Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
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Sprachförderung durch ein Bilderbuch auf der Kindergartenstufe
In dieser Bachelorarbeit wird die Frage: «Wie gelingt alltagsintegrierte Sprachförderung durch das Medium Bilderbuch auf der Kindergartenstufe?» auf Basis einer Literaturrecherche analysiert.
Es wird aufgezeigt, dass die Qualität einer Sprachförderung hauptsächlich vom Dialog zwischen Fachperson und Kind abhängt. Ein solcher Dialog setzt eine bewusste Vorbereitung und Auseinandersetzung mit den in dieser Arbeit untersuchten Strategien der alltagsintegrierten Sprachförderung von Seiten der pädagogischen Fachperson voraus.
Die Anforderung an ein Bilderbuch als Medium zur Sprachförderung besteht also darin, solche Dialoge anzuregen. Dies wird vor allem durch einen Bezug zur Lebens- und Interessenswelt der Kinder geschaffen. Die Literaturrecherche hat ergeben, dass Wimmelbücher besonders gut zur Sprachförderung geeignet sind. Sie regen durch viele Details zum Entdecken, Erzählen und Fabulieren an und bieten ein grosses Angebot an Themen, über die gesprochen werden kann.
Als Produkt dieser Bachelorarbeit ist ein Wimmelbuch entstanden, welches in der Kindergartenpraxis oder auch zu Hause zur gezielten Sprachförderung eingesetzt werden kann.
Die aus dieser Arbeit gewonnenen Erkenntnisse können dabei helfen, ein eigenes Bilderbuch zu gestalten, bestehende Bilderbücher auf deren sprachförderliche Qualität hin zu untersuchen und die Strategien der alltagsintegrierten Sprachförderung bei einer Bilderbuchbetrachtung gezielt anzuwenden
Die Auswirkung Neuer Medien auf Kinder und das Ermöglichen von Primärerfahrungen im Schulgarten
Es zeigt sich ein aufkommendes Spannungsfeld zwischen den sehr vielseitigen, sinnvollen und praktischen Neuen Medien und den immer mehr abhandenkommenden Primärerfahrungen von Kindern. Durch den Medienkonsum kommen Primärerfahrungen in der Natur und am realen Objekt eher zu kurz, auch in der Schule. In der vorliegenden Bachelorarbeit wird den Chancen und Risiken von Neuen Medien und deren Einfluss auf die Entwicklung der Kinder nachgegangen. Weiter wird der Schulgarten als Ort für Primärerfahrungen vor der Schultüre vorgestellt. In der theoretischen Auseinandersetzung werden die Themen Neue Medien, Medienkompetenz, Chancen und Risiken Neuer Medien, Primärerfahrungen und der Schulgarten behandelt, welche die Grundlage für das Produkt dieser Arbeit legt. Das Produkt ist für Lehrpersonen eine Anleitung, welche praktische Umsetzungen im Schulgarten enthält, um damit Primärerfahrungen zu ermöglichen. Die Anleitung beinhaltet Projektideen, welche zur Umsetzung nicht zwingend einen Garten benötigen. Die Anleitung soll dazu beitragen, dass Lehrpersonen bestimmte Inhalte draussen unterrichten. Neben der theoretischen Grundlage wurde eine praktische Umsetzung mit einer Schulklasse im Schulgarten realisiert. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden in der Anleitung festgehalten
Befindlichkeitsstudie zum handlungskompetenzorientierten Bildungsplan «Verkauf 2022+» im Detailhandel (Sekundarstufe II)
Befindlichkeitsstudie zum handlungskompetenzorientierten Bildungsplan «Verkauf 2022+» im Detailhandel (Sekundarstufe II
Bedeutsamkeit des kroatischen HSK-Unterrichts im Kanton Graubünden.
Kinder mit einem kroatischen Migrationshintergrund haben in der Schweiz die Möglichkeit
einen HSK-Unterricht zu besuchen. Dabei erwerben sie wichtige sprachliche Kompetenzen
ihrer Herkunftssprache. Bereits seit den 1990-er Jahren gibt es diese Möglichkeit in diversen
Kantonen der Schweiz (Iseni et al., 2014, S. 65). Die Zahlen der kroatischen Ergänzungsschule zeigen auf, dass die Schülerzahlen der letzten 20 Jahre, um über 60 Prozent eingebrochen sind (Nuic, 2020, S.67). Eine Folge davon war die Schliessung des letzten HSK-Standorts im Kanton Graubünden im Herbst 2021.
Aufgrund dieser aktuellen Relevanz wurde die Bedeutsamkeit des HSK-Unterrichts für Betreuungspersonen und Schülerinnen und Schüler im Kanton Graubünden ermittelt und anhand dessen mögliche Ableitungen für eine Konzeptüberarbeitung vollzogen.
Um diese aufzuzeigen, wurden zehn halbstandardisierte Interviews durchgeführt. Anhand
dieser qualitativen Datenerhebung konnte festgestellt werden, dass die Bedeutsamkeit des
kroatischen Spracherwerbs immer noch sehr gross ist. Den Eltern ist es auch noch in zweiter
Generation wichtig, dass die Kinder zuerst ihre Herkunftssprache lernen. Allerdings erkennen sie auch, dass der Bezug zu ihrem Herkunftsland durch die Generationen immer mehr in
den Hintergrund gerät. Die Kinder der dritten Generation sehen die Schweiz mittlerweile als
ihre Heimat an und sehen die deutsche Sprache als ihre Muttersprache, obwohl sie es besonders im Alter schätzen, dass sie ihre Herkunftssprache, zu mindestens verbal, weiterhin
beherrschen.
Um Ableitungen für das Überarbeiten des didaktischen Konzepts vorzunehmen, wurden die
Interviewtranskriptionen anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse untersucht. Dabei konnte
festgestellt werden, dass vier Faktoren eine bedeutsame Rolle in der Entscheidungsfindung
über den Unterrichtsbesuch einnehmen: Die Transparenz des Unterrichtsinhaltes, die Eigenverantwortung, der Generationenwechsel und die Zeit. Es ist wichtig, dass die Eltern transparent sehen, was im HSK-Unterricht thematisiert wird und welche Kompetenzen gefördert
werden. So ermöglicht die kroatische Ergänzungsschule nicht nur Eltern einen Einblick in
den Unterrichtsaufbau, sondern Eltern, die selbst als Kind den Unterricht besucht haben und
sich aufgrund dessen nicht sicher sind, ob sie ihre eigenen Kinder schicken sollen, bekommen die Möglichkeit zu sehen, was sich im Unterricht seit ihrer Kindheit verändert hat. Einige
Erziehungsberechtigte überlassen die Entscheidung über den HSK-Unterrichtsbesuch ihren
Kindern. Dabei tendieren Kinder eher dazu, sich gegen einen solchen Unterricht zu entscheiden. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Eltern die Eigenverantwortung wahrnehmen, ihren Kindern den Sinn und Nutzen eines Besuchs aufzuzeigen. Den dritten Faktor
stellt der Generationenwechsel dar. Die Familien leben teilweise bereits seit mehreren Generationen in der Schweiz. Sie haben sich an die Kultur angepasst und sehen die Schweiz als
ihre Heimat an. Das Herkunftsland der Eltern oder Grosseltern gerät immer weiter in den Hintergrund. Um diesem Phänomen entgegenzuwirken, nimmt das kroatische HSK-Angebot
eine Anpassung ihres didaktischen Konzepts vor, indem sie neue Rahmenlehrpläne für Kinder entwickelt, die Kroatisch als Zweitsprache von Grund auf erlernen möchten. Den letzten
und entscheidendsten Faktor stellt die Zeit dar: Eltern arbeiten mehr und haben oftmals keine Zeit ihre Kinder zum Unterricht zu fahren. Die Kinder selbst haben ebenfalls Verpflichtungen in Form von eigenen Freizeitaktivitäten, aufgrund derer häufig keine Zeit mehr für den
HSK-Unterricht übrigbleibt. Aus diesem Grund wäre es eine Option, den HSK-Unterricht
online anzubieten. Dabei könnte ein gewisses Pensum in Form von Onlineunterricht abgehalten werden und ein Teil könnte am nächstgelegenen Standort in Präsenzform stattfinden.
Ein solcher Unterricht könnte dem Faktor Zeit entgegenwirken und die Kinder hätten durch
die periodischen Präsenzveranstaltungen zudem die Möglichkeit ihre sozialen Kompetenzen
mit kroatisch sprechenden Kindern weiterzupflegen
Müdigkeit im Alltag von Studierenden der Pädagogischen Hochschule St. Gallen. Eine quantitative Befragung von Studierenden der Pädagogischen Hochschule St. Gallen
Müdigkeit ist eine universelle Erfahrung, welche jeder Mensch macht. Durch die aktuelle SARS-Cov-2-
Pandemie ist die Thematik der aussergewöhnlichen und übermässigen Müdigkeit jedoch in ein neues
Licht gerückt. Die Müdigkeit ist eines der Hauptsymptome der Langzeitfolgen der Viruserkrankten, an
welchen zurzeit zahlreiche Menschen leiden. Dies führt nicht nur dazu, dass dieses Thema durch die
Medien in aller Munde ist, sondern auch dass es vermehrt Forschungsgegenstand in der Wissenschaft
ist.
In dieser Masterarbeit wurde untersucht, welche Rolle die Müdigkeit im Alltag von Studierenden der
PHSG spielt. Dabei wurde neben der Prävalenz von Long Covid auch die Häufigkeit von Betroffenen des
Chronischen Fatigue Syndroms ermittelt. Es wurde ausserdem untersucht, ob die verschiedenen Messinstrumente
zur Müdigkeit dasselbe messen. Darüber hinaus wurde untersucht, inwiefern die Müdigkeit
und das Wohlbefinden bzw. die Belastung zusammenhängen und ob dabei ein Unterschied zwischen
der männlichen und weiblichen Teilstichprobe besteht.
Bei der quantitativen Untersuchung wurden Studierende der Pädagogischen Hochschule St. Gallen zur
Thematik mithilfe eines Online-Fragebogens befragt. Dafür wurden bereits bestehende Messinstrumente
hinzugezogen. Die Daten von insgesamt 145 Studierenden wurden für die Auswertung mit Excel
kodiert. Für die Überprüfung der Hypothesen wurden statistische Analyseverfahren und Tests mit dem
Programm Jamovi durchgeführt.
Den Ergebnissen zufolge leidet zum Erhebungszeitpunkt ein Viertel der Stichprobe noch an Langzeitfolgen
der SARS-CoV-2- Virus. Zwei Personen sind gemäss Kriterien vom Chronischen Fatigue Syndrom
betroffen. Die Analyse der Ergebnisse haben ausserdem ergeben, dass zur Messung von Müdigkeit die
Fatigue Skala, das Fatigue Assessment Questionnaire sowie die Fatigue Severity Scale hinzugezogen
werden können. Die Epworth Sleepiness Scale hingegen ist für die Differenzierung der Müdigkeit von
der Schläfrigkeit geeignet. Durch weitere Analysen konnten statistisch höchstsignifikant starke Korrelationen
zwischen den Skalen zur Müdigkeit und den Skalen zum Wohlbefinden, der Beschwerden und
der Belastung identifiziert werden. Darüber hinaus bestehen auch statistisch höchstsignifikante lineare
Zusammenhänge zwischen den Skalen zur Müdigkeit und den Skalen zum Wohlbefinden, zu den Beschwerden
und zur Belastung. Zwischen der männlichen und weiblichen Teilstichprobe besteht hinsichtlich
der Müdigkeit und der daraus resultierenden subjektiv erlebten Belastung kein statistisch signifikanter
Unterschied. Bezüglich des allgemeinen Wohlbefindens und der Beschwerden aufgrund von
Müdigkeit hingegen wurden starke Unterschiede festgestellt, welche statistisch höchstsignifikant sind.
Dabei wiesen die männlichen Befragten durchschnittlich höhere Wohlbefindensindizes auf und leiden
zudem weniger stark an Beschwerden, welche durch Müdigkeit verursacht wurden
Die medialen Reaktionen der politischen Strömungen in der Schweiz auf die Oktoberrevolution 1917. Eine historische Diskursanalyse in Deutsch- und Westschweizer Zeitungen
Am 7. November 1917 stürzten die Bolschewiki die provisorische Regierung und leiteten damit im
selben Jahr eine zweite Russische Revolution ein. Die Oktoberrevolution löste bei vielen Menschen in
Russland und darüber hinaus schockierende, faszinierende und hoffnungsvolle Reaktionen aus. Die
vielfältigen Reaktionen auf die Oktoberrevolution, die das Epochenjahr 1917 mitprägte, fanden sich in
Berichten von Schweizer Zeitungen wieder. Was die Zeitungen jener Zeit charakterisierte, war die
starke Verknüpfung mit einer politischen Strömung. Die verschiedenen Haltungen der grossen
politischen Strömungen der Schweiz bezüglich der Oktoberrevolution konnten in dieser Masterarbeit
aus den Berichten gewonnen werden.
Das Ziel dieser Masterarbeit ist, den Gesamtdiskurs zur Oktoberrevolution in den Parteizeitungen im
Untersuchungszeitraum vom 7. November 1917 bis zum 3. März 1918 zu erfassen. Dabei wurden die
drei grössten Strömungen der Schweiz untersucht, wobei zu jeder politischen Strömung jeweils zwei
Zeitungen analysiert werden konnten. Diese zwei Zeitungen teilten sich wiederum in eine Zeitung der
Deutschschweiz und eine der Westschweiz. Dadurch konnte neben der zeitlichen Veränderung der
Haltung einer Strömung auch die Brücke über den Röstigraben geschlagen werden, was relevante
Vergleiche innerhalb einer politischen Strömung ermöglichte. Zudem erlaubten die drei politischen
Strömungen Vergleiche zwischen ihren spezifischen Diskursen zu erschliessen. Letztlich konnten in
dieser Masterarbeit gemeinsame Diskurse innerhalb einer Sprachregion analysiert werden.
Die von Michel Foucault vorgeschlagene historische Diskursanalyse wurde in dieser Masterarbeit an
drei Deutschschweizer und drei Westschweizer Zeitungen angewandt. Die Parteizeitungen erschienen
im Untersuchungszeitraum täglich. Die aufgefundenen Diskursfragmente, die mit Aussagen zur
Oktoberrevolution gleichgesetzt werden können, konnten anschliessend zur Beantwortung der Unter- und Hauptfragestellung unterschiedlich angeordnet werden.
Diese Masterarbeit ergänzt bisherige wissenschaftliche Arbeiten, indem sie den
Untersuchungszeitraum enger definiert und gleichzeitig den Diskurs nicht ausschliesslich auf eine
Sprachregion der Schweiz begrenzt. Die historische Aufarbeitung der Oktoberrevolution kann durch die
Beantwortung der Haupt- und Unterfragen dieser Masterarbeit erweitert werden
Motivation zum Krafttraining im Jugendalter. Eine empirische Untersuchung einer Krafttrainingsmethode in Bezug auf die Motivation
Im Bereich der Motivation zum Sportunterricht gibt es schon viele Erkenntnisse und es wurde
schon einiges behandelt und analysiert. Unter anderem gehören dazu verschiedene Arten
der Motivation, welche bei Schüler:innen auftreten können. Für den Bereich Krafttraining im
Sportunterricht existiert eine grosse Auswahl an Trainingsmethoden, Übungen und Pläne,
welche eingesetzt werden können. Dabei werden auch Möglichkeiten zur Differenzierung
angeboten. Es ist jedoch schwierig zu erkennen, was davon für die Kinder auch wirklich
motivierend ist und von was diese Motivation überhaupt abhängt.
