Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
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Sterben, Tod und Trauer in der Schule - Unterrichtsgestaltung zur Trauerverarbeitung der Schülerinnen und Schüler
Sterben, Tod und Trauer gehören unvermeidlich zum menschlichen Leben. Dennoch werden sie von der Gesellschaft oft verdrängt und bleiben ein Tabuthema. Umso wichtiger ist es, diesen Themen in der Schule Raum zu geben und sich damit auseinanderzusetzen. Denn auch Kinder erleben Abschiede und Trauer in diversen Formen, sei es durch den Tod eines geliebten Menschen oder Haustieres sowie auch zum Beispiel infolge einer Trennung der Eltern. Trauer zeigt sich auf geistiger, körperlicher und psychischer Ebene, die bei jedem Individuum unterschiedlich sein kann. Hierbei äussern sich wiederum verschiedene Todeskonzepte, welche kulturell, religiös oder familiär geprägt sein können. Ebenfalls ist es wichtig, auf die Entwicklungsstufen der Kinder einzugehen und diese bei der Thematisierung von Sterben, Tod und Trauer zu berücksichtigen. Angesichts dieser gesellschaftlichen Lücke widmet sich die folgende produktorientierte Bachelorarbeit der zentralen Fragestellung: Wie kann das Thema Tod und Abschied bei Schülerinnen und Schülern des Zyklus 2 thematisiert werden und welche Ideen und Praktiken gibt es, um die Trauerverarbeitung der Schülerinnen und Schüler zu unterstützen?
Der Umgang mit Sterben, Tod und Trauer im Unterricht bringt für eine Lehrperson besondere Herausforderungen mit sich. Wie kann solch ein schwieriges Thema zeitlich trotz fehlendem Lehrplanbezug in den Unterricht involviert werden? Wie kann mit der Heterogenität in der Klasse umgegangen werden? Wie kann eine Todesnachricht den Schülerinnen und Schülern übermittelt werden bzw. was ist bei einem plötzlichen Tod im Umfeld der Schulklasse besonders zu beachten? Obwohl die Thematisierung Herausforderungen mit sich bringt, ist die Schule ein wichtiger Ort für die Kinder, wo sie sich austauschen und weiterentwickeln können. Besonders für ein Kind mit lebensverkürzender Krankheit ist die Schule ein wichtiger Ort der Normalität.
Im Fokus dieser Bachelorarbeit stehen einerseits die theoretischen Grundlagen zum Thema Tod und Trauer, andererseits praktische Methoden, welche in den schulischen Alltag eingeplant und umgesetzt werden können. Diese Erkenntnisse ergeben schliesslich ein Ideenbuch für die Mittelstufe, welches Lehrpersonen konkrete Unterrichtsideen bietet
Soziales Lernen im Sportunterricht
Im Sportunterricht an Schulen können häufig zahlreiche Störsituationen auftreten, da dieser Unterricht offener ist und grössere Flächen für Störungen bietet. Je nach Reaktion der Lehrperson können diese Störsituationen genutzt werden, um am Sozialverhalten der Schüler:innen zu arbeiten. In dieser Arbeit werden Theorie und Praxis miteinander verglichen, indem verschiedene Lehrpersonen zu Störsituationen, Klassenführung und sozialem Lernen im Sportunterricht befragt und deren Antworten mit der Theorie verglichen werden. Die Arbeit stellt folgende Fragestellung in den Mittelpunkt: Wie setzen Lehrpersonen im Sportunterricht in der 5./6. Klasse ihr theoretisches Wissen über Störsituationen und deren Bewältigung in der Praxis um? Die Ergebnisse zeigen, dass eine konsequente Anwendung von präventiven Strategien, wie klar definierten Regeln und Ritualen, zu einer Reduktion von Störsituationen im Sportunterricht führt. Diese Erkenntnisse stimmen mit der Hypothese überein, dass präventive Massnahmen im Sportunterricht effektiv zur Minimierung von Störungen beitragen können
Rituale in der Schule – ihr Funktionieren, ihre Funktion und ihre Grenzen
