Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
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    Einsatz fächerübergreifenden Unterrichts zur Vernetzung von Wissen

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    In ihrem zweiten Studienjahr an der pädagogischen Hochschule St. Gallen begegnete die Autorin zum ersten Mal dem fächerübergreifenden Unterricht. Seither war sie der Überzeugung, dass diese Art von Unterricht dazu beiträgt, dass die Lernenden ihr wissen vernetzen. Die vorliegende Arbeit geht von dieser Annahme in Form folgender Fragestellung aus: Warum ist es wichtig, dass Schülerinnen und Schüler ihr Wissen vernetzen und wie muss Unterricht aussehen, damit dies erreicht wird? In einem ersten Schritt wurden mögliche Verbindungen zwischen der konstruktivistischen Lerntheorie sowie dem fächerübergreifenden Unterricht gesucht. Ausgehend von diesen Ergebnissen wurde ein Unterrichtssetting entwickelt, bei dem Inhalte aus den Fächern Natur, Mensch, Gesellschaft (NMG), Ethik, Religionen, Gemeinschaft (ERG), Bildnerisches Gestalten (BG) sowie Textiles und Technisches Gestalten (TTG) miteinander vernetzt werden. Die Methoden der beiden Gestaltungsfächer wurden ausserdem zur Herstellung von Werkzeugen für die Lernenden genutzt. Die Frage nach dem Warum kann mit den Schlüsselproblemen der Menschheit beantwortet werden, die nicht mit den Inhalten eines einzelnen Faches gelöst werden können. Die Erwartung, dass Unterricht fächerübergreifende sein muss, damit die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen vernetzen, konnte nicht bestätigt werden

    Von der Zwangsinstitution Schule zur fehlenden Motivation der Schülerinnen und Schüler?

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    In der Schweiz wurde im Jahre 1874 die Schulpflicht in der Bundesverfassung verankert. Seit jenem Zeitpunkt müssen die Kinder ihrer täglichen Pflicht nachkommen, die Schule zu besuchen. Kinder gehen aus unterschiedlichen Gründen nicht immer gleich gerne zur Schule. Es ist unklar, inwiefern die Motivation der Schülerinnen und Schüler von der Schule selbst beeinflusst wird. Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit dem Thema der Motivation von Schülerinnen und Schülern in Zusammenhang mit der Schule selbst als Institution. Dafür wird der Frage, ob die Schule als Zwangsinstitution einen relevanten Einfluss auf die Motivation der Schülerinnen und Schüler hat, nachgegangen. Da die Schülerinnen und Schüler seit frühester Kindheit an, beim Eintritt in die obligatorische Schule, die Rahmenbedingungen kennengelernt haben und sich an die Gegebenheiten der Schule gewöhnt haben, wird zu Beginn der Arbeit die folgende These aufgestellt: Die Zwangsinstitution Schule hat einen geringen Einfluss auf die Motivation der Schülerinnen und Schüler. Es wird am Anfang der Arbeit konkret aufgezeigt, nach welchen Kriterien Heinze (1980), Ziehe und Stubenrauch (1982) sowie Reichenbach (2013) die Schule als eine sogenannte Zwangsinstitution sehen. Anhand der Ergebnisse wird hinterfragt, inwiefern die heutigen Schülerinnen und Schüler die Schule als Zwangsinstitution sehen würden. Aufgrund dessen wird schliesslich aufgezeigt, welche Einflüsse es auf die Motivation der Schülerinnen und Schüler gibt und wie diese Motivation positiv beeinflusst werden kann

    Fördermöglichkeiten bei Wahrnehmungsstörungen

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    Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, an welchen Erkennungsmerkmalen sich Kinder, die unter Wahrnehmungsstörungen leiden, erkennen lassen, und welche Unterstützungsmöglichkeiten zielführend sind. Der Fokus wird vor allem auf die auditive und grobmotorische/vestibuläre Wahrnehmung gelegt. Um diese Frage beantworten zu können erfolgte im ersten Teil zunächst eine intensive Auseinandersetzung mit der Fachliteratur. Daraufhin wurden drei halbstrukturierte Leitfadeninterviews mit Fachpersonen aus dem sonderpädagogischen Bereich geführt. Die gesammelten Daten wurden anschliessend mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse aus den Leitfadeninterviews haben aufgezeigt, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, um Wahrnehmungsstörungen bei Kindern zu erkennen. So kann eine Störung durch gezielte Beobachtungen, Tests oder auf einen gewissen Bereich zielende Übungen festgestellt werden. Zudem hat sich ergeben, dass die Erkennung von Wahrnehmungsstörungen im auditiven Bereich schwieriger ist als bei der grobmotorischen und vestibulären Wahrnehmung. Zur Behandlung von Wahrnehmungsstörungen stehen den Pädagoginnen und Pädagogen sowie den Therapeutinnen und Therapeuten zahlreiche Übungsformen zur Verfügung. Eine klare Strukturierung oder verallgemeinerte beziehungsweise standardisierte Auflistung dieser Verfahren gibt es jedoch nicht. Je nach beruflicher Ausbildung werden andere Fördermöglichkeiten, die sich zum Teil trotzdem überschneiden, angewendet

