Pädagogische Hochschule St. Gallen (PHSG): PHIQ
Not a member yet
4052 research outputs found
Sort by
Lernberatung im Bildungsgang Biomedizinische Analytik HF
Mit der nachfolgenden Arbeit wurde die Frage erforscht, wie die Lernberatung im Bildungsgang Biomedizinische Analytik HF am Berufs- und Weiterbildungszentrum für Gesundheit- und Sozialberufe in St.Gallen (BZGS) gestaltet werden könnte, so dass diese von den Studierenden im Rahmen des Problembasierten Lernens als lernprozessunterstützend wahrgenommen und angenommen werden würde. Durch eine Umfrage aller Klassen konnte aufgezeigt werden, dass die bisherige angebotene Lernberatung nicht genutzt wurde. Ein passendes Angebot durchgeführt von einer berufsnahen Fachperson würde aber gerne angenommen werden. Vor allem im Bereich Lernstrategien, Motivation und Zeitmanagement erhoffen sich die Studierenden eine Hilfestellung in ihrem Lernprozess. Denn die Ausbildung in der biomedizinischen Analytik HF erfordert von den Studierenden eine hohe Selbstlernkompetenz mit einem verknüpfenden analytischen Denken. Das bereits bestehende Konzept am BZGS der Lernberatung nach den handlungsleitenden Prinzipen könnte übernommen und mit theoriegestützten Gelingensbedingungen ergänzt werden. Dadurch würden angehende BMA in ihrem Lernprozess frühzeitig und individuell unterstützt werden und mögliche Abgänge könnten durchaus vermieden werden
Gestaltung eines digitalen Lernpfads für handlungskompetenzorientierten Unterricht im 21. Jahrhundert
Aufgrund der rasanten Veränderungen in der Arbeitswelt wird derzeit in der Berufsbildung viel
über neue Lernformen diskutiert. Viele neue Konzepte befinden sich bereits in der Umsetzung
und die Berufsfachschulen richten ihre Schulprogramme auf die Bedürfnisse des Lernens im
21. Jahrhundert aus. Dazu werden Blendend Learning Settings entwickelt, Schulräume verändert
und neue Lernmethoden entwickelt. Diese Entwicklungen bieten die idealen Voraussetzungen
zur Einbindung von digitalen Lernpfaden. Die Lernpfade ermöglichen eigenverantwortliches,
selbstorganisiertes und ortsunabhängiges Lernen. Die Lernenden können im eigenen
Tempo voranschreiten und steuern den Lernprozess aufgrund ihrer eigenen Handlungen mit.
Der Kompetenzerwerb kann anhand eines Kompetenzzylinders jederzeit eingesehen werden.
Lehrpersonen können die Lernpfade stufengerecht gestalten und auf die Lernvoraussetzungen
und die jeweilige Handlungskompetenz anpassen. In dieser Arbeit wird auf Basis theoretischer
Grundlagen ein handlungskompetenzorientiertes Lernpfadkonzept entwickelt
Virtual Reality im Berufskunde-Unterricht
Die neuartigen Technologien virtual reality, augmented reality, mixed reality und extended reality haben das Potential, den Lernenden einen komplett neuen Unterricht zu bieten. Der Fortschritt durch neue Technologien hat den Unterricht die letzten Jahre komplett verändert. Dies ist eine Herausforderung für alle Beteiligten. Es geht nicht nur darum, diese Technologien einzusetzen. Mindestens genauso wichtig ist es, wie man diese im Unterricht einsetzt für einen optimalen Lernerfolg. Die Frage, die sich somit stellt, ist diese; Wie kann man diese neuen Technologien in den Unterricht integrieren und dem Unterricht damit auch einen Mehrwert geben?
Eigens für diese Diplomarbeit wurde eine XR-Tour erstellt, um dieser Frage nachzugehen.
Die XR-Tour handelt vom Thema Inventur. Sie wurde mit einer Klasse der Logistiker/innen EFZ durchgeführt und die Ergebnisse danach mit denjenigen einer Logistiker/innen EFZ-Klasse verglichen, welche mit den üblichen Lehrmitteln unterrichtet wurde. Die Rahmenbedingungen waren bei beiden Klassen die gleichen. Beide Klassen sind im selben Lehrjahr.
Mittels Umfrage wurden die Ergebnisse zum Schluss der Lernsequenz erfasst und evaluiert.
