Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
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Positive Repräsentation von Diversität in der Schule
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Konstruktion und Tradierung von Rassismus durch Schulmaterialien und durch die Lehrperson. Ziel ist es, die Vermittlung von Rassismus in der Schule aufzubrechen und Handlungsvorschläge für Lehrpersonen zu präsentieren. Dafür wurden theoretische Literaturwerke sowie Schulbuchanalysen herbeigezogen. Daraus resultierte die Erkenntnis, dass rassistische Diskriminierungen in Schulbüchern mittels stereotypischer und unvollständiger Darstellungen von People of Color weitergegeben werden. Durch das Aufzeigen von Diversität und vielfältigen Perspektiven können rassistischen Konstruktionen entgegnet werden. Es zeigt sich auch, dass die Lehrperson durch ihre Haltung und ihr Handeln für einen rassismuskritischen Unterricht sorgen kann
Grafomotorik im musikalischen Lernen ? Unterrichtsbausteine mit funktionell-ästhetischem Wahrnehmungsbezug für die Kindergartenstufe
Im Hinblick auf die spätere schulische Laufbahn ist es bereits im Kindergarten elementar, die grafomotorischen Fähig- und Fertigkeiten zu fördern. Eine solche Förderung soll im Kindergarten spielerisch und altersadäquat stattfinden. Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Förderung der Grafomotorik, die hier ganzheitlich, mit ästhetischem und funktionellem Wahrnehmungsbezug, in einem musikalischen Kontext umgesetzt wird. Die Theorie befasst sich mit unterschiedlichen motorischen Fähig- und Fertigkeiten und den verschiedenen Wahrnehmungsbereichen. Der Einbezug der Musik wird ebenfalls erläutert und be-gründet. Im zweiten Teil dieser Arbeit befinden sich die theoriegestützten Lernbausteine mit Sequenzen zur ganzheitlichen Förderung der grafomotorischen Fähig- und Fertigkeiten. Alle Sequenzen bestehen aus den Komponenten der motorischen Förderung, der Förderung der Wahrnehmung und der Einbettung in einen musikalischen Kontext
Die Wirkungsgeschichte des "Schimmelreiters". Eine Analyse der Verfilmungen der Novelle von Theodor Storm
Seit 1888 ist «der Schimmelreiter», eine von Theodor Storm geschriebene Novelle, im Umlauf
und begeistert die Leser. Nicht nur als Novelle, auch als moderneres Medium Film wurden drei
Verfilmungen veröffentlich. Ob Bilder mehr als tausend Worte sagen und die Novelle gut
repräsentiert wurde, oder ob die Verfilmungen sich, und wenn ja inwieweit, von der Novelle
unterscheiden, was weggelassen wurde oder sogar Neues hinzugefügt wurde, untersucht diese
Masterarbeit. Dies geschieht mit Hilfe eines Close-Readings und einer Filmanalyse. Von den
drei Verfilmungen beschäftigt sich die Masterarbeit mit der während der NS-Zeit
veröffentlichten Verfilmung von 1934, sowie die 50 Jahre später veröffentlichte Version
während der DDR-Zeit. Spannend zu sehen, wie die beiden autoritären Systeme die Novelle
anders interpretiert haben, und teilweise zu ihren eigenen Gunsten genutzt. So setzten die
Nationalsozialisten die Novelle für Propagandazwecken ein, probierten den Protagonisten
Hauke Haien als Helden darzustellen und als Stellvertretende Figur für Adolf Hitler. Dies sieht
man nicht nur bei den Reden oder Ansichten des Deichgrafen, sondern auch in der
Schlussszene, als er sich für das Dorf als Held opfert. Im Gegensatz zu der ersten Verfilmung
der Novelle, folgt die dritte und bis zum heutigen Zeitpunkt letzte Verfilmung konsequent der
Textvorlage. Obwohl wenige Punkte oder Figuren aussenvor gelassen wurde, erzählt diese
Verfilmung am originalgetreusten die Novelle. Um einige wichtige Szenen der Filme
hervorzuheben, wurde mit Sequenzprotokollen gearbeitet. Die dazu ausgewählten Szenen
wurden teils wegen der Symbolkraft in der gleichnamigen Novelle ausgewählt, oder um die
propagandistische Interpretation der NS-Verfilmung darzustellen.
