Universität Passau: Open Journal Systems
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Zwischen Pille & Minirock: Feminismus und Sexismus als populäre Konzepte der Zeitschrift konkret der 1960er Jahre
Der Widerspruch zwischen sozialistischen Idealen (Freiheit, Gerechtigkeit) und der Objektifizierung der Frau wird exemplarisch an einem Artikel von 1966 vorgeführt. Unter Rückgriff auf das Modell zur Gliederung von Bildbotschaften von Roland Barthes wird ein Text-Bild-Paradoxon analysiert, das einen sprachlich thematisierten, im Bild aber fehlenden Minirock als ein „strukturelles Kippmoment“ erkennen lässt und eine semiotische Verkehrung dieses symbolträchtigen Kleidungsstücks entlarvt, zugleich auch populärer Marktpositionierung geschuldete patriarchale Strukturen der Zeitschrift konkret aufdeckt
Artikulation als Verrat? Rotwelsch und die Verweigerung der Übersetzbarkeit in Zeena Parkins’ "Mouth=Maul=Betrayer"
Es wird die sprachliche Gleichung des Albumtitels semantisch hinterfragt. Neben dem Englischen spielt das Rotwelsch eine wichtige Rolle, eine Artikulationsform, die in Zusammenhang mit Antiziganismus und am Beispiel von „Baumhauers Stromergesprächen“ hier eingehend erörtert wird, sodass sich Lesarten als Verräter, aber auch als Betrüger in die Titelgleichung einbringen lassen. Das Zusammenspiel von Sprache und Musik zeigt sich im mimetischen Aufgreifen von Sprache durch Musik, aber auch dadurch, dass sich zwischen diesen beiden Artikulationsformen ein regelrechter Dialog entfaltet
Papst und Populus im Hochmittelalter: Papsturkunden als Artikulationen des päpstlichen Universalprimats
Durch die interdisziplinäre Verbindung der beiden – auf den ersten Blick – divergenten Disziplinen der Geschichtswissenschaft und der Popular Music Studies wird gezeigt, wie basierend auf dem juristischen Medium der Urkunde gerade in der Frühzeit der päpstliche Machtanspruch etabliert, ausgeweitet und durchgesetzt wurde (exemplarisch vertieft am Königreich Kastilien-León), schließlich sogar im ‚Jedermannsrecht‘, das päpstliche Gericht anzurufen, kulminierte. Ein Vergleich mit der Populärkultur des Papsttums der Gegenwart zeigt eine völlig neue mediale Ausrichtung, ein gemeinsamer Nenner kann aber in Ausbreitung und Anerkennung des päpstlichen Systems gefunden werden
Extracting Transparent Compounds from Lexibank
Many languages make use of transparent compounding processes in order to express certain words in their lexicon. With time, these processes can loose their transparency, making them hard to detect automatically. With large data collections simple tests can be designed to detect transparent compounds and investigate their distribution. This study illustrates how a very rudimentary analysis of cross-linguistically recurring transparent compound patterns can be applied to Lexibank data with a few lines of Python code
Handling Non-Standard Datasets in NoRaRe: A Practical Guide
NoRaRe, the Database of Cross-Linguistic Norms, Ratings, and Relations, is a resource that curates multiple datasets containing information on various properties of words and concepts. When researchers contribute their data, the format and structure can vary widely, presenting challenges for seamless integration. Here, I offer practical guidance for addressing common issues such as data being placed in different sheets, headers in unexpected rows, or datasets contained within zip-files. The strategies shared here offer a foundational approach to understanding and adapting NoRaRe’s flexibility to accommodate the idiosyncrasy of each dataset
Theoretische Grundlagen für die Graduierung von Kompetenzen in der Lehrerbildung
Diese Überlegungen führten zur Erarbeitung des Standardpapiers, das versucht, eine professionelle Entwicklung spiralcurricular zu beschreiben. Ziel war, die Qualität von Lehrerhandlungen durch Indikatoren sichtbar zu machen und das Sprechen über qualitätsvolles Handeln zu unterstützen. Pädagogische Arbeit ist - da sie sich auf das Erreichen bestimmter Ziele richtet - zwangsläufig normativ. Empirisch Forschende werden aber in der Regel nur sehr zurückhaltend aus Befunden der Qualitätsforschung in Deduktionslogik ein normativ formuliertes Können ableiten, zumal die Datenlage hinsichtlich einiger Subdimensionen durchaus noch widersprüchlich ist. Dennoch: Lehrerbildung hat das Ziel, im Laufe eines individuellen berufsbiographischen Professionalisierungsprozesses die Fähigkeit zu erreichen, "guten" Unterricht zu ermöglichen oder eine gute Lehrkraft zu werden. Und es steht Lehrerbildungsinstitutionen gut an, transparent zu machen, wie