    Leistungsdruck und intrinsische Motivation im Englischerwerb. Ein Vergleich zwischen der Schweiz und Norwegen

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    Die vorliegende Literaturarbeit vergleicht das schweizerische und das norwegische Bildungssystem in Bezug auf den Leistungsdruck und die intrinsische Motivation von Primarschülerinnen und Primarschülern sowie deren Auswirkungen auf das Erlernen von Englisch, das in beiden Ländern als die erste Fremdsprache gilt. Bezüglich des Erlernens von Englisch geht es um den Lernerfolg, den die Kinder in diesem Fach erzielen. Die literarische Recherche hat ergeben, dass Primarschulkinder in Norwegen einem geringeren Leistungsdruck ausgesetzt sind als in der Schweiz, da sie insgesamt weniger Zeit für die Schule aufwenden müssen und anders als in der Schweiz bis in die achte Klasse keine Schulnoten erhalten. Da Leistungsdruck eine Abnahme der intrinsischen Motivation auslöst, die neben anderen Faktoren für einen erfolgreichen Fremdspracherwerb entscheidend ist, lernen Kinder, die den norwegischen Unterricht besuchen, erfolgreicher Englisch als jene, die am schweizerischen Englischunterricht teilnehmen

    Mathematisches Lernen bei geistig beeinträchtigten Schülerinnen und Schülern

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    Mit einer Literaturarbeit wurde die Bachelorarbeit zum Thema «Mathematisches Lernen bei geistig beeinträchtigten Schülerinnen und Schüler» erstellt. Die Literaturarbeit besteht aus Recherchen aus Büchern, Berichten und Studien sowie aus Informationsgesprächen mit Schulleitung und Heilpädagogen. Die folgenden Fragestellungen galten als Leitfaden für die Arbeit 1. Welche Vorgaben gibt es zum Mathematikunterricht mit Kindern mit geistiger Beeinträchtigung? 2. Welche Herausforderungen bestehen im Blick auf das mathematische Lernen bei Kindern mit geistiger Beeinträchtigung? 3. Wie werden Lern- und Entwicklungsziele im Fach Mathematik für Schülerinnen und Schüler mit einer geistigen Beeinträchtigung bestimmt? 4. Welche konzeptionellen Vorschläge, Vorgaben, Empfehlungen und Richtlinien gibt es zum Mathematikunterricht mit Kindern mit geistiger Beeinträchtigung? Was ist dazu empirisch bekannt? Kurz zusammengefasst gibt es keine Vorgaben für den Mathematikunterricht in Sonderschulen ausser den Alltagbezug auf der Basis des Lehrplans 21. Die Herausforderungen liegen bei den neuropsychologischen Voraussetzungen der Kinder und der entsprechenden Themenwahl. Die Lern- und Entwicklungsziele werden von den Lehrpersonen, Heilpädagogen, Therapeuten und Sozialpädagogen entwickelt mit verschiedenen Hilfsmitteln und Testverfahren. Vorschläge, Vorgaben, Empfehlungen und Richtlinien gibt es im entwickelnden Mathematikunterricht mit dem Stufenmodell von Piaget sowie die Niveau- und Projektorientierung im Unterricht und Hilfsmitteln zur Inklusion von «Integration unterstützen». Dazu folgen Ideen für mathematische Denkspiele, die das Lernverhalten der Kinder verändern kann

    Vom Chor zum Konzert. Was sind die relevanten Elemente, um einen Chor zu leiten und anschliessend ein Konzert durchzuführen?