So kann man sagen, dass es, obwohl die gleiche Novelle als Vorbild für die Verfilmung genutzt
wurde, die Filme in verschiedene Richtungen gehen. Vor allem die Interpretation von 1934
zeigt auf, wie manipulativ Filme sein können und dass diese Verfilmung nur einen Zweck hatte,
die deutsche Bevölkerung für das NS-Regime und Hitler zu beeinflussen
Unterrichtssequenz(en) in Rumantsch Grischun zum Fachbereich Räume, Zeiten, Gesellschaften mit Schwerpunkt Geschichte und sprachregionalem Bezug
Angesichts der Tatsache, dass das Fach Räume, Zeiten, Gesellschaften an den romanischen Oberstufen
im Kanton Graubünden auf romanisch unterrichtet werden kann, aber auf der Sekundarstufe I für den
Geschichtsunterricht keine aktuellen Lehrmittel in romanischer Sprache existieren, ist die Erarbeitung
und Bereitstellung von lehrplanbezogenem, didaktischem Material eine Kernaufgabe einer
romanischsprachigen Lehrperson, welche Geschichte auf romanisch unterrichtet.
Diese Arbeit geht der Frage nach, wie Unterrichtssequenzen zum Fachbereich Räume, Zeiten
Gesellschaften mit einem geschichtlichem Schwerpunkt und kulturellem sowie regionalem oder
lokalem Bezug erstellt werden können. Dazu wurden sowohl Kompetenzen aus dem Lehrplan 21 aus
dem Fachbereich Räume, Zeiten, Gesellschaften als auch Kompetenzen aus dem Lehrplan 21
Graubünden für romanische Schulen aus dem Kompetenzbereich R.6 D für die Erstsprache Romanisch
berücksichtigt. Dieser vom deutschen Lehrplan abweichende Kompetenzbereich widmet sich dem
Wissen über die romanische Kultur. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Eigenheiten ihrer Kultur
kennen und schätzen lernen sowie für die interkulturelle Diversität sensibilisiert werden. Durch die
Berücksichtigung beider Fachbereichslehrpläne können fächerübergreifende oder fächerergänzende
Unterrichtseinheiten erarbeitet werden, welche die bereits vorhandenen deutschsprachigen
Lehrmittel für den Geschichtsunterricht und die romanischen lehrplanbasierten Sprachlehrmittel auf
sinnvolle Art und Weise ergänzen. Dies ist im Rahmen dieser Arbeit anhand der didaktischen
Aufarbeitung eines ausgewählten Themas und der darauffolgenden praktischen Erarbeitung einer
Unterrichtseinheit exemplarisch erfolgt.
Das im Vorfeld der Erarbeitung der Unterrichtseinheit durchlaufene Prozedere bestand im
Wesentlichen aus einem vierstufigen Verfahren: der Lehrplananalyse, der Lehrmittelanalyse, der
Themensammlung und der thematischen Sachanalyse. Anhand dieser vier Stufen konnte die
Grundlage für die Erarbeitung der vorliegenden Unterrichtseinheit gemäss der oben genannten
Zielsetzung geschaffen werden. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die
Grundlagenerarbeitung anhand dieses Vorgehens im Grundsatz funktioniert und Potential für die
Erarbeitung weiterer Unterrichtseinheiten birgt.
