Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
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Entwicklung eines Bilderbuches zum Thema Heterogenität im Schulalltag
Basierend auf einer breiten Literaturrecherche und der Analyse von Bilderbüchern, wird ein
Bilderbuch zum Thema Heterogenität im Schulalltag mit Bezug auf die soziale Herkunft
geschrieben und gestaltet.
Die Bachelorarbeit besteht aus einer Zusammenstellung von verschiedenen theoretischen
Erkenntnissen, aus denen Qualitätskriterien für ein gutes Bilderbuch abgeleitet werden. Mittels
einer Analyse von Bilderbüchern werden diese überprüft. Die entwickelten Kriterien decken die
Bereiche Gestaltung, Form, Konzept und Inhalt der Geschichte ab.
Es wird auf Arten, Merkmale und Typen von Bilderbüchern eingegangen und die pädagogische
Bedeutung von Bilderbüchern in den Bereichen der Sprachförderung und Erziehung werden
thematisiert. Ein weiterer behandelter Aspekt ist die philosophische Grundhaltung, welche
Kinder zum selbständigen Nachdenken über den Inhalt des Bilderbuches bringen soll. Die
Begriffe Heterogenität, Herkunft und das Thema Chancengleichheit werden kurz umrissen, da
diese zum Inhalt des entwickelten Bilderbuches gehören. Alle Erkenntnisse dieser Bereiche sind
ausschlaggebend für die Umsetzung des Produktes.
Als Produkt ist ein Bilderbuch über die vier Mäusekinder Leonie, Sophie, Anton und Florian
entstanden, die ganz unterschiedlichen Hintergründe haben und zuerst unfreiwillig, dann aber
mit einer immer grösser werdenden Freude gemeinsam ein Spielhaus bauen.
Schlussendlich wird das Bilderbuch anhand der entwickelten Kriterien analysiert
Chancen und Risiken von Videospielen in der Primarschule
Das Ziel dieser Bachelorarbeit ist, herauszufinden, welche Risiken und Chancen sich aus der Interaktion mit Videospielen ergeben und ob der Einsatz in der Primarschule sinnvoll ist. Dazu wurde die aktuelle Literatur bearbeitet. Der theoretische Teil zeigt, dass der Spieltrieb uns von Geburt an bis ins Erwachsenenalter begleitet. Spielen ist ein wichtiger Aspekt im Bereich des Lernens, der Erholung und der intrinsischen Motivation. Begriffe wie digitale Medien, Digital Natives, Serious Games oder Computerspiele werden in der Arbeit aufgegriffen und kurz erklärt.
Digitale Medien und Videospiele im Allgemeinen bergen einige Risiken, aber auch viele Chancen. Aus der Recherchearbeit wird ersichtlich, dass viele Kompetenzbereiche der Spielenden positiv gefördert werden können. Negative Aspekte der Videospiele können durch eine gute Vorbereitung, klaren Regeln und der anschliessenden Umsetzung im Unterricht mit den Kindern besprochen und dadurch minimiert werden. Die Gegenüberstellung der Chancen und Risiken zeigt das die Chancen überwiegen. Auch der Bezug zum St.Galler Lehrplan und die Aufbereitung von verschiedenen Unterrichtskonzepten mit Videospielen bestätigt meine Hypothese, dass Videospiele in der Primarschule einen positiven Einfluss auf das kognitive Lernen haben und dass die Chancen die Risiken überwiegen. Abschliessend wird ein Fazit gezogen und ein Ausblick beschrieben
Burnout im Lehrerberuf
Die vorliegende Arbeit nimmt die Problematik von Burnout im Lehrerberuf unter die
Lupe und verfolgt das Ziel, einen mehrperspektivischen Blick auf die Thematik zu erreichen. Der Fokus der Arbeit liegt darin, Belastungen im Lehrerberuf, die zu einem
Burnout führen können, auf der persönlichen Ebene sowie auf der Umweltebene zu
analysieren und Möglichkeiten aufzuzeigen, welche die einzelne Lehrperson ergreifen
kann, um präventiv gegen Burnout vorzugehen oder bereits bestehende Symptome zu
lindern. Die Ergebnisse der Literaturarbeit ergeben ein multifaktorielles Bild bezüglich
der Belastungen. Lehrerinnen und Lehrer müssen in ihrem Beruf einer riesigen Anzahl
vielfältigster Belastungen entgegentreten. Wie die einzelne Person mit den Belastungssituationen umgehen kann und ob schlussendlich ein Burnout entsteht oder nicht,
ist stark vom Subjekt abhängig. Nehmen Betroffene Warnsignale wahr, bestehen auf
der individuumszentrierten Ebene sehr viele Möglichkeiten zur Prävention. Die Wirksamkeit von Entspannungsmöglichkeiten wie autogenem Training oder progressiver
Muskelrelaxation sind vielfach belegt, werden von Betroffenen jedoch eher zurückhaltend genutzt
Das Spannungsverhältnis zwischen dem Führungsstil der Lehrperson und der Motivation von Kindern im Einschulungsalter. Eine systematische Reflexion über persönliche Erfahrungen im Einzelunterricht mit einem Knaben beim Fremdsprachlernen
Während einer fünfwöchigen Anstellung als Deutschlehrperson arbeitete die Autorin mit einem sechsjährigen Jungen zusammen. Zum damaligen Zeitpunkt konnte er noch kein Wort Deutsch sprechen. Immer wieder befand sich die Lehrperson, während dem Unterrichten, in einem Spannungsverhältnis zwischen ihrem Führungsstil und seiner Motivation, da oft keine Bereitschaft für Wortschatzübungen oder auch Spiele vorhanden war. Aus diesem Grund ging die Autorin in dieser Arbeit der Fragestellung nach, welchen Einfluss die Klassenführung auf die Motivation eines sechsjährigen Kindes hat. Beide Themen, Klassenführung und Motivation, wurden zuerst getrennt voneinander beleuchtet und zentrale Faktoren wurden herausgearbeitet. Diese Faktoren wurden dann einander gegenübergestellt und es konnten viele Gemeinsamkeiten festgestellt werden. Damit zeigte sich, dass durch die Beachtung der zentralen Faktoren der Klassenführung in der Unterrichtsgestaltung, der Beziehungsförderung und der Verhaltenskontrolle positiven Einfluss auf die Motivation genommen werden kann. Jedoch wurde auch festgestellt, dass es keinen allgemeingültigen Weg gibt, sondern viel mehr verschiedene Wege zu einer effizienten Klassenführung und somit auch zur Motivationsförderung führen. In einer systematischen Reflexion analysierte die Autorin ihre Zusammenarbeit mit dem sechsjährigen Knaben, anhand von Protokollen, welche sie während der Anstellungszeit laufend verfasste. Die Reflexion hat gezeigt, dass die Lehrperson schon einige wichtige Aspekte einer effizienten Klassenführung im Ansatz berücksichtig hat, jedoch auch den Bereichen der Verhaltenskontrolle und der Unterrichtsgestaltung gezielt mehr Beachtung schenken sollte
Fiktionale Tiergeschichten und emotionales Erleben: Zusammenhänge mit der kindlichen Entwicklung
Diese Bachelorarbeit untersucht, ob Kinder aus der Unterstufe die Gefühle von Protagonisten in
Geschichten erkennen und benennen können. Dazu wurden sieben Tiergeschichten erfunden und
verschiedene Kinder wurden zu den enthaltenen Gefühlen interviewt. Dies führte zu folgenden zwei
Fragestellungen:
- Inwieweit erkennen Kinder in der Primarstufe (1. – 3. Klasse) beim Erzählen von fiktionalen
Tiergeschichten Emotionen und Gefühle der Protagonisten (Tiere)?
- Können Kinder Zusammenhänge zwischen den Emotionen in den Geschichten und den
eigenen Emotionen herstellen?
Im Theorieteil wurden die Gefühle Angst, Wut, Traurigkeit, Überraschung, Schuld, Liebe und Freude
genauer untersucht. Ebenfalls wurde die Entwicklung des Emotionsausdrucks und des
Emotionsverständnisses angeschaut.
Im praktischen Teil befasste sich die Autorin mit der Entstehung der Geschichten und den
Erkenntnissen aus den Interviews. Die Gefühle in den Geschichten wurden anhand der Theorie
ausgearbeitet und in die Geschichte integriert. Die Interviews der Kinder wurden analysiert und
miteinander verglichen.
Die Erkenntnisse aus dieser Arbeit sind, dass Kinder der Unterstufe die Gefühle der Tiere sehr gut
erkennen. Jüngere Kinder haben allerdings mehr Mühe damit, die Gefühle zu benennen. Durch
verschiedene Bildkarten zu den Gefühlen war zu sehen, dass die grosse Mehrheit der Kinder den
Gefühlen in der Geschichte die richtige Bildkarte zuordnen kann
In der Ruhe liegt die Kraft. Die Bedeutung von Rückzugsorten
Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Thematik von Rückzugsorten für Kinder. Das Bauen von Hütten und Höhlen scheint ein Bedürfnis von Kindern zu sein, welches sich von Generation zu Generation nicht gross verändert hat. Viele Kinder packt es mit Freude, ein kleines, persönliches und unbeobachtetes Reich zu kreieren. Mit diesen Überlegungen entstand folgende Fragestellung:
Welche Wirkung hat ein physischer Rückzugsort auf das Wohlbefinden eines Kindes?
In dieser Arbeit wurde erläutert, wie das Bedürfnis nach einem physischen Rückzugsort in Zusammenhang mit der Bindungstheorie, der Transition in den Kindergarten, der Emotionsregulation und der Resilienz steht. Der Raum zeigt verschiedene Bestandteile und Einflussfaktoren, welche unter anderem die Wirkung von einem physischen Rückzugsort bestimmen.
Die theoretische Abhandlung zeigte sich in dieser Arbeit ebenfalls in der praktischen Umsetzung durch das Planen und Erstellen eines Rückzugsortes mit einer Kindergartengruppe der zweiten Kindergartenstufe
Vorgehensweisen von Lernenden verschiedener Jahrgangsstufen im Themenbereich "Teiler und Vielfache"
Im Rahmen der Ausbildung zur Lehrperson an der pädagogischen Hochschule St. Gallen wurden verschiedene Praktika absolviert. Dabei ist dem Autor aufgefallen, dass der Teilbereich Teiler und Vielfache, ein wichtiger Bestandteil des Unterrichtstoffes der Mittelstufe ist. Nach kurzer Recherche wurde klar, dass dieses Themen-gebiet wenig erforscht ist in Bezug auf die Vorgehensweisen und die Strategien der Schülerinnen und Schüler. Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Frage, welche Vorgehensweisen und Strategien die Kinder anwenden, um die Teiler und die Vielfachen einer Zahl bestimmen zu können. Um diese Fragestellung beantworten zu können, wurden Standortbestimmungen und Interviews in zwei Mittelstufenklassen durchgeführt. Dabei ist hervorgegangen, dass bei der Bestimmung von Teilern sowie den Vielfachen einer Zahl, hauptsächlich auf das Einmaleins, also auf die Reihen der Zahlen eins bis neun zurückgegriffen wird
Kulturelle Vielfalt im Klassenzimmer und ihre Auswirkungen auf die Weltanschauung der Schülerinnen und Schüler. Ein Vergleich
Durch die erhöhte Zuwanderung in die Schweiz und die Globalisierung kommt es häufig zu Auseinandersetzungen mit den Themen Migration und den Umgang mit Andersartigkeit. Die kulturelle Vielfalt der Schweiz widerspiegelt sich selbstverständlich auch in den Schulklassen. 27 Prozent der Schülerinnen und Schüler in den obligatorischen Schulen sind Ausländerinnen und Ausländer. Dazu kommen noch Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund, die die Zahl umso mehr versteigern. Beim Aufeinandertreten verschiedener Kulturen spielt daher die interkulturelle Kompetenz eine entscheidende Rolle. In dieser Bachelorarbeit wird ein Vergleich zwischen kulturell vielfältigen und kulturell homogenen Klassen gemacht. Dabei wird untersucht, inwiefern die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen hellhäutige Menschen vor dunkelhäutigen Menschen bevorzugen. Der empirische Teil basiert auf den «Implicit Association Test» von der Universität Harvard. Während der Auseinandersetzung mit der obengenannten Fragestellung wurde anhand der Theorie und dem praktischen Teil ein Fazit erstellt. Die Ergebnisse des Tests zeigen, wo die Schulen im Bezug zu Interkultur noch arbeiten müssen
Draussen unterrichten
Das Ziel nachhaltig zu leben, damit auch die nächste Generation die Schönheit der Natur
erleben kann, hat in den vergangenen Jahren unter anderem aufgrund des Klimawandels
vielerorts an Bedeutung gewonnen. Diese Bachelorarbeit knüpft an diese Aktualität an und
legt den Fokus auf die Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Volksschule. Folgende
Forschungsfrage wurde untersucht:
«Wie kann naturpädagogisch mit einer Mittelstufenklasse in einer
Projektwoche gehaltvoll gearbeitet werden, so dass alle Fächer abgedeckt
werden?»
Diese Untersuchung fand im Rahmen einer Projektwoche mit einer Mittelstufenklasse aus
Kirchberg statt. Der Unterricht wurde in dieser Woche komplett nach draussen in den Wald
verlegt. Die Klasse 4b hat das Schulzimmer, mit dem Ziel den Unterrichtsstoff im Wald
gemäss Stundentafel und Lehrplan 21 fortzusetzen, verlassen. Um die Forschungsfrage
nach der Projektwoche zu beantworten, wurde sowohl mit einer Fremdevaluation durch die
Schülerinnen und Schüler als auch einer Selbstevaluation der Studierenden und letztlich
einer Nutzwertanalyse gearbeitet. Im Rahmen der Selbstevaluation wurden folgende
Erkenntnisse gewonnen: Erstens die Naturerfahrungen der Kinder konnten sichtlich gestärkt
werden. Zweitens, die starke Zusammenarbeit der beiden Studierenden war eine
entscheidende Stärke in der Umsetzung dieses Projektes. Drittens eine gute Vorbereitung
hat sich als sinnvoll erwiesen, doch gibt es vor allem im organisatorischen Bereich
Verbesserungspotential. Dies deckt sich mit den folgenden Erkenntnissen der
Fremdevaluation: Die Kinder hatten am meisten Spass an den Fächern, die stark mit der
Lernumgebung Wald verbunden waren. Die Schülerinnen und Schüler haben den Wald als
sehr positiv erlebt. In der Lernumgebung konnte sich die Hälfte der Klasse besser
konzentrieren. Der höchste Nutzen konnte mittels der Nutzwertanalyse im Fach
Bildnerisches Gestalten identifiziert werden. In Mathematik, Deutsch und Englisch ist der
Nutzwert tief. Das Feedback der Schülerinnen und Schüler ist durchwegs positiv ausgefallen,
es gab kein Kind, welches die Projektwoche nicht genossen hat. Für die Studierenden war
die Projektwoche ein grosser Erfolg, der bei einer nächsten Durchführung im Bereich des
handlungsorientierten Lernens jedoch noch ausgebaut werden sollte. Damit zeigt sich, dass
es möglich ist, den Schulunterricht nach draussen zu verlegen. Es muss sowohl in der
Vorbereitung wie auch in der Umsetzung darauf geachtet werden, dass die Naturerfahrung
für die Kinder möglichst hoch ist
Naturerfahrungen mit der heimischen Vogelwelt durch eine NMG-Werkstatt
Die heutigen Kinder haben immer Vergleich mit Kindern vor 20 Jahren immer weniger Wissen über die Natur und interessieren sich auch immer weniger für ihre Umwelt. Diese Tatsache wurde bereits mehrmals wissenschaftlich untersucht und bestätigt. Während der Ausbildung zur Primarlehrperson an der pädagogischen Hochschule St. Gallen in Rorschach und der Absolvierung des Zivildienstes im Naturschutz- und Umweltbereich wurde der Autor mit dieser Thematik konfrontiert. Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, was für eine Beziehung Kindern heutzutage zu der Natur haben. Sie untersucht die Auswirkungen von Naturerfahrungen auf die kindliche Entwicklung und sucht Gründe für die Naturentfremdung der heutigen Generation. Es werden Wege aufgezeigt, wie man Kinder für eine Thematik im Fach «Natur, Mensch, Gesellschaft» begeistern kann und welche didaktischen Aspekte dafür von zentraler Bedeutung sind. Das gesammelte Wissen wird in einer Werkstatt umgesetzt, welche die einheimische Vogelwelt behandelt. Die Posten orientieren sich an neuesten didaktischen Methoden sowie gesetzlichen Bildungsstandards. Durch die Bearbeitung dieser Werkstatt soll Kindern in der Schule einen Zugang zur Natur ermöglicht werden, der ihre Wahrnehmung und ihr Interesse für die einheimische Vogelwelt nachhaltig prägen soll