Die Ergebnisse sind eindeutig. XR-Touren können ein sehr grosses Potential besitzen, sofern gut durchdacht erstellt und eingesetzt. Es macht den Lernenden deutlich mehr Spass mit XR-Touren zu lernen. Das Interesse am Inhalt wird damit deutlich gesteigert. Die Motivation damit zu lernen ist deutlich höher. Die eigene Einschätzung, die Handlung aus der Lernsequenz in der Praxis durchführen zu können ist deutlich höher und der eigene Lernerfolg wird deutlich höher eingeschätzt. Beim Erreichen der Lernziele ist ebenfalls eine leichte Steigerung zu erkennen
Antisemitismus im medialen Diskurs. Analyse der Debatte um die Schächtverbotsinitiative im Kanton St. Gallen 1893
Die Initiative der Schweizer Tierschutzvereine «Für ein Verbot des Schlachtens ohne vorherige
Betäubung» wurde am 20.09.1893 schweizweit mit 60% Ja-Stimmen angenommen, im Kanton
St. Gallen jedoch mit 21'608 Nein-Stimmen zu 14'564 Ja-Stimmen abgelehnt. Diese Annahme
schränkt seither jüdische Gläubige in der Schweiz in ihrer Glaubensfreiheit ein.
Die Lancierung und Annahme der Initiative wird in der Forschung auf eine stark antisemitische
Motivation zurückgeführt und betont, dass in der Abstimmungsdebatte antisemitische
Argumentationslinien sowohl von Befürwortern wie auch Gegnern der Initiative publiziert
wurden. In den sehr unterschiedlichen Abstimmungsresultaten lässt sich weder national noch
kantonal ein konfessionelles Muster feststellen, jedoch einen starken Einfluss der lokalen
Presse.
Um neue Erkenntnisse über die, in der restlichen Deutschschweiz klar angenommene, im
Kanton St. Gallen abgelehnte Abstimmungsdebatte zu gewinnen, wurde die mediale
Berichterstattung zur Initiative im Kanton St. Gallen anhand sieben ausgewählter Zeitungen mit
der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring systematisch analysiert und ausgewertet. Das
Interesse lag dabei besonders auf partei- sowie regionsvergleichenden Aspekten sowie den
prägenden Argumentationslinien.
Diese Arbeit konnte die initiativgegnerische und gleichzeitig antisemitische Haltung der
katholisch-konservativen Berichterstattung aufzeigen, insbesondere nach der Abstimmung. Das
Zutreffen dieser Tatsache auch auf die bedeutendste Zeitung des Kantons, «Die Ostschweiz»,
scheint interessant. Bei den liberal-freisinnigen Zeitungen sowie dem einzigen demokratischen
Blatt unterschied sich die Berichterstattung. Die in der Abstimmungsdebatte vorgefundenen
Argumentationslinien entsprachen den Erkenntnissen der Forschung. Besonders häufig
publiziert wurden Passagen im Zusammenhang mit der Glaubensfreiheit sowie dem Tierschutz.
Antisemitische Argumentationslinien wurde vor der Abstimmung vermehrt und deutlicher bei
den Schächtgegnern, weniger ausgeprägt bei den Initiativgegnern gefunden. Nach der
Abstimmung wurde besonders die antisemitische Argumentationslinie der angeblichen
«unehrlichen jüdischen Geschäftsweise» identifiziert.
Die in der Forschung erwähnte, hohe Bedeutung des St. Galler Komitees gegen die Initiative
konnte konkretisiert werden: ohne nennenswerte schriftliche Präsenz in der Debatte waren es
die in dem Komitee vertretenen Redaktoren der drei Zeitungen aus der Stadt St. Gallen, die
durch die dem Komitee entsprechende initiativgegnerische und in zwei von drei Fällen auch
kaum antisemitische Berichterstattung mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Ablehnung der Initiative
im Kanton St. Gallen entscheidend beitrugen
Bandprojekt mit Schulklasse. Songarrangements mit einer Wahlfachklasse durchführen
Die vorliegende Masterarbeit setzt sich mit der thematischen und praktischen Durchführung
mehrerer Arrangements auf der Sekundarstufe I in der Schulmusik auseinander. So werden in
Zusammenarbeit mit den 13 Schülerinnen einer Wahlfachklasse auf der Oberstufe drei
Bandarrangements erstellt, einstudiert und performt.