Als Grundlage für die Erarbeitung wurde der Lehrplan der beiden Fächer konsultiert, damit die spätere
Unterrichtseinheit den Auftrag des Lehrplans zu erfüllen vermochte. Um Doppelspurigkeit in
Anbetracht des zu erstellenden Unterrichtsmaterials ausschliessen zu können, wurden die
vorhandenen lehrplanbezogenen Sprach- und Geschichtslehrmittel gesichtet und analysiert. Zur
Findung eines geeigneten Themeninhaltes für den fächerübergreifenden oder fächerergänzenden
Unterricht, wurde ein Verzeichnis über mögliche Inhalte mit Bezügen zum Fachbereich Romanisch und
der geschichtlichen Perspektive des Fachbereichs Räume, Zeiten, Gesellschaften erstellt. Daraus wurde
schliesslich ein bezüglich der Zielsetzung vielversprechendes Thema ausgewählt und nach
eingehenden Recherchen eine thematische Sachanalyse dazu erstellt. Diese bildete die inhaltliche
Grundlage für die konkrete Erarbeitung der Unterrichtseinheit in Rumantsch Grischun, welche nun in
der Schulpraxis in romanischen Oberstufenklassen umgesetzt werden könnte.
Für diesen ersten praktischen Versuch gemäss dem beschriebenen Prozedere wurde das Thema der
Sänger- und Chorbewegung im Rahmen der Nationalbewegung im 19. und frühen 20. Jahrhundert
ausgewählt. Gründe für die Auswahl sind zum einen die sich anbietende Verbindung zwischen
Geschichte und einer noch heute gepflegten Gesangstradition, als auch die Möglichkeit einen
lebensnahen Bezug zur Alltagswelt der Schülerinnen und Schüler, beziehungsweise ihrer persönlichen
Familien- und Sprachgeschichte, herzustellen
Analyse des LP 21 bezüglich des Gesundheitsaspekts im Unterrichtsfach Bewegung und Sport
Sport ist gesund. Diese Vorstellung ist in der Gesellschaft weit verbreitet. Doch trifft das auch zu? Und wenn ja, wie beeinflusst körperliche Aktivität die Gesundheit? Der natürliche Bewegungsdrang nimmt zunehmend ab und bereits in der Adoleszenz beginnt die Motivation sich physisch zu betätigen abzunehmen. Vielleicht sind gerade deshalb viele Sportlehrpersonen der Meinung, dass sich Kinder und Jugendliche während des Sportunterrichts möglichst lange und intensiv bewegen sollten. Doch was bewegt Schülerinnen und Schüler wirklich dazu, sich gesund zu verhalten? Und welche Rolle kommt dem Lehrplan 21 dabei zu? Gesundheitskompetenz ist nicht nur ein wichtiges Thema im Bildungsbereich, sondern betrifft die gesamte Bevölkerung. Deshalb sind Regierungen vermehrt bemüht mit Gesundheitsförderprogrammen die Allgemeinheit zu einem gesundheitsbezogenen Lebensstil zu motivieren. Mitunter wegen den stetig steigenden Kosten im Gesundheitswesen, verursacht durch risikobehaftetes Verhalten und ungesunder Lebensweise. Doch wie ist Gesundheit definiert und wie gelingt es, sie möglichst langfristig aufrechtzuerhalten? Die vorliegende Arbeit versucht den Begriff der Gesundheit in der Schullandschaft zu verorten und wichtige Faktoren für die Gesundheitsbildung im Fach Bewegung und Sport auf der Sekundarstufe I zu eruieren. Die Analyse des Lehrplans 21 rundet die Fragestellung nach gesundheitsrelevanten Faktoren ab. Die Ergebnisse und die daraus resultierenden Folgerungen werden abschliessend im Hinblick auf einen nachhaltigen und gesundheitsbewussten Lebensstil diskutiert
Langzeitwirkung der BNE Blockwoche. Wie «nachhaltig» im Sinne von langanhaltenden Auswirkungen ist die obligatorische Vertiefungswoche BNE aus Sicht von ehemaligen Studierenden der PHSG Sek 1?
