Universität Passau: Open Journal Systems
Not a member yet
280 research outputs found
Sort by
Produktive Annäherung an Information and Media Literacy: Erkenntniswege durch aktive Sinnkonstruktion in Bildmedien - ein interdisziplinäres Praxisbeispiel
Die Theorie der Information and Media Literacy erklärt Medialität zu einer "Grundlage aller Artikulationen und Transformationen menschlicher Welt- und Selbstverhältnisse" (Pollak et al., 2018, Kapitel 2.1.1.). Auf anthropologischer Basis betont das Modell zu Recht den Wandel vom homo medialis hin zum homo digitalis; gemeint ist damit der vorläufig letzte Schritt in einer im Umbruch befindlichen Gesellschaft. Bestimmend ist die Tatsache, dass Informationen, Nachrichten, Texte, Bilder etc. schon heute überwiegend in virtuell digitalen Repräsentationen übermittelt werden und damit einhergehende Rezeptionsprozesse sich grundsätzlich im Umbruch befinden. Mehr denn je rückt die alles entscheidende Frage nach dem Wahrheitsgehalt einer Botschaft in den Mittelpunkt
Wa(h)re Geschichte: Geschichtsbilder in der Werbung
In der geschichtsdidaktischen Sitzung des Information-and-Media-Literacy-Think-Tanks wurde sich mit Geschichtsbildern in der Werbung befasst. Werbebilder und -filme wurden begutachtet und es wurde untersucht, inwiefern Geschichte in den Werbebeispielen verwendet und verändert oder sogar verfälscht wurde, um das jeweilige Produkt zu verkaufen. Als Nachbereitung wurde von den Studierenden Werbung in Form von Werbepostern, -filmen oder -audios produziert, weil der Denkprozess, der bei der Produktion von Werbung geschieht, dadurch besonders gut nachvollzogen werden konnte. Des Weiteren wurde aber auch der Konstruktcharakter jeglicher Narration, die sich mit Vergangenheit beschäftigt, deutlich. In diesem Artikel werden zuerst die theoretischen Hintergründe und Überlegungen der Sitzung dargestellt und dann konkret die geschichtsdidaktische Think-Tank-Sitzung beschrieben
Verpackungssemiotik
Klaus Kerschensteiner analysiert in seiner Dissertationsschrift (Universität Passau) Produktverpackungen als Zeichen und zeigt in diesem wichtigen Standardwerk für Hersteller und Verbraucher wie Verpackungen Bedeutungen vermitteln, wie diese als Werbebotschaften eingesetzt und optimiert werden können und sich als kommunikative Akte in ihren kulturellen Kontexten lesen lassen. Darüber hinaus stellt die Verpackungssemiotik ein methodisches Instrumentarium bereit, um nicht gewünschte Mitbedeutungen bei der Vermarktung von Produkten über Verpackungsdesign zu vermeiden. Neben Band 3/2017 der Schriften zur Kultur- und Mediensemiotik Online, Semiotik und Arbeitswelt, der schwerpunktmäßig die semiotische Analyse von Unternehmensnarrativen behandelt, ist dies die zweite VZKF-Publikation, die sich der Vernetzung von Wirtschaft und Semiotik widmet
Schriften zur Kultur- und Mediensemiotik | Online: Sonderband: Semiotik und Arbeitswelt. Zeichentheoretisch basierte Praktiken in Medienproduktion, Kulturvermittlung, Produktvermarktung und Unternehmensführung
Die Schriften zur Kultur- und Mediensemiotik | Online sind ein Open Access Journal des Virtuellen Zentrums für kultursemiotische Forschung / Virtual Centre for Cultural Semiotics (www.kultursemiotik.com) und werden von Martin Nies herausgegeben.
