Universität Passau: Open Journal Systems
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    Vorwort

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    Vorwort zu PAradigma, Band 9, 201

    Fiktion in transmedialen Konstrukten: mit der Literatur- und Medienwissenschaft für "Wahrheit(en)" und "Realität(en)" im Digitalen Zeitalter sensibilisieren

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    Grundlage des folgenden Beitrags ist die Sitzung des Information-and-Media-Literacy-Think-Tanks des Fachtandems Neuere Deutsche Literaturwissenschaft/Mediensemiotik im Wintersemester 2017/18. Unter dem Titel "When Fictional Worlds Bleed into Reality - Transmediale Erzählwelten zwischen Realität und Fiktion" wurden die Studierenden für eine bewusstere Medienrezeption sensibilisiert, indem sie sich mit Fiktionalitäts- und Faktualitätskonzepten medialer Kommunikate auseinandersetzten. Im Besonderen wurde auf transmediale Konstrukte als Analyseobjekte zurückgegriffen, da diese häufig sowohl Fiktionssignale als auch Realitätssignale senden und somit ihren eigenen Status selbstreflexiv thematisieren

    Einleitung

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    Die Schriften zur Kultur- und Mediensemiotik | Online sind ein Open Access Journal des Virtuellen Zentrums für kultursemiotische Forschung / Virtual Centre for Cultural Semiotics (www.kultursemiotik.com). Mit "Räume - Grenzen - Identitäten" soll eine neue Schwerpunktreihe innerhalb der Schriften zur Kultur- und Mediensemiotik zeichenhaften Raum-, Grenz- und Identitätskonstrukten gewidmet sein

    Queer Space? der nicht-binäre Raum in der deutschen Gegenwartsliteratur am Beispiel Antje Rávic Strubels

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    Es gehört inzwischen zu den Grundprämissen kulturwissenschaftlicher Raumtheorien, dass Raum als Konsequenz von und in Wechselwirkung mit sozialen Praktiken entsteht. Diese "Produktion des Raumes" die erstmals einflussreich von Henri Lefebvre formuliert wurde, muss in Zusammenhang mit gesellschaftlichen Herrschaftsverhältnissen gesehen werden, wie unter anderen Pierre Bourdieu und Michel Foucault betont haben. Soziopolitische Machtstrukturen, seien sie patriarchaler oder kolonialistischer Art, schreiben sich in hegemonialer Form in den Raum ein und führen zur auch räumlich manifestierten Marginalisierung bestimmter Bevölkerungsgruppen. Diese beruht zumeist auf einer binären Zweiteilung in unter anderen schwarz-weiß, arm-reich, männlich-weiblich, heterosexuell-queer. Zugleich ist auch das Denken über Räumlichkeit, sowohl was materielle Räume als auch metaphorische Raumkonzepte betrifft, von der klassischen Binarität abendländischer Philosophie geprägt, was zu einer Vielzahl zweigeteilter Modelle geführt hat

    Neu erschienen

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    Mit den "Schriften zur Kultur- und Mediensemiotik" ist dem Virtuellen Zentrum für kultursemiotische Forschung eine eigene Publikationsreihe im Marburger Verlag Schüren angegliedert. Dort besteht die Möglichkeit, Lehrbücher, Dissertationen, Habilitationen oder Sammelbände zu kulturwissenschaftlichen Themen zu veröffentlichen

    Die informatische Perspektive auf Information and Media Literacy: Fundamentale Ideen der Informatik als Grundlage eines Computational-Thinking-Curriculums