sich die dafür erforderlich scheinenden Kompetenzen in aufeinander aufbauenden Kompetenzerwerbsschritten vollziehen. Mit der Entwicklung des hier nun vorliegenden überarbeiteten Papiers verbanden sich die folgenden Ziele: Mit Hilfe der Standards soll (1) ein Beitrag zur institutionalisierten Kooperation der Phasen der Lehrerbildung geleistet werden. Darüber hinaus sollen durch die Standards (2) Verbesserungen hinsichtlich der Defragmentierung der Lehrerbildung im fachdidaktischen und schulpädagogischen Studium erreicht werden. Wir erhoffen uns von den Standards (3), dass sie Anforderungen an die Lernenden in den verschiedenen Phasen transparent machen und (4) Grundlage für Beratungsgespräche sein können
Between Salvador and the Recôncavo baiano: value disputes stemming from the rock bands Cascadura and Escola Pública
Jorge Cardoso Filho präsentiert einen Einblick in die Artikulationen Populärer Musik zweier Bands aus seiner Heimat, dem brasilianischen Bundesstaat Bahia. Ausgehend von den historischen Wurzeln der in Salvador und Cachoeira praktizierten Musikrichtungen, wird insbesondere der urbane Kontext als Faktor der Popularisierung fokussiert – die Einflüsse von Kulturkritik in einer Groß- bzw. Kleinstadt werden an den beiden im Beitragstitel genannten Rockbands erörtert, dabei auch die Rolle von Social Media reflektiert.Jorge Cardoso Filho präsentiert einen Einblick in die Artikulationen Populärer Musik zweier Bands aus seiner Heimat, dem brasilianischen Bundesstaat Bahia. Ausgehend von den historischen Wurzeln der in Salvador und Cachoeira praktizierten Musikrichtungen, wird insbesondere der urbane Kontext als Faktor der Popularisierung fokussiert – die Einflüsse von Kulturkritik in einer Groß- bzw. Kleinstadt werden an den beiden im Beitragstitel genannten Rockbands erörtert, dabei auch die Rolle von Social Media reflektiert
Kulturwissenschaftliche Anmerkungen aus der Perspektive der Populären Kultur
Eröffnet wird das erste Kapitel durch den Beitrag „Kulturwissenschaftliche Anmerkungen aus der Perspektive der Populären Kultur“ von Barbara Hornberger, die sich dem Tagungsthema zunächst aus der Sicht der „AG Pop“ annähert und die Komplexität des Begriffs des Populären semantisch umreißt, dabei sowohl die Spezifik des Populären als auch den Prozess der Popularisierung reflektiert. Wie eine populäre Artikulation selbst zu einem populären Artefakt werden kann, wird in der Transformation der verunglückten und dadurch populär gewordenen ‚Transrapid-Rede‘ von Edmund Stoiber (2002) in eine ‚Übersetzung für Schlagzeug‘ (Stoiber on Drums von Jonny König, 2013) gezeigt: Durch die Doppelung der sprachlichen Strukturen mit dem Drumset werden Klang, Tonhöhe und Akzent nachempfunden und der spezifische Rhythmus von Stoibers Rede sichtbar gemacht
Dekonstruktion eines historischen Mythos in Sofia Coppolas "Marie Antoinette" (2006)
Als Artikulation von Geschichte treten in diesem Spielfilm die vielschichtigen Bedeutungsdimensionen des Begriffs ‚populär‘ zu Tage. Die Biographie von Marie Antoinette fungiert dabei als Projektionsfläche für eine ahistorische Emanzipationserzählung, in welcher multimodale Kodierungen im anachronistischen Versatz (Szenerie und Kostümierung im visuellen, Punkrockmusik im auditiven Kanal) eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlagen. Über die diskursive Verhandlung von Selbst- und Fremdbestimmung versucht der Film, den Negativmythos der letzten Königin von Frankreich aufzubrechen, substituiert diesen dabei allerdings durch einen eigenen Narrativkomplex
Der Einsatz der Lehrkräftebildungsstandards in der Lehr:werkstatt: eine Erhebung zur Identifikation von Innovationspotentialen in der Begleitung von Schulpraktika
Zentrales Anliegen der vorliegenden Studie ist es deshalb, durch das Rekurrieren auf die individuelle Verwendung der Standards aufseiten der Studierenden einen datenbasierten Einblick zum Einsatz des Standardpapiers in der Lehr:werkstatt zu erhalten und zudem konkrete Verbesserungspotentiale identifizieren zu können, die den Einsatz der Standards professionalisieren lassen. [...] Welche Innovationspotentiale für die Begleitung des Praktikums mithilfe des Einsatzes der gestuften Passauer Standards für die Lehrkräftebildung lassen sich durch die Befragung ableiten? Die vorliegende Befragung von Studierenden stellt demnach die Baselineerhebung sowohl für einen Seminarentwicklungs- bzw. -überarbeitungsprozess dar als auch für die Neukonzeptionierung der professionalisierten Begleitung der Lehr:mentorinnen und -mentoren, beispielsweise in Form von gezielten Schulungen