Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
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Der Zusammenhang zwischen dem Stimmwechsel bei Knaben und der Freude am Singen
Der Stimmwechsel bei Knaben in der Pubertät kann zum Kontrollverlust der eigenen Stimme führen,
weshalb in dieser Phase Gefühle von Scham und Unwohlsein nicht auszuschliessen sind. Folglich besteht
die Möglichkeit, dass die Mutation bei Knaben deren Einstellung zum Singen beeinflusst.
Das Ziel dieser Forschung ist es herauszufinden, ob es zwischen dem Stimmwechsel bei Knaben und der
Freude am Singen einen Zusammenhang gibt. Dazu wird die Forschungsfrage gestellt, ob Knaben auf der
Oberstufe vor der Mutationsphase mehr Freude am Singen haben als Knaben in und nach der Mutationsphase. Zusätzlich werden weitere mögliche Faktoren auf deren Einfluss auf die Freude am Singen bei
Oberstufenschülern untersucht. Auch wird überprüft, ob Knaben durch die Mutation das Vertrauen in ihre
Stimme verlieren oder diese danach weniger schön finden.
Um die Forschungsfragen zu beantworten, wurde eine quantitative Studie durchgeführt, welche sich auf
eine ähnliche, bereits prädestinierte Studie von Wolf, Wolpert und Kopiez (2013) stützt. Der Fragebogen
der Studie von Wolf et al. wurde dabei mit einigen Anpassungen übernommen. Insgesamt nahmen 182
Oberstufenschüler aus fünf verschiedenen Schulen in den Kantonen St. Gallen und Thurgau an der Umfrage
teil.
Mit der Erhebung konnte kein direkter Zusammenhang zwischen dem Stimmwechsel und der Freude am
Singen festgestellt werden. Zudem verlieren die Knaben durch den Stimmwechsel weder ihr Vertrauen in
ihre Stimme noch finden sie diese danach weniger schön. Auffallend ist allerdings, dass die Freude am
Singen bei den Probanden generell sehr tief ist, was darauf hindeutet, dass es durchaus andere Faktoren
gibt, welche die Gesangsfreude tangieren. Die Musiklehrperson, die persönliche Haltung zum Gesang und
das Interesse am Musizieren erwiesen sich in dieser Studie als statistisch signifikante Einflussfaktoren. Da
alle drei signifikanten Aspekte von Musiklehrpersonen beeinflusst werden können, scheint es wichtig, dass
sie sich dieser Verantwortung bewusst sind und ihr positives Einwirken optimal ausnutzen. Schliesslich
stellt das Singen eine wichtige Kompetenz im Lehrplan 21 dar und gilt als einer der Hauptbestandteile in
den Musiklektionen auf der Oberstufe (D-EDK, 2016)
Der Zusammenhang von Priming und der Leistung in der Mathematik. Wie das positive supraliminale Priming die Leistung in einem Mathematiktest von leistungsstarken und leistungsschwachen Schüler:innen beeinflusst
Verschiedene Studien zeigen, dass Menschen durch das sogenannte Priming unbewusst beeinflusst werden können. Dies kann sich zum Beispiel auf das Denken, das Verhalten oder
die Leistung der Personen auswirken.
Die vorliegende Masterarbeit hat das Ziel, zu überprüfen, ob ein Zusammenhang zwischen
dem supraliminalen Priming und der Leistung von Oberstufenschüler:innen in der Mathematik besteht. Die beiden Forschungsfragen lauten:
o Führt der Priming-Effekt zu einer Leistungssteigerung in der Mathematik?
o Gibt es Unterschiede in der Wirkung des Priming-Effekts zwischen leistungsstarken und
leistungsschwachen Schüler:innen?
Um dies zu überprüfen, wurde die Ausgangsleistung im Themenbereich «Ganze Zahlen»
von 28 Schüler:innen mittels einer Lernkontrolle gemessen. Vor dem Lösen einer zweiten
Lernkontrolle wurde die Experimentalgruppe im Gegensatz zur Kontrollgruppe geprimt. Das
Priming fand in Form einer Riesenworträtselsuche statt. Alle Proband:innen mussten in einem Wortgitter zwölf Wörter suchen, wobei die Experimentalgruppe Wörter in Zusammenhang mit Erfolg fanden. Zudem wurde mit einem Fragebogen jeweils nach beiden Lernkontrollen die Motivation, die Gefühlslage und die Selbsteinschätzung der Teilnehmenden erfasst. Die Auswertung der Lernkontrollen und der Befragungen zeigen, dass ein Priming-Effekt beobachtet werden konnte. Besonders die weiblichen Personen reagierten positiv auf
das Priming und hatten eine signifikant grössere Leistungssteigerung als die männlichen
Probanden. Dasselbe konnte auch bei der leistungsschwachen Gruppe festgestellt werden.