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    Was braucht es, um mit Schülerinnen und Schülern ein Konzert durchzuführe? Diese Fragestellung soll in folgender Arbeit beantwortet werden. Es ist eine Art Zusammenfassung von allen relevanten Elementen, welche für ein Konzert mit einer Schulklasse benötigt werden. Um einen Bezug zur Realität zu haben, werde ich mit einer 6. Primarschulklasse Proben durchführen und ein Konzert organisieren. Zu Beginn der Arbeit gibt es einen theoretischen Teil. In diesem werden theoretische Grundlagen bearbeitet und analysiert. Von der Physiologie der Kinderstimme, dem Arrangieren der Literatur, bis hin zu den Konzertvorbereitungen werden alle relevanten Bereiche thematisiert. In einem zweiten Teil werden meine praktische Erfahrungen notiert. Am Ende der Arbeit sollen alle relevanten Elemente für ein Schülerkonzert kompakt zusammengefasst sein

    Förderung der sozial-emotionalen Kompetenz von Kindergartenkindern durch den Einsatz von märchenhaften Geschichten im Unterrichtsalltag mit Fokus Rhythmik als Teil der Musikpädagogik

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    Schwerpunkt dieser Bachelorarbeit ist die Förderung der sozial-emotionalen Kompetenz von Kindern im Kindergartenalter. In welcher Qualität emotionale und soziale Fähigkeiten ausgebildet sind, kann Einfluss auf den schulischen Erfolg und andere Lebensbereiche eines Individuums nehmen. Aus den Erkenntnissen der vorliegenden Literaturarbeit wurde ein Produkt entwickelt. Dieses enthält Geschichten und Rhythmiksequenzen, die zur Förderung der sozial-emotionalen Kompetenz von Kindergartenkindern dienen. Geschichten und Märchen stellen einen kindgerechten Rahmen dar, sozial angemessenes Verhalten zu thematisieren. Die darin inszenierte Gefühlswelt kann zu einer vertieften Auseinandersetzung mit eigenen Gefühlen führen. Besonders Märchen zeigen Vorteile von positivem Sozialverhalten auf. Die erstellten Rhythmiksequenzen vertiefen die Inhalte der Geschichten. Musik und Bewegung ermöglichen vielseitige Wahrnehmungserfahrungen, dienen als Kommunikationsmittel und unterstützen somit die Ausbildung der sozial-emotionalen Kompetenz. In der vorliegenden Arbeit wird folgende Fragestellung beantwortet: «Wie lassen sich märchenhafte Geschichten und dazu passende Unterrichtssequenzen mit Fokus Rhythmik (Musik & Bewegung) für den Kindergartenalltag verfassen, damit sie die Entwicklung der sozial-emotionalen Kompetenz von Kindern unterstützen?

    Ästhetischer Zugang zur Natur im Schulkontext. Inwiefern hat eine Intervention zum Thema Bienen als ästhetischer Zugang zur Natur einen Einfluss auf die intrinsische Motivation und die Kreativität der SuS?

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    Der naturwissenschaftliche Unterricht ist oft losgelöst von Naturerfahrungen. Gleichzeitig zeigen mehrere Studien eine Entwurzelung der Schülerinnen und Schüler gegenüber der Natur. Ein ästhetischer Zugang zur Natur in Verbindung mit der Arbeit mit lebenden Tieren bietet die Möglichkeit, dem entgegenzuwirken. Das Bildnerische Gestalten gibt einen Rahmen für diese naturwissenschaftlichen Erfahrungen. Basierend auf der Fachliteratur wurde eine Unterrichtseinheit geplant und durchgeführt. Das Ziel der Untersuchung ist herauszufinden, inwiefern die Intervention zum Thema Bienen als ästhetischer Zugang zur Natur einen Einfluss auf die intrinsische Motivation und die Kreativität der Schülerinnen und Schüler hat. Das Design der Untersuchung besteht aus drei Einheiten. Als Grundlage für die Standortbestimmung wird ein Projekt im Umfang von drei Lektionen durchgeführt, zur Erfassung der abhängigen Variablen. Danach folgt ein Input, bei dem Honigbienen im Schulgarten beobachtet, fotografiert und skizziert werden. Zur Überprüfung der Variablen wird ein weiteres Projekt mit dem Thema Bienen durchgeführt. In beiden Projekten wird eine Kachel erarbeitet, welche die Ästhetik der Natur widerspiegeln soll. Die Intervention wird mit einer Kleinklasse der Oberstufe Lindenhof in Wil durchgeführt. Die Stichprobe umfasst sechs Schülerinnen und Schüler. Mithilfe von Interviews nach den beiden Projekten werden die intrinsische Motivation und Kreativität erfasst und anschliessend mit einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Zudem wird für die Variable Kreativität zusätzlich eine Produktanalyse der Kacheln nach jedem Projekt durchgeführt, um die Kreativität besser erfassen zu können. Die Ergebnisse für die Motivation zeigen keinen eindeutigen positiven oder negativen Effekt der Intervention auf die Schülerinnen und Schüler. In Bezug auf die Kreativität hat die Intervention mit Bienen einen positiven Einfluss. Es bleibt die Frage, ob diese Ergebnisse sich mit einer grösseren Stichprobe bestätigen lassen. Es lohnt sich, die Untersuchung mindestens im Bereich der Kreativität fortzusetzen

