Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
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    Kollegiale Lernunterstützungsplattform "P2P, LuL"

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    Ausgangssituation Als hauptamtliche Lehrperson an einer Berufsfachschule soll eine pädagogisch / didaktische Weiterbildung absolviert werden. Die Pädagogische Hochschule St.Gallen bietet diese Weiterbildung im Diplomstudiengang BKU an. Aufgabenstellung nach Leitfaden Diplomarbeit der PHSG Für die Diplomarbeit soll ein persönliches Thema vertieft und eine gewisse Spezialisierung erreicht werden. Der Autor hat sich hierfür für eine Konzeptstudie einer eigenen Projektidee «Lernunterstützungsplattform P2P, LuL» für seine Institution GBS entschieden, welche er nach einer gründlichen Prüfung (sofern es einen positiven Entscheid gibt) im Anschluss als Projekt umsetzen möchte. Fragestellung der Diplomarbeit Aus dem Konzept, welches im Juni 2022 durch die Institution PHSG angenommen wurde, ergibt sich folgende Fragestellung: Wie sieht ein passendes Konzept der kollegialen Lernunterstützungsplattform «P2P LuL» für die Institution GBS St.Gallen aus? Vorgehen Das Vorgehen soll folgendermassen ablaufen: - Recherche zu Peer to Peer Learning - Umfrage von Institution und Zielpublikum in Form einer Bedürfnisabklärung - Abklärung, ob ähnliche Projekte an anderen Institutionen im Kanton St.Gallen vorhanden sind - SWOT-Analyse zur Einschätzung verschiedener Szenarien mit entsprechenden Strategien - Gewichtung und Zusammenfassung der Punkte - Konstruktion eines möglichen Konzeptes Wesentliche Ergebnisse Die wesentlichen Ergebnisse dieser Diplomarbeit gehen eindeutig in Richtung Umsetzung des Projektes. Auf der Fragestellung, wie ein passendes Konzept zu einer kollegialen Lernunterstützungsplattform aussehen könnte, wird im Kapitel 2.6 spezifisch hingewiesen. Die Vorteile, dies zeigt auch die Umfrage überwiegen eindeutig. Besonders hervorzuheben ist die ebenbürtige Sprache unter den Peer’s. Im Gegensatz zu den anfallenden Kosten, die das Projekt auf sich ziehen wird, überstimmen die Vorteile. Das eigentliche Hauptziel der Arbeit, nämlich den zukünftigen Lernenden eine weitere Möglichkeit für ihren persönlichen Erfolg zu bieten, wird ebenfalls erfüllt. Bleibt nur noch die Frage wie sich das Projekt in der Umsetzungsphase und dann in der Welt der Lernenden durchsetzen wird

    Reform Detailhandel 2022+. Welche Veränderungen könnten aus der Reform DH 2022+ für den handlungskompetenzorientieren beruflichen Unterricht für die LP resultieren?

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    In der Reform ist die Ausbildung im Detailhandel nach Handlungskompetenzen aufgebaut. Dies hat eine Umstrukturierung der Schulorganisation und verschiedene Anpassungen im Unterrichtswesen und im Ausbildungsbetrieb zur Folge. Daher stellt sich die Frage, welche Veränderungen könnten aus der Reform für den handlungskompetenzorientierten beruflichen Unterricht für die Lehrpersonen resultieren. Die drei Bereiche: Handlungskompetenter Unterricht, selbstorientiertes Lernen und Teamteaching stützen die Arbeit wissenschaftlich. Im handlungskompetenten Unterricht ist das Vorwissen der Lernenden und ihre Erfahrungen aus der Praxis eine gute Grundlage, um eine Alltagssituation genauer zu betrachten, zudem können weitere Wissensbausteine darauf aufgebaut werden. Ein stetiger Austausch unter den Lernenden, eine abwechslungsreiche und kreative Methodenwahl und bewusste Freiräume stärken die Motivation der Lernenden. Stets im Fokus ist eine Kompetenzentwicklung oder -steigerung erzielen zu können. Das selbstgesteuerte Lernen kann mit vielen Elementen gefördert und gefordert werden. Besonders zentral erweist sich die Selbstwahrnehmung und die Reflexionsfähigkeit sowie ein wenig Geduld, Vertrauen in die Lernenden und Ausdauer der Lehrperson. Teamteaching zeigt sich in vielen Facetten, Formen und Ausführungsvarianten. Zur wesentlichen Grundlage zählen die Teamdynamik, ein guter Kommunikationsfluss, eine klar strukturierte Organisation und angepasste Infrastrukturen. Durch ein Fokusgespräch der Lehrenden werden erste Erkenntnisse aus der Startzeit der Reform vom Sommer und mögliche Optimierungen festgehalten

    Kann fallbasiertes Lernen in der zweijährigen Berufsumsteiger Ausbildung IT-Systemtechniker die Entwicklung von Handlungskompetenzen unterstützen?

