Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
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Die vorliegende Bachelorarbeit geht der Frage nach, ob durch die Arbeit mit Lapbooks in der Primarschulstufe überfachliche Kompetenzen gefördert werden können. Ein Lapbook ist eine Präsentationsform, mit der in einer einfachen Mappe Lernergebnisse auf kreative Weise festgehalten werden und zum Entdecken einladen.
Auf einer praktischen Erprobung und auf Literaturrecherche basierend, wurde eine Ideensammlung zur Förderung überfachlicher Kompetenzen mit Lapbooks erstellt.
Die Arbeit behandelt Erkenntnisse zu den Lerntheorien des Konstruktivismus und des Kognitivismus. Ausserdem wird dem Einfluss von Lernmotivation und der Förderung von Lerntypen nachgegangen. Dabei wird festgestellt, dass der Einbezug verschiedener Wahrnehmungskanäle dem Lernen dient. Es konnte jedoch kein eindeutiger Beleg gefunden werden, dass die Zuordnung zu einem bestimmten Lerntyp sinnvoll ist. Von der Nutzung verschiedener Wahrnehmungskanäle und deren Vernetzung profitiert auch das Gehirn. Im Gehirn läuft alles zusammen, was mit Lernen zu tun hat. Zudem können Denkvorgänge im Gehirn unterstützt werden, indem intensiv geübt wird.
Da überfachlichen Kompetenzen durch die sich wandelnden Anforderungen in der heutigen Arbeitswelt eine immer grössere Bedeutung zukommt, wurde untersucht, ob das Lapbook zur Förderung dieser Kompetenzen geeignet ist. Das Lapbook kann in unterschiedlichen Situationen genutzt werden, weshalb bestätigt werden konnte, dass das Lapbook zur Förderung überfachlicher Kompetenzen eingesetzt werden kann
Schmetterlingsaufzucht im Schulzimmer
In dieser Arbeit wird der Frage nachgegangen, wie Raupen im Schulzimmer
aufgezogen werden können, die von der Schulklasse selbst in der Natur gefunden
wurden. Dabei wird auch thematisiert, welchen Wert Naturerfahrungen für die Kinder
haben. Diese Frage wird anhand einer Literaturrecherche beantwortet. Dies ergab,
dass Naturerfahrungen die mentale, soziale und physische Entwicklung, sowie die
Entwicklung des Umweltbewusstseins in vielerlei Hinsicht positiv beeinflusst. Die
Frage der Aufzucht wird auch mithilfe einer Literaturrecherche, aber auch anhand
eines Feldversuchs beantwortet. Dadurch wurde herausgefunden, welche
Schmetterlingsarten sich besonders eignen, wie sie gefunden und gepflegt werden
müssen und welche Art von Gefäss sich für die Aufzucht eignet
Eine Untersuchung zum Zusammenhang zwischen der Einschätzung überfachlicher Kompetenzen durch Lehrpersonen und dem PSM-Modul des Stellwerks. Eine Untersuchung in Bezug zur Oberstufe
Diese Arbeit schafft einen Vergleich zwischen den Beurteilungen von Lehrpersonen und dem computerbasierten Testsystem PSM von überfachlichen Kompetenzen und analysiert die Messbarkeit der überfachlichen Kompetenzen. Mit überfachlichen Kompetenzen ist meist nicht Stoff, der auswendig gelernt werden muss, sondern Verhalten und Methoden, die angewendet werden müssen, gemeint. So werden die überfachlichen Kompetenzen im Lehrplan 21 in drei Dimensionen aufgeteilt: Die personalen, die sozialen und die methodischen. Überfachliche Kompetenzen sind aktueller denn je und im neuen Lehrplan wird dem Rechnung getragen. In einem ersten Schritt wurde untersucht, wie weit die beurteilten Bereiche des PSM die im Lehrplan 21 angegebenen Kompetenzen und die Forderungen der 21st Century Skills abdeckt. Dazu wurden die Kompetenzen der drei Instrumente in drei Tabellen einander zugeordnet und ausgewertet. Dabei wurde festgestellt, dass alle drei Instrumente unterschiedlich sind in ihren Zielen und sich auch inhaltlich nicht überall einig sind. Der LP21 deckt sehr viele Bereiche ab und zielt auf die Erreichung bis Ende 9. Schuljahr ab. Die Kompetenzen beinhalten meist eine Fähigkeit, die interdisziplinär angewendet werden kann. Die Formulierungen eignen sich als Instrument zur subjektiven Beurteilung. Anders sieht es mit dem Ergebnisbericht des PSM aus. Dieser lehnt sich in der Aufteilung stark an den Lehrplan 21 an, fasst aber viele Kompetenzen zusammen. Aufgrund der knappen Beschreibung ist es oft nicht eindeutig, worauf sich eine Kompetenz bezieht und wie sie gemeint ist. Die Bewertungen haben keinen negativen Pol, sondern nur Ausprägungen. Damit zeigen sie keine Defizite auf, an denen gearbeitet werden könnte. Die 21st Century Skills, die hier betrachtet werden, kommen aus der Wirtschaft und scheinen vor allem wirtschaftlichen Zwecken zu dienen. Die Kompetenzen sind nach Anwendungsbereichen gegliedert und einige Fähigkeiten wiederholen und kombinieren sich in den unterschiedlichen Bereichen, was eine Zuordnung zu den Kompetenzen der anderen Instrumente erschwerte. Die Erreichung der Ziele ist wohl auf die Sekundarstufe zwei ausgelegt und überschreitet so die Forderungen des Lehrplans 21 in einigen Punkten. Im zweiten, empirischen Teil liegt der Fokus auf der Beurteilung der überfachlichen Kompetenzen in der Oberstufe. Anders als bei fachlichen Kompetenzen ist die Frage nach den Möglichkeiten zur Überprüfung nicht so einfach zu beantworten, da sich diese Herausforderung auch noch nicht so lange stellt. Es wurden zwei Arten zur Beurteilung der überfachlichen Kompetenzen ausgeführt. Dazu haben 7 Klassen mit 117 Schüler:innen aus der Ostschweiz mit ihren Klassen- und je einer Fachlehrperson an der Untersuchung teilgenommen. Dazu haben sich die Schüler:innen selbst mit dem computerbasierten PSM-Modul, das ein Teil des «Stellwerk plus» ist, eingeschätzt. Zum anderen wurde jeder Schüler und jede Schülerin mit dem Ergebnisbericht des PSM von je zwei Lehrpersonen aufgrund deren Erfahrungen eingeschätzt. Damit konnte untersucht werden, in welchen Bereichen eine objektive Beurteilung überfachlicher Kompetenzen besonders schwierig ist. Dazu wurden die Differenzen aus den drei Beurteilungen je Schüler:in errechnet und deskriptiv beschrieben. Anschliessend wurden die Unterschiede und Zusammenhänge mittels einfaktorieller Varianzanalyse und Regressionsanalysen ausgewertet. Die Resultate zeigen, dass die Klassenlehrperson und die Fachlehrperson bei ihren Einschätzungen näher zusammenliegen als dies bei den Klassenlehrpersonen und dem PSM der Fall ist. Am weitesten auseinander liegen die Ein- schätzungen der Fachlehrpersonen und dem PSM. Die Beurteilung der überfachlichen Kompetenzen anhand der Skalen des PSM ergab keine zufriedenstellenden Resultate und wird damit infrage gestellt. Hätten sich alle Beurteilungen der drei bewertenden Gruppen gedeckt, hätte man angenommen, dass die Werte sehr nahe an der unbekannten Grundwahrheit liegen und das Instrument geeignet ist ? was sich aber leider nicht bewahrheitet hat. Auch hat sich nur bei den personalen und methodischen Kompetenzen gezeigt, dass die beiden Lehrpersonen mit ihren Einschätzungen näher beieinander sind als dies beim PSM der Fall ist. Nicht Teil dieser Arbeit ist die Frage, ob und wie überfachliche Kompetenzen gefördert und erlernt werden können
Voraussetzungen und Lösungsansätze für einen förderorientierten Regelunterricht für Kinder und Jugendliche mit Asperger-Syndrom
Eine Vielzahl der Kinder und Jugendlichen mit Asperger-Syndrom besuchen den Regelunterricht. Vor diesem Hintergrund und einer Prävalenz des Asperger-Syndroms von 0.02 bis 0.03 Prozent Kinder im Schulalter kommen regelmässig Lehrpersonen in ihrer beruflichen Laufbahn in Kontakt mit einer Schülerin oder einem Schüler mit Asperger-Syndrom. Das Ziel dieser Masterarbeit liegt darin, herauszufinden und aufzuzeigen, welches Voraussetzungen und Lösungsansätze sind, um Kindern und Jugendlichen mit Asperger-Syndrom einen förderorientierten Regelunterricht zu ermöglichen. Zudem soll die Arbeit Schulen und Lehrpersonen für diese Thematik sensibilisieren und den Betroffenen die Integration in den Regelunterricht erleichtern. Dadurch soll der Lernerfolg von Schülerinnen und Schüler mit Asperger-Syndrom nicht dem Zufall überlassen werden. Für die Ausarbeitung dieser Voraussetzungen und Lösungsansätze wurde Fach- und Ratgeberliteratur beigezogen. Zudem wurden neun halbstandardisierte Interviews mit Heilpädagoginnen, Psychologinnen und Ärztinnen geführt. Die Interviewpartnerinnen verfügen über eine grosse Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Kindern und/oder Jugendlichen mit Asperger-Syndrom. Die Auswertung der Interviews erfolgte mittels qualitativer Inhaltsanalyse. Die Ergebnisse wurden schliesslich mit den aktuellen Theorien betreffend Asperger-Symptomatik verglichen. In den Ergebnissen konnte festgestellt werden, dass die Vorschläge und Ansätze grösstenteils mit der Theorie übereinstimmen. Die Untersuchung zeigt, wie individuell die Bedürfnisse der Betroffenen sind. Dies setzt eine Berücksichtigung auf den individuellen Einzelfall voraus. Dadurch gibt es kein allgemeingültiges Konzept, das angewendet werden kann. Trotzdem konnten relevante Voraussetzungen und Lösungsansätze für einen förderorientierten Regelunterricht für Kinder und Jugendliche mit Asperger-Syndrom ausgearbeitet werden
Zukunftsmusik. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz im Musikbereich
Die künstliche Intelligenz findet ihren Weg aktuell in diverse Bereiche des Alltags. Aufgrund der enormen Auswirkungen, welche diese Technologie zukünftig auf das Leben des Menschen haben könnte, wird momentan darüber diskutiert, wo ihre Grenzen liegen. Oft werden dabei die kreativen Felder zu den für Maschinen uner-klimmbaren Gipfeln des menschlichen Geistes deklariert. Diese Masterarbeit befasst sich deshalb mit dem beliebtesten dieser kreativen Felder; der Musik. Dazu war zunächst eine Prüfung des aktuellen Forschungsstandes vonnöten. Durch eine Literaturanalyse konnte ermittelt werden, wie künstliche Intelligenz im Musikbe-reich bereits zum Einsatz kommt (3.3) und welche Entwicklungen laut Expert:innen zukünftig zu erwarten sind (3.4). So konnte die bis anhin umfangreichste Auflistung verschiedener Einsatzmöglichkeiten von künstlicher Intelligenz im Musikbereich er-stellt werden. In einem nächsten Schritt wurden sechs Akteure aus der Musikindustrie und sechs Musikkonsument:innen zu diesen (hypothetischen) Entwicklungen befragt, wobei das halbstandardisierte Interview als Erhebungsmethode diente. Die vorliegenden Daten sind nicht repräsentativ. Vielmehr wurde durch die Erhebung der zahlreichen Mei-nungsbilder versucht, die Anwendungsmöglichkeiten und die mit ihnen einhergehen-den Chancen und Gefahren von verschiedenen Seiten zu beleuchten. Die Ergebnisse zeigen, dass die Meinung der befragten Personen stark davon ab-hängt, in welchem Kontext künstliche Intelligenz eingesetzt wird. Bei der Generierung personalisierter Playlists - einem Anwendungsgebiet, welches der Grossteil der Be-fragten bereits aus dem Alltag kennt - werden 28 Chancen und 12 Gefahren aufge-zählt. Bei einem Zukunftsszenario hingegen, in dem die Musik stets an die Stimmung der Hörer:innen angepasst wird, sehen sie nur 13 Chancen und 25 Gefahren. Ferner ist zu beobachten, dass die Einsatzmöglichkeiten von den Konsument:innen und von den Akteuren aus der Musikbranche unterschiedlich beurteilt werden. Nach der Konfrontation mit der Musik eines autonom-generierenden Systems (3.3.2.2) nennen die Konsument:innen 7, die Akteure dagegen 16 Gefahren. Nichtsdestotrotz überschneidet sich die Meinung der beiden Gruppierung öfter, als dies von den Mu-sikschaffenden angenommen wird (6.3.4.2)
Philosophieren als Unterrichtsprinzip im RZG-Unterricht auf der Sekundarstufe I. Eine Design Based Research anhand drei ausgewählter philosophischer Methoden zum Thema Tourismus
Das Philosophieren wird bisher vor allem im ERG-Unterricht angewendet, jedoch bietet es ebenfalls sehr grosses Potenzial als fächerübergreifendes Unterrichtsprinzip. Dies bedeutet, dass mit fachspezifischen Inhalten philosophiert wird, wobei durch sorgfältig ausgewählte philosophische Methoden ein anderer Zugang zum Inhalt eingeleitet wird. Durch ebensolche Methoden wird nicht nur an den fachspezifischen Kompetenzen gearbeitet, auch fächerübergreifende Kompetenzen, die ebenfalls ein wichtiger Teil des Lehrplan21 sind, können dadurch abgedeckt werden. In dieser Arbeit wird untersucht, wie das Philosophieren als Unterrichtsprinzip im RZG-Unterricht angewendet werden kann. Die Arbeit umfasst eine Literaturrecherche, das Aufarbeiten drei ausgewählter Methoden, die dann am Thema Tourismus in einer 3. Realklasse erprobt werden. Anschliessend wird die Durchführbarkeit dieser Methode anhand der gemachten Erfahrungen nochmals überarbeitet. Das Produkt dieser Arbeit wird ein Manual mit Anleitung für die Umsetzung auf der Sek1-Stufe für weitere Lehrpersonen
Geografie und Geschichte vereint im Integrationsfach RZG. Wie räumliche und zeitliche Perspektiven in Bezug gesetzt werden können
Die Fragestellung dieser Masterarbeit besteht darin, wie ein RZG-Unterrichtsthema aufgearbeitet werden kann, damit die räumlichen und zeitlichen Perspektiven in Bezug gesetzt werden. Diese Verbindung ist eine Vorgabe aus dem Lehrplan 21. Die Betrachtung des aktuellen Forschungsstandes zeigt jedoch, dass es zu dieser Fragestellung noch keine konkreten Antworten gibt. Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, erfolgte zuerst eine Analyse der Theorie. Dabei wurden die Charakteristiken der beiden Perspektiven herausgearbeitet und im Anschluss verglichen. Dieser Vergleich brachte einige Gemeinsamkeiten und Unterschiede hervor wie beispielsweise die Verbindung durch den Gegenwartsbezug oder Einzigartigkeiten wie die historische Fragekompetenz oder die Kartenkompetenz. Das Augenmerk für das weitere Vorgehen lag auf den Gemeinsamkeiten, welche in die Erstellung einer neuen Unterrichtseinheit zum Thema Afghanistan einflossen. Das Thema wurde aufgrund seiner Aktualität und seiner Medienpräsenz gewählt. Diese Unterrichtseinheit wurde vier Lehrpersonen zur Ansicht gegeben. Sie stellten sich danach für eine Befragung zur Verfügung. Die Interviews wurden transkribiert und inhaltsanalytisch ausgewertet. Die Daten wurden beurteilt und interpretiert. Daraus gingen die konkreten Konsequenzen für die Überarbeitung der Unterrichtseinheit hervor sowie die Antwort auf die Fragestellung. Die Äusserungen der Lehrpersonen zur Fächerverbindung fielen grösstenteils positiv aus. Die Verbindung über den Bezug zur Gegenwart sowie die damit entstehende Aktualität des Themas kamen sehr gut an. Ein Teilbereich der Unterrichtseinheit, bei dem es um die geografischen Gründe für den Geschichtsverlauf ging, erhielt ebenfalls eine gute Bewertung der Befragten. Des Weiteren stiess die geografische und historische Orientierung mittels eines Steckbriefes sowie der Bereich der Methodenkompetenzen auf grosses Verständnis. Es stellte sich heraus, dass die Schülervoraussetzungen, das Niveau und das Zeitmanagement im allgemeindidaktischen Kontext die meistgenannten Themen waren. Bei der Überarbeitung wurden die Schülervoraussetzungen explizit eingefügt, das Niveau bzw. die Schwierigkeit an einigen Stellen angepasst und mehr Zeit eingeplant. Für die Verbesserung der Fächerverbindung wurde das Phänomen Afghanistan konkretisiert mit Hilfe der Taliban und dem Opiumhandel, was mit einer Verbesserung des roten Fadens einhergeht. Es wurde festgestellt, dass an mehreren Punkten angesetzt werden kann, um ein RZG-Unterrichtsthema aufzuarbeiten, damit ein Bezug zwischen der räumlichen und zeitlichen Perspektive entsteht. Die Herstellung eines Gegenwartsbezuges, die Anwendung derselben Methodenkompetenzen sowie die Recherche nach geografischen Gründen für den Geschichtsverlauf vermögen einen Bezug zwischen den beiden Perspektiven herzustellen. Zu dieser Aufzählung gehört ebenfalls die Einordnung in das Weltgeschehen, das Aufzeigen von Veränderungen sowie die Sensibilisierung für unterschiedliche Blickwinkel. Es wurde ebenfalls festgestellt, dass sich einige der gefundenen Gemeinsamkeiten nicht berücksichtigen lassen bei der Er- oder Aufarbeitung eines RZG-Unterrichtsthemas. Einerseits ist damit der sich ändernde Umgang mit den Fächern Geografie und Geschichte in der Vergangenheit gemeint und andererseits gehört auch die Auswahl bzw. Selektion von Stoffinhalten, Materialien usw. dazu. Nicht zu vergessen sind die verschiedenen Dimensionen von Unterrichtsgegenständen. Diese drei Gemeinsamkeiten eigneten sich aus unterschiedlichen Gründen nicht für die Beantwortung der Fragestellung
Individualität bei Medienbildungskonzepten
Die rasch voranschreitende Digitalisierung sowie die Einführung des neuen Lehrplans der Volksschule stellen die Schulen im Kanton St.Gallen vor grosse Herausforderungen. Als Reaktion auf diese Herausforderungen werden durch die Lehrpersonen der Schulen häufig entsprechende Konzepte erstellt, welche jedoch meist nicht theoretisch fundiert, reflektiert oder empirisch evaluiert sind. Um die Herausforderungen gemeinsam anzugehen, wurde das Projekt sarganserland.education durch die idsl Mels, einem ICT-Dienstleiter für öffentlich-rechtliche Institutionen, ins Leben gerufen. Ziel des Projekts ist die Bündelung von Ressourcen im Sarganserland, um den hohen Anforderungen der Medienbildung gerecht zu werden. Dabei soll ein gemeinsames Medienbildungskonzept entwickelt werden, welches aus 12 Bausteinen oder Kapiteln besteht und sich mit verschiedenen Aspekten des digital unterstützten Lehrens und Lernens befasst. Diese Masterarbeit untersucht die benötigte Individualität pro Baustein des Medienbildungskonzepts. Dazu wird die folgende Forschungsfrage gestellt:
Wie viel Individualität wird aufgrund unterschiedlicher Rahmenbedingungen in verschiedenen Gemeinden bei der Erarbeitung eines Medienbildungskonzepts benötigt?
Durch diese Forschungsfrage sollen die Gemeinden bei der Erarbeitung unterstützt werden, indem Informationen bezüglich der benötigten Individualität pro Baustein des Medienbildungskonzepts gesammelt, zusammengefasst und ausgewertet wurden. Die Daten stammen dabei vorwiegend von Experteninterviews mit den ICT-Verantwortlichen der jeweiligen Schulen und wurden durch eine qualitative Inhaltsanalyse aufbereitet. Diese Arbeit konnte unter anderem aufzeigen, dass eine Zusammenarbeit verschiedener Sarganserländer Gemeinden bei der Erarbeitung bestimmter Bausteine als sinnvoll erscheint. Beispiele diesbezüglich sind das Wissensmanagement sowie das Weiterbildungskonzept. Dabei sind Absprachen der Gemeinden zwingend notwendig. Eine Verallgemeinerung bezüglich der nötigen Individualität auf andere Gemeinden oder Regionen konnte jedoch nicht vorgenommen werden
Spielzeugfreier Kindergarten
In der heutigen Zeit obliegt das Schweizer Volk einer Überflutung von
Konsumgütern. Kinder sind den Reizen einer überhäuften
Spielzeugansammlung täglich ausgesetzt. Das Konzept «spielzeugfreier
Kindergarten» wirkt dem entgegen. Das Projekt sieht vor, die Spielsachen
über einen bestimmten Zeitraum zu verstauen. Sie werden durch
unstrukturierte Spielmaterialien ersetzt und die ursprüngliche Tagesstruktur wird aufgegeben. Die vorliegende Arbeit vergleicht vier verschiedene Umsetzungsformen der spielzeugfreien Zeit. Gleichzeitig wird deren Lernpotenzial für die Kinder eingestuft und eine Einschätzung getroffen, inwiefern die umgesetzte Form einen Einfluss auf den Erfolg des Projekts hat. Dafür wurden vier Lehrpersonen gebeten, ihr Vorgehen schriftlich festzuhalten. Die Formen werden dem Modell der Offenheit des Unterrichts zugeteilt. Zudem wird die Frage verfolgt, wie sich damit die Rolle der Lehrperson verändert. Es zeigt sich, dass die schlussendlich umgesetzte Form keinen direkten Einfluss auf die Wirkung des Projekts hat.
Zusammenfassend kann bestätigt werden, dass der Unterricht eine offene
Form annimmt, da sich die Lehrperson bewusst zurücknimmt und
hauptsächlich die Beobachterrolle einnimmt
Lernen durch ästhetische Wahrnehmung und ästhetische Erfahrung
Die vorliegende Arbeit begann mit dem Interesse am Lernen von Kindern durch deren Wahrnehmung. Daraus folgte eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Begriff der ästhetischen Bildung, welcher aus der ästhetischen Wahrnehmung und den ästheti-schen Erfahrungen besteht. Darin wird das Lernen durch alle Sinne, mit den Emotionen und sozialen Aktionen eines Kindes behandelt. Dieses Lernen führt zur Fähigkeit, auf-grund eigener Erfahrungen, Überlegungen und Erkenntnisse vielseitiges Wissen und Verstehen aufbauen zu können. Dazu befasst sich die vorliegende Arbeit mit wissen-schaftlichen Befunden zu dieser Thematik und mit eigenen Erprobungen aus dem Pra-xisalltag mit einer Kindergartenklasse. Dies mit der Frage nach der idealen Förderung und den Anregungsmöglichkeiten zur ästhetischen Bildung im praktischen Schulalltag. Als Endergebnis des ganzen Prozesses dieser Arbeit wurde schlussendlich als Produkt eine Broschüre erstellt, welche das Thema und dessen Bedeutung kurz und prägnant in einfacher Sprache vermittelt