    Die grosse Angst einer kleinen Partei. Islambilder im Parteimagazin der Eidgenössisch-Demokratischen Union von 1981 - 2021

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    Die Eidgenössisch-Demokratische Union (EDU) ist eine christlich-fundamentalistische Partei, die einen Nationalratssitz und verschiedene politische Mandate in Schweizer Kantonen innehält. Die EDU setzt sich für «christliche Werte» in der Politik ein, vertritt eine streng religiöse «Law-and-Order-Politik» und versteht sich als «Wächterin der Moral» und «Salz und Licht der Welt». Einige prominente Vertreter:innen der EDU gehören dem «Egerkinger Komitee» an, das 2009 die Mehrheit der Schweiz von der Initiative für ein Minarettverbot und 2021 von der Initiative für ein Verhüllungsverbot überzeugen konnte. Beide Initiativen schränken muslimisch gläubige Menschen in ihren religiösen Praktiken ein. Die öffentliche Unterstützung und gar Beteiligung an solchen Initiativen zeugen von einer feindlichen Einstellung der EDU gegenüber dem Islam. Diese Arbeit stellt sich der Frage, welche Islambilder im «EDU-Standpunkt», dem Parteiorgan der EDU, gezeichnet werden, wie sich diese Islambilder über die Jahre wandeln und welche Personen den parteiinternen Islamdiskurs führen. Mittels einer historischen Diskursanalyse werden Islambilder aufgezeigt, die im «EDU-Standpunkt», von 1981 bis 2021 kolportiert wurden. Die Diskursanalyse stützt sich auf Foucaults Diskursbegriff, identifiziert Diskursfragmente und -stränge, fragt nach Zuschreibungen, die dem Islam und Muslim:innen gemacht werden, und analysiert Topoi, auf welche die Argumentationen der EDU aufbauen. Dabei kristallisieren sich fünf Islambilder heraus, denen allen eine monolithische Wahrnehmung des Islams zu Grunde liegt. Erstens führt die christlich-motivierte prozionistische Haltung zu einer islamfeindlichen Deutung des Nahostkonflikts. Der Islam wird als Feind Israels gesehen. Feinde Israels sind nach Vorstellung der EDU auch Feinde Gottes. Dadurch wird der Islam zu einer antichristlichen Religion diffamiert. Dabei zeigt sich eine Generalisierung: Palästinenser:innen und Araber:innen werden als Muslim:innen gefasst. Das zweite Islambild stilisiert den Islam zur Antithese des Christentums und der Demokratie. Anhand des Topos der Wahrheit der Bibel wird dem Koran sein Wahrheitsanspruch abgesprochen. Im Zentrum steht die Kreuzigung Jesu, die im Koran «falsch» dargestellt werde, weshalb der Koran unwahr und der Islam antichristlich sein müsse. Weiter wird der Islam als undemokratisch und menschenrechtsverachtend dargestellt, während Menschenrechte und Demokratie als christlich-westliche Errungenschaften gesehen werden. Das dritte Islambild zeichnet einen gewalttätigen, machthungrigen und lügnerischen Islam. So wird dem Islam mit der Überflutungsthese eine Eroberungsabsicht zugeschrieben. Die Überflutungsthese besagt, dass der Islam Europa durch Geburten, Gewalt und Zuwanderung schleichend islamisieren würde. Bei der Zuschreibung von Gewalt taucht der Topos der koranhermeneutischen Konsequenz auf: Wer Teile des Korans wörtlich nehme, müsse den ganzen Koran wörtlich nehmen. Dementsprechend müssten gläubige Muslim:innen für die Verbreitung ihres Glaubens töten. Zur Bestätigung der dem Islam vermeintlich inhärenten Gewalttätigkeit wird auf Christ:innenverfolgung in islamisch geprägten Ländern und auf islamistischen Terror hingewiesen. In diesem Kontext tritt die Anschuldigung auf, dass das Lügen im Islam zur guten Tugend gehöre. Damit werden liberale muslimische Strömungen ihrer Aufrichtigkeit beraubt. Viertens wird der Islam als rückständige und integrationshemmende Kultur dargestellt. Dabei wird dem Islam Bildungsferne, Aufsässigkeit und Frauenfeindlichkeit zugeschreiben. Hinsichtlich dessen wird der Islam als Integrationshemmnis für hiesig lebende Migrant:innen gesehen. Das fünfte Islambild zeigt die Ambivalenz der Islamhaltung der EDU. So wird der von der EDU dargestellte Islam als Warnung und Vorbild für das «gottlose Europa» gesehen. Den Vorwurf des islamistischen Terrors, dass Europa dekadent und gottlos geworden sei, teilt die EDU. Gleichzeitig wird die Vehemenz, mit welcher Muslim:innen ihren Glauben bezeugen würden, bewundert. Christ:innen hätten sich daran ein Beispiel zu nehmen. Schliesslich gilt der Missionierungsgedanke der EDU auch den Muslim:innen. Ihnen müsse das «wahre Christentum» vorgelebt werden damit sie zum Christentum konvertieren könnten. Kontinuitätsbrüche lassen sich in den Islambildern der EDU keine finden, die Zuschreibungen bleiben von 1981 bis 2021 gleich. Mit den Terroranschlägen vom 9. September 2011 gewinnt der Islamdiskurs aber an Wirkmächtigkeit und rückt von einem Neben- auf einen Hauptschauplatz. Die Diskursführenden lassen sich in drei Kategorien aufteilen. Die erste Kategorie wird von parteiinternen Diskursführenden, meist Redaktor:innen des «EDU-Standpunkt», gebildet. Die zweite Kategorie bilden Missionar:innen, Vertreter:innen christlicher Institutionen und (Pseudo-)Expert:innen. Die letzte Kategorie wird von Ex-Muslim:innen, die zum Christentum konvertierten, gebildet. Bei dieser Charakterisierung zeigt sich, dass alle Diskursführenden Christ:innen sind. Islambilder im «EDU-Standpunkt» basieren also auf christlichen Narrativen über den Islam