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    Vorliegende Studienarbeit befasst sich mit dem Einsatz von fallbasiertem Lernen in der Ausbildung zum/zur IT-Systemtechniker/in. Es wird vor allem versucht aufzuzeigen, ob und wie der Einsatz von fallbasiertem Lernen in genannter Aus- bzw. Weiterbildung angewandt werden und ob dieser Einsatz für Studierende als zielführend angesehen werden kann. Im Verlauf der Arbeit wird auf die Ausbildung zum/zur IT-Systemtechniker/in eingegangen, die jeweiligen Module werden erläutert und es wird versucht aufzuzeigen, bei welchen Modulen der Einsatz von fallbasiertem Lernen als sinnvoll erachtet wird. Aufgrund der Komplexität des Bereichs und der bisher sehr geringen Forschung in diesem, wird sich auf Literaturrecherche beschränkt. Neben diesen wird versucht den direkten Praxisbezug herzustellen und darzulegen, dass der Einsatz von fallbasiertem Lernen in vielen Modulen durchaus Sinn macht, vor allem dann, wenn die Verknüpfung von Theorie und Praxis als sehr wichtig erachtet wird. Sämtliche Ausführungen basieren auf bisher veröffentlichter Theorie zu fallbasiertem Lernen und werden mit der Praxis in der Lehre verknüpft. Am Ende der Arbeit wird basierend auf den theoretischen Grundlagen und der Erörterung der verschiedenen Module der IT-Systemtechniker-Ausbildung dargelegt, dass der Einsatz von fallbasiertem Lernen nicht ausser Acht gelassen, jedoch auch nicht nur auf dieser Art des Wissenstransfers alleine aufgebaut werden kann

    Interkulturelle Elternzusammenarbeit hinsichtlich Berufswahlprozess auf der Sekundarstufe I

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    Die Berufswahl auf der Sekundarstufe I stellt eine zentrale Weichenstellung für die Zukunft der Jugendlichen dar. In diesem Prozess spielen die Eltern eine bedeutende Rolle. Sozial benachteiligte, bildungsferne und fremdsprachige Eltern vermögen ihre Kinder häufig nicht optimal zu begleiten und zu unterstützen. Ziel dieser Arbeit ist es, die Rolle der interkulturellen Elternzusammenarbeit im Hinblick auf die Berufswahl von Schüler:innen auf der Sekundarstufe I zu analysieren. Dabei wird der Fokus einerseits auf die Erwartungen von Lehrpersonen in Bezug auf die von den Eltern ausgehende Unterstützung im Berufswahlprozess ihrer Kinder, andererseits auf die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern mit Migrationshintergrund durch ein ausserschulisches interkulturelles Angebot, wie das der «Femmes-Tische», gelegt. Mit Lehrpersonen, Fachpersonen aus den Bereichen Berufsberatung und interkulturelle Vermittlung sowie adressierten Eltern werden leitfadengestützte halbstandardisierte Interviews durchgeführt. Die Daten werden mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Kuckartz ausgewertet und die Ergebnisse mit dem aktuellen Forschungsstand in Verbindung gebracht. Die Ergebnisse aus den Befragungen zeigen die Wichtigkeit einer guten Vernetzung und Koordination sowie einer funktionierenden Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren rund um die Berufswahl auf. Die Eltern sind aus Sicht der befragten Lehrpersonen dazu angehalten, die vielfältigen Unterstützungsmöglichkeiten im Berufswahlprozess ihrer jugendlichen Kinder wahrzunehmen. Eine regelmässige Kommunikation, im Elternhaus wie auch im schulischen Kontext, ist dabei von zentraler Bedeutung. Eltern sollen ihre Kinder in der Berufswahl auf der Oberstufe beraten, unterstützen, aktivieren und aufbauen, damit dieser erfolgreich abgeschlossen werden kann. Zur Förderung der Unterstützungsfunktion der Eltern muss ihr Selbstvertrauen gestärkt werden, welches ihnen die Nutzung von Ressourcen ermöglicht und die Fähigkeit zur Konfliktbewältigung erhöht. Durch ein ausserschulisches interkulturelles Angebot, wie das der «Femmes-Tische», kann das elterliche Bewusstsein zum Wert von Bildung durch die Reflexion des Selbst und die Stärken des Kindes im Berufswahlprozess gefördert werden. Des Weiteren soll generell das Wissen zum Bildungssystem und zur Berufswahl in der Schweiz erhöht und Ressourcen weiterer Akteur:innen genutzt werden

    Konstrukt Schönheit. Schönheit im Leben von Jugendlichen hinsichtlich gesellschaftlicher Beeinflussung, Selbstwahrnehmung und Fremdeinwirkung durch (soziale) Medien.

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    Das gesellschaftliche und kulturelle Konstrukt der Schönheit spielt in allen Lebensbereichen eine Rolle und ist omnipräsent in (sozialen) Medien und Werbung. Der Körper gilt im 21. Jahrhundert als Visitenkarte einer Person. Insbesondere für Jugendliche und junge Erwachsene ist der Schönheitsdruck enorm. In der vorherrschenden kapitalistischen Leistungsgesellschaft wird Arbeit am Körper indirekt oder direkt verlangt, wobei die verschiedenen Arten der Schönheitspraktiken und -gewohnheiten Zeit, Arbeit und Geld einfordern, sei es in der alltäglichen Körperpflege, der Mode, im Fitnessbereich oder in Form von operativen Eingriffen. Normative Schönheit erleichtert das Leben in der lookistischen Gesellschaft in sehr vielen Lebensbereichen, gleichzeitig geht das Abweichen von normativen Schönheitsidealen oft mit Body Shaming oder Diskriminierung einher. Dabei ist die Wahrnehmung des eigenen Körpers, das Körperbild, massgeblich entscheidend für den Selbstwert sowie die Selbstidentität, wobei viele Menschen aufgrund des Lookismus in der Gesellschaft ihren Wert von Äusserlichkeiten abhängig machen. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist, das individuelle Konzept Schönheit von Jugendlichen in Zusammenhang mit Social Media und ihrem Alltag darzustellen und mit zeitgenössischen Schönheitsidealen zu vergleichen. Dabei wird die folgende Forschungsfrage gestellt: Wie beeinflusst der gesellschaftliche und mediengeprägte Wert der Schönheit die Selbst- und Fremdwahrnehmung der Jugendlichen? Ein Fokus wird hierbei auf die Mediennutzung der Jugendlichen und Social Media, speziell Instagram, gelegt, aufgrund dessen die Bewegungen der Body Positivity und Body Neutrality eingeführt werden. Die Auswertung erfolgt anhand einer Dokumentenanalyse und einer Fragebogenstudie, die mit Jugendlichen auf der Sekundarstufe I durchgeführt wurde. Im Zentrum stehen die individuellen Vorstellungen von Schönheit und deren Rolle im alltäglichen Leben. Die Arbeit beleuchtet eine Möglichkeit der Präventionsarbeit für ein positives Körperbild, indem zusätzlich auf die Kommunikation im Kontext des Konstrukts Schönheit in Form von Body Talk eingegangen wird

    Schriftliche Arbeit

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    Basierend auf der aktuellen Forschungslage zum Geräteturnen im Schulsport geht hervor, dass Lehrpersonen gewisse Vorbehalte aufgrund unzureichender Fachkompetenz vorweisen (Kuss, 2004). Um diesen Vorbehalten entgegenzuwirken, soll die Professionskompetenz der Lehrpersonen im Fachbereich erhöht werden. Vogler et al. (2017) definieren diese Professionskompetenz nicht durch die sportiven Fähigkeiten der Lehrperson, sondern durch das fachdidaktische Wissen und Können. Daraus lässt sich schliessen, dass Hilfestellungen bezüglich der didaktischen und methodischen Umsetzung des Geräteturnunterrichts benötigt werden. Folglich hat diese Bachelorarbeit zum Ziel, eine Kurzanleitung in Ergänzung zu den Geräteturnfächern von Brändli und Meier (2010) zu erstellen, welche Tipps zur methodischen und didaktischen Umsetzung von bewegungsorientiertem Geräteturnunterricht enthält. Dadurch sollen die Vorbehalte der Lehrpersonen gegenüber dem Geräteturnen reduziert, die aktive Bewegungszeit erhöht und die Zeit für die Geräteorganisation gesenkt werden. Um die Wirksamkeit der «Kurzanleitung Geräteturnfächer» zu prüfen, führten drei Lehrpersonen den Geräteturnunterricht mittels des Produkts durch. Ausgewertet wurde mittels Videoaufnahmen der Geräteturnlektionen sowie Fragebögen vor und nach dessen Durchführung. Diese haben ergeben, dass die Vorbehalte nur bei einer Lehrperson etwas gesenkt werden konnten. Die aktive Bewegungszeit fiel, verglichen mit Werten aus der Literatur, hoch aus. Trotzdem konnte keine valide Erhöhung aus der empirischen Erprobung festgestellt werden. Die Zeit für die Geräteorganisation wurde mit Hilfe des Produkts gesenkt. In weiterführenden Studien sollte eine grössere Stichprobe sowie ein längerer Zeitraum für die empirische Erprobung gewählt werden. Zudem müssten die Ausgangswerte für die aktive Bewegungszeit sowie die Zeit für die Geräteorganisation valide, beispielsweise anhand einer Videoanalyse ohne Gebrauch des Produkts, erhoben werden

    Schriftliche Arbeit

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    Das Ziel der vorliegenden Bachelorarbeit ist es, zu überprüfen, wie das Prinzip des Flipped Classrooms im Zyklus 2 in den NMG-Unterricht integriert werden kann. Beim Flipped Classroom werden die beiden Phasen Wissensvermittlung und Übungsphase vertauscht. Die Wissensvermittlung findet zu Hause satt und die Übungsphase in der Schule. Dazu wurden Lernvideos und eine Unterrichtssequenz erstellt. Die Unterrichtssequenz wurde in zwei 6.Klassen durchgeführt. Die Arbeit orientiert sich am Design-Based-Research-Modell von Susanne McKenney und Thomas Reeves. In der ersten Phase wurde in einem Theorieteil geklärt, was für den NMG-Unterricht spezifisch ist und welche Anforderungen für die Durchführung des Flipped Classrooms erfüllt werden müssen. In der zweiten Phase wurde das erworbene Wissen aus der ersten Prozessphase auf die Erarbeitung einer Unterrichtssequenz angewendet. Hauptaugenmerk lag dabei auf der Gestaltung der Lernvideos. In der dritten Prozessphase wurde die Unterrichtssequenz reflektiert und ein Fazit daraus gezogen. Die vierte Phase lief parallel zu den anderen Phasen. In dieser Phase wurde die Unterrichtssequenz in zwei 6.Klassen durchgeführt. Dank der Durchführung konnte bestätigt werden, dass es möglich ist, das Prinzip des Flipped Classrooms gewinnbringend in den NMG-Unterricht im Zyklus 2 zu integrieren

    Bildungschancen und Bildungserfolg von jungen Flüchtlingen im Kanton Graubünden

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    Im Kanton Graubünden werden die Asylsuchenden und vorläufig Aufgenommen auf die Kollektivunterkünfte verteilt, wo sie bis zu maximal sieben Jahre lang bleiben. Die schulpflichtigen Kinder von Familien sowie unbegleitete Minderjährige erhalten in den vom Amt für Migration organisierten Aufnahmeklassen eine schulische Bildung. Im August 2019 wurde ein Beitrag mit dem Titel «Fachleute kritisieren die Schulen in Bündner Asylzentren» im Regionaljournal Graubünden ausgestrahlt, worin Fachleute kritisierten, dass mehr als die Hälfte der Kinder mehr als zwei Jahre in den separierten Schulen der Kollektivunterkünfte beschult werden, was das Wohl der Kinder in untragbarer Weise verletze. Ein darauf erfolgter politischer Vorstoss in der Kantonsregierung wurde abgelehnt und brachte somit keine markante Verbesserung. Dass die Ausweiskategorie F für Personen geschaffen wurde, die nicht als Flüchtlinge anerkannt werden und die Schweiz somit in absehbarer Zeit wieder verlassen sollen, hat speziell für die Jugendlichen im Oberstufenalter direkte Auswirkungen. Dies, obwohl die Asylstatistiken zeigen, dass die jungen Flüchtlinge mit Ausweis F grossmehrheitlich in der Schweiz bleiben. Sie besitzen zwar das Recht auf Bildung, aber nicht die vollen Rechte, die ihnen eigentlich zustehen würden. Dies zeigt sich in der jahrelangen exkludierenden Beschulung in Flüchtlingsklassen, was zurückgeht auf die Ausländerpädagogik der 1950er-Jahre, als die Kinder der Saisonarbeiter das Land innerhalb kurzer Zeit wieder verliessen. Diese direkte institutionelle Diskriminierung führt dazu, dass den Jugendlichen, die erst im Oberstufenalter einreisen, eine Teilnahme am Regelunterricht praktisch verwehrt wird, was Implikationen auf ihren Schulbildungserfolg, ihre Berufsbildungschancen und ihre Integration hat. Trotz der schwierigen Unterkunftssituation, der mangelnden Bildungspläne, Kopplungsproblemen, Flucht und Traumatisierung und dem Ausschluss aus der Institution der Regelschule finden viele junge Flüchtlinge nach der exkludierenden Schulzeit den Weg in eine Berufsbildung und schliessen diese erfolgreich ab. In dieser Arbeit wurden Flüchtlinge, welche schulische Exklusion über mehrere Jahre erlebt haben, nach der subjektiven Einschätzung ihrer Bildungschancen und Bildungserfolge gefragt. Aus den Interviews wird ersichtlich, dass die Hindernisse, die durch ihren Flüchtlingsstatus gegeben sind, nur mit einer enormen Kraftanstrengung und einem unbändigen Willen überwunden werden können. Die in der Heimat und auf der Flucht ausgebildete Resilienz sind, insbesondere für die unbegleiteten Minderjähren, für ein erfolgreiches Lernen unumgänglich. Um Kosten für die Allgemeinheit zu sparen, ist die Bildungsstruktur des AfM darauf ausgelegt, die Jugendlichen baldmöglichst in eine Berufslehre zu bringen. Diese Ökonomisierung der Bildung hatte ein reduziertes Curriculum und eine Fokussierung auf die Fächer Deutsch und Mathematik zur Folge. Englisch, was oft als Ressource vorhanden war, wurde nicht mehr unterrichtet. Der Zeitdruck, schnell Deutsch zu lernen und eine Lehrstelle zu finden, war für die jungen Flüchtlinge spürbar und wurde ebenfalls negativ wahrgenommen. Das über Jahre reduzierte Curriculum und der durch die exkludierte Beschulung gegebene Mangel, Deutsch in authentischen Sprachsituationen mit Gleichaltrigen zu üben, macht sich in der Berufsschule negativ bemerkbar. Da die Bildungschancen jungen Flüchtlinge stark mit der gesellschaftlichen Integrationsphilosophie zusammenhängen, wird ersichtlich, dass für eine Verbesserung der Umstände eine Änderung der Akkulturationsvorstellung der Mehrheitsgesellschaft nötig wäre

    Morgarten audiovisuell. Eine Analyse der Darstellung der Schlacht am Morgarten in Spielfilmen

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    Diese Masterarbeit setzt sich mit den audiovisuellen Darstellungen der Schlacht am Morgarten sowie den dazu führenden Ereignissen auseinander. Der Sieg der Eidgenossen am Morgarten gehört für viele Schweizer zum allgemeinen Geschichtsbild; und Morgarten wurde auch immer sinnbildlich für die Einigkeit der Schweiz und was man auch als kleines Volk vereint alles erreichen kann genutzt. Dabei werden als audiovisuelle Produkte der Spielfilm «Landammann Stauffacher» von 1941 und das Dokudrama «Werner Stauffacher» von 2013 analysiert. In beiden Filmen erleben die Zuschauer:innen, wie ein Streit zwischen dem Kloster Einsiedeln und den Bauern von Schwyz eskaliert, wie der Kirchenbann über die Schwyzer verhängt wird und wie die Ereignisse Habsburg auf den Plan rufen. Welche Absichten die verschiedenen Parteien haben und wie sie dargestellt werden, unterscheidet sich jedoch in beiden Filmen. Wie genau sie sich unterscheiden, das wird in dieser Arbeit dargestellt. Die Fragestellung lautet: Kann die Veränderung der Wahrnehmung von Morgarten in der Geschichtswissenschaft zwischen 1941 und 2013 in den Verfilmungen des Ereignisses nachgewiesen werden? Dabei werden vier Unterfragestellungen ausformuliert: − Wie werden die Ereignisse, welche zur Schlacht am Morgarten geführt haben, in den beiden Verfilmungen von 1941 und 2013 dargestellt? − Welche historische Bedeutung wird der Schlacht am Morgarten in den beiden Verfilmungen von 1941 und 2013 zugeschrieben? − Wie werden die Figuren Werner und Heinrich Stauffacher in den beiden Verfilmungen von 1941 und 2013 dargestellt und welche Rolle wird ihnen für die Eidgenossenschaft zugeschrieben? − Inwiefern lassen sich Zeitgenössische Einflüsse in den Filmen wiedererkennen? Eine Analyse und ein Vergleich beider Filme sowie von Morgarten in der Geschichte und der Erinnerungskultur ergibt einige spannende Ergebnisse. Der historische Hintergrund zu Morgarten ist dünn, nur wenige Dinge sind sicher. Was sich mit Sicherheit sagen lässt ist, dass Morgarten in der Erinnerungskultur einen deutlich höheren Stellenwert erhalten hat, als dem Ereignis aus geschichtlicher Sicht zugestanden hätte. Das zeigen auch beide Filme. «Landammann Stauffacher» von 1941 feiert Morgarten als gewaltige Befreiungsschlacht, während «Werner Stauffacher» 2013 deutlich neutraler an die Sache herangeht und Morgarten einen geringeren Stellenwert zuschreibt

    Poetry Slam im RZG-Unterricht. Der Einsatz von Poetry Slam im RZG-Unterricht als kompetenzorientierte Lernaufgabe auf der Sekundarstufe I

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    Der Begriff Poetry Slam ist vermehrt nicht mehr nur in Kulturagenden, sondern auch in Ausbildungsprogrammen und Lehreinheiten von Bildungsinstitutionen zu finden. Aus der theoretischen Literaturrecherche geht hervor, dass Poetry Slam sprachliche Kompetenzen fördert und Jugendliche für Literatur zu begeistern vermag. Wie aber sieht es in nicht-sprachwissenschaftlichen Fächern aus? Kann Poetry Slam einen Beitrag dazu leisten, dass sich Schülerinnen und Schüler auch dort in ihrem kompetenzorientierten Lernen weiterentwickeln? Diese Arbeit verfolgte das Ziel, den Einsatz von Poetry Slam im Fach RZG1, also einem nicht sprachwissenschaftlichen Fachbereich, anhand einer praktischen Anwendung im Geografieunterricht, bezogen auf das kompetenzorientierte Lernen, zu untersuchen. Dabei wurden die Einschätzungen der miteinbezogenen Oberstufenschüler einer ersten Oberstufenklasse durch Gruppeninterviews herausgefiltert. Die Ergebnisse der Analyse der Interviews zeigen, dass die Schülerinnen und Schüler ganz individuell vom Lernformat Poetry Slam im RZG-Unterricht profitierten und wie unterschiedlich sie dieses Lernformat erlebten. Dabei ist hervorzuheben, dass die Beteiligten vor allem hinsichtlich ihrer überfachlichen Kompetenzen wichtige Erkenntnisse gewinnen konnten, unabhängig davon, ob sie als Performerin und Performer oder als Zuhörende partizipierten. Nebst der Kompetenzorientierung gilt es hervorzuheben, dass mehr als zwei Drittel der interviewten Personen das Format als cool, lässig oder spassig bezeichnen, es als positive Erfahrung einordnen oder sogar als gute Lernmethode, aber vor allem als kreative Abwechslung zum gewöhnlichen RZG-Unterricht benennen. Die vorliegende Arbeit soll Lehrpersonen ermutigen, diese offene und kreative Lernform auch ausserhalb des Sprachenunterrichts, in anderen Fachbereichen, einzusetzen

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