Im Hauptteil der Arbeit wird der Prozess zu den Songarrangements mit den herausgearbeiteten
Anpassungen dokumentiert. Unter Berücksichtigung der individuellen Leistungsniveaus auf den
unterschiedlichen Instrumenten wird eine Förderung der Stärken der Jugendlichen angestrebt.
Dafür wird die folgende Fragestellung formuliert: «Wie werden Arrangements geschrieben und
einstudiert, sodass sie von einer Schülerband der Sekundarstufe l erarbeitet und aufgeführt
werden können?» Die daraus resultierenden Erkenntnisse werden festgehalten und evaluiert.
In einem weiteren Teil wird aufgrund der fortlaufend vorgenommenen Anpassungen und mit Hilfe
eines Fragebogens die Leistungsmotivation der Teilnehmenden evaluiert. Die festzustellenden
Erfahrungen sind für den Lehrberuf im Musikunterricht auf der Oberstufe von grosser Bedeutung
Schriftliche Arbeit
Diese Bachelorarbeit untersucht, wie ein landwirtschaftliches Thema unter Berücksichtigung von Exkursionen und kompetenzfördernden Aufgaben gestaltet werden kann. Dabei wird die Bachelorarbeit anhand folgender Fragestellungen geführt:
- Wie kann ich ein landwirtschaftliches Thema unter Berücksichtigung von Exkursionen mit kompetenzfördernden Aufgaben aufarbeiten (zur Thematik «Obstbau im Appenzellerland»)?
- Wie kann ich Exkursionen im LUKAS-Modell passend einbauen und inwiefern passt das LUKAS-Modell zu Exkursionen?
- Worauf ist bei Exkursionen zu achten, damit sie für den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler gewinnbringend sind?
Im Theorieteil wird untersucht, wie das «LUKAS-Modell» aufgebaut ist und was das Ziel der unterschiedlichen Aufgabenarten ist. Die Lehrplanverankerung und die Umsetzung von «ausserschulischem Lernen» werden ebenfalls beleuchtet. Der darauffolgende Teil «Erklären und Verstehen» befasst sich mit dem von der Lehrperson ausgehenden Erklären und dem Aneignen und Verstehen der Inhalte der Schülerinnen und Schüler. Die gewonnenen Kernpunkte dieser drei Teilbereiche werden mit dem theoretischen Hintergrund im Teil «Bschorle» kombiniert. Die Fakten fliessen zusammen und werden zu einer praktischen Umsetzung in Form einer Unterrichtsreihe zusammengefügt.
Die Erkenntnis aus dieser Arbeit ist, dass Exkursionen sehr gut im LUKAS-Modell integriert werden können. Zuvor muss aber bereits ein Basiswissen aufgebaut werden, damit alle Schülerinnen und Schüler dieselben Vorkenntnisse haben und so profitieren können. Die Exkursionen wurden im praktischen Teil bei den Vertiefungsaufgaben angesiedelt. Auf den Exkursionen wird das Wissen geübt und vertieft und die Schülerinnen und Schüler können hier die Perspektive wechseln und das Wissen wird in einen anderen Kontext übertragen
Freispiel in der Unterstufe. Umsetzungsmöglichkeiten im Klassenzimmer
Spielen gehört zum Grundbedürfnis eines Kindes. Im Freispiel, welches den Kindergarten prägt, werden den Kindern Freiräume geboten, um ihre Umwelt zu erforschen und sich frei entfalten zu können. Mit dem Übertritt in die Primarschule verfällt der Unterricht schnell in ein systematisches Lernen, obwohl gemäss Lehrplan Volksschule das Spiel im gesamten Zyklus 1 als wichtige Lernform angesehen wird. So geht die vorliegende Bachelorarbeit der Frage nach, wie das Freispiel als Lernform auch in der Unterstufe umgesetzt werden kann. Es wurden qualitative Interviews mit vier Unterstufenlehrpersonen durchgeführt, die das Freispiel in ihrem Unterricht integrieren. Die Interviews wurden nach Mayring (2015) ausgewertet und die Ergebnisse mit der Theorie verglichen. Es zeigte sich, dass das Freispiel bevorzugt gegen Ende eines Halbtages eingeplant wird, wenn die Kinder bereits Konzentrationsschwierigkeiten zeigen. Optimalerweise wird eine ganze Lektion dafür eingesetzt. Für ein erfolgreiches Frei-spiel sind klare Regeln, an denen sich die Kinder orientieren können, essentiell. Wichtig ist, dass die Kinder bezüglich Spielangebot miteinbezogen werden und ihre Spielpräferenzen einbringen können. Spielangebote sollten möglichst vielseitige Kompetenzen abdecken, selbständig bespielbar sein und zwischendurch ausgetauscht werden können
