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Liebesblicke im Spiegel. Zu Narcissus und Hermaphroditus in Ovids Metamorphosen
Ovids Metamorphosen schildern Liebeserfahrungen oft in der Reaktionsfolge von Blick und Begehren. In den Erzählungen über Narcissus (met. 3,339–510) und Hermaphroditus (met. 4,274–388) werden sie durch das Medium des Spiegels intensiviert. Der spiegelnde Teich wirft Narcissus und Salmacis als Figuren, die begehren, ein Bild entgegen. Hermaphroditus, der ohne Begehren gezeigt wird, blickt dagegen durch den Spiegel hindurch auf den Grund des Teiches. Der komparatistische Zugang zeigt, wie Liebe und Begehren durch die unterschiedliche Wirkung des Spiegels als Auseinandersetzung mit Alterität, die Narcissus an sich selbst erfährt, und Identität, die Hermaphroditus vor der Liebeserfahrung am Teich fremd ist, entworfen werden. Das Konzept von Alterität und Identität macht beide Liebeserfahrungen als bacchische Erfahrungen beschreib- und aufeinander beziehbar. Es erhellt ausserdem Hermaphroditus’ äusserlich wenig fassbare Verwandlung als Entdeckung seiner Identität
Teilrevision der Polizeibefugnisse der Armee und Gruppe Verteidigung - Eine Weiterentwicklung?
Unabhängig von der konkreten Lage, d.h. in Friedenszeiten bis hin zu einem internationalen bewaffneten Konflikt, verfügt die Armee über Polizeibefugnisse, um ihre gesetzlichen Aufgaben erfüllen zu können. Die Polizeibefugnisse der Armee sind sowohl im Militärgesetz (MG) als auch im Zwangsanwendungsgesetz des Bundes (ZAG) geregelt. Mit der jüngsten Teilrevision wurde der Geltungsbereich des ZAG in sachlicher Hinsicht auf den Assistenzdienst im Inland und in persönlicher Hinsicht auf zivile Mitarbeitende der Gruppe Verteidigung (Gruppe V) ausgedehnt. Weiter wurden die bestehenden Polizeibefugnisse im MG moderat geschärft und sprachlich bereinigt. Eine kurze Übersicht zeigt, dass sie dem heutigen Stand im Polizeirecht hinsichtlich Normstufe und Normdichte jedoch weiterhin hinterherhinken.
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Indépendamment de toute situation concrète, c\u27est-à-dire aussi bien en temps de paix qu\u27en cas de conflit armé international, l\u27armée dispose de pouvoirs de police qui lui permettent d\u27accomplir ses tâches légales. Les pouvoirs de police de l\u27armée sont régis à la fois par la loi fédérale sur l\u27armée et l\u27administration militaire (LAAM) et par la loi fédérale sur l\u27usage de la contrainte et de mesures policières dans les domaines relevant de la compétence de la Confédération (LUsC). Lors de la dernière révision partielle, le champ d\u27application de la LUsC a été étendu, sur le plan matériel, au service d\u27appui à l\u27intérieur du pays et, sur le plan personnel, aux collaborateurs civils du Groupement Défense. En outre, les pouvoirs de police existants dans la LAAM ont été modérément renforcés et la terminologie épurée. Un bref aperçu montre que l\u27état actuel du droit de la police laisse encore à désirer, tant en ce qui concerne le niveau que la densité des normes
„Child be Strange!“ – Adolescent folk horror as counter heritage in British TV series of the 1970s
In den Jahren zwischen 1969 und 1979 kommt es im britischen Fernsehen zu einer erstaunlichen Konjunktur von folk horror-Produktionen, die sich gezielt an ein jugendliches Publikum richten. Zahlreiche Serien und Fernsehfilme prägten darin mit ihrer ungewöhnlich progressiven Inszenierung, ihrer experimentellen audiovisuellen Gestaltung und ihren komplexen, nicht selten politischen Narrativen nicht nur die Entwicklung des folk horrors entscheidend, sondern auch die britische Fernsehlandschaft der Zeit. Am Beispiel der stilprägenden „unholy trinity“ des jugendlichen Folk Horror, den Serien The Owl Service (1969–70), Children of the Stones (1977) und dem Fernsehfilm Penda’s Fen (1974) untersucht dieser Artikel den aussergewöhnlichen Boom jugendorientierten folk horrors im britischen Fernsehen der 1970er-Jahre. Er vertritt dabei zum einen die These, dass diese Konjunktur das Ergebnis eines Zusammentreffens von gesellschaftlichen, populärkulturellen und rundfunkpolitischen Entwicklungen war, wie es im Grossbritannien der Zeit einzigartig war. Zum anderen arbeitet der Artikel das transgressive Potential des folk horrors heraus. Mit seinen charakteristischen subversiven Lesarten nationalen Erbes und nationaler Geschichte etablierte der folk horror in diesen Jahren eine alternative Erinnerungskultur, die sich in ihrer Progressivität und Diversität als sehr attraktiv – nicht nur – für ein jugendliches Publikum erwies
Kinder und Jugendliche als Tore zur (Anders)-Welt und Überlebenselixiere für das Böse
Kinder und Jugendliche gehören wie Monster und übernatürliche Phänomene zu Stephen Kings Schaffen. Auffallend ist, dass die kindliche, unverbrauchte Wahrnehmung ihnen Zugang zu Anderswelten erlaubt, sie den darin lauernden Gefahren gegenüber aber äusserst vulnerabel sind. Kings fiktionale Kinder und Jugendliche können als Grenzgänger*innen zwischen den Welten – der kindlichen sowie auch der Erwachsenen – angesehen werden. Danny Torrance aus The Shining (1977) und Abra Stone aus Doctor Sleep (2013) verfügen über die aussergewöhnliche Gabe des shining, sie sind ‚hell’ im Sinne von hellsichtig. Damit blicken sie nicht nur in die Köpfe und Herzen der Menschen und können diese beeinflussen, sondern haben auch eine Wirkung auf jenseitige Welten und Wesen. So müssen sich Danny und Abra dunklen Mächten gegenüber behaupten, denn nicht nur ihr eigenes, sondern auch das Leben anderer ist in Gefahr. Als der erwachsene Danny (Dan) und Abra in Doctor Sleep aufeinandertreffen, zeigen sich weitere spannende Aspekte der Lichtkraft. Beide profitieren jeweils von der Kraft der/des anderen und schaffen es mit vereinten Kräften, den Monstern, die nach Abras Leben trachten, und andere Dämonen zu vernichten