Im Rahmen dieser Masterarbeit wurden sogenannte Motivationsfaktoren herausgearbeitet
und mit einer ausgewählten Krafttrainingsmethode vereint. Mit den entstandenen
Krafttrainingsübungen wurde überprüft, welche Faktoren im Bereich Krafttraining
auschlaggebend sind für Motivation. Die Diskussion der Ergebnisse hat gezeigt, dass die
Faktoren «Kompetenz / Erfolg», «Autonomie» und «soziale Bindung» ausschlaggebend sein
können für Motivation beim Krafttraining. Zusätzlich hat sich bestätigt, dass ein Krafttraining
mit Motivationsfaktoren als motivierender empfunden wird als ohne Motivationsfaktoren. Bei
Testpersonen, welche ein Krafttraining ohne Motivationsfaktoren mehrmals durchgeführt
haben, ist die Motivation gesunken, wobei das bei den Krafttrainings mit Motivationsfaktoren
nicht der Fall war. Zudem wurde bei den Untersuchungen festgestellt, dass der
Motivationsfaktor «soziale Bindung» die grösste Motivation ausgelöst hat. Jedoch ist es
schwierig zu sagen, wie aussagekräftig diese Ergebnisse wirklich sind. Denn es gibt mehrere
Faktoren, die nicht berücksichtigt werden konnten. Aufgrund des Versuchsdesigns konnte
ein Motivationsfaktor nicht in die Arbeit einbezogen werden und die Reihenfolge der
getesteten Faktoren war klar vorgegeben. Zusätzlich waren die Durchgänge der
Versuchsklasse immer unterschiedlich, was grundsätzlich schon zu einer
Motivationssteigerung führen könnte.
Trotz der Störfaktoren konnte aber ein positives Fazit gezogen werden. Die erzielten
Ergebnisse zeigen auf, dass diese Motivationsfaktoren sicherlich einen positiven Einfluss auf
die Motivation im Krafttraining haben können. In einer weiterführenden Arbeit könnten die
bereits erarbeiteten Erkenntnisse aufgenommen und die Untersuchung weiterentwickelt
werden. Für die Tätigkeit als Lehrperson haben die neu erworbenen Erkenntnisse zur
Motivation sowie die erstellten Übungsreihen zum Krafttraining einen grossen Mehrwert für
die zukünftige Arbeit
Vorschlag eines CAS "Deutsch als Zweitsprache mit ukrainischen Flüchtlingen"
Das Thema Deutsch als Zweitsprache (DaZ) mit ukrainischen Flüchtlingen ist seit dem
Russland-Ukraine-Krieg aktueller denn je. Mit der Aktivierung des Programms Schutzstatus S
für Schutzsuchende aus der Ukraine, welche ausdrücklich den Spracherwerb und die
Integration der Flüchtlinge betont, wurde die Eingliederung beschleunigt und die Nachfrage
nach Sprachkursen im Bereich Deutsch ist stark angestiegen. Dies hat zur Folge, dass viele
Lehrpersonen eine Weiterbildung im Bereich DaZ anstreben und die Anfragen in den
Institutionen mit Weiterbildungsangeboten stark zugenommen haben. Das Ziel dieser
Masterarbeit ist es, einen Certificate of Advanced Studies (CAS) DaZ mit ukrainischen
Flüchtlingen zu erstellen und Interessierten ein Programm anzubieten, welches sie optimal auf
den DaZ-Unterricht mit ukrainischen Flüchtlingen vorbereitet. Dafür wurde sowohl mit
halbstandardisierten Fragebogen mit Teilnehmenden aus dem Kurs sowie der qualitativen
Inhaltsanalyse aus Interviews mit DaZ-Lehrpersonen von ukrainischen Flüchtlingen
gearbeitet. Des Weiteren bildeten wurde die Literaturrecherche mit eigenen Erfahrungen aus
dem Bereich DaZ mit ukrainischen Flüchtlingen eine wichtige Grundlage zur Erstellung des
CAS ergänzt.
Die Ergebnisse ergaben, dass ein Bedarf an einem CAS mit ukrainischen Flüchtlingen besteht,
da das bestehende CAS-Angebot wenig praxisbezogen ist und den Voraussetzungen des
DaZ-Unterricht mit ukrainischen Klassen nicht gerecht wird.
