Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
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Förderung der Stressbewältigungskompetenz und Selbstwirksamkeit von Schülerinnen und Schülern
Die Covid-19 Pandemie hat weltweit hohe Belastungssituationen mit sich gebracht. Ängste und Sorgen sind bei Kindern verstärkt zu beobachten. Studien zufolge zeigt fast jedes dritte Kind psychische Auffälligkeiten. Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich aufgrund dessen mit dem Thema Resilienz, welches die Fähigkeit beschreibt erfolgreich mit belastenden Lebensumständen und negativen Folgen von Stress umzugehen. Der Schwerpunkt liegt auf den zwei Resilienzfaktoren «Stressbewältigung» und «Selbstwirksamkeit». Dabei wird der übergeordneten Fragestellung nachgegangen, inwiefern der Umgang mit Stress und die Selbstwirksamkeit von Schülerinnen und Schülern im Unterricht gefördert werden kann. In einem ersten Teil befasst sich diese literaturbasierte Arbeit mit theoretischen Grundlagen der Resilienz und im speziellen mit den beiden genannten Resilienzfaktoren. In einem zweiten Teil werden bereits vorhandene Förderansätze und Präventionsprogramme der Stressbewältigung und Selbstwirksamkeit untersucht und wichtige Ansatzpunkte zur Förderung aufgezeigt. Anschliessend wird auf der Basis der gewonnenen Erkenntnisse in ein unterrichtspraktisches Handeln hineingegangen, indem eine Unterrichtsreihe zur Förderung der Stressbewältigung und Selbstwirksamkeit in der Mittelstufe vorgestellt wird. Das Ziel dieser Arbeit ist es einerseits die von der Fragestellung abgeleiteten Fragen mithilfe theoretischer Befunde aus der Fachliteratur zu beantworten und Modelle, Konzepte und Umsetzungsmöglichkeiten der Förderung von Stressbewältigung und Selbstwirksamkeit zu erläutern. Andererseits ist es das Ziel aus den entwickelten Forschungserkenntnissen eine Unterrichtsreihe zur Förderung von Stressbewältigung und Selbstwirksamkeit zu erstellen, die in der Mittelstufe durchgeführt werden kann. Keywords: Resilienz, Resilienzfaktoren, Risiko- und Schutzfaktoren, Stressbewältigung, Transaktionaler Stressansatz, Stressverarbeitungsstrategien, Selbstwirksamkeit, Selbstwirksamkeitsüberzeugungen. Quellen: Lemm, S. (2021). COPSY-Studie: Kinder und Jugendliche leiden psychisch weiterhin stark unter Corona-Pandemie (Pressemitteilung). Hamburg: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Berndt, C. (2007). Resilienzorientierte Prävention im Kindes und Jugendalter. Modelle, Studien, Programme. Saarbrücken: VDM Verlag Dr. Müller
Sprachsensibler Natur, Mensch und Gesellschaft Unterricht mithilfe der Scaffoldingmethode
Die Korrelation zwischen Bildungssprache und Bildungserfolg wurde durch die PISA aufgezeigt. Sprachsensibler Fachunterricht wird verstanden als ein bewusster Einsatz von Sprache beim Lehren und Lernen im Fachunterricht, sodass sprachschwache Kinder und Kinder mit Deutsch als Zweitsprache bildungssprachliche Kompetenzen bewusst und schrittweise erwerben. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Bearbeitung theoretischer Ansätze über sprachsensiblen Fachunterricht und exemplarisch sprachsensiblen Natur, Mensch und Gesellschaft (NMG) Unterricht mithilfe des Planungsrahmen von Tanja Tajmel zu planen. Die Leitfrage dieser Arbeit lautet: Wie kann sprachsensibler Fachunterricht mithilfe der Scaffoldingmethode dazu beitragen, die Bildungssprache und das Fachlernen in der 3. Klasse zu fördern? Eine Förderung der Bildungssprache erfolgt beispielsweise mit einer Planung mithilfe des Planungsrahmen, wobei die Unterrichtsaktivitäten auf Sprachhandlungen/Mitteilungsbereiche, Sprachstrukturen und Vokabular analysiert werden. Gleichzeitig können diese Planungen den Kindern als sprachliche Hilfestellungen zur Verfügung gestellt werden, welche schrittweise abgebaut werden, bis das Kind befähigt wird, die Aufgabe selbstständig zu lösen. Die Scaffoldingmethode versucht beim Planen eines sprachsensiblen Unterrichts die Sprachaktivitäten bewusst in drei Phaseneinteilungen zu arrangieren, in welche die Kinder dadurch bewusst von der Alltags- zur Bildungssprache übergehen und sukzessiv immer mehr bildungs- und fachsprachliche Elemente in ihren Äusserungen integrieren. Quelle: Quehl, T. & Trapp, U. (2013). Sprachbildung im Sachunterricht der Grundschule. Mit dem Scaffolding-Konzept unterwegs zur Bildungssprache. Münster: Waxmann. Tajmel, T. & Hägi-Mead, S. (2017). Sprachbewusste Unterrichtsplanung in allen Fächern. Münster: Waxmann
Binnendifferenzierung im Geschichtsunterricht
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Fragestellung, inwiefern Binnendifferenzierung die
Motivation und das Verständnis für Aufgaben im Geschichtsunterricht steigern kann. Dabei
legt die Arbeit einen zusätzlichen Fokus auf den Einfluss von Sprache auf diese beiden Aspekte.