#helpNeeded – #iWantToHelp: Praktiken und imaginaires einer Facebookgruppe zur Unterstützung von Ukrainer:innen
Da kein Abstract des Artikels vorhanden ist, finden Sie hier den Beginn des Artikels:
Als russische Truppen am 24. Februar 2022 ihren Angriffskrieg gegen die Ukraine starteten, gab es in der Schweiz eine Welle der Solidarität und Unterstützung für die Ukraine. Viele verfolgten das Geschehen über die Medien und spürten das Bedürfnis, etwas zu unternehmen. So ging es auch dem hier zitierten Karl Studer, welcher als Fotojournalist bei einer Lokalzeitung arbeitet. Auf der Suche nach Informationen stiess er auf Facebook auf eine allgemein zugängliche ‹Support-Gruppe›, deren Ziel es war, volunteers aus der Schweiz mit ukrainischen Flüchtlingen zusammenzubringen. Die Facebook-Gruppe wurde als kommunikative Infrastruktur genutzt, um Spendensammlungen durchzuführen, humanitäre Hilfe zu leisten, Flüchtlinge beim Transport in die Schweiz und bei der Wohnungssuche zu unterstützen sowie Hinweise zu rechtlichen Anliegen zu geben. Die Gruppe half Karl dabei, Fahrten in die und aus der Ukraine zu organisieren sowie Hilfsgüter und Spenden zu sammeln.
URLs Can Facilitate Machine Learning Classification of News Stories Across Languages and Contexts
Comparative scholars studying political news content at scale face the challenge of addressing multiple languages. While many train individual supervised machine learning classifiers for each language, this is a costly and time-consuming process. We propose that instead of relying on thematic labels generated by manual coding, researchers can use ‘distant’ labels created by cues in article URLs. Sections reflected in URLs (e.g., nytimes.com/politics/) can therefore help create training material for supervised machine learning classifiers. Using cues provided by news media organizations, such an approach allows for efficient political news identification at scale while facilitating implementation across languages. Using a dataset of approximately 870,000 URLs of news-related content from four countries (Italy, Germany, Netherlands, and Poland), we test this method by providing a comparison to ‘classical’ supervised machine learning and a multilingual BERT model, across four news topics. Our results suggest that the use of URL section cues to distantly annotate texts provides a cheap and easy-to- implement way of classifying large volumes of news texts that can save researchers many valuable resources without having to sacrifice quality
C-MFD 2.0: Developing a Chinese Moral Foundation Dictionary
Our paper describes the development of a Chinese Moral Foundation Dictionary (C-MFD 2.0) to assist in the automated detection and analysis of moral intuition in the Chinese context. We took the approach of method- theory co-development and followed a human-led and machine-assisted procedure that emphasized opportunities for theoretical advancement, which enhances the validity of the computational tool. Starting from the existing Chinese translation of the established English moral foundation dictionaries, we enriched the dictionary with a list of unique Chinese moral-relevant words. Five experts went through four rounds of coding, followed by the validation of 202 crowd coders. The C-MFD 2.0 identifies not only the classic five moral foundations but also proposes several potential moral foundation candidates in the Chinese context. It demonstrates acceptable validity in detecting moral foundation values from Chinese texts. Our paper illustrates how a non-English moral foundation dictionary can be built for computational analysis and furthers moral foundation theory in a cross-language context
Donald K. McKim / Jim West, Heinrich Bullinger: An Introduction to His Life and Theology, 2022
No abstract available.No abstract available
Slava Ukraini: Exploring Identity Activism in Support of Ukraine via the Ukraine Flag Emoji on Twitter
Identity Activism is a new phenomenon afforded by the massive popularity of social media. It consists of the prominent display of a social movement symbol within a space reserved for description of the self. The 2022 Russian invasion of Ukraine provides a contemporary (yet unfortunate) opportunity to observe this phenomenon. Here, we introduce and explore this concept in the context of the recent Twitter trend of displaying the Ukraine flag emoji in bios and names to signal support of Ukraine. We explore several questions, including: how has the popularity of this trend changed over time, are users who display the flag more likely to be connected to others who do, and what types of users are and are not participating. We find that Ukraine flag emoji prevalence in both names and bios increased many-fold in late February 2022, with it becoming the 11th most prevalent emoji in bios and the 3rd most prevalent emoji in names during March. We also find evidence that users who display the flag in their bio or name are more likely to follow and be followed by others who also do so, as compared to users who do not. Finally, we observe that users who share politically left-leaning messages were most likely to display the emoji. Those who share account information from alternative social media sites and non-personal accounts appear least likely. These findings give us insight into how users participate in Identity Activism, what connections exist between participating users, and, in this particular case, what types of users participate