DaZ-Lehrpersonen von ukrainischen Flüchtlingen sind anderen Rahmenbedingungen
ausgesetzt, allein durch die Zusammensetzung der Klassen. Zudem betonen Lehrpersonen,
dass der Einstieg in ukrainischen Klassen schwieriger als in üblichen Klassen ist. DaZ-Lehrpersonen sollten optimal auf ukrainische Klassen vorbereitet werden. Das bedeutet
beispielsweise besondere Herausforderungen im Spracherwerb von ukrainischen Klassen zu
kennen. Im Rahmen eines CAS konnten beispielsweise die Module „Dolmetscherinnen und
Dolmetscher im Unterricht“, „Lernverhalten“ sowie „Schutzstatus S“ erstellt werden
Komposition eines Popsongs mit Einflüssen aus dem Jazz
Das Ziel in der vorliegenden prozessorientierten Masterarbeit ist es, zu beantworten wie ein Popsong mit Einflüssen aus dem Jazz komponiert werden kann. Dazu wird die Frage gestellt, welche stiltypischen Elemente sich im Jazz, wie auch in der Popmusik finden und inwiefern sich diese in einer Komposition verbinden lassen. Um diese Frage zu beantworten, wurden mithilfe musikwissenschaftlicher Literatur stiltypische Elemente von Pop und Jazz gesammelt. Anschliessend wurden die drei Popsongs «Sorry Seems To Be The Hardest Word», «Your Song» und «Ease My Mind» von Elton John und Ben Platt darauf analysiert, welche dieser Elemente vorkommen und wie diese verwendet wurden. Parallel dazu fand ein künstlerischer Kompositionsprozess statt. Ziel dieses Kompositionsprozesses war es, einen Popsong zu komponieren, der ebensolche Elemente aus dem Jazz aufnimmt. Die darauffolgende Analyse des eigenen Songs zeigte eine erfolgreiche Verbindung von stiltypischen Jazz- und Popelementen, weiter lieferte der Kompositionsprozess Erkenntnisse zum Vorgehen während des Komponierens. In einem Vergleich der Primärquellen mit der erarbeiteten Eigenkomposition konnte anschliessend die Hauptfragestellung beantwortet werden
Nonverbale Kommunikation in der Schule. Die Wahrnehmungsfähigkeit der Schüler:innen bezüglich der Körpersprache der Lehrperson und deren Einfluss auf die Beziehung
Die Voraussetzung eines erfolgreichen Unterrichts ist eine gelingende Beziehung zwischen
Lehrpersonen und Schüler:innen. Beziehung entsteht durch die Interaktion im Klassenzimmer,
welche unter anderem durch Kommunikation zustande kommt. Als wichtiges und entscheidendes
Element der Kommunikation gilt die nonverbale Kommunikation.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich in einem ersten Schritt mit der nonverbalen Kommunikation
der Lehrperson im Unterricht und deren Einfluss auf die Beziehung zu den Schüler:innen. In einem
zweiten Schritt wird der Wahrnehmungsfähigkeit der Schüler:innen in Bezug auf die
Körpersprache der Lehrperson Beachtung geschenkt. Mit halbstandardisierten und fokussierten
Leitfadeninterviews und darin integrierten Videovignetten wurden zwölf Jugendliche der Oberstufe
befragt.
Die qualitative Untersuchung ergab, dass Schüler:innen fähig sind, die Körpersprache der
Lehrpersonen aus den Videovignetten wahrzunehmen. Auch in real erlebten Situationen wird die
nonverbale Kommunikation - in den meisten Fällen unbewusst - wahrgenommen. Die daraus
resultierenden Interpretationen sind meist korrekt. Der Zusammenhang zwischen der
Körpersprache der Lehrperson und dem Beziehungsaspekt wird nicht von allen Jugendlichen als
bedeutend eingestuft, dennoch ist ein Zusammenhang auch von Seiten der Schüler:innen
ersichtlich.
Diese Arbeit stellt kein Regelwerk für Lehrpersonen dar, woraus nonverbale Verhaltensweisen und
Ausdrücke direkt übernommen werden können. Die Körpersprache stellte sich im Rahmen dieser
Untersuchung zusammen mit der Theorie als eine individuell entwickelte und angelernte Variable
heraus. Dadurch ist sie veränderlich, nicht aber auf jede Person gleich zu übertragen, damit die
Körpersprache letztendlich authentisch angewendet wird. In dieser Arbeit werden Aspekte der
Körpersprache aufgeführt, welche sich positiv auf die Beziehungsgestaltung auswirken. Diese
Aspekte lohnt es sich als Lehrperson, bewusst zu werden, fokussiert zu üben und individuell
abgestimmt anzuwenden