Das Ohr im Wald Durch Hörerfahrungen im Wald die auditive Wahrnehmung von Kindergartenkindern fördern
Kindergärten besuchen regelmässig Aussenräume, wie den Wald. Im Wald bieten sich zahlreiche Angebote für Hörerfahrungen, welche auch als Chance für eine auditive Wahrnehmungsförderung angesehen werden können. Die vorliegende, produktorientierte Arbeit geht der Frage nach, wie die auditive Wahrnehmung der Kindergartenkinder mit Hörerfahrungen im Wald altersadäquat und Kriterien-gestützt gefördert werden kann. Der Theorieteil beschäftigt sich dem Gehör, der Wahrnehmung sowie auch dem Wald als konkreter Aussenraum. Dazu wurde auch die Sensomotorik, Resonanzpädagogik, Lernen durch Spiel und die rhythmisch-musikalische Erziehung untersucht, welche sich als geeignete Methoden erweisen. Folglich wurden 12 Lernbausteine entworfen, welche Hörerfahrungen im Wald anregen und mit gestalterischen Umsetzungen verarbeitet werden können
Indikatoren für eine wirkungsvolle und leistbare Elternarbeit
Es zeigt sich ein Spannungsfeld zwischen den Anforderungen an die Elternarbeit und den, gemäss Berufsauftrag des Kantons St. Gallen, zur Verfügung stehenden Ressourcen. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, Indikatoren zu finden, die zu einer leistbaren und wirkungsvollen Elternarbeit führen. Dazu wurden nach einer vertieften Auseinandersetzung mit der Literatur, Interviews mit Eltern und Lehrpersonen geführt. Die Autorin entwickelte anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse Kategorien, in denen die Ergebnisse dargestellt sind und von denen Erkenntnisse und konkrete Beispiele abgeleitet wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass eine positive Haltung der Lehrpersonen gegenüber den Eltern zentral ist. Der Kontakt zwischen Lehrpersonen und Eltern soll auf alltäglicher Basis erfolgen, wobei der erste Kontakt positiv sein muss. Zudem müssen die Lehrpersonen die Rahmenbedingungen und Unterstützungsmöglichkeiten kennen, auf die sie im Bedarfsfall zurückgreifen können. Sie machen regelmässige Perspektivenwechsel, informieren die Eltern proaktiv über das Kind und geben ihnen die Rahmenbedingungen zur Erreichbarkeit und Kommunikation zu Beginn ihrer Zusammenarbeit bekannt. Damit ergibt sich eine echte Chance, die Elternarbeit zu einer Erziehungs- und Bildungspartnerschaft weiterzuentwickeln
Schreibförderung in der Unterstufe mit DaZ-Kindern
Die Sprache bildet die Grundlage für schulische Lernprozesse. Zur Aufgabe der Schule gehört die Entwicklung der sprachlichen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler. Durch den Un-terricht im Fach Deutsch als Zweitsprache (DaZ) als Ergänzung zum Unterricht in der Regel-klasse erhalten die Kinder zusätzliche Unterstützung zur Förderung ihrer sprachlichen Kompe-tenzen. Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Schreibförderung in der Unterstufe mit Kindern, welche Deutsch als Zweitsprache erlernen. Dabei werden aufgrund der erarbeiteten Theorien zur Schreibförderung Schreibanlässe mit einem Modelltext für DaZ ? Kinder in der Unterstufe erstellt. Es wurden zwei Schreibanlässe in der Praxis erprobt. Eine Erprobung wur-de zum Thema Briefe schreiben in der 3. Klasse durchgeführt. Das Thema für die Erprobung in der 2. Klasse wurde der Jahreszeit Herbst gewidmet. Die daraus gewonnen Erkenntnisse wur-den für die Erstellung von vier weiteren Schreibanlässen genutzt