenführung in der Schweiz und der Klassenführung in Portugal gibt. Dazu kommt noch die Fragestellung, ob ein Vergleich zwischen diesen beiden Ländern möglich ist.
Gegliedert wird die Arbeit in einen theoretischen Teil in Bezug auf die beiden Bildungs- und Klassenführungssysteme. Ergänzend dazu wurde mittels eines Fragebogens und Interviews die Frage geklärt, inwiefern in Portugal Klassenführung praktiziert
Ein Sommernachtstraum, fast wie von Shakespeare. Wie kann das Theater «Ein Sommernachtstraum» unter Berücksichtigung der Partizipation altersgemäss auf eine 3. Klasse adaptiert, erarbeitet und umgesetzt werden?
Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Fragestellung, wie das bereits bestehende Theater «Ein Sommernachtstraum» von Shakespeare unter Berücksichtigung der Partizipation altersgemäss mit einer 3. Klasse adaptiert, erarbeitet und umgesetzt werden kann. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler mittels Improvisation an der Entwicklung von Texten, Figuren und Szenen beteiligt sein.
Um diese Fragestellung beantworten zu können, haben die Autorinnen, neben der schriftlichen Arbeit, mit einer 3. Klasse ein Theaterprojekt durchgeführt. Die schriftliche Arbeit ist in einen theoretischen Teil, eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Theaterstück, einen praxisbezogenen Teil sowie einen Reflexions- und Erkenntnisteil gegliedert. In der Theorie vertiefen sich die Autorinnen in die Theaterpädagogik, die Organisation und den Aufbau des Projektes sowie in die Altersgemässheit. Aufgrund der daraus gewonnen Erkenntnisse wurde das Original teilweise mit und teilweise ohne die Kinder adaptiert und Bestandteile wurden verworfen oder weiterentwickelt. Die Klasse baute theaterpädagogische Kompetenzen auf und erarbeitete ihr persönliches Theater bis hin zur Aufführung. Danach werteten die Autorinnen das Projekt unter Einbezug der Kinder und der Klassenlehrpersonen aus. Im praxisbezogenen Teil der schriftlichen Arbeit wird der Prozess der Erarbeitung des Theaterstückes zuerst beschrieben und reflektiert und danach werden die Erkenntnisse diskutiert und festgehalten
Autorität im Wandel der Zeit
Diese Bachelorarbeit im Rahmen der Pädagogischen Hochschule St. Gallen befasst sich mit dem Verständnis von Autorität, welches sich im Verlauf der Zeit verändert hat. Dabei soll die Frage beantwortet werden, inwiefern die vergangenen Erziehungsstile das heutige Verständ- nis von Autorität beeinflusst haben und welche Schlussfolgerungen daraus für die heutige Zeit gezogen werden können.
Für die Beantwortung dieser Fragestellung werden in einem ersten Teil drei Erziehungsstile vorgestellt: der autoritäre, antiautoritäre und autoritative Erziehungsstil. Dabei wird die gesellschaftliche Situation, das Erziehungsziel, die Erziehungseinstellung und die Erziehungspraktiken des jeweiligen Erziehungsstils beleuchtet. Am Ende resultiert daraus die Erkenntnis, dass die negativen Folgen des autoritären und antiautoritären Erziehungsstil die positiven überwiegen. Der autoritative Erziehungsstil wäre eine ideale Form, da er sich nicht in extremen Dimensionen bewegt. Er hat aber den Nachteil, dass er schwer fassbar ist. Deshalb wird der autoritative Erziehungsstil durch das Konzept von Haim Omer ergänzt. Sein Hauptkonzept basiert auf dem Aufbau der Präsenz in der Klasse. Dieses Konzept ist nicht vollständig umsetzbar. Erst mit einigen einfachen Abänderungen kann das Konzept im Unterricht angewendet werden