Universität Passau: Open Journal Systems
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Musikpädagogik im Didaktikfach: Einblicke in die Besonderheiten des Musikunterrichts
Nach einer kurzen Geschichte der Musikpädagogik an der Universität Passau und der Begründung, warum Musik zum Menschsein gehört, stellt der Beitrag das Fach Musikpädagogik in der Lehrkräftebildung dar. Thematisiert werden Studieninhalte, der Einsatz digitaler Medien in der Lehre, Impulse für die Lehre durch Gastdozierende und Forschungsaufenthalte sowie musikalische Projekte an der Universität. Einen besonderen Stellenwert hat die Basisqualifikation Musik für Studierende, die Musik nicht als Fach gewählt haben. Unser Ziel ist angehende Lehrkräfte in Grund- und Mittelschule zu befähigen, einen Unterricht zu gestalten, auf den sich Kinder freuen und in dem aktiv mit Kindern musiziert wird
Didaktische Innovation in der Lehrkräftebildung: Theorie und Praxis der Lehre in den Passauer Innovationslaboren
Der Beitrag stellt eingangs anhand von Seminar-Vignetten die hochschuldidaktischen Möglichkeiten des Lehrens und Lernens in den Passauer Didaktischen Innovationsräumen vor. Dabei verstehen sich die Vignetten als Fallbeispiele, die verdeutlichen sollen, welche didaktischen Konzepte für die Räume vorgeschlagen werden und wie Lehrende unterschiedlicher Fächer die Räume und – in Lehrkooperationen – auch die Unterstützung des ZLF mit seinen Innovationsteams nutzen können. Im zweiten Teil stellt der Beitrag die konzeptionelle und theoretische Basis der Arbeit in den Innovationsräumen vor
Mediensemiotik und Medienkunde als Basis von Information and Media Literacy (IML): Fachwissenschaftliche Einblicke am Beispiel des Videospiels Wolfenstein II: The New Colossus
In den folgenden Ausführungen werden mediensemiotische Grundlagen einer Medienkunde im Rahmen einer schulisch und außerschulisch relevanten „Information and Media Literacy“ als Kernkompetenz im digitalen Zeitalter vorgestellt. Am Beispiel des Videospiels Wolfenstein II: The New Colossus wird dabei gezeigt, wie mit Hilfe der Kategorien ‚Medialität‘, ‚Textualität‘, ‚Kulturalität‘ und ‚Historizität‘ digitale Bilder des Nationalsozialismus mit Hilfe mediensemiotischer Beschreibungsinventare evaluiert werden können, um so Impulse für den Umgang mit diesen Bildern im Sinne einer „Information and Media Literacy“ im Unterricht zu ermöglichen
Kraft und Signifikanz: Kultursemiotische Betrachtungen alltäglicher Darstellungen in der sprachbasierten Semiose
Die Autor*innen dieses Heftes ließen sich auf ganz unterschiedliche Weise vom Verhältnis dreier Begriffe oder dem, was diese auszeichnet, antreiben. Die drei – und wieder sind es drei – nahe beieinander liegenden Begriffe sind aus semiotisch-linguistischer Sicht trennscharf zu unterscheiden: ›Signifikation‹, ›Signifikanz‹ und ›Kraft‹. Da Zeichen-Prozesse und ihre Auslöser im Zentrum des Interesses stehen, wird der Begriff ›Signifikation‹ gewissermaßen als Ergebnis solcher Prozesse zwar einbezogen, aber er wird deutlich geringer gewichtet, was auch am Fokus dieses Heftes liegt. Es ist eher auf pragmatische Zeichenprozesse und analytisch vor allem auf Sprache in Texten ausgerichtet. Denn ›Signifikation‹ ordnen wir einem eher strukturalistischen Paradigma zu. Zur Herleitung der Begriffe ›Kraft‹ und vor allem ›Signifikanz‹ ist ›Signifikation‹ jedoch nicht ganz unerheblich und es wird sich zeigen, dass er durchaus in Hinsicht auf Dynamik „gelesen“ werden kann. Alle drei haben ehrwürdige Traditionen in Semiotik und Sprachphilosophie, die Joschka Briese in seinem programmatischen Beitrag nutzt. Insbesondere ›Kraft‹ und ›Signifikanz‹ können auch als Chiffre für die Pragmatik-Semantik-Schnittstelle dienen, stets ist mit ihnen ein Kipp-Punkt anvisiert. Ihr Bereich erstreckt sich von noch nicht wahrgenommen oder nicht schon verstanden zu verstandenem Zeichen auf Seiten der Prozesse. Analytisch ist damit die theoretische Region betroffen, die irgendwo zwischen Semantik und Pragmatik liegt
Didaktik der Mathematik
Die Professur für Didaktik der Mathematik bemüht sich um ein vielfältiges Angebot. So finden neben regelmäßigen Vorlesungen und Seminaren auch Praktika für Studierende der verschiedenen Schularten statt. Außerdem können Studierende ihre Abschlussarbeit zu aktuellen Forschungsfragen und schulorientierten Themen anfertigen. Ein Hauptaugenmerk der Forschung liegt auf Vernetzungsaspekten in der Mathematik und im Mathematikunterricht sowie mathematischer Begabung & Kreativität. Ein weiteres Forschungsinteresse ist der Einsatz digitaler bzw. neuer Medien in Verbindung mit traditionellen Inhalten und Vorgehensweisen
