Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
Not a member yet
4052 research outputs found
Sort by
Verbesserung der eigenen Performanz im Bereich Klassenführung im Sportunterricht
In dieser Entwicklungsarbeit wird die Klassenführung genau unter die Lupe genommen und theoriegeleitet aufgeführt, denn sie bildet eine der wichtigste Qualitätsdimension, um erfolgreich zu unterrichten (Helmke, 2009, S. 172). Es konnte vermehrt empirisch belegt werden, dass Klassenführung und positive Lernerfolge bei Schülerinnen und Schüler stark korreliert (vgl. Brophy, 2006; Emmer & Stough, 2001; Hattie, 2009). Somit bildet sie für Lehrpersonen eine zentrale Kompetenz, welche mit ihren Techniken und Strategien eine hohe Komplexität mit sich bringt (Syring, 2017, S. 7-11). Trotz des hohen Stellenwertes mangelt es vielen (angehenden) Lehrpersonen an Know-how in diesem Bereich (Helmke, 2007, S. 46). Dies scheint vor allem fachspezifisch im Sportunterricht der Fall zu sein. Im Unterschied zu anderen Fächern, weist speziell der Fachbereich Sport viele Hindernisse und Stolpersteine auf (vgl. Cothran & Kulinna, 2015). Für Lehrpersonen ist es darum erstrebenswert, einerseits die theoretischen Grundlagen zu erweitern und andererseits, diese Fertigkeiten in realen Situationen des pädagogischen Alltags umzusetzen. Vor allem spielen die praxisorientierten Einheiten eine wesentliche Rolle, so dass (angehende) Lehrpersonen ihre Performanz verbessern können (vgl. Bach, 2013). Aufgrund unzureichender Kenntnisse im Bereich Klassenführung im Sport sowie Defizite im praxisorientierten pädagogischen Handeln, wurde in dieser Arbeit in Anlehnung theoretischen Grundlagen eine Videoanalyse im Bereich Performanzentwicklung hinsichtlich des klassenführungsbezogenen Sportunterrichts durchgeführt. Dabei wurde die Autorin während des Unterrichtens von zwei Sportlektionen mit verschiedenen Messzeitpunkten in einer fünften Klasse aufgenommen. Sie wurde währenddessen mit zwei Kameras gefilmt, wobei eine Kamera die ganze Halle aufgenommen und die andere die Akteurin von näherer Distanz gefilmt hat. Es wurde darauf geachtet, dass die Akteurin bei der ersten Intervention noch kein Wissen und Know-how im Bereich Klassenführung (im Sportunterricht) erlangen konnte. Es folgte eine intensive Auseinandersetzung mit dem Fachwissen des klassenführungsbezogenen Sportunterrichtes sowie dessen Qualitätsdimensionen. Die Theorie wurde mit der Praxis verknüpft, so dass die Akteurin parallel verschiedene Trainingseinheiten absolvierte, wobei auf eine Performanzentwicklung hingearbeitet wurde. Bei der zweiten Intervention wurde gezielt auf die Qualitätskriterien der Klassenführung im Fachbereich Sport geachtet. Es folgte die Beurteilungen der beiden Videovignetten mit den unterschiedlichen Messzeitpunkten. Dafür wurden zwei Raterinnen herangezogen, die nach genauer Instruktion den Unterricht anhand Qualitätskriterien der Klassenführung im Sport bewerteten. Abschliessende Berechnungen führten zum Ergebnis, dass die Entwicklung der klassenführungsbezogenen Performanz von der ersten Intervention zur zweiten einen hohen Effekt aufweist. Die Akteurin konnte ihren Sportunterricht qualitativ verbessern, was schliesslich einen hohen Performanzzuwachs bedeutet. Es kann festgehalten werden, dass Interventionen mit Videovignetten und Trainingseinheiten eine effektive Möglichkeit zur Optimierung der praxisorientierten Kompetenzen von (angehenden) Lehrkräften bietet
Die Rolle der Hausaufgabe in Bezug auf den Lernerfolg
Diese Arbeit untersucht, welche Rolle die Hausaufgaben für den Lernerfolg spie-len. Dabei setzt sie sich kritisch mit ihrem Zweck, der heutigen Hausaufgabenpra-xis und ihrem Nutzen für den Lernerfolg auseinander. Diese Arbeit zeigt auf, dass die Hausaufgabe immer noch aktuell ist und eine Daseinsberechtigung hat. Jedoch ist es dabei wichtig, von der veralteten Praxis wegzukommen und die Chancen, die die Hausaufgabe für den Lernerfolg bietet, zu nutzen. Die Faktoren Lehrperson, Aufrechterhaltung der Motivation, Differenzierung der Aufgaben, konkretes Feed-back und der Einbezug der Eltern haben einen besonders wichtigen Einfluss auf den Lernerfolg. Werden diese erfolgreich in die Hausaufgabenpraxis eingesetzt, so können Hausaufgaben optimal dazu genutzt werden, den Lernerfolg der Schü-ler:innen zu fördern
Klassenassistenzen. Eine Literaturarbeit über die Rollen, Aufgabenbereiche und die dafür nötigen Voraussetzungen von Assistenzpersonen im Klassenzimmer
An den Schweizer Schulen werden immer mehr sogenannte «Klassenassistenzen» eingesetzt (Zumwald, 2015; Vögele, 2021). Dies passiert, um der verstärkten Uneinheitlichkeit (Heterogenität) durch steigende Inklusionsanteile an der Regelschule entgegenzuwirken (Zumwald, 2018, S. 63). Im Rahmen der Ausbildungszeit an der Pädagogischen Hochschule St. Gallen und bereits zuvor, begegnete der Autor unter diversen Voraussetzungen verschiedenen Personen, die als Klassenassistenzen eingesetzt wurden. Im Verlaufe der Zeit zeigte sich, dass die Rollen und dazugehörigen Aufgabenbereiche je nach Schulhaus stark variieren können. Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die möglichen Rollen und Aufgabenbereiche sowie die dafür nötigen Voraussetzungen auf Seiten der Assistenzpersonen zu klären, um mehr Wissen über einen erfolgreichen Praxiseinsatz von Klassenassistenzen zu erlangen. Hierfür wurden bestehende Literatur und Forschungen verwendet. Dadurch sind theoretische Grundlagen beleuchtet worden, inklusive der Definition von relevanten Begrifflichkeiten und von dem professionellen Handeln im Klassenzimmer. Anschliessend wurde der Forschungsstandaufgezeigt. Es stellte sich heraus, dass in der Praxis keine pädagogische Grundausbildung als Voraussetzung für den Einsatz als Klassenassistenz vorgeschrieben ist und weiter benötigte Kompetenzen meist unspezifisch formuliert werden. Es gelang zudem, die möglichen Rollen einer Klassenassistenz aufzuzeigen und welche Aufgabenbereiche mitsamt ihren Tätigkeiten dazugehören. Dadurch konnte ein mögliches Konzept für den künftigen Einsatz von Klassenassistenzen vorgeschlagen werden. Keywords: Klassenassistenzen, Assistenzpersonen, Profession, Rollenbilder, Aufgabenbereiche im Klassenzimmer, pädagogische Ausbildung Quelle: Tschirky, Marco (2022). Klassenassistenzen ? Eine Literaturarbeit über die Rollen, Aufgabenbereiche und die dafür nötigen Voraussetzungen von Assistenzpersonen im Klassenzimmer. Rorschach: PHSG Rorschac
Wie das Improvisationstheater die Entwicklung der Identität von Jugendlichen nach Erikson durch einen Einsatz der Theaterpädagogik in der Pubertät beeinflussen kann
Bereits in seiner Jugend setzte sich der Autor selbst intensiv mit dem Thema Theater auseinander, indem er an verschiedensten Projekten mitwirkte und auch eigenständige Produktionen auf die Beine stellte. Dabei konnte immer wieder festgestellt werden, dass sich die Gruppendynamik und ihre Mitglieder selbst durch ein solches Projekt stetig weiterentwickelten und deutlich verändert aus ihm hervorgingen. Die vorliegende Arbeit geht dieser Behauptung nach und setzt sich zum Ziel die Frage zu ergründen, ob das Improvisationstheater tatsächlich auf die Entwicklung von Jugendlichen einen positiven Einfluss nehmen kann. Dabei werden mehrere Quellen miteinbezogen und ihre Resultate und Überlegungen miteinander kombiniert. Fokussiert werden die Lehren zum Improvisationstheater von Keith Johnstone und die Theorien zur Entwicklung von Identität von Jugendlichen von Erik H. Erikson. Obwohl die Ergebnisse, welche in diese Arbeit eingeflossen sind und daher auch diese Arbeit selbst zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht wissenschaftlich belegbar sind, lassen sie vermuten, dass das Improvisationstheater sehr wohl einen positiven Einfluss auf die Entwicklung von Jugendlichen haben kann. Die Theorie zeigt sich insofern bestätigt
Wie das Coyote Mentoring beim Aufbau einer tiefen Naturverbindung helfen kann
Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Art und Weise, wie unsere Vorfahren, die Jäger und Sammler, gelehrt und gelernt haben. Für die moderne Gesellschaft ist dieses Wissen sehr wertvoll, denn es lehrt, echte Verbindungen aufzubauen. Das Band zwischen Menschen und Natur kann durch diese Art des Lernens wiederbelebt werden. Durch eine authentische Naturverbindung kann die Kluft zwischen Wissen und Handeln überwunden werden und so die Natur als etwas Schützenswertes erfahren werden. Die Arbeit stützt sich auf die Ansätze aus dem Coyote Mentoring und vertieft sich dabei in die Kernroutinen. Diese sollen ermöglichen, eine auf der Natur basierte Wahrnehmung wieder zur Gewohnheit werden zu lassen. Zudem wird das Planungsmodell des Coyote Mentoring, das 8-Schilde Modell, erläutert. Der zweite Teil dieser Arbeit bietet dann praktische Umsetzungen. So wurden zu den jeweiligen Kernroutinen verschiedene Übungsformen gesucht und erprobt, zudem wurde das Planungsmodell in konkreten Unterrichtsplanungen eingesetzt und so dessen Verwendbarkeit im Kontext der Regelschule überprüft
Forschen und Experimentieren im Kindergarten anhand der Methode des Phänomenkreises
Das Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, mit Hilfe der vorhandenen Literatur zu erschliessen, wie Kinder im Kindergartenalter am besten forschen und experimentieren können. Als Methode wird hierbei der Phänomenkreis als Modell erläutert. Am Schluss der Arbeit werden Experimente so zusammengestellt, dass sie als Phänomenkreis im Unterricht eingesetzt werden können
Prüfungsangst
Während der Ausbildung zur Lehrperson wurde die Thematik der Prüfungsangst (bisher) nicht behandelt. Nach den Ergebnissen von Pixner und Kaufmann (2013, S. 115) sind rund ein Zwölftel der Primarschüler:innen von Prüfungsangst betroffen. Für eine Lehrperson ist es daher wichtig zu verstehen, was Prüfungsangst ist und wie damit umgegangen werden kann. Mit dieser Arbeit die persönliche Wissenslücke geschlossen sowie basierend auf dem aktuellen Forschungsstand eine Intervention zur Reduktion von Prüfungsangst entwickelt. Diese Intervention ist basiert auf dem Prinzip des expressiven Schreibens, welches eine Entlastung des Arbeitsgedächtnisses mit sich ziehen soll (Ramirez & Beilock, 2011, S. 211). Mit der Intervention konnte jedoch kein signifikanter Unterschied im Ausmass der Prüfungsangst bei der Stichprobe von n = 16 Schüler:innen einer 5. Klasse nachgewiesen werden. Auffällig sind jedoch die tiefen Werte zu beiden Messzeitpunkten (vor und nach der Intervention), welche durch eine Abwandlung des Fragebogen für Schüler:innen (Wieczerkowski, Nickel, Janowski, Fittkau & Rauer, 1980) erhoben wurden
Fächerübergreifendes Lernen ausgehend von Liedern
Während der ganzen Ausbildung, besonders in der Allgemeinen Didaktik, aber auch in anderen Modulen, wurde ganzheitliches und fächerübergreifendes Lernen immer wieder thematisiert. Dem gegenüber war diese Lehr-/Lernform in den Praktika eher selten anzutreffen. Bei Unterrichtsplanungen in Allgemeine Didaktik wurden wir immer wieder dazu angehalten, fachliches und überfachliches Lernen schon bei der Planung von Unterricht bewusst mitzudenken und zu integrieren. Diese Arbeit geht der folgenden Frage nach: Wie kann man ganzheitlichen (fachlich, überfachlich, fächerübergreifend, kognitiv, ästhetisch) Unterricht, ausgehend von Liedern, planen und durchführen? Wie kann man Unterricht gestalten, der ausgehend vom Ästhetischen (von gehaltvollen Liedern, vom sinnlichen Erlebnis), den Weg zum Kognitiven (Wissen, Verstehen) sucht und schliesslich zur Kompetenz (zum Anwenden) gelangt. In einer medienorientierten Umwelt wird Musik von Kindern und Jugendlichen hauptsächlich im Sinne von Konsum rezipiert. Im Kontext Schule und Unterricht besteht die Möglichkeit, diesem tendenziell oberflächlichen Konsumverhalten eine tiefergehende Auseinandersetzung entgegenzusetzen. Die Chance dabei besteht darin, in der Lebenswelt der Kinder anzusetzen, die Kinder damit in ihrer eigenen Welt abzuholen, um dann schulisch definierte Ziele und Kompetenzen anzusteuern. Keywords: Fächerübergreifender Unterricht, transversales Lernen, Fachunterricht, überfachliches Lerne
Anleitungen für Gestaltungsarbeiten während dem Freispiel im Kindergarten
Abstract Diese produkt- und prozessorientierte Bachelorarbeit setzt sich mit dem Thema der Freispielgestaltung auf der Stufe des Kindergartens, im Bereich des bildnerischen und technisch-textilen Gestaltens auseinander. Ziel der Arbeit ist es, Anleitungen für das Freispiel zu entwerfen, mit welchen die Kinder möglichst selbständig gestalterische Arbeiten erschaffen können. In der vertieften Bearbeitung verschiedener theoretischer Grundlagen zum Thema Freispiel im Kindergarten, Funktion und Gestaltung von Freispiel in der Schule/Kindergarten, Entwicklung des Kindes und des Spiels, aber auch Gestaltungsgrundlagen werden Aspekte erarbeitet, die eine bedürfnis- und entwicklungsorientierte Ausgestaltung von Anleitungen ermöglichen sollten. Aus den Inhalten des Theorieteils sind Kriterien entstanden, die als Leitplanken für die Erstellung der Anleitungen dienen. Die Grundlagenrecherche für die Kriterien und die Erstellung der Anleitungen folgt der Fragestellung: Welche Kriterien müssen von einer Anleitung erfüllt werden, damit gestalterische Arbeiten von Kinder im Kindergartenalter während des Freispiels (möglichst) selbständig erarbeitet werden können? Die praktische Umsetzung zeigt sich in der Gestaltung von verschiedenen Anleitungen, die Kindern eine möglichst selbständige Erarbeitung von bildnerischen oder technisch-textilen Arbeiten ermöglichen sollen. Der Aufbau der Anleitungen, sowie auch die dafür verwendeten Kriterien werden im Anschluss an die theoretische Auseinandersetzung in der Arbeit vorgestellt
Mathematische Vorläuferfertigkeiten
Die folgende Arbeit befasst sich mit dem Thema «mathematische Vorläuferfertigkeiten» und geht der Frage nach, welche mathematischen Vorläuferfertigkeiten ein Kind beherrschen muss, damit es dem Stoff in der ersten Klasse gut folgen kann. Weiter wird aufgezeigt, wie diese mathematischen Kompetenzen im Kindergarten aufgebaut und gefördert werden können. Es ist ein wichtiges Thema, da es im Kindergarten keine obligatorischen Lehrmittel gibt und die Lehrperson somit selbst entscheiden muss, woran sie wie arbeiten will. Hierfür dient es zu wissen, was im Bereich Mathematik für die Kinder wichtig ist. Ein weiteres grosses Thema ist, dass viele Kinder dem Anfangsunterricht in Mathematik in der ersten Klasse nicht gut folgen können. Die Arbeit verschafft hierfür einen Überblick, wie dies vermieden werden kann. Für die Beantwortung der Fragestellung wurde eine Literaturrecherche gemacht, sowie Interviews mit drei verschiedenen Fachpersonen durchgeführt, welche einen Praxisblick auf das Thema ermöglichen. Um aufzuzeigen, was es im Kindergarten für Fördermöglichkeiten gibt, wurden zusätzlich zwei Frühförderprogramme im mathematischen Bereich analysiert. Die Ergebnisse zeigen auf, dass eine mathematische Frühförderung sehr wichtig ist und dabei vor allem das Mengenwissen und das zahlbezogene Vorwissen relevant für den Übertritt in die erste Klasse sind