Querelles - Jahrbuch für Frauen- und Geschlechterforschung (QJB)
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    1151 research outputs found

    Review of: Silke Martin, Lena Eckert (Hg.): Schöner Lehren. Gegendert und gequeert. Marburg: Schüren Verlag 2017.

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    „Was kann es heißen, gendersensibel und diversitygerecht in den Medienwissenschaften zu lehren? Welche Didaktiken lassen sich verwenden und wie können Methoden umgesetzt werden?“, fragen die Herausgeber*innen im Klappentext. In fünf Modulbausteinen für Seminarsitzungen à 90 Minuten zeigen die Autor*innen Antworten auf diese Fragen auf. Eine programmatische Einleitung und ein Gespräch zwischen den Autor*innen über ihre Lernprozesse in Bezug auf gendersensible und diversitygerechte Lehre kontextualisieren diese Module. Anhand der Modulbausteine werden Möglichkeiten für die didaktische Gestaltung von spezifischen Seminarsitzungen illustriert. Darüber hinaus ist das vorliegende Bändchen jedoch zu unentschieden in seinem Anliegen; die in der Einleitung formulierten Ansprüche werden nur teilweise eingelöst.\u27How to teach media studies in a gender sensitive way that is respectful of diversity? Which principles of teaching can be used and how can they be transformed into methods?\u27 the editors ask in the blurb. The authors answer these questions by presenting five modules for seminars of 90 min each. The modules are contextualized in a programmatic introduction as well as a discussion between the authors on learning processes as regards gender sensitive and diversity sensitive teaching. By means of the five modules the book explores possibilities of planning specific seminars. Apart from this, the volume fails to take a clear stance as to what it wants to achieve and thus, does not fully meet its intended objectives (as presented in the introductory comment)

    Review of: Sabine Hark, Paula-Irene Villa (Hg.): Anti-Genderismus. Sexualität und Geschlecht als Schauplätze aktueller politischer Auseinandersetzungen. Bielefeld: transcript Verlag 2015.

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    Der von Sabine Hark und Paula-Irene Villa herausgegebene Sammelband analysiert die öffentlichen Angriffe auf Gender Studies und Gender Mainstreaming, die unter dem Begriff Anti-Genderismus auftreten und verhandelt werden. Die einzelnen Beiträge untersuchen Themen und Methoden des anti-genderistischen Diskurses, seine Akteur_Innen und gesellschaftlichen Bedingung. Dabei entwerfen sie ein sehr kohärentes Porträt dieser Politiken, das allerdings von einer weiteren Untersuchung der gesellschaftlichen Bedingungen und intersektionalen Bezüge zu anderen Ressentiments profitieren würde.This collection of essays, edited by Sabine Hark and Paula-Irene Villa, analyzes those public attacks on gender studies and gender mainstreaming that can be subsumed under the label \u27anti-genderism\u27. The authors deal with topics and methods of the anti-gender discourse, its main agents and its social conditions. The authors provide a coherent portrait of these politics, which would, however, benefit from further analysis of social conditions and of intersectional relations as regards other resentments

    Review of: Jenny Bauer: Geschlechterdiskurse um 1900. Literarische Identitätsentwürfe im Kontext deutsch-skandinavischer Raumproduktion. Bielefeld: transcript Verlag 2016.

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    In vier Einzelfallanalysen aus der deutschsprachigen und skandinavischen Moderne verhandelt Jenny Bauer in ihrer literaturwissenschaftlichen Arbeit geschlechtliche Subjektentwürfe zwischen Hegemonie und Marginalisierung. Geleitet wird die Auseinandersetzung mit verschiedenen Konzeptionen von Männlichkeit und Weiblichkeit, von Heterosexualität und Homosexualität durch die übergreifende Frage nach den Interdependenzen zwischen Raum und Geschlecht, denen sich Bauer durch eine methodologische Engführung verschiedener Ansätze aus der Raum- und der Gendertheorie nähert.In this literary analysis, Jenny Bauer deals with gendered concepts of subject between hegemony and marginalization, examining four individual cases from German-speaking and Scandinavian Modernism. She approaches her overarching question of what are the interdependencies between space and gender by exploring diverse concepts of masculinity and femininity, heterosexuality and homosexuality. Methodologically, she unites several approaches from the theories of space and gender

    Review of: Zülfukar Çetin, Heinz-Jürgen Voß: Schwule Sichtbarkeit - schwule Identität. Kritische Perspektiven. Gießen: Psychosozial-Verlag 2016.