Bei genauer Betrachtung lassen sich im Alltag eines Kindes vielerorts Rituale entdecken, sei dies in der Familie zu Hause oder in der Schule. In der Ausbildung zur Lehrperson sind Rituale ein mehrfach wiederkehrendes Thema. Somit stellt sich die Frage, weshalb sie so wichtig sind im Schulunterricht. In der vorliegenden Bachelorarbeit steht die Fragestellung im Zentrum: ‘Weshalb sind Rituale wichtig im Schulalltag, wie funktionieren sie, was ist ihre Funktion für Kinder und welche Risiken können sie im Unterricht für die Kinder haben?’. Damit Rituale funktionieren, müssen sie einen gewissen Grad an Allgemeingültigkeit erreichen. Erst wenn sie von mehreren Personen ähnlich umgesetzt werden und ihnen eine Bedeutung zugeschrieben wird, kann ihr Sinn erreicht werden. Rituale stärken das Gefühl der Selbstwirksamkeit und darum auch die Leistung. Sie können die Reaktion des Gehirns auf Fehler regulieren, Ängste reduzieren und das Gefühl von Kontrolle geben. Da der Alltag durch Rituale vorhersehbar wird, geben sie den Schüler:innen ein Gefühl von Sicherheit. Zudem stärken Rituale das Gefühl von Zugehörigkeit. Sie finden in der Regel im Kollektiv statt und bringen die Gruppe stärker zusammen. Diese Eigenschaft hat auch Risiken. Rituale können zu Exklusion führen. Wer nicht am Ritual teilnimmt oder teilnehmen kann, wird aus der Gruppe ausgeschlossen. Zudem kann es bei Ritualen zu Sinnentleerung oder auch Machtmissbrauch kommen. Die Form des Rituals allein garantiert noch keinen vertretbaren Inhalt. Die in der Literaturrecherche gewonnenen Erkenntnisse werden durch die beiden regionalen Rituale Chalandamarz und Sächsilüüte veranschaulicht und helfen, sie zu verstehen
Schwierigkeiten von Kindern mit frühkindlichem Autismus im Sonderschulalltag
Diese Bachelorarbeit untersucht die Schwierigkeiten, die Kinder mit frühkindlichem Autismus im Sonderschulalltag erleben, und beleuchtet verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten, die Lehrpersonen zur Erleichterung des Alltags dieser Kinder umsetzen können. Der Fokus liegt dabei auf den spezifischen Herausforderungen in den Bereichen emotionale Reaktionen, Kommunikation, soziale Interaktion, sensorische Empfindlichkeiten, Aufmerksamkeitsregulation und Übergänge. Anhand von Beobachtungen zweier Kinder im schulischen Umfeld werden typische Merkmale von frühkindlichem Autismus in Bezug auf die genannten Bereiche aufgezeigt und mit bestehenden Theorien abgeglichen. Auf Grundlage der Analyse dieser Schwierigkeiten werden Handlungsansätze für Lehrpersonen entwickelt, die von strukturierten Lernumgebungen über die Förderung der sozialen und kommunikativen Kompetenzen bis hin zur Anpassung der Klassenzimmerumgebung reichen. Ziel dieser Arbeit ist es, praxisorientierte Empfehlungen zu geben, die Lehrpersonen dabei unterstützen, den Sonderschulalltag für Kinder mit frühkindlichem Autismus zu erleichtern und ihre Integration sowie Teilhabe im schulischen Kontext zu fördern
Strukturen, Methoden und Materialien für den Unterricht mit Schüler:innen im Autismus-Spektrum in Regelklassen
Das Bildungswesen beschäftigt sich mit einer Vielfalt an Schüler:innen. Diese Bachelorarbeit betrachtet das Thema Autismus näher; sie konkretisiert, welche Strukturen, Methoden und Materialien sich für Schüler:innen im Autismus-Spektrum an Regelschulen eignen. In diesem Zusammenhang wird auch die Gestaltung des Klassenzimmers sowie nötige Kompetenzen von und Herausforderungen an Lehrpersonen beleuchtet. erster Das Augenmerk der Arbeit liegt auf Interviews mit heilpädagogischen Lehrkräften, um aus Hand praktische und konkrete Unterstützungsmöglichkeiten herauszuarbeiten, die einen funktionierenden Unterricht mit Schüler:innen im Autismus-Spektrum auch an einer Regelschule ermöglichen. Die theoretische Grundlage bietet der aktuelle Forschungsstand, aber auch allfällige Lücken, welche noch zu wenig erforscht sind. Das übergeordnete Interesse liegt darin, das Wissen zu Autismus zu vertiefen und Lehrpersonen an Regelschulen auf die Arbeit mit Schüler:innen im Autismus-Spektrum zu sensibilisieren und gezielte Unterstützungsmöglichkeiten aufzuzeigen
Rüebli oder Karotte? Eine korpuslinguistische Analyse von Helvetismen in Deutschlehrwerken
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Gebrauch von Helvetismen in denDeutschlehrmitteln «Die Buchstabenreise» (1. Klasse) und «Die Sprachstarken» (2. Klasse).Ziel der Arbeit ist es, den Umfang und die Kontexte dieser sprachlichen Besonderheiten zuanalysieren und ihre Verteilung in den Lehrmitteln zu bestimmen. Dabei wird auch der Fragenachgegangen, ob Helvetismen gezielt in bestimmten thematischen Bereichen eingesetztwerden.