Die Theorie zeigt, dass die Schülerinnen und Schüler wenig Motivation für den Geschichtsunterricht besitzen. Ausserdem stellt die Sprache eine Herausforderung für die Schülerinnen und
Schüler dar. Ihre Lesekompetenz ist nicht hoch genug, um die Texte in den Geschichtslehrmitteln ausreichend gut zu verstehen. Dadurch ergeben sich Schwierigkeiten beim Lösen von
Aufgaben.
Die Binnendifferenzierung kann für diese beiden Probleme ein Lösungsansatz darstellen. Sie
hatte in den letzten zehn Jahren einen grossen Einfluss auf die Pädagogik. Im Fach Geschichte wurde sie allerdings noch zu wenig berücksichtigt. Anhand dieser Arbeit sollen die
Chancen der Binnendifferenzierung aufgezeigt werden.
Dafür wurde eine Unterrichtsreihe über den Absolutismus und die Französische Revolution
von sechs Doppellektionen erstellt. Dabei wurden sechs unterschiedliche Aspekte der Binnendifferenzierung (Lernzugänge und Lernwege, zwei sprachliche Aspekte (Scaffolding und
Textvereinfachung), Materialdifferenzierung, Lernhilfen und Aufgabendifferenzierung) berücksichtigt. Die Unterrichtsreihe wurde jeweils mit einer ersten Real- und Sekundarklasse durchgeführt.
Für die Erhebung der Daten wurden drei Instrumente eingesetzt. Das stärkste Instrument war
dabei die Vorher-Nachher Befragungen, welche mit allen Schülerinnen und Schülern durchgeführt wurden. Insgesamt wurden den Schülerinnen und Schülern 55 Fragen gestellt. Ausserdem wurde während den Lektionen ein Beobachtungsprotokoll geführt. Nach der Durchführung der sechs Doppellektionen wurden zusätzlich sechs Schülerinnen und Schüler interviewt. Dieses dritte Instrument hat einen ergänzenden Charakter und sollte das Verständnis
der Ergebnisse der Vorher-Nachher Befragungen verbessern.
Die Lernzugänge und Lernwege hatten den positivsten Einfluss auf die Motivation der Schülerinnen und Schüler. Auch die beiden sprachlichen Aspekte veränderten die Einstellung zum
Fach Geschichte positiv.
Für das Verständnis des Geschichtsunterrichts waren die beiden Aspekte der Sprache und die
Lernhilfen sehr hilfreich. Alle Aspekte, ausser die Materialdifferenzierung, hatten einen positiven Einfluss auf die Motivation und das Verständnis, allerdings sind die oben genannten Beispiele die prägendsten gewesen. Die Aufgaben der Materialdifferenzierung waren zu komplex
gestellt und dadurch negativ von den Schülerinnen und Schülern bewertet worden. Sie benötigten eine Anpassung, um einen positiven Effekt zu erzielen.
Sprachliche Unterstützung ist speziell für schwächere Schülerinnen und Schüler wichtig. Ohne
sie, können sie die Texte nicht genügend verstehen, um die Aufgaben zu lösen. Leider sind
die Texte in Geschichtsbüchern für viele Schülerinnen und Schüler zu anspruchsvoll.
Neben der Beantwortung der Fragestellung konnten noch weitere wichtige Erkenntnisse für
den Unterricht gewonnen werden. Die Klarheit des Auftrages ist für die Schülerinnen und
Schüler von zentraler Bedeutung. Ausserdem sind abwechslungsreiche Aufgaben und selbständiges Arbeiten seitens der Schülerinnen und Schüler gewünscht. Dies sind beides logische Folgen der Binnendifferenzierung, denn durch sie werden diese beiden Kriterien erfüllt.
Ein letzter Nebeneffekt der Binnendifferenzierung ist in dieser Unterrichtsreihe die prüfungsfreie Benotung. Nach dem Abschluss des Themas gab es keine klassische summative Lernkontrolle. Es wurden gelöste Aufgaben der Unterrichtsreihe von mir bewertet. Den Schülerinnen und Schülern waren die Prüfungsaufgaben im Voraus bekannt.
Die Binnendifferenzierung bietet eine exzellente Möglichkeit Geschichtsunterricht motivierender und verständlicher zu unterrichten. Sowohl die Schülerinnen und Schüler wie auch die
Lehrperson können von ihr profitieren
La geo(morfo)logia di San Bernardino. Confronto tra apprendimento con e senza l'integrazione dell'incontro originale nella materia geografia
L’insegnamento moderno si prefigge l’obiettivo di rendere proficuo l’apprendimento mediante
l’integrazione del cosiddetto “incontro originale”, ossia l’inserimento di tutte quelle modalità che
permettono ai discenti di apprendere attivamente. Ma questo elemento d’attivazione è realmente
efficace a discapito di unità didattiche dove l’incontro originale è assente?
L’intento perseguito con questa tesi di master è stato quello di verificare se l’inserimento di
esperimenti ed escursioni ha, o avrebbe, favorito l’apprendimento, l’interesse e la motivazione delle
due classi partecipanti.
Tematica delle unità didattiche è stata la geo(morfo)logia della zona del passo di San Bernardino e
l’unica differenza intercorsa tra le lezioni svolte con una classe di Roveredo e una di Mesocco è stata
proprio l’integrazione del citato incontro originale.
Mediante osservazione partecipante, esperimento sul campo e ricerca qualitativa si è cercato di
identificare punti di forza e punti deboli della domanda di ricerca, giungendo a conclusioni che da
un certo punto di vista potrebbero risultare scontate, ma che in realtà forniscono numerosi spunti
di riflessione e possibilità di sviluppo e crescita personale per i professionisti del settore.
Lo sviluppo concreto del progetto ha ricalcato la linea tracciata dalle unità didattiche proposte a due
classi della Val Mesolcina alle quali, dapprima, è stato sottoposto un rilevamento delle
preconoscenze suddiviso tra conoscenze relative alla tematica ed interessi personali relativi alla
tematica. Dopo lo svolgimento della parte pratica ha avuto luogo un momento di verifica, suddiviso
in una verifica sommativa ed un questionario sottoposti agli allievi
Lehrpersonenenthusiasmus im Fachbereich Bewegung und Sport. Zusammenhang zwischen dem Enthusiasmus von Sportlehrpersonen und dem sportlichen Interesse der Schüler:innen auf der Sekundarstufe 1
Der Enthusiasmus zählt zu den bedeutendsten Charaktereigenschaften von Lehrpersonen. Häufig werden enthusiastische Lehrpersonen als diejenigen beschrieben, welche für ihr Fach brennen und die Neugierde der Schüler:innen wecken können. Heutzutage umfasst die Anforderung an eine Lehrperson für die schulische Ausbildung der
Schüler:innen jedoch weit mehr als die Vermittlung von Fachwissen und Kompetenzen. Als angehende Oberstufenlehrerin ist es der Autorin deshalb ein Anliegen, ihre Schüler:innen während der Schulzeit beim Aufbau von persönlichen Interessen zu unterstützen. In jüngster Zeit hat sich gezeigt, dass individuelle Interessen sowohl in als auch
ausserhalb der Schule eine relevante Rolle spielen. Zum einen ist das Finden persönlicher Interessen ein wichtiger
Prozess in der Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen, zum anderen bilden sie eine der wichtigsten Bedingungen für Lernen, Leistung sowie Motivation. Obwohl der Begeisterung und dem Enthusiasmus von Lehrpersonen ein hoher Stellenwert beigemessen wird, mangelt es an fachspezifischen Befunden. An diesem Punkt setzt die
vorliegende Masterarbeit an und versucht, die Wissenslücke für den Fachbereich Bewegung und Sport zu schliessen.
Die Masterarbeit geht der Hauptfragestellung nach, ob ein Zusammenhang zwischen dem Fach- und Unterrichtsenthusiasmus der Sportlehrperson (N=44) und dem sportlichen Interesse der Schüler:innen (N=758) besteht. Das
sportliche Interesse der Schüler:innen wird dabei in intrinsische Motivation (Interesse am Fach) und Sachinteresse
an den Sportarten Handball und Basketball unterteilt. Durch die Ausdifferenzierung in zweidimensionale Konstrukte
ergeben sich weitere Unterfragestellungen, welche im Rahmen der Masterarbeit untersucht werden. Unter Einbezug fachfremder Studien sowie solchen aus dem Fachbereich Bewegung und Sport wird die These formuliert, dass
der Fachenthusiasmus einer Sportlehrpersonen einen höheren Einfluss auf das sportliche Interesse der Schüler:innen hat als der Unterrichtsenthusiasmus der Sportlehrperson. Mittels einer sekundären Analyse der Daten des quantitativen Forschungsprojekts EPiC-PE 3:1 werden die formulierten Fragestellungen und die gebildeten Hypothesen
empirisch geprüft.
Die Befunde zeigen, dass der Fachenthusiasmus tendenziell einen stärkeren Einfluss auf das sportliche Interesse der
Schüler:innen hat als der Unterrichtsenthusiasmus. Als statistisch signifikant kann im Rahmen der Masterarbeit der
Effekt des Unterrichtsenthusiasmus und des Fachenthusiasmus auf die Entwicklung von Sachinteresse an Handball
beurteil werden. Die weiteren Ergebnisse über den Effekt von Unterrichtsenthusiasmus und Fachenthusiasmus auf
die intrinsische Motivation und die Entwicklung von Sachinteresse an Basketball fallen statistisch nicht signifikant
aus.
Diese Arbeit gibt einen ersten Einblick in die Auswirkung deserlebten Fach-und Unterrichtsenthusiasmus der Sportlehrperson auf das sportliche Interesse der Schüler:innen im Fachbereich Bewegung und Sport
Einfluss von Service-Learning auf die allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung von Lernenden mit besonderen Strukturbedürfnissen
Der Unterricht heutzutage besteht nicht mehr nur aus Frontalunterricht. Eine neuere Form des
Unterrichtens kommt aus den USA und nennt sich Service-Learning. In dieser Lehr- und Lernform
wird "Service", also gemeinnütziges Engagement, mit schulischem Lernen "Learning" verbunden.
Sie fördert nicht nur die fachlichen, sondern auch die überfachlichen Kompetenzen. Die methodischen, personalen und sozialen Kompetenzen sind nützlich für die erfolgreiche Bewältigung des
Alltages in und ausserhalb der Schule. Ebenfalls wird in verschiedenen Momenten innerhalb des
Service-Learning Projekts Selbstwirksamkeit erlebt, was eine der Hauptgegenstände dieser Arbeit
ist.
Im Rahmen der Masterarbeit wurde ein Service-Learning Projekt mit einer Sonderschulklasse bestehend aus acht Schülerinnen und Schüler durchgeführt. Das Projekt «Erlebnis auf den Bauernhof» hatte das Ziel, ein Lehr- und Lernangebot für die Bio-Bauern Karl Heuberger und Gerda und
Peter Schweizer zu erstellen. Innerhalb von knapp zwei Monaten entwickelten die Lernenden die
Projektidee, planten sie und setzten diese um. Durch gezielte Interventionen wurde versucht, den
Lernenden Strategien zum erfolgreichen Lösen von Problemen mitzugeben. Das Ziel der Interventionen war es, durch das Steigern der Problemlösefähigkeit die Selbstwirksamkeitserwartung,
das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten, der Schülerinnen und Schüler positiv
zu verändern.
Um eine mögliche Veränderung wahrzunehmen, wurde ein Lernjournal kreiert. Dieses Erhebungsinstrument diente der Selbstreflexion, in welchem die Lernenden die Probleme und wie sie diese
gelöst haben, dokumentiert haben. Das Lernjournal wurde nach jeder Projektphase ausgefüllt.
Die Probleme wurden nach Art sortiert und es wurde versucht, Veränderungen im Verlauf des
Projekts aufzuzeigen. Die Autorin der Arbeit führte zudem ein Forschungstagebuch in welchem
nicht nur das Projekt geplant, sondern auch Beobachtungen und Schwierigkeiten aus ihrer Sicht
notiert wurden.
Aus der Erhebung geht hervor, dass sich die Art der Probleme im Verlauf des Projekts verändert
hat. Auch die Lehrperson erkannte mehrheitlich die gleichen Probleme wie die Lernenden. Die
meisten Probleme konnten von den Schülerinnen und Schüler selbständig oder mit Hilfe gelöst
werden. Aus den gesammelten Daten konnte weder eine Veränderung in der Problemlösefähigkeit noch in der Selbstwirksamkeitserwartung festgestellt werden
Kampf für das Christentum. Die Konstruktion von Selbst- und Fremdbilder der christlichen Menschenrechtsorganisation «Christian Solidarity International» von 1975 - 2006
Die «Christian Solidarity International» ist eine christliche Menschenrechtsorganisation, die
im Jahr 1977 während des Kalten Krieges ins Leben gerufen wurde. Sie setzt sich für
Glaubensverfolgte, hauptsächlich im globalen Süden, ein und leistet dort Sozialhilfe. Aufgrund
der Entstehungszeit hatte die CSI eine für christliche Organisationen typische
antikommunistische Stossrichtung. Das Feindbild Kommunismus wurde in den 1990er Jahren
in dem für christlich-fundamentalistischen Kreisen typischen Transformationsprozess durch
das des Islams ersetzt. In dieser Arbeit werden das Selbstbild, sowie auch die Feindbilder und
deren Wandel untersucht.
Mittels einer Diskursanalyse wurden anhand verschiedener Diskursstränge die Selbst- und
Feindbilder der CSI erfasst. Dabei ergaben sich drei zentrale Elemente für die Konstruktion
ihres Selbstbildes. Zum einen die Mission, zweitens das Martyrium und drittens die
Unfehlbarkeit von Menschen christlichen Glaubens. Alle diese Aspekte sind alle stark von den
beiden Topoi Superiorität des Christentums und Unfehlbarkeit der Bibel beeinflusst. Das
Selbstbild der CSI ist vor allem christlich. Das Christentum sei die einzige Religion, welche diese
Welt retten könne. Sie sehen sich selbst als Diener:innen und Kämpfer:innen Gottes, welche
den Frieden auf der Welt erkämpfen oder erhalten sollten.
Die Feindbilder der CSI sind wandelbar. So wurde das zu Beginn ausschlaggebende Feindbild
Kommunismus in den 1990er Jahren durch das des Islams ersetzt. Beide werden als willkürlich,
fanatisch, gewaltbereit und antichristlich dargestellt, dies jedoch in je unterschiedlichen
Phasen. Im Islambild der CSI konnten diverse Verschwörungstheorien erfasst werden. So
vertreten sie beispielsweise die «Überflutungsthese», sowie auch islamofaschistische Thesen.
Das dritte Feindbild ist die säkularisierte, pluralistische Gesellschaft. Die CSI zählt zu ihren
Aufgaben als Christ:innen auch, die Demokratie kristisch zu hinterfragen und diese «auf dem
rechten Wege» zu behalten
Perkussionsarrangement für ein Schulmusical
Diese vorliegende prozessorientierte Masterarbeit beschäftigt sich mit dem Arrangier-,
Einstudierungs- und Durchführungsprozess eines Perkussionsarrangements und dessen
Eingliederung in ein bereits bestehendes Schulmusical. Das Arrangement stützt sich auf den
Song «Animals» von Martin Garrix und wurde ausschliesslich mit Alltagsgegenständen und
Boomwhackers mit einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern der Oberstufe Goldach im
Juni 2022 aufgeführt. Der Arrangierprozess setzt sich aus einer Literaturanalyse, einer
musikalischen Analyse, einem Expertengespräch und dem Arrangieren selbst zusammen. Im
Anschluss wurde das Arrangement während zwei Sonderwochen mit den Schülerinnen und
Schülern einstudiert und während sechs Aufführungen in der Wartegghalle in Goldach vor
Publikum durchgeführt. Am Ende der Arbeit werden die einzelnen Phasen reflektiert und
Erkenntnisse festgehalten
Nachhaltigkeit im Textilen und Technischen Gestalten
Diese Masterarbeit fokussiert sich auf die Nachhaltigkeit im Textilen und Technischen Gestalten (TTG). Das Bedürfnis nach einer nachhaltigen Entwicklung ist in der Bevölkerung, der Wirtschaft und auch der Politik gross. Im Lehrplan Volksschule wurden daher Themen und Kompetenzen für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) formuliert, die unter anderem im TTG vermittelt werden sollen.
Die Fragestellungen dieser Masterarbeit beschäftigen sich einerseits damit, inwiefern die Nachhaltigkeit im Unterricht integriert wird und andererseits damit, inwiefern Aspekte der Nachhaltigkeit in Aufgabenstellungen aus Lehrmitteln vorhanden sind. Die Integration der Nachhaltigkeit im Unterricht wurde mittels halbstrukturierter Interviews mit Lehrpersonen aus dem TTG erfasst. Die Analyse der Interviews und auch der Aufgabenstellungen erfolgte durch qualitative Inhaltsanalysen. Es wird analysiert, wie die Nachhaltigkeit bisher im Unterricht umgesetzt wird und welches Potenzial in Aufgabenstellungen vorhanden ist.
Die Ergebnisse zeigen, dass der Nachhaltigkeit in gewissen Bereichen im TTG bereits Rechnung getragen wird, dass aber noch viel Optimierungspotenzial besteht, wobei die Lehrmittel einen grossen Beitrag dazu leisten können
Schriftliche Arbeit
Diese produktorientierte Bachelorarbeit bezieht sich auf den Prozess zur Gestaltung eines Bilderbuchs und dessen gewinnbringenden Einsatz im Unterricht, um das Systemdenken von Schülerinnen und Schülern zu fördern. Mit einem ausführlichen Literaturstudium wurde das theoretische Fachwissen zu den Themen nachhaltige Entwicklung, Systemdenken, Storytelling und zur Gestaltung eines Bilderbuchs aufgebaut. Auf Basis dieses Wissens wurde das Bilderbuch «Kein Plastik in meinem Essen» erstellt. Dieses fördert mithilfe der Storytelling-Methode das Systemdenken von Kindern. Dadurch soll den Kindern bewusst gemacht werden, wie die Welt zusammenhängt und welche Konsequenzen das eigene Handeln auf die Umwelt und schliesslich auf den Menschen selbst hat. Zudem sollen die Kinder mit der Fähigkeit des Systemdenkens zur nachhaltigen Entwicklung beitragen.
Das Bilderbuch beinhaltet die Regeln der visuellen Kommunikation, die Vermittlung von Systemdenken durch die Komponenten, die gestalterischen Aspekte eines problemorientierten Bilderbuchs und bietet mit der Storytelling-Methode einen Zugang zu naturwissenschaftlichem Unterricht. Inhaltlich geht es in der Geschichte darum, dass Kinder eine PET-Flasche in einem Weiher finden. Die Entscheidung darüber, ob sie die PET-Flasche mitnehmen oder nicht, liegt bei der Leserin und dem Leser, da sich die Erzählung nach der Einleitung teilt. Im weiteren Verlauf wird ein Querschnitt des Weihers gezeigt und es ist zu sehen, wie die Fische im vermüllten Weiher den Abfall fressen. Am Ende der Geschichte werden die beiden Erzählteile wieder zusammengeführt und die Kinder essen gemeinsam mit ihrer Familie am Tisch Fischstäbchen. Diese Wendung stellt den Zusammenhang zwischen dem Plastik im Weiher und dem Essen her. Der Lehrerkommentar unterstützt den Verständnisprozess und bietet eine Hilfestellung für die Bearbeitung des Bilderbuchs