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    Unsere Fähigkeiten, Informationen zu lesen und diese zu schreiben (in irgendeiner Form längerfristig zu manifestieren), ermächtigen uns, unser eigenes Wissen in Medien zu transformieren und fremdes Wissen aus Medien zu extrahieren. Diese Fähigkeiten ermöglichten unsere fortlaufende Weiterentwicklung und das Aufbauen auf und das Anknüpfen an das Wissen unserer Mitmenschen und Vorfahren. Kein Wunder also, dass Literacy, welche im Englischen die Fähigkeit des Lesens und Schreibens bezeichnet, seit Jahrtausenden eine Schlüsselkompetenz zum Erfolg menschlicher Entwicklung und (Aus-)Bildung darstellt. In dieser digitalisierten und medial überreizten Welt aufwachsende Generationen, dem Wortlaut Prenzkys folgend allesamt sogenannte "digital natives" (Prensky, 2001, S. 1), lernen auf völlig natürliche Art und Weise, in und mit diesen analogen, digitalen und augmentierten Umgebungen zu interagieren. Aber ist die Fähigkeit, Informationen aus allen Formen von Medien extrahieren zu können und diese Medien für eigene gestalterische Zwecke im Sinne eines Prosumenten (s. u.a. Toffler, 1980, S. 266) nutzen zu können, wirklich genug? Reicht eine reine Anwenderkompetenz in der vernetzen Welt aus, um diese zu verstehen und sich kritisch-reflektiert in ebendieser bewegen, gemeinsam interagieren und erschaffen zu können

    Bildung im Digitalen Zeitalter: auf den Spuren der Wahrheit in postfaktischen Wirklichkeiten

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    Als Grundlage des folgenden Beitrags dient die Sitzung des Information-and-Media Literacy-Think-Tanks vom 14.11.2017. Unter dem Titel "Postfaktische Realität & alternative Wahrheit(en): Über Bildung im digitalen Zeitalter" stellte dort Guido Pollak unter der Mitarbeit Jessica Knauers neuere mediale Entwicklungen dem Bildungsbegriff gegenüber. Im Folgenden werden ausgewählte, dort behandelte Standpunkte zur Bedeutung von medientechnologischen Entwicklungen, Bildung und Wahrheit aufgegriffen, vertieft und kommentiert. Der Beitrag endet mit einer Reflexion des Formats

    Symbolische Räume kultureller Diversität: Verhandlungen, Grenzen und Überschreitungen in den performativen Künsten

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    Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, wie kulturelle Diversität in den performativen Künsten kuratiert wird. Dieser Frage zugrunde liegt die Annahme, dass derzeit vor allem zwei gegensätzliche "Strömungen" existieren, wie kulturelle Diversität in künstlerischen Projekten kuratiert wird

    Inklusionen, Exklusionen, Implikationen: die semantischen Grenzbereiche der Teilhabe

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    Wir beginnen mit einem performativen Paradigma einer tropologischen Exklusion, indem wir als ein wir die Frage in den Raum stellen, warum die prekären Substitute unseres Logos die Grenzen seiner Leistung bestimmen, obwohl sie weder wahr noch falsch, weder möglich noch unmöglich sind. Anders gefragt: Wie kann etwas ohne abgeschlossenen und abschließbaren Sinn, wie das Unbegriffliche im Sinne Hans Blumenbergs oder die den sprachlichen Spuren inhärente différance im Sinne Jaques Derridas, einen bedeutenden semantischen Einfluss auf das anthropologische Bedürfnis nach Gewissheit und geregelten Strukturen haben

    Gedächtnis-Semiosphären: und Vergangenheitsbewältigung in der deutschsprachigen Literatur Belgiens

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    Die semiotische Deutung von Raum sowie eine dynamisierte Auffassung des Grenzkonzepts lassen Lotmans Raumtheorie auch zur Deutung einiger deutschsprachiger belgischer Romane, die um die Jahrtausendwende veröffentlicht wurden, geeignet erscheinen. So sollen im Folgenden die Texte Wege aus Sümpfen. Roman einer Grenzlandschaft. Teil I: Eine Jugend auf dem Königshof (2001) und Wege aus Sümpfen. Roman einer Grenzlandschaft. Teil II: Brückenschläge (2006) von Léo Wintgens, Bosch in Belgien (2006) von Freddy Derwahl, sowie Unterwegs zu Melusine (2006) und Begegnung mit Melusine (2007) von Hannes Anderer einer näheren Betrachtung unter Anwendung der Lotmanschen Konzepte unterzogen werden

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