Bildung nachhaltiger Entwicklung wird als Vorrausetzung für das Erreichen einer
Transformation der Gesellschaft angesehen. Das Bildungssystem und allen voran Lehrpersonen
werden als wichtige Akteure in diesem Prozess angesehen. Diese Aufgabe setzt voraus, dass
Lehrpersonen in der Ausbildung mit BNE konfrontiert werden, um BNE vermitteln zu können.
An der PHSG wird seit 2009 eine obligatorische Vertiefungswoche zum Thema Bildung
nachhaltiger Entwicklung durchgeführt. Ob und inwiefern die Blockwoche bei den
Studierenden ankommt und wie sich dies im Unterricht und in der Schulentwicklung zeigt, ist
bisher unerforscht. Aus jüngeren Studien geht hervor, dass Lehrpersonen nicht genug Wissen
haben, um BNE erfolgreich im Unterricht integrieren zu können. Weiter gibt es Studien, welche
belegen, dass die Integration von BNE in der Lehrer:innenbildung einen positiven Einfluss auf
die Einstellung und das Bewusstsein der angehenden Lehrpersonen hinsichtlich nachhaltiger
Entwicklung haben kann.
Das Ziel dieser Arbeit ist es, einen ersten Überblick zu bekommen, was für einen Einfluss die
Blockwoche BNE auf die Unterrichts- und Schulentwicklung im Bereich BNE und das
Verhalten der ehemaligen PHSG Studierenden hat. Um das Forschungsziel zu erreichen wurde
ein Mixed-Methods-Ansatz gewählt, bei welchem qualitative und quantitative Erhebungen
kombiniert wurden. Zu Beginn des Forschungsprozesses wurde eine Online-Umfrage mit
ehemaligen Studierenden durchgeführt. Um einen vertieften Einblick in die Thematik zu
gewinnen, wurden anschliessend halbstandardisierte Interviews mit einem Teil der Stichprobe
durchgeführt.
Ergebnisse der Online-Umfrage zeigten, dass nachhaltige Entwicklung einen hohen Stellenwert
bei den Befragten einnimmt. Nichtsdestotrotz widerspiegelt sich dies nur bedingt im
Schulalltag. Der grösste Einfluss auf die Integration von BNE im Unterricht spielt das
Eigeninteresse der Befragten. Die BNE Blockwoche hat dabei im Vergleich nur einen kleinen
Einfluss auf die Verankerung von BNE im Unterricht. Dies deckt sich auch mit den Ergebnissen
der durchgeführten Interviews. Dennoch konnten rund die Hälfte der Lehrpersonen, welche sich
noch an die Blockwoche erinnerten, etwas davon für den Unterricht und sich im Alltag
mitnehmen. Weiter zeigte sich, dass hauptsächlich handlungsorientierte Elemente bei den
Teilnehmenden der Blockwoche in Erinnerung geblieben sind und am meisten Anklang fanden
Die Flugbahn des Bumerangs. Eine Analyse der Auswirkung des Öffnungswinkels der Flügel
Gibt es einen Öffnungswinkel bei einem Rückkehrerbumerang, bei welchem dieser seine Rückkehrereigenschaft verliert? Dieser Fragestellung widmet sich die folgende Arbeit. Dafür wird ein zweiflügliger Spritzgussbumerang so modifiziert, dass man den Öffnungswinkel beliebig einstellen kann. Um den eben beschriebenen Winkel zu eruieren, wird ein Versuchsaufbau entwickelt, mit welchem die Flugbahn optimal beobachtet werden kann. Da es in dieser Arbeit nicht möglich ist, eine Bumerang-Wurfmaschine zu entwickeln, handelt ein Teil der Arbeit davon, ob ein Mensch in der Lage ist, bei einer bestimmten Anzahl von Wurfversuchen, eine ähnliche Flugbahn zu erzeugen. Mit Hilfe einer Drohne werden die Flugbahnen der Wurfversuche des winkelverstellbaren Bumerangs auf einem Bild festgehalten und anschliessend analysiert. Für das ausgewählte Bumerangmodell konnten drei Kategorien an Öffnungswinkel mit ähnlichen Flugeigenschaften ausgemacht werden. Die Versuche haben ergeben, dass die Rückkehrereigenschaft bei Öffnungswinkel zwischen 40 und 100 Grad gegeben ist. Ausserhalb des genannten Spektrums verliert der Bumerang diese Eigenschaft
Fachdidaktische Aufarbeitung der Sprachmittlung im Französischunterricht. Eine Aufgabensammlung von Strategie- und Sprachmittlungsaufgaben zur erleichterten Bewältigung von Sprachmittlungssituationen mit Anknüpfungsmöglichkeiten zum Lehrmittel «dis donc!»
