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Die Blanck’sche Expedition nach Spitzbergen im Jahr 1926
Vorbereitungen und Durchführung der Spitz-bergen Expedition der Göttinger Wissenschaft-ler Edwin Blanck (Direktor des Agrikulturchemi-schen und Bodenkundlichen Instituts), Fritz Giesecke (Mitarbeiter von E. Blanck) und Hans Mortensen (Geographisches Institut) werden geschildert. Die wiss. Ergebnisse der klimati-schen, geomorphologischen und bodenkundli-chen Deutung werden im Zusammenhang für die weitere Entwicklung der Bodenkunde kurz dargestellt
Korngrößenanalyse in skelettreichen Substraten - Grobsand/Feinstgrus und seine Auswirkungen auf die Bodeneigenschaften
Thermische Eigenschaften von Böden - Modelle und Messungen
Die thermischen Eigenschaften von Böden sind für vielfältige Fragestellungen wie z.B. die Strom- und Fernwärmeversorgung oder die Nutzung geothermischer Energie aus dem oberflächennahen Untergrund von Bedeutung. Bisher liegen zahlreiche Modelle zur Ableitung thermischer Parameter mittels verschiedener Eingangsdaten vor. Die vorliegende Untersuchung verfolgt einen anderen Ansatz. Anhand umfangreicher Messungen an Stechzylindern wurden Messungen thermischer Parameter im Routinebetrieb eines bodenphysikalischen Labors vorgenommen. Vorgestellt werden Ergebnisse der Auswertungen bezüglich des Einflusses bodenpyhsikalischer und -chemischer Parameter auf die thermischen Eigenschaften von Böden sowie eine boden- und substratsystematisch orientierte Auswertung der Daten
Räumliche Muster von Baumarteneffekten auf Eigenschaften des Auflagehumus - Untersuchungen entlang von bestandesübergreifenden Transekten zwischen Rotbuche und Fichte/Kiefer in bodensauren Forsten Mitteldeutschlands
Humusgehalt und -qualität nach 28 Jahren Aushagerung im Vergleich zu ausreichend mit Stickstoff versorgtem Boden im statischen Stickstoffdüngungsversuch der TH Bingen
Die Stabilisierung der organischen Substanz im Boden, sei es durch Mineralassoziierung oder durch zunehmende Rekalzitranz geht mit einer Verengung des C:N-Verhältnisses einher. Chronischer N-Mangel könnte deshalb langfristig die Stabilisierung des Humus im Boden beeinträchtigen. Um dieser Frage nachzugehen, wurden aus den oberen 10 cm des statischen N-Düngungsversuch der TH Bingen Bodenproben entnommen und auf leicht mineralisierbaren, leicht hydrolysierbaren sowie auf partikulären (POM) und mineralassoziierten (MAOM) organischen N und C untersucht.
Das Aushagern durch langjährig unterlassene Stickstoffdüngung führte zu einem Rückgang des Humusgehalts im Boden. Von dem aushagerungsbedingten Rückgang der orga-nischen Substanz waren allerdings nicht alle Humus-Fraktionen gleichermaßen betroffen. Relativ am stärk¬sten spiegelte sich die Aushagerung in der hydrolysierbaren Fraktion wider, was am heißwasserlöslichen Stickstoff erkennbar wurde (minus 27,2% bzw. 26,5 %). Auch der potenziell mineralisierbare N war von der Aushagerung besonders stark betroffen. Mit minus 19,6% bzw. 21,9 % reagierte die partikulare organische Substanz (POM) zwar deutlich stärker als die mineralassoziierte Fraktion (minus 8,6% bzw. 9,9%). Die POM-Fraktion war damit jedoch weniger sensitiv hinsichtlich Aushagerung als die hydrolysierbare N-Fraktion.
Dieser Befund stärkt die Vermutung, dass unter chronischem N-Mangel deutlich weniger hydrolysierbarer N im Boden akkumuliert, der für eine anschließende Stabilisierung zur Verfügung stehen könnte, als in Böden, die ausreichend mit Stickstoff versorgt werden
Bodenbewusstsein – Darf es noch ein bisschen mehr sein?
Dieser Beitrag stellt die folgende Frage in dem Mittelpunkt: „Bodenbewusstsein – Darf es noch ein bisschen mehr sein?“. Wir nehmen die Antwort gleich vorweg und sagen: Ja, es muss sogar. Aber wie kann uns das gelingen?
In den vergangenen Jahren fanden zahlreiche Aktionen und Aktivitäten statt, die darauf abzielen, den Boden stärker in das Blickfeld der Gesellschaft zu rücken. Gelungen ist dies vor allem durch das große ungebrochene Engagement unzähliger Akteure an unterschiedlichsten Stellen. Demgegenüber steht die Tatsache, dass Politik und Öffentlichkeit die steigenden Bodenbelastungen und Bodengefährdungen immer noch unzureichend wahrnehmen. Das belegen aktuelle Zahