Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
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ADHS in der Schule - Unterstützungsmöglichkeiten
Das Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) gehört zu den meistgestellten
Diagnosen im Kindesalter. Dies zeigt die grosse Relevanz dieses Themas für die Schule auf.
Deshalb befasst sich die vorliegende Arbeit mit der Frage, wie eine Unterstützung von Kindern
mit ADHS im Unterrichtsalltag gelingen kann.
Als erster Schritt erfolgte eine Auseinandersetzung mit inhaltlichen Grundlagen zu ADHS aus
der Forschungsliteratur. Ausserdem wurden Informationen bezüglich der Thematik in der Praxis anhand von Experteninterviews ermittelt. Die qualitative Forschungsmethode wurde als
geeignetes Instrument für die Ermittlung des Erfahrungswertes erachtet, an der sich auch die
Datenauswertung der transkribierten Interviews orientierte.
Eine Gegenüberstellung und Vernetzung von Literatur und der Interviewergebnisse erfolgte in
einem weiteren Schritt. Aus der daraus entstandenen Diskussion konnten essenzielle Informationen zur Beantwortung der Fragestellung gewonnen werden. Es wurde ersichtlich, dass
anhand von Wissen über die Thematik ADHS Hilfestellungen in den Bereichen der Beziehungs-, Situations-, Material-, und Raumgestaltung wichtig sind.
Als Endprodukt entstand eine Broschüre mit konkreten Aspekten und Vorschlägen zur Unterstützung von Kindern mit ADHS im Unterrichtsalltag
Geschichte als Unterstützung für die mutige Beteiligung der Kinder am Sportunterricht
Während den Praktika in der Ausbildung zur Primarlehrperson konnte die Autorin dieser Bachelorarbeit einige Sportlektionen miterleben und selbst gestalten. Die vielen gesammelten Erfahrungen führten dazu, dass dies ihr Interesse für den Themenbereich «Ermutigung im Sportunterricht» geweckt wurde. Zudem bemerkte sie in Fachzeitschriften das Thema «Mut tut gut». In dieser Bachelorarbeit wird folgende zentrale Fragestellung beantwortet: «Wie können Schülerinnen und Schüler im Sportunterricht ermutigt werden?» Damit die zentrale Fragestellung beantwortet werden konnte, wurden aktuelle Literatur gelesen, ein Lehrmittel mit einem kritischen Auge angeschaut und ein Interview geführt. Es ist wichtig, dass Unterstufenlehrpersonen wissen, wie sie ihre Schüler im Sportunterricht gezielt fördern und unterstützen können. Dabei gilt es, ermutigende Worte und Handlungen zu vollziehen. Man sollte die Kinder ohne Erwartungsdruck bei einer Übung ohne Erwartungsdruck eigene Erfahrungen sammeln lassen. In dieser Arbeit wird nachgegangen, wie Lehrpersonen ihre Schülerinnen und Schüler ermutigen können und ob sich die Ermutigung auch positiv auf das Kind auswirkt. Alle diese Informationen fliessen in einem selbst gestalteten Kinderbuch zusammen. Anhand eines Kinderbuches wird aufgezeigt, wie sich sowohl die Lehrperson als auch die Schüler in gewissen Situationen verhalten und reagieren können
Pferdegestützte Therapie/Heilpädagogisches Reiten
Die Thematik «Tiere» ist sowohl im Klassenzimmer als auch in unterschiedlichen Therapien immer wieder ein Thema. Aus verschiedenen Forschungen wurde die Erkenntnis erschlossen, dass Tiere eine spezielle Wirkung auf Menschen haben. Aus diesem Grund gewannen tiergestützte Therapien und Tiere im Klassenzimmer in den vergangenen Jahren an Bedeutung. In der vorliegenden Arbeit vertieft sich die Autorin in die pferdegestützte Therapie. Einerseits wird die Frage nach den Zielen der pferdegestützten Therapie beantwortet. Andererseits hinterfragt die Arbeit, bei welchen (Verhaltens-)Auffälligkeiten und Beeinträchtigungen die pferdegestützte Therapie angewendet wird und welche Wirkungen sie dabei erzielen kann. Die Beantwortung der genannten Fragen wurde mit Hilfe von diverser Literatur, Gesprächen mit einer Fachperson, mehreren Beobachtungen in Lektionen des Heilpädagogischen Reitens bzw. der pferdegestützten Therapie und einer elektronischen Umfrage, welche sich an verschiedene Fachpersonen der pferdegestützten Therapie richtete, erarbeitet. Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen, dass die pferdegestützte Therapie eine wirkungsvolle Therapie ist, die bei verschiedenen (Verhaltens-)Auffälligkeiten und Beeinträchtigungen erfolgreich eingesetzt wird
Herstellung eines einfachen Saiteninstrumentes. Lernerfahrungen in einem fächerübergreifenden Arbeitsprojekt mit den Themenbereichen Technisches Gestalten und Musik für die Mittelstufe
Während des Studiums an der Pädagogischen Hochschule in Rorschach SG, von 2018 bis 2021 wurden dem Autor dieser Arbeit didaktische Mittel und Wege vermittelt, die Fächer technisches Gestalten und Musik an der Primarschule zu unterrichten. Infolge dessen kam dem Autor die Idee, diese beiden Fächer anhand eines Arbeitsprojektes miteinander zu verknüpfen.
In der vorliegenden produktorientierten Arbeit werden zunächst die theoretischen Grundlagen von fächerübergreifendem Unterricht, technischem Gestalten und Musik hervorgehoben. Dabei wird der Fokus auf die Lernerfahrungen gelegt, welche die aufgezählten Unterrichtskomponenten bei Schülerinnen und Schüler erzielen können. Da im Lehrplan 21 der Volksschule Kompetenzorientierung ein sehr gehaltvoller Begriff ist, wird im theoretischen Teil ausserdem das Phasenmodell vorgestellt, welches dem Autor bei der Ausarbeitung des fächerübergreifenden Arbeitsprojektes als Orientierung gedient hat.
Als Arbeitsprojekt wurde ein einfaches Saiteninstrument hergestellt, welches vom Aufbau und der Spielweise einer Cigarbox-Gitarre ähnelt. Die Konstruktion des Instruments wurde dokumentiert und in das Phasenmodell eingebettet, um anderen Lehrpersonen als Vorlage für eigene Unterrichtsprojekte zu dienen. Das fächerübergreifende Projekt wurde für Kinder aus der Mittestufe konzipiert
Das Fähigkeitsselbstkonzept bei Kindern zwischen Sek und Real. Veränderungen des Fähigkeitsselbstkonzepts im Kontext des BFLPE («big-fish-littlepond»-Effekt) am Übergang von der Primar- zur Oberstufe - bei Kindern mit unklarer Zuteilung des Schultypens
Das Bild über die eigenen Fähigkeiten - Fähigkeitsselbstkonzept – steht im Vergleich zur Bezugsgruppe. Wechseln sich die Bezugsgruppen, so verändert sich die Position jedes Mitglieds der Gruppe. Als Folge darauf verändert sich auch das Selbstkonzept. Ein solcher Bezugsgruppenwechsel ist der Übertritt von der Primarschule in einen der beiden Schultypen der Oberstufe – Sek oder Real.
Im Rahmen einer qualitativen Untersuchung werden die Veränderungen des bereichspezifischen Selbstkonzept im Fachbereich Deutsch nach dem Übertritt in die Oberstufe beschrieben und mit erwarteten Ergebnissen des «big-fish-little-pond» - Effekts (BFLPE) verglichen, dies spezifisch bei Lernenden, welche nicht eindeutig einem Oberstufentypen zugeteilt werden konnten.
In der Untersuchung konnten die Vermutungen auf Grund des BFLPE nicht eindeutig beobachtet werden. Dabei ist es in dem leistungsschwächeren Schultypen – Realschule - eindeutiger als im leistungsstärkeren Schultypen – Sekundarschule
Der Körper in der musikalischen Bildung. Erarbeitung einer Lernkiste für die 3./ 4. Klasse
Die Bachelorarbeit ,,Der Körper in der musikalischen Bildung – Eine Lernkiste für die 3./
4. Klasse’’ bietet dem Leser/ der Leserin einen vertieften Einblick in die Thematik des
menschlichen Körpers, welcher die Musik erfährt, sich mit ihr entwickelt und sich so
musikalisch ausbildet. Menschen nehmen stetig aus ihrer Umwelt und Umgebung
musikalische Informationen auf und verknüpfen sie mit bereits gelernten Dingen.
Neben drei wichtigen Komponenten für eine optimale Förderung von Musik und
Bewegung wird vor allem der Bereich Bewegung als ein sehr bedeutsames Gebiet aus
der Musikpraxis in dieser Arbeit fokussiert.
Die Bewegung ist einer von vielen Bereichen aus diesem Fachjargon und doch sehr
weitreichend, äusserst informativ und körperzentriert. Durch die Verbindung des
Körpers mit der Bewegung und später auch durch die Interaktion mit weiteren Personen
generiert der Musikunterricht so eine Verstärkung des Alltags- und
Persönlichkeitsbezuges.
Das Hauptaugenmerk dieser Arbeit liegt, wie bereits erwähnt, auf der Bewegung,
welche in der musikalischen Bildung des Körpers eine zentrale Bedeutung hat und auf
sehr vielseitige, spannende und aufregende Wege erlebt werden kann. Die Arbeit ist
dabei sehr auf die Kompetenzen, die es während der schulischen Laufbahn zu erreichen
gilt, ausgerichtet. Dies ist vor allem in Bezug auf die Lernkiste der Fall, welche für den
Zyklus 2, genauer für die 3. und 4. Klasse gestaltet wurde und sich am Lehrplan 21 des
Kantons St. Gallen orientiert
Besteht bei Eltern, Schülerinnen und Schülern und Berufsverbänden eine Nachfrage nach einem handwerklichen ausserschulischen Angebot und welche Ansprüche werden an ein solches gestellt?
In dieser Bachelorarbeit wird evaluiert, ob bei Schülerinnen und Schülern der Mittel- und Oberstufe sowie deren Eltern eine Nachfrage nach einem handwerklichen ausserschulischen Angebot besteht, damit die Kinder bereits in der Mittelstufe erste Einblicke in unterschiedliche Berufe und deren Tätigkeiten erhalten. Die individuellen Ansprüche, welche an ein ausserschulisches Angebot gestellt werden Daneben werden auch die individuellen Ansprüche der einzelnen Stichprobengruppen abgeklärt. Die Befragung der Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern wurde in der Gemeinde Mörschwil anhand eines Online-Fragebogens durchgeführt. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass eine Nachfrage nach einem handwerklichen ausserschulischen Angebot vorhanden ist. Allerdings wurden von einem Teil der Teilnehmenden auch Berufsfelder gewählt, welche nicht dem Handwerk zugeordnet werden können. Die individuellen Ansprüche an ein ausserschulisches Angebot wurden ebenfalls anhand des Online-Fragebogens evaluiert. Die erhobenen Daten lassen aber keine eindeutige Aussage zu, da die Ansprüche der unterschiedlichen Stichprobengruppen teilweise weit auseinandergehen. Die Nachfrage und die individuellen Ansprüche der Berufsverbände wurden anhand eines Telefoninterviews mit dem Berufsverband Holzbau Schweiz erhoben. Die Ergebnisse dieser Befragung sind in dieser Arbeit als Exkurs anhand des transkribierten Interviews eingebaut
Asperger-Autismus. Der Umgang mit der Diagnose als Jugendlicher
In der Berufspraxis begegnen Lehrpersonen auf allen Stufen immer wieder der Thematik «Autismus», so auch die Verfasserin dieser Arbeit. Vor Ihrem Studium an der Pädagogischen Hochschule St. Gallen hat sie sich zwei Semester in einer Heilpädagogischen Sonderschule als Klassenassistenz engagiert und ist mit diesem Thema erstmals aktiv in Berührung gekommen. Später im sechswöchigen Diplompraktikum arbeitete sie mit einem Drittklässler mit klar autistischen Zügen, welche aber aufgrund fehlender Abklärung nicht diagnostiziert waren. Viele Lehrpersonen kommen im Berufsalltag mit den verschiedenen Aspekten von Autismus in Berührung.
Aufgrund dieser Erfahrungen hat sich die Autorin entschieden, sich in Ihrer Bachelorarbeit mit der Thematik «Autismus» mit Schwerpunkt «Asperger-Syndrom» auseinanderzusetzen. Ein historischer Rückblick erläutert den Ursprung und die Entwicklung des Begriffs Autismus im Allgemeinen bis in die aktuelle Zeit. Die Herangehensweise über das Farbspektrum nach Girsberger wird erläutert, später wird der Fokus auf das Asperger-Syndrom gelenkt. Bei der Recherche stiess die Autorin auf ein Videotagebuch eines Jugendlichen mit Asperger-Syndrom. Er berichtet über den Umgang mit seiner Umwelt und den Schwierigkeiten im Alltag. Die Autorin hat ausgewählte Videos nach bestimmten Kriterien analysiert.
Die Fragestellung: «Kann ein Jugendlicher seine Diagnose Asperger-Autismus anhand von Videos Interessierten verständlich näherbringen?» konnte anhand der Analyse auf Korrektheit bestätigt werden
Wie muss sich der Mensch verhalten, sodass es dem Wald gut geht?
Das Thema Wald ist ein Lerninhalt, der sich in der Primarschule im Fach NMG sehr gut eignet. Das Ökosystem und die Biodiversität des Waldes faszinieren Kinder und ist in unmittelbarer Nähe. Handlungsorientiertes und endeckendes Lernen können sehr gut in den Unterricht integriert werden. Die Thematik bietet ein sehr breites Spektrum an Informationen und Notionen und muss deshalb zwangsläufig eingegrenzt werden. Die Fragestellung lautet deshalb: “Wie muss sich der Mensch verhalten, sodass es dem Wald gut geht?” Dies ist eine eher ethische Frage, die aber nur mit dem nötigen Fachwissen über den Wald und seinen Lebenszyklen beantwortet werden kann. So werden Thematiken wie die unterschiedlichen Waldtypen, die vier Funktionen des Waldes, den Wald als Ökosystem verstehen, die Fotosynthese, die Artenvielfalt im Wald, die rote Liste, die Regeln, die man im Wald befolgen muss und das Waldsterben erarbeitet. Mit diesem Grundwissen und mit vernetztem Denken versteht man dann auch die Konsequenzen, die unser Verhalten dem Wald zufügen können. Demzufolge kann man anschliessend auch ein korrektes Verhalten im Wald verstehen, nachvollziehen und leben. Die Arbeit ist produktorientiert. Es wurde eine Lernkiste erstellt, die Planungen und Materialien enthält, damit die oben genannte Thematiken mit einer 4. Klasse erarbeiten werden können. Die Leitfrage soll am Schluss der Unterrichtseinheit beantwortet werden können. Das nötige Fachwissen, das man sich durch Lesen von diversen Sachbüchern aneignen muss, setzt die erstellte Arbeit voraus. Danach ist es möglich, mit dem theoretischen Teil der Arbeit zu beginnen. Beim Schreiben wurde schnell ersichtlich, dass mit Hilfe einer Matrix, in der die Hauptthematiken und Prinzipien von gutem NMG- Unterricht gekoppelt werden, begründet werden kann, wie einzelne Thematiken mit den SuS erarbeiten werden können. Es wird damit ersichtlich, welche Hintergedanken beim Planen der Lektionen zugrunde liegen. Die Ausrichtung und Verankerung von BNE soll ein integrativer Bestandteil des Unterrichts auf der Primarstufe sein. Das Thema Wald ist BNE tauglich und gleichzeitig sehr aktuell, da sich auch der BAFU fortlaufend dafür einsetzt, Richtlinien zu verfassen, wie man den Wald schützen kann
Diskriminierung mit Kindern thematisieren. The White Savior Complex
Diese Arbeit widmet sich der Frage, wie der White Savior Complex mit Kindern im Unterricht thematisiert werden kann. Für die Beantwortung dieser Leitfrage wird zu Beginn die Normalität der verschlossenen Haltung gegenüber Kritik am eigenen vorurteilhaften und somit diskriminierenden Verhalten erklärt. Diese Haltung zu reflektieren und offen für Rückmeldungen zum eigenen Verhalten zu sein, ist Grundlage für das Aufheben der White-Savior-Mentalität. Zudem wird in der vorliegenden Arbeit ausführlich auf die Fragen eingegangen, was der White Savior (Industrial) Complex ist und welche Folgen die White-Savior-Mentalität nach sich zieht. Da der White Savior Complex im Bereich des Rassismus einzuordnen ist, wurden Quellen herbeigezogen, welche die Behandlung von Rassismus und Diskriminierung in der Schule aufzeigen. Dies lieferte relevante Grundlagen für die Erstellung des Produktes, welches aus zwei Lernkarten-Sets und einem Lehrkommentar bestehen. Die Intersektionalität von Diskriminierungserfahrungen begründete die Erstellung von zwei Lernkarten-Sets für das Produkt. Während sich ein Set auf den White Savior Complex und Rassismus fokussiert, umfasst das zweite Set einen Überblick über weitere Diskriminierungsformen. Das Produkt ist auf die gesamte Primarschule (erste bis sechste Schulklasse) ausgerichtet, bietet aber auch einzelne Anregungen für jüngere und ältere Kinder