Universität Passau: Open Journal Systems
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    Spuren diskursiver Interpretationsprozesse: für ein elaboriertes Konzept von Signifikanz

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    Kraft und Signifikanz liegen im Verhältnis zu solchen Begriffen wie Code und Konvention, Signifikant und Signifikat, Denotation und Konnotation, type und token usw. auch diskursiv-historisch eher an der semiotischen Peripherie. Dass ihnen aber doch eine zentralere Rolle zugewiesen werden kann, lässt sich aus Joschka Brieses programmatischem Beitrag dieses Heftes ableiten. In „Spuren diskursiver Interpretationsprozesse. Für ein elaboriertes Konzept von Signifikanz“ geht Briese dem Begriff „Signifikanz“ verschiedener Zeichentheorien des 20. und 21. Jahrhunderts nach. In diesen Zeichentheorien steht nicht der Begriff der Bedeutung und damit klar feststellbarer Gehalt im Mittelpunkt, sondern die Dynamik diskursiver Praktiken, die über Signifikanz expliziert wird. Wann ist etwas wiederholbar, konventionalisiert oder gar type geworden? Indem von der Dynamik diskursiver Praktiken ausgegangen wird, zeigt sich der Terminus Signifikanz als vorgeordnet. Briese identifiziert zwei grundlegende Aspekte, die Signifikanz dabei zukommen: Sie ist einerseits jener Zeichenaspekt, der die Diskriminierung eines Zeichens aus einem semiotischen Kontinuum ermöglicht (epistemische Signifikanz) und der andererseits sozial-normative und diskursive Elemente aufzeigt, die sich nicht auf Semantik reduzieren lassen (diskursive Signifikanz). Signifikanz wird außerdem mit Signifikation (Zeichenwerdung) in ein Verhältnis gesetzt: Zeichen weisen demnach eine spezifische Signifikanz deshalb auf, weil sie Folgen von Signifikationen sind, die auf bestimmter Kraft beruhen, wie es die anderen Autor*innen des Heftes vorführen. Daher kann über Signifikanz sowohl das Prozesshafte als auch die Kraft von Praktiken offengelegt werden

    Hausarbeit mit angeleitetem Peer-Feedback: ILIAS blended learning Element für einen Präsenzkurs

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    In einem in Präsenz gehaltenen Proseminar wurde ein asynchrones, anonymes online Feedback genutzt, um eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Seminarinhalten zu fördern. Dazu wurde in ILIAS eine Übung mit Peer-Feedback eingerichtet. Die Studierenden sollten in dieser Übung eine 5-seitige Hausarbeit schreiben und dann in einem weiteren Schritt angeleitet zu zwei Hausarbeiten ihrer Kommilitonen ein Feedback mit Hilfe eines Kriterienkatalogs geben

    Von der Katechese zur Religionspädagogik: die Entwicklung von Theologie und Religionslehrer*innen-Bildung an der Universität Passau

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    Gestalt und Adressaten der Theologie, die die Keimzelle der Universität Passau ist, haben seit dem letzten Jahrhundert einen fundamentalen Wandel erfahren: Bei der Mehrzahl der Studierenden am Department für Katholische Theologie handelt es sich aktuell um künftige Religionslehrerinnen und -lehrer, die hier einen berufsprofessionellen Habitus erwerben. Die Studierenden profitieren von innovativen didaktischen Modellen, die auf ein vernetztes Denken und einen konsequenten Theorie-Praxis-Bezug abzielen

    Der Klassenrat als Ort politischen Lernens?

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    Demokratiefeindliche Äußerungen scheinen gesamtgesellschaftlich salonfähig geworden zu sein. Der Wunsch nach einer Stärkung der politischen Bildung und der Aufbau eines demokratiefreundlichen Habitus werden zeitgleich immer deutlicher. Im Kontext Schule wird der Klassenrat als eine Methode bezeichnet, die zu gelingendem Demokratie-Lernen beitragen kann. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern die Umsetzung eines Klassenrates soziales und politisches Lernen beeinflussen kann und über welche Expertise eine Lehrkraft verfügen muss, um diese Potenziale auszuschöpfen