    3D-Modellieren im Gestaltungsunterricht. Ein Erfahrungsbericht zur Durchführung von gestalterischen Experimenten mit digitalem 3D-Modellieren im Gestaltungsunterricht

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    3D-Modellierungssoftware ist heutzutage auch für die breite Masse einfach zugänglich und hat den Weg in die Schulwerkstätten gefunden. Es stellt sich die Frage, wie 3D-Modellieren für Experimente eingesetzt werden kann, um den Entwurfsprozess im Gestaltungsunterricht zu unterstützen. Dazu wurde die Hauptfrage in vier Unterfragen unterteilt, die prozessartig beantwortet wurden. Der Prozess wurde in der vorliegenden Arbeit dokumentiert und als Produkt entstand ein Erfahrungsbericht. Dazu wurde zuerst eine Literaturrecherche durchgeführt. Im weiteren Verlauf wurden die Erfahrungen zum Einsatz von 3D-Modellierungssoftware einer Lehrperson mit Hilfe eines Experteninterviews dokumentiert. Zum Interview wurde eine zusammenfassende qualitative Inhaltsanalyse durchgeführt, die gleichzeitig Kriterien für die Weiterarbeit generierte. Um mehr Perspektiven zum Umgang mit 3D-Modellierungsprogrammen im Unterricht und mögliche Auswirkungen zu bekommen, wurde mit einer Klasse eine Interventionsstudie durchgeführt. Die Interventionsstudie wurde mit einer Befragung der Schüler:innen und einer Bewertung der Ergebnisse ausgewertet. Der Fragebogen und die Kriterien zur Bewertung wurden mit Hilfe der Ergebnisse des Interviews generiert. Die Auswertung lieferte Erkenntnisse zu mehreren Unterfragen. Zum Schluss wurde der in der Studie angewendete Auftrag mit fremden Beispielen verglichen. Die Auswertung und Zusammenführung der beantworteten Unterfragen ergab, dass schon der Einsatz von 3D-Modellierung im Gestaltungsunterricht zum Experimentieren führt, vorausgesetzt der bearbeitete Auftrag enthält eine sinnvolle Problemstellung

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