Obwohl die Sprachmittlungskompetenz als eigener Themenaspekt in allen Fremdsprachen fester Bestandteil des Lehrplans 21 ist, zeigt sich die Umsetzung im Französischunterricht oft sehr bescheiden. Dies ist meist mangelnder thematischer Übereinstimmungen mit den
Schwerpunkten der Lehrmittel geschuldet. Im obligatorischen Lehrmittel für den Kanton St.
Gallen gibt es bspw. nur eine einzige explizite Sprachmittlungsaufgabe.
In dieser Arbeit wird die Frage aufgegriffen, wie sich Sprachmittlungs- (Vorbereitungs-)aufgaben zu einer Aufgabensammlung entwickeln lassen, um die Schüler:innen mit der Sprachmittlung auf der Sekundarstufe I vermehrt konfrontieren zu können. Diese Arbeit basiert auf der
Design-Based Research Methode. Sie beinhaltet eine umfassende Lehrmittelanalyse sowie
qualitative, halbstrukturierte Leitfadeninterviews mit Lehrpersonen und Befragungen von deren SuS als Basis für eine anschliessende Entwicklung einer Aufgabensammlung sowohl mit Strategie- als auch mit Sprachmittlungsaufgaben, welche sich (thematisch) in den Unterricht integrieren lassen. Durch eine anschliessend zweite Befragung in denselben vier Schulklassen
nach der Bearbeitung einiger Strategie- und Sprachmittlungsaufgaben sowie diversen Feedbackgesprächen mit deren Lehrpersonen und Fachdidaktiker:innen wurde die Aufgabensammlung anhand dieser Eindrücke erneut überarbeitet. Diese Aufgabensammlung stellt das Endprodukt dieses wissenschaftlichen Textes dar und soll die Integration von schriftlichen
Sprachmittlungsaktivitäten im Französischunterricht in Zukunft vereinfachen. Unter der Beachtung notwendiger Merkmale einer Sprachmittlungsaufgabe und Leitfragen von Pfeiffer (2014, S. 20-23) konnten drei komplette Sprachmittlungsaufgaben entwickelt werden, welche den Interessen der Lernenden gemäss der ausgefüllten Befragung entsprechen und sich thematisch mit dem Lehrmittel «dis donc!» verknüpfen lassen. Um den Lernenden die
Sprachmittlung progressiv und sukzessiv näherbringen zu können, werden zu jeder hilfreichen
Strategie bei schriftlichen Sprachmittlungssituationen Lernaufgaben konzipiert, welche in den eigenen Unterricht eingebaut werden können, sofern gewünscht auch in Kombination mit dem «dis donc!». Somit werden die Lernenden bereits im Anfangsunterricht mit der Kompetenz der Sprachmittlung bzw. mit dessen Strategien konfrontiert. Damit kann auch der Hang zur Wort-für-
Wort Übersetzung, welcher sich besonders auf der Primarstufe etabliert, gemindert wer-
den, da die Lernenden Strategien kennenlernen, wie sie bspw. mit unbekanntem Wortschatz umgehen können. Ein ebensolches Strategietraining findet sich in der erarbeiteten Aufgabensammlung wieder.