    Von gefallenen Helden: mythologische Umschriften und ihre semiotisierende Kraft

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    Semiotische Elemente gewinnen eine spezifische Signifikanz daraus, dass sie mythologische Relationen bilden. Diesen Zusammenhang zeigt Luc Dettmann in seinem Artikel „Von gefallenen Helden. Mythologische Umschriften und ihre semiotisierende Kraft“. Dettmann wendet spezifische Aspekte der semiotischen Raumtheorie Ernst Cassirers zur Analyse aktueller journalistischer Texte an, indem er sich auf ausgewählte Textelemente konzentriert, die nach zuvor festgelegten Kriterien identifiziert werden. [...] Im Anschluss an die Operationalisierung der herangezogenen Mythentheorie werden schließlich die Ergebnisse einer kleinen Korpusanalyse vorgestellt. Die Untersuchung beschränkt sich auf 15 Texte aus der öffentlichen Berichterstattung über die Person Boris Becker im Zeitraum von Juli 2017 bis Mai 2022. Dabei gilt es herauszustellen, dass im Modus des mythischen Denkens, im Abgleich mit belegbaren, objektiv darzulegenden Fakten über Beckers Insolvenzverfahren im Frühjahr 2022, ein gänzlich anderes Verständnis von der beobachteten Ereigniskette sowie von deren Hauptakteur vermittelt wird – mit anderen Worten: Aus der Person Boris Becker wird im mythischen Raum tatsächlich die reale Figur eines gefallenen Helden

    Typing Special Characters as a Key Skill for Linguists

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    Most linguists have to type special characters that are not available on an ordinary keyboard on a regular basis. Reflecting about the general problems involved in typing special characters, I review different solutions and argue that linguists should not only be able to type special characters on their computers, but that they should also have some basic knowledge about their technical aspects and know how to expand and customize them. In order to improve the training of young scholars, it is important to discuss special character typing more openly in linguistics, especially in the classroom and with doctoral students, sharing individual solutions openly

    Vorwort

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    Vorwort zu PAradigma, Band 11, 2024

    Didaktik der Deutschen Sprache und Literatur

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    Prof. Walter Seifert kämpfte nach der Gründung der Universität Passau erfolgreich für die Etablierung der Deutsch-Didaktik als eigenständiges Fach und formte inhaltlich und strukturell zeitgemäße Studiengänge für alle Lehrämter. Nach 21 Jahren folgte Prof. Karla Müller, die den ständig expandierenden Studiengang durch Zeiten des Umbruchs führte, die Lehre unter den Vorzeichen von Modularisierung sowie Digitalisierung modernisierte und Forschungskooperationen vorantrieb. Nach wiederum zwei Jahrzehnten hat Prof. Markus Pissarek das Steuer übernommen, erneuert das Fach sowie den Studiengang und bringt modernste Forschungsfragen und -methoden ein

    Gestufte Standards für die Lehrkräftebildung: Kompetenzerwerb unter dem Anspruch von Digitalisierung und Bildung für nachhaltige Entwicklung

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    INHALTSVERZEICHNIS Vorwort zur dritten Auflage (1) Jutta Mägdefrau, Sabrina Kufner, Andreas Eberth & Hannes BirnkammererGestufte Standards für die Lehrkräftebildung - Kompetenzerwerb unter dem Anspruch von Digitalisierung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (4) 1. Intention, Genese und Weiterentwicklung der Passauer Lehrkräftebildungsstandards2. Integration der Bildung für Nachhaltige Entwicklung in die Standards3. Einsatz der Standards in der Praxis Autorengruppe Passauer LehrerbildungsstandardsGestufte Standards für die Lehrkräftebildung (nach Dimensionen) (17) Dimension 1: Gestaltung der Rolle als LehrkraftDimension 2: Schule als Lern- und LebensraumDimension 2.1: Schule als OrganisationDimension 2.2: Schulalltag und SchullebenDimension 2.3: Unterrichtsbeobachtung und -evaluationDimension 2.4: Entwicklung von SchuleDimension 3: Unterrichtsplanung, -durchführung und -analyseDimension 3.1: Struktur von UnterrichtDimension 3.2: Lehrformen und -theorienDimension 3.3: Lernumgebungen gestaltenDimension 3.4: ZeitmanagementDimension 3.5: PlanungsmittelDimension 3.6: MedieneinsatzDimension 3.7: Sozialformen und MethodenDimension 3.8: Umgang mit VielfaltDimension 4: KlassenführungDimension 5: Lernprozess- und LernproduktdiagnostikDimension 6: Beratung Gestufte Standards für die Lehrkräftebildung (nach Phasen) (37) Pädagogisch-Didaktisches PraktikumStudienbegleitendes Fachdidaktisches PraktikumReferendariatProfessionelle Lehrkraft Autor:innengruppe "Standards für die Lehrkräftebildung" (59

    Representing the Database of Semantic Shifts by Zalizniak et al. from 2024 in Cross-Linguistic Data Formats

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    In this brief study, we show how the Database of Semantic Shifts, a large resource on semantic change and semantic motivation, can be represented in Cross-Linguistic Data Formats. The representation allows for a convenient quantitative analysis of the numerous annotations on semantic change and semantic motivation and for the integration of the database with additional resources on semantic change and semantic motivation that have been compiled independently in the last years

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