Sonderband: Semiotik und Arbeitswelt. Zeichentheoretisch basierte Praktiken in Medienproduktion, Kulturvermittlung, Produktvermarktung und UnternehmensführungDie Beiträge dieses Bandes widmen sich Zeichen, die uns in Arbeitswelten und damit in konkreten wirtschaftlichen Zusammenhängen begegnen
"Familienaufstellung": Zur Semiotik unternehmensspezifischer Narrative in Krisen
Unternehmenskulturen sind Kulturen, in denen sich über eine Zeit gemeinsamen Arbeitens Kommunikationsstrukturen ausbilden, die den Einzelnen mit den anderen verbinden. Es entsteht so in der Regel ein kohärentes Gewebe, das Mitarbeitern Orientierung gibt. Dies wird dann besonders bedeutend, wenn vor dem Hintergrund der zunehmenden "Stückhaftigkeit unserer Welt" (Clifford Geertz) Diskussionen über grundlegende gemeinsame Vorstellungen, gemeinsame Gefühle und gemeinsame Werte auch in der Arbeitswelt nicht immer einfach zu lösen sind. Innerhalb von Unternehmenskulturen bilden in der Regel narratologisch aufgebaute Firmengeschichten einen wichtigen Faktor, wenn es um die Herstellung von Identität im Unternehmen geht. Schlagwortartig werden solche Konzepte auf Internetseiten präsentiert und als Leitbegriffe verwendet, um das firmeneigene Narrativ plakativ nach außen zu kommunizieren. Begriffe wie Innovation, Tradition und Zukunftsorientiertheit sind dabei häufig verwendete Vokabeln. Sie sind abstrakte und positiv besetzte Bezugsgrößen eines ökonomischen Diskurses, der gerade von KMUs erwartet, den Betrieb so aufzustellen, dass er zeitgemäß und im Bewusstsein seiner eigenen Geschichte solide auch Kommendes überstehen mag.Von diesem Geflecht ökonomischer Anforderungen sind auch die Erzählungen über ein Unternehmen geprägt. Davon kann die Verwendung derartiger Vokabeln innerhalb von Unternehmen unterschieden werden. Somit wird angenommen, dass es eine Differenz zwischen Signifikaten werbender Internetdarstellungen und der Signifikantenlogik wirtschaftlicher Rationalitätsparadigmen gibt und die Frage nach der Unternehmenskultur in Unternehmen nicht auch die Fragen nach den eigenen Narrativen in Unternehmen offenlegt. Welche Rolle die Kommunikation in der Struktur der Organisation kleinerer und mittlerer Unternehmen spielt, die bestrebt sind, sich zwischen Traditionalität, Zukunftsorientiertheit und Marktzwängen zu positionieren, soll im Folgenden näher erörtert werden. Dabei sollen besonders Unternehmen in den Blick genommen werden, deren Organisationsstruktur sich - vor allem innerhalb ökonomischer Handlungskontexte - verändert hat. Wenn nämlich beispielsweise Unternehmensstrukturen (z.B. durch Fusion und Umstrukturierungen) dynamisiert und rationalisiert wurden, wird unter Umständen die Vergangenheit aus der Perspektive der Gegenwart beleuchtet und das Narrativ überdacht, weil solche Umstrukturierungen von den Mitarbeitern als Traditions- und Vertrauensbruch erlebt werden könnten. Genau an diesen Bruchstellen bekommen tradierte und neu formulierte Unternehmensnarrative eine erhebliche Bedeutung.Aus kultur- und kommunikationswissenschaftlicher Perspektive soll in diesem Beitrag das Wechselverhältnis zwischen organisatorischen, ökonomischen und kommunikativen Prozessen in Unternehmen behandelt werden, die ihre Betriebsstruktur und Leitkultur verändert haben
Neu erschienen
Mit den "Schriften zur Kultur- und Mediensemiotik" ist dem Virtuellen Zentrum für kultursemiotische Forschung eine eigene Publikationsreihe im Marburger Verlag Schüren angegliedert. Dort besteht die Möglichkeit, Lehrbücher, Dissertationen, Habilitationen oder Sammelbände zu kulturwissenschaftlichen Themen zu veröffentlichen
Schriften zur Kultur- und Mediensemiotik | Online : Ausgabe 5
Schriften zur Kultur- und Mediensemiotik | Online ist ein Open Access Journal des Virtuellen Zentrums für kultursemiotische Forschung / Virtual Centre for Cultural Semiotics (www.kultursemiotik.com). Die Ausgabe 5 wurde von Peter Klimczak herausgegeben
Die Narrative des Unternehmens im Kopf: Semiotische und erzähltheoretische Analysemethoden im Change-Management
Unternehmen sind wie alle sozialen Systeme bestimmt durch ihre Kommunikationen. Allein schon dadurch sind sie semiotische Systeme: Es ist klar, dass Produktion, Vertrieb, Marketing, aber auch Führung und Kooperation in erster Linie durch Kommunikation und damit mit semiotischen Mitteln organisiert wird. Über diese alltäglichen Formen der Kommunikation hinaus seien hier vor allem zwei besondere Formen des semiotischen Handelns erwähnt: Das, was man Zeichenmanagement nennen könnte, und die Narrative des Unternehmens als spezifische, identitätsbildende semiotische Operationen
Filmischer Raum als Ort der Kontemplation: in Andrej Tarkovskijs STALKER
Christian Ostwald widmet sich in seinem Beitrag ganz und gar Andrej Tarkovskijs STALKER (SU 1979). Er geht der Frage nach, worin sich Tarkovskijs Filmklassiker als Kunstwerk und Medium philosophischen Diskurses begründet. So wird im Einzelnen dargelegt, wie der Diskurs bereits in der archetypischen Figuration und den raumsemantischen Strukturen des Films angelegt ist. Der Beitrag zeigt wie die Permeabilität der diegetischen Grenze erhöht und durch die spezifische Montage Tarkovskijs filmische Räume der Kontemplation eröffnet werden. Dabei widersetzen sich diese kontemplativen Räume - ganz zugunsten einer vornehmlich ästhetischen Erfahrung - einer rein rationalen Rezeption