Historisches Lernen im digitalisierten Geschichtsunterricht: Flipped Classroom und historische Spurensuche vor Ort
Flipped Classroom ist im derzeitigen digitalen und bildungspraktischen Wandel zur festen Größe geworden. Wie diese Unterrichtsmethode zugleich Gewinn bringend mit der geschichtsdidaktischen Forderung nach Einbezug außerschulischer Lernorte kombinieren werden kann, zeigt folgendes Best-Practice-Beispiel des Passauer Fachs „Didaktik der Geschichte“
Gestufte Standards für die Lehrkräftebildung: Kompetenzerwerb unter dem Anspruch von Digitalisierung und Bildung für nachhaltige Entwicklung
Was müssen Lehrkräfte auf der jeweiligen Stufe ihrer professionellen Entwicklung können und was noch nicht? Welche Lerngelegenheiten haben Lehramtsstudierende, Kompetenzen in den von der KMK geforderten Bereichen zu erwerben? Wie entwickeln sich ihre Kompetenzen entlang dieser Lerngelegenheiten? Woran kann man erkennen, ob Studierende, angehende Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst bzw. Referendariat und fertig ausgebildete Lehrkräfte über die geforderten Kompetenzen verfügen?Diese Fragen sind mit zwei Problemen verbunden, die mit dem Passauer Ansatz adressiert werden sollen: Standards nehmen in der Regel nur das Ende eines Bildungsprozesses in den Blick und sind aufgrund ihres kontextualisierten und performanten Charakters schwer zu messen
Sprachliche Konstitutionen von Drittpersonalität: eine semantisch/pragmatische Analyse von distanzmarkierenden Verben in drittpersonalen Aussagen öffentlicher Texte
Zunächst werden drei Arbeitshypothesen präsentiert und deren Gültigkeit anschließend anhand von sieben ausgewählten Analysebeispielen überprüft. Während in indirekter Rede und verschiedenen Modi wie nicht zuletzt dem Konjunktiv I klassischerweise die kanonische Distanzmarkierung gesehen wird, fokussiert Kitzerow auf einen semantisch-handlungstheoretischen Aspekt. Er folgt dieser Spur mit der These, die Kennzeichnung von Distanz als unterlassener oder gar zurückgewiesener Übernahme von Verantwortung für semantische Gehalte geschehe ausschließlich vermittels Verben. Daraus folgt die zweite seiner Hypothesen, bei allen ausgewählten distanzmarkierenden Zeichen könne es sich um faktive Verben handeln. Denn wenn jemand beispielsweise etwas „bereut“ (faktiv), ist mitgesagt, was da eigentlich bereut wird und dass es geschehen oder ganz allgemein der Fall ist und es kann interessanterweise auchnicht negiert werden. Nun liegt aber in der Verwendung des Verbs „bereuen“ gerade keine der gesuchten Distanzmarkierungen – im Gegenteil. Diese Spur führt Kitzerow dann fast automatisch zur dritten These, dass die Kennzeichnung von Distanz durch die Präsuppositionen erfolge, die bei der Verwendung solcher Verben semantisch implizit (bzw. inferenziell) enthalten sind
Zeichen des Fremden: und ihre Metaisierung in ästhetischen Diskursen der Gegenwart
Die vorliegende Publikation versucht, an Hand von ausgewählten Beispielen einige Aspekte und Tendenzen herauszuarbeiten, die die diskursive und literarische Konstruktion von ‚Identität‘ und ‚Fremdheit‘ seit etwa der Jahrtausendwende kennzeichnen. Konkret geht es um Fragen wie: mit welchen (sozio)semiotischen, semantischen und narrativen Strategien werden ‚Identität‘ und ‚Fremdheit‘ jenseitsdes aktuellen und bekannten mediopolitischen Diskurses (in seinen verschiedenen Ausprägungen) gedacht, konzipiert – und dergestalt ‚konstruiert‘? Mit welchen thematischen und ideologischen Komplexen werden sie von der Literatur verknüpft und welche sekundäre Bedeutung wird ihnen dabei jeweils zugeschrieben? Welche überraschenden Deutungen nimmt die Literatur, um nur ein Beispiel zu nennen, von der (zumindest in bestimmten Kreisen) so überaus positiven Aufnahme von Migrant:innen in Deutschland vor? Eine weitere Tendenz zeichnet sich in der Eigenschaft der Belletristik ab, nicht nur als anthropologisches sondern zugleich als metapoetisches Reflexionsmedium ihrer selbst zu fungieren: Indem sie über kulturelle (und ggf. ethnische) Identität / Fremdheit und den Umgang damit spricht, thematisiert sie immer zugleich auch ihre eigenen literarischen Verfahren und ihr Selbstverständnis als ‚Literatur‘ in Relation zur außerliterarischen Realität