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    Die beiden Autor_innen Zülfükar Çetin und Heinz-Jürgen Voß sehen es als notwendig und dringlich an, zu diskutieren, inwiefern ‚der Homosexuelle‘ vermehrt als Diskursfigur für westliche Hegemonie fungiert, und dies nicht nur aufgrund von Instrumentalisierungen, sondern auch aus der eigenen Beteiligung an herrschenden Diskursen. Befragt wird hier eine auf den ersten Blick nicht als privilegiert geltende Gruppe nach ihrer Einbettung in Herrschaftsverhältnisse. Dabei werden die beiden titelgebenden Schlagworte Sichtbarkeit und Identität immer wieder aufgegriffen und in unterschiedlichen Kontexten betrachtet. Wer vom Umfang des Buches auf eine knappe Abhandlung mit Einführungscharakter schließt, liegt falsch und wird vielmehr mit einer komplexen Analyse und dichten Argumentation konfrontiert.The authors Zülfükar Çetin and Heinz-Jürgen Voß provide a discussion they consider both necessary and urgent: To what extent does \u27the homosexual\u27 increasingly serve as a figure of discourse for Western hegemony (and this not only due to being instrumentalized, but due to actively participating in current discourses)? The focus, hence, is on the question of how a group - prima facie not regarded as privileged - is embedded in power relations. \u27Visibility\u27 and \u27identity\u27, the two keywords from the book\u27s title, are taken up repeatedly and analyzed in different contexts. Those, who judge the book by its size and thus expect a concise treatise of an introductory character, are mistaken: they will find a complex analysis and tight argumentation

    Review of: Jürgen Martschukat, Olaf Stieglitz (Hg.): race & sex: Eine Geschichte der Neuzeit. 49 Schlüsseltexte aus vier Jahrhunderten neu gelesen. Berlin: Neofelis Verlag 2016.

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    Anhand der Vorstellung und Analyse von 49 Schlüsseltexten aus vier Jahrhunderten wird die Geschichte der Neuzeit erzählt. Die gewählten Quellen fokussieren dabei auf unterschiedlichste Weise das Verhältnis von Rassismus einerseits und Sexualität und Geschlechtlichkeit andererseits.Based on a presentation and an analysis of 49 significant documents from four centuries, this book tells the story of the Modern era. The selected sources highlight the relationship between racism and sexuality/gender in a variety of ways

    Review of: Ursula Offenberger: Geschlecht und Gemütlichkeit. Paarentscheidungen über das beheizte Zuhause. Berlin: De Gruyter 2016.

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    Wie stellen heterosexuelle Paare mittels Heiztechnologie sich und ihr Zuhause als aufeinander bezogene Einheiten her, ist die Frage, welche die Autorin mithilfe eines spannenden qualitativen Zugangs auf der Grundlage von Grounded Theory und Situationsanalyse beantwortet. In ihrer Untersuchung beschreibt sie zum einen die Verlaufskurve dieses Konstruktionsprozesses, zum anderen die technologischen, symbolischen und Wissens-Ordnungen im Sinne des prozessualen Ordnens nach Strauss, in welchen Paarförmigkeit, home making, (un)doing gender und Technik interagieren. Geschlechter-, paar- und techniksoziologische Erträge ergeben sich aus dem konsequent dynamisierten konstruktionstheoretischen Zugang.How do heterosexual couples establish themselves and their home as interrelated unities by means of heating technology ? This is the question the author answers by presenting an exciting qualitative approach based on Grounded Theory and situation analysis. In her analysis, she describes the trajectory of the construction process, as well as the respective technological, symbolic and knowledge systems (in the sense of processual organizing according to Strauss): systems in which the concepts of \u27twosome structures\u27, \u27home making\u27, \u27(un) doing gender\u27 and \u27technology\u27 interact. This analysis offers some interesting insights concerning the sociology of gender, of couples and of technology as it manages to consistently dynamize the construction theory approach

    Review of: Ulrike Lembke (Hg.): Regulierungen des Intimen. Sexualität und Recht im modernen Staat. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2017.

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    Seit dem Paradigmenwechsel vom Moralstrafrecht zum Rechtsgüterschutz hält sich der Staat offiziell aus den einvernehmlichen sexuellen Beziehungen der Bürger*innen heraus. Dass es dieser Liberalisierungserzählung zum Trotz zu vielfältigen rechtlichen Zugriffen auf Intimität, Sexualität und Geschlecht kommt, verdeutlicht der von Ulrike Lembke herausgegebene Band auf anschauliche Weise. Nicht allen Autor*innen gelingt es, rechtliche Fragen mit solchen zu verbinden, die über das Recht als Bezugssystem hinausweisen und damit an Fragestellungen aus anderen Disziplinen anschlussfähig sind. Dennoch ist der Band auch für Nichtjurist*innen mit einem Interesse an dem Nexus von Recht und Sexualität zu empfehlen.Since the change in paradigm from „Moralstrafrecht“ (a moralistic conception of criminal law) to „Rechtsgüterschutz" (protection of legal rights) the state officially refrains from interfering in the consensual sexual relations of its citizens. Despite this narrative of liberalisation, there exist numerous juridical intrusions on intimacy, sexuality and gender, as this volume edited by Ulrike Lembke clearly illustrates. Not all authors succeed in combining juridical questions with questions that go beyond the legal realm and which are of relevance for other disciplines. Nevertheless, this volume can also be recommended to people outside the legal profession who take an interest in the nexus between law and sexuality

    Review of: Christine Riegel: Bildung – Intersektionalität – Othering. Pädagogisches Handeln in widersprüchlichen Verhältnissen. Bielefeld: transcript Verlag 2016.