Der schulische Kontext geht jedoch nicht immer mit der Realitätsnähe bzw. mit den authentischen Lernsettings für Lernende einher, was sich bei vielen Lernenden in einen gering einschätzenden Sinn des Lösens solcher Sprachmittlungsaufgaben manifestiert. Eine gewisse Fiktion lässt sich ausser in Austauschprojekten mit französischen Schüler:innen im schulischen Kontext nicht vermeiden, weshalb SuS aufgefordert werden, sich auf diese «künstlichen» Situationen einzulassen, sodass der Sprachlernprozess optimal verlaufen kann
Vor- und Nachteile des bilingualen Erstspracherwerbs auf die Sprachentwicklung
Die Schweiz zeichnet sich durch ihre vier Landessprachen und das Zusammenleben von Menschen aus vielen verschiedenen Kulturen aus, die in die Schweiz gelangt sind. In dieser wissenschaftlichen Arbeit steht die zweite Generation der Migrationsbevölkerung und der dabei entstandene bilinguale Erstspracherwerb ab Geburt dieser Personen im Zentrum. Der Fokus liegt auf den Vor- und Nachteilen des bilingualen Erstspracherwerbs auf die Sprachentwicklung dieser Personen. Ausserdem ist das Ziel dieser Masterarbeit anhand einer empirischen Untersuchung zu eruieren, wie Erwachsene mit Migrationshintergrund der zweiten Generation ihren bilingualen Erstspracherwerb erlebten. In dieser wissenschaftlichen Arbeit geht es in erster Linie um die subjektive Sichtweise dieser Erwachsenen. Mit einer Stichprobengruppe wurden teilstandardisierte Interviews durchgeführt. Die Untersuchung der transkribierten Interviews erfolgte anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse, welche anschliessend mithilfe eines Kategoriensystems ausgewertet wurden. Die literaturbasierte Recherche zeigt auf, dass in der aktuellen Forschung viele Vorurteile gegenüber dem Einfluss des bilingualen Erstspracherwerbs auf die Sprachentwicklung hat. Dabei steht fest, dass der bilinguale Erstspracherwerb keine grundsätzliche Verzögerung der Sprachentwicklung bewirkt. Die empirischen Ergebnisse zeigen, dass die befragten Personen jedoch mehr Vorteile als Nachteile in ihrem bilingualen Erstspracherwerb erlebt haben und diesen auch mit mehr positiven als negativen Erlebnissen unterstreichen konnten. In einem nächsten Schritt wurde anschliessend gegenübergestellt, ob die Vor- und Nachteile des aktuellen Forschungsstandes in den Schilderungen der persönlichen Erlebnisse der befragten Personen sichtbar sind. Die aktuelle Forschung und die empirische Untersuchung zeigen beide die Parallele auf, dass ein positives Vorleben von Seiten der Eltern das Erfolgsrezept für eine positive Einstellung eines Kinder zur Sprache ist. Wenn die Eltern den Kindern weitergeben, dass die Sprache eine Bereicherung und ein Vorteil ist, dann kann das Kind ebenfalls eine positive Grundhaltung entwickeln
Der Biorhythmus von Schülern und Schülerinnen der Oberstufe Domleschg
Diese Arbeit untersucht theoretisch und empirisch, inwiefern die unterschiedlichen Chronotypen mit schulischer Leistung zusammenhängen und
wie sich die Pubertät auf das Schlafverhalten von Jugendlichen auswirkt.
Auf dieser Grundlage wurden die Chronotypen der Schüler:innen der Oberstufe Domleschg bestimmt und mit Aufmerksamkeitstests um 7.25, 8.15
und 15.45 Uhr sowie Selbsteinschätzungen zu Aufmerksamkeit und Wachheit abgeglichen. Mit einer Bedürfnisanalyse für Schüler:innen und Lehrpersonen wurden Postautofahrplan, Mittags- sowie Vormittags- und Nachmittagspause bewertet. Die Schüler:innen und Lehrpersonen analysierten
und bewerteten abschliessend 4 Stundenplanvarianten, um mögliche Anpassungen des Stundenplans zu eruieren