Der theoretische Teil der Arbeit beleuchtet den plurizentrischen Charakter der deutschenSprache und erklärt die Bedeutung und Merkmale von Helvetismen. Im analytischen Teil wirdmithilfe einer Korpusanalyse untersucht, wie häufig und in welchen Kapiteln die LehrmittelHelvetismen verwenden. Die Ergebnisse zeigen, dass Helvetismen zwar vorkommen, jedochnur eine begrenzte Rolle spielen und primär in spezifischen Kontexten integriert sind.Die Arbeit trägt zu einem besseren Verständnis der schweizerischen Sprachvariante imBildungskontext bei und regt dazu an, die sprachliche Vielfalt im Unterricht bewusst zuberücksichtigen
Bilderbuch
Das kleine Einmaleins bildet eine grundlegende Kompetenz im Mathematikunterricht des Zyklus 1, stellt jedoch für viele Schülerinnen und Schüler eine Herausforderung dar. Um die Multiplikation für Kinder verständlich und ansprechend zu gestalten, wurde in dieser Arbeit einmathematisches Bilderbuch entwickelt, das narrative und visuelle Elemente kombiniert. Ziel des Bilderbuches ist es, die abstrakten Konzepte der Multiplikation kindgerecht zu vermittelnund gleichzeitig die Kompetenzen des Lehrplans 21 des Kantons St. Gallen zu berücksichtigen.Die Arbeit beleuchtet die didaktischen und gestalterischen Ansätze, die in die Konzeptioneingeflossen sind, und zeigt auf, wie das Bilderbuch die Motivation und das Verständnis derKinder fördern kann. Zudem werden die Ergebnisse von Rückmeldungen aus der Praxis reflektiert, um die Praxistauglichkeit und Effektivität des Bilderbuches zu evaluieren
Ein Bilderbuch zur Einführung und Förderung des kleinen Einmaleins
Das kleine Einmaleins bildet eine grundlegende Kompetenz im Mathematikunterricht des Zyklus 1, stellt jedoch für viele Schülerinnen und Schüler eine Herausforderung dar. Um die Multiplikation für Kinder verständlich und ansprechend zu gestalten, wurde in dieser Arbeit einmathematisches Bilderbuch entwickelt, das narrative und visuelle Elemente kombiniert. Ziel des Bilderbuches ist es, die abstrakten Konzepte der Multiplikation kindgerecht zu vermittelnund gleichzeitig die Kompetenzen des Lehrplans 21 des Kantons St. Gallen zu berücksichtigen.Die Arbeit beleuchtet die didaktischen und gestalterischen Ansätze, die in die Konzeptioneingeflossen sind, und zeigt auf, wie das Bilderbuch die Motivation und das Verständnis derKinder fördern kann. Zudem werden die Ergebnisse von Rückmeldungen aus der Praxis reflektiert, um die Praxistauglichkeit und Effektivität des Bilderbuches zu evaluieren
Schriftliche Arbeit
Die phonologische Bewusstheit beeinflusst die Lese- und Schreibkompetenz zentral und ist damit ein fundamentaler Faktor für den Schriftspracherwerb. Im Rahmen dieser Arbeit wurden zwei Kriterienraster entwickelt, welche Lehrpersonen bei der Analyse und Auswahl geeigneter Förderprogramme zur phonologischen Bewusstheit unterstützen sollen. Auf Grundlage einer Literaturrecherche und der Analyse evaluierter Programme wurden zentrale Kriterien definiert, welche eine hochwertige Auswahl der Programme ermöglichen. Die beiden Raster bilden eine praxisnahe Grundlage, welche durch zukünftige Studien zur Verifizierung zu einer Vereinfachung der Sprachförderung im Kindergarten führen können
Die Bruchbox
Diese Bachelorarbeit untersucht, wie Grundvorstellungen zum Thema Brüche nachhaltig vermittelt werden können, um langfristig Kompetenzen im Umgang mit Brüchen zu sichern und zu fördern. Hierzu wird eine praxisorientierte «Bruchbox» konzipiert, welche verschiedene Ansätze für den Einstieg in das Thema Brüche in der 5. Primarschulklasse bietet. Die Bruchbox enthält Materialien und Aufgaben für jede Methode und dient der gezielten Förderung der Grundvorstellungen, als vorbereitende Massnahme für die nachfolgende Arbeit mit Lehrmitteln