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    In ihrer erziehungswissenschaftlichen Habilitationsschrift untersucht Christine Riegel das emanzipatorische Potential und die sozialen Ungleichheitsverhältnisse, die durch Bildung und Bildungsorganisationen erzeugt bzw. konsolidiert werden. Damit greift sie ein bildungspolitisch relevantes Thema auf, das auf fundiertem, theoretisch versiertem Niveau bearbeitet wird. Sie systematisiert die intersektionale Analyseperspektive, um kritische, veränderungsorientierte Aussagen über akute macht- und herrschaftsbasierte Bildungspraktiken in Schule und Jugendarbeit zu treffen. Die qualitativ-empirische Studie zielt darauf ab, Differenz- und Dominanzverhältnisse in der sozialen Praxis offenzulegen und bewusst zu machen, inwieweit permanente Reflexion essentieller Bestandteil pädagogischen Handelns ist.In her postdoctoral thesis in educational science Christine Riegel examines both the emancipatory potential and the social inequalities that are produced or consolidated by education and educational institutions. Thus, she addresses a crucial topic in education policy and does so in a profound and theoretically well-versed way. She systematizes the perspective of intersectional analysis, in order to describe current educational practices in schools and youth work that are power-based or authority-based, and offers both criticism and suggestions for change. This qualitative empirical research aims at revealing difference and dominance in social practice and to raise an awareness for the question whether constant self-reflection is an essential part of pedagogical interactions

    Review of: Elisabeth Tuider, Martin Dannecker: Das Recht auf Vielfalt. Aufgaben und Herausforderungen sexueller Bildung. Göttingen: Wallstein Verlag 2016.

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    Sexuelle Bildung ist und war schon immer eine umkämpfte Disziplin der Pädagogik. Dabei ist die aktuelle Erregung um diese als Reaktion auf die fortschreitende Pluralisierung von Lebensentwürfen und die Liberalisierung von Normen und Werten zu verstehen, auf die eine diversitätsbewusste Sexualpädagogik in ihren Konzepten Bezug nimmt, die aber von ultrakonservativen, fundamentalistischen und rechtsradikalen Gruppierungen angegriffen werden. Diese Gemengelage nehmen die Autor_innen zum Anlass, um ausgewählte in der Kritik stehende Inhalte einer sexualfreundlichen Bildung zu besprechen und die Argumentationsmuster der Kritiker_innen zu verdeutlichen. Damit trägt der Band zur (Re-)Kontextualisierung und Versachlichung einer hochemotionalen Auseinandersetzung über sexuelle Bildung bei. Sexual education has always been a fiercely disputed discipline of educational science. The current agitation about it can be seen as a reaction to the increasing pluralization of life options and to a general liberalization of norms and values, which are taken into account and reflected in the concepts of a diversity-conscious sexual education. Ultra-conservative, fundamental and radical right-wing groups, though, attack these concepts. The authors take this conflict situation as a starting point to discuss a selected range of topics of an open-minded sexual education that have been under attack and point out the patterns of argumentation of their critics. In doing so, this volume contributes to (re-)contextualize and de-emotionalize the highly emotive debate about sexual education

    Review of: Iris Mendel: WiderStandPunkte. Umkämpftes Wissen, feministische Wissenschaftskritik und kritische Sozialwissenschaften. Münster: Westfälisches Dampfboot 2015.

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    Die österreichische Sozialwissenschaftlerin und Philosophin Iris Mendel stellt in ihrer nunmehr als Buchpublikation vorliegenden Dissertation einen Entwurf für die Neuvermessung feministisch-sozialwissenschaftlicher Kritik vor. Im Zentrum steht dabei in Anlehnung an die kanadische Soziologin Dorothy Edith Smith die Fokussierung und Weiterentwicklung eines „Standpunkts des Alltags“, den Mendel mit Theorien Schwarzer Frauen sowie des transnationalen und des postkolonialen Feminismus zusammendenkt. Das Ergebnis ist gleichermaßen erfrischend, atemlos und inspirierend, hätte aber durch eine stärkere Fokussierung der Argumentation und mehr empirische Bezüge bzw. Beispiele noch gewinnen können.In this publication of her PhD thesis, the Austrian social scientist and philosopher Iris Mendel presents an outline of how to recalibrate feminist social-scientific critique. Following Canadian sociologist Dorothy Edith Smith, she focuses on advancing the concept of a ‚standpoint of everyday experience’ by juxtaposing it with theories of black women as well as theories of transnational and postcolonial feminism.  The result is as refreshing as it is breathless and inspiring; nevertheless, if the author had focused more clearly on her line of argument and provided more examples or empirical references, her book would have gained

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