Die leistungsschwachen Teilnehmenden haben sich signifikant mehr gesteigert als die Personen der leistungsstarken Gruppe. Zudem gab es bei der Auswertung weitere interessante
Hinweise, welche für den Schulalltag relevant erscheinen
Klassenmusizieren mit der Ukulele
Wenn eine gesamte Lerngruppe im handlungsorientierten Musikunterricht musiziert, spricht man vom Klassenmusizieren. Durch das Musizieren werden sowohl musikalische als auch ausserschulische Kompetenzen aufgebaut. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Frage, welchen Mehrwert das Klassenmusizieren hat und wie es auf der Ukulele umgesetzt werden kann. Im Theorieteil wird das Klassenmusizieren definiert und Erkenntnisse zu dessen positiven Effekten sowie Herausforderungen aufgezeigt. Im Zentrum des produktorientierten Teils dieser Arbeit stehen, an die Theorie angelehnte, Unterrichtssequenzen. Diese können von Lehrpersonen direkt genutzt und angewendet werden, um musikalische Kompetenzen handlungsorientiert aufzubauen und gleichzeitig soziale, emotionale und kreative Prozesse in Gang zu setzen
Förderung der Gruppendynamik durch Bewegungsspiele und Bewegungsübungen
Die Gesundheit der Kinder verschlechtert sich immer mehr, dies aufgrund von zu wenig Bewegung, zu hohem Medienkonsum, ungesunder Ernährung und physischem und sozialem Stress. Zwei Drittel aller Kinder auf der ganzen Welt sind zu wenig aktiv, was sich negativ auf den gesundheitlichen Zustand auswirkt. Während einer vierwöchigen Stellvertretung in einer dritten Primarklasse mit achtzehn Schülerinnen und Schülern wurden unterschiedliche Bewegungsspiele und -übungen durchgeführt, die zum Ziel hatten, mehr über die Auswirkungen der gemeinsamen Bewegung auf die Gruppendynamik der Klasse zu erfahren. Die Autorin war selbst als Stellvertretungslehrerin im Klassenzimmer anwesend und hat die Bewegungsspiele und -übungen unter ihrer Aufsicht durchgeführt. Es wurden Beobachtungen festgehalten, die im Anschluss an die Stellvertretung ausgewertet wurden. Ebenfalls wurde in der Klasse eine Umfrage gemacht, um herauszufinden, wie wohl sich die einzelnen Schülerinnen und Schüler in der Klasse fühlen. Das während der Bachelorarbeit entstandene Endprodukt wurde somit strukturiert aufgebaut. Die Bewegungsspiele und -übungen sind in zwei Kategorien aufgeteilt worden: aktivierende Bewegungsspiele und -übungen und entspannende Bewegungsspiele und -übungen
Kriminalgeschichten mit Hilfe von Experimenten lösen
Während dem Praktikum, im Rahmen der Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule St.Gallen, begegnete der Autor im Lehrmittel NaTech einem Mordfall, welcher sie mit Hilfe von Experimenten gelöst wurde. Wäre es also nicht interessant, den Experimentalunterricht mit einem spannenden Kriminalfall aufzuwerten? Die vorliegende Arbeit geht diesem Thema nach und soll aufzeigen, wieso das Ergänzen von Experimenten mit Kriminalgeschichten einen Mehrwert bietet. Dabei wurde das Ziel verfolgt, dass der naturwissenschaftliche Unterricht für Schülerinnen und auch Schüler dadurch motivierender ist. Parallel dazu wurden zwei Kriminalgeschichten erfunden und mit passenden Experimenten kombiniert
Schriftliche Arbeit
Während den Praktika, im Studium oder auch im privaten Alltag begegnete die Autorin immer wieder dem Thema Autismus. Im Zusammenhang damit wurden Sätze, wie «Autismus ist so individuell, die Interventionen müssen immer auf die Bedürfnisse der Kinder angepasst werden» oder «Autismus hat viele Facetten» in den Raum gestellt. Diese Sätze können bestätigt werden, denn Autismus-Spektrum-Störungen sind tiefgreifende Entwicklungsstörungen, deren Ursachen nicht bekannt sind. Auch der Ausprägungsgrad der ASS variiert von Person zu Person und ist somit individuell (Rolletschek, 2019, S. 23-25). Aber ist es nicht gerade aufgrund dieser Komplexität wichtig, dass Lehrpersonen sich mit Autismus-Spektrum-Störungen befassen? Ist nicht gerade das Wissen zu Autismus-Spektrum-Störungen notwendig, um Kinder im Autismus-Spektrum zu erkennen und passende Interventionen zu treffen? Die vorliegende Arbeit widmet sich diesen Fragen mit dem Ziel, dass Lehrpersonen Kinder im AS im Schulalltag erkennen, unterstützen und begleiten können. Damit dies möglich ist, musste zuerst ein Grundwissen zu Autismus-Spektrum-Störungen erworben werden. Danach wurden die Kinder im Autismus-Spektrum im Schulalltag genauer unter die Lupe genommen. Welchen Herausforderungen begegnen sie? Welche Stärken weisen Kinder im AS auf? Welche wichtigen Rahmenbedingungen gilt es zu beachten? Damit die Theorie mit der Praxis verknüpft werden konnte, wurde anhand eines selbstkonstruierten Online-Fragebogens eine Befragung von Fachpersonen zum Thema Autismus durchgeführt. Aus den Ergebnissen und Erkenntnissen wurde eine Kartei mit 20 Karten mit «Tipps & Tricks für den Unterricht mit Kindern im Autismus-Spektrum» zusammengestellt. Die formulierten Tipps & Tricks greifen die drei Förderbereiche Kommunikation, Sozialverhalten und Struktur und Organisation auf. Die Karteikarten bieten Lehrpersonen Inputs und Handlungsmöglichkeiten, die den Unterrichtalltag für die Kinder im Autismus-Spektrum, für die Lehrperson und die Mitschülerinnen und Mitschüler erleichtern können
Bewegung und ihre Auswirkung auf die Konzentrationsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern der Mittelstufe
Bewegungspausen und Konzepte des bewegten Unterrichts drängen sich in Schulen immer weiter in den Vordergrund, vorwiegend mit der Begründung, sie würden die Schulleistung der Kinder verbessern. Die vorliegende Arbeit befasst sich daher mit der Auswirkung von Herz-Kreislauf-anregenden Bewegungen auf die Konzentrationsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern aus zwei 5./6. Klassen. Der theoretische Teil greift das Modell der bewegten Schule sowie die Bewegungspausen auf und beschreibt, weshalb Bewegung im Unterricht eine immer wichtiger werdende Rolle einnimmt. Ausserdem werden die Vorteile aufgezeigt, die sich für das Gehirn und für das Lernen aus der körperlichen Bewegung ergeben. Die Theorie der Arbeit wird mithilfe einer empirischen Untersuchung mit 26 Probandinnen und Probanden gestützt. Für die Untersuchungen wurde der Test ?d2- Revision? als Messinstrument eingesetzt. Die Testpersonen absolvierten insgesamt vier Konzentrationstests. Davon erfolgten die ersten zwei ohne vorgängige Bewegungsaktivität und die letzten zwei mit einem vorgängigen, achtminütigen Bewegungstraining. Die Leistungsergebnisse wurden mittels eines t-Tests verglichen und zeigen im Anschluss der Bewegungsaktivität einen hochsignifikanten Zuwachs der Konzentrationsleistung auf. Das gilt sowohl für Schülerinnen als auch für Schüler
Mathematische Aktivitäten mit Spielwürfeln
Viele Studien wie die «Spielintegrierte mathematische Frühförderung» (SpimaF) von der Internationalen-Bodensee-Hochschule (Schuler et al., 2017, S. 41-53) oder die empirische Arbeit «Indizierte Prävention von Rechenschwächen im Vorschulalter: Effekte bis Klasse 3» von Moraske, Wyschkon, Poltz, Kohn, Kucian, von Aster und Esser (2018) zeigen auf, dass sich die frühe Förderung der mathematischen Kompetenzen mit unterschiedlichem Material positiv auf die spätere mathematische Bildung auswirken. Hingegen wird nur in wenig Studien die Förderung mit nur einem Material untersucht. Mit dieser Arbeit soll diesem Defizit entgegengewirkt werden, indem zu einem Material, dem Spielwürfel, zwölf Aktivitäten ausgewählt und damit eine Mathematikförderung im Kindergarten von je einer Lektion pro Woche über sieben Wochen lang durchgeführt wurde. Dabei steht der Fortschritt der Kinder im arithmetischen Bereich im Vordergrund. Anhand eines diagnostischen Interviews wurden die Kinder zu Beginn und zum Schluss der Unterrichtseinheit befragt. Die Ergebnisse der Befragung wurden anhand eines Zweistichprobentests verglichen und ausgewertet. Die Auswertung der Ergebnisse ergab, dass alle Kinder eine deutliche Verbesserung der Kompetenzen vor und nach der Durchführung der Unterrichtseinheiten zeigten. Inwieweit die Förderung alle pränumerischen Kompetenzen und Basiskompetenzen abdecken und welche Störvariablen sich ergeben haben, wird in der Arbeit diskutiert. Trotzdem kann gesagt werden, dass sich eine gezielte mathematische Förderung mit dem Spielwürfel lohnt. Das Fazit und der Ausblick legen eine mögliche Weiterführung der Arbeit dar
Unstrukturiertes Spielmaterial. Die Auswirkungen von unstrukturiertem Spielmaterial auf die Emotionsregulation von Kinder im Regelkindergarten
In der vorliegenden Arbeit wird der Einfluss von unstrukturiertem Spielmaterial im Kin-auf die Entwicklung der Emotionsregulation untersucht. Die Literatur zu diesem Thema zeigt, dass sowohl unstrukturiertes als auch strukturiertes Spielmaterial gewisse Vorteile bietet. Es wurde im Zuge der Untersuchung festgestellt, dass tendenziell ein Überangebot an hochstrukturierten Spielmaterialien und ein vergleichsweise geringes Angebot an unstrukturierten Materialien in Regelkindergärten bereitgestellt wird. Während zwei Wochen wurde in einem Kindergarten das Spielmaterial eines Freispielplatzes durch unstrukturiertes Material ausgetauscht und die Regeln angepasst. Für die Untersuchung wurde zu drei Zeitpunkten ein Fragebogen ausgefüllt. Die Befragung wurde mit vier Kindern im Alter zwischen 4 und 6 Jahren sowie der Lehrpersonen durchgeführt. Aus den Ergebnissen kann entnommen werden, dass die Anwendung adaptiver Emotionsregulationsstrategien über diesen Zeitraum tendenziell gestiegen ist
Unterrichtsaktivitäten für die 5. und 6. Klasse zur Förderung der Sprachbewusstheit
Durch eindrückliche Erfahrungen und Begegnungen mit anderen Sprachen und Kulturen erlebte die Autorin selbst, was bereits von Goethe (1833) sagte: «Wer fremde Sprachen nicht kennt, weiss nichts von seiner eigenen» (S. 26). Ihr Verständnis der eigenen sprachlichen und kulturellen Herkunft, ihre Offenheit und ihr Interesse gegenüber Fremdsprachen wuchsen dank dieser Erlebnisse. Deshalb wurde es zu ihrem Anliegen, diese positive Einstellung gegenüber Sprachen und Kulturen im Unterricht zu fördern. Als geeignete Methode stiess sie auf die Förderung der Sprachbewusstheit, welche ein Teil der Mehrsprachigkeitsdidaktik ist. Weil deren Einbettung im Unterricht für Lehrpersonen eine Herausforderung darstellt, wollte sie an dieser Stelle anknüpfen und Erleichterung schaffen. Im Rahmen der Bachelorarbeit stellte sie ein E-Book für Lehrpersonen der 5. und 6. Klasse her. Es beinhaltet eine kurze, theoretische Einführung und zwölf Unterrichtsaktivitäten zur Förderung der Sprachbewusstheit. Sie sind dem entlang des Französischlehrmittels dis donc! gestaltet, was eine sinnvolle Einbettung im Unterricht ermöglicht. In dieser Arbeit sind der theoretische Hintergrund, der Produktprozess und das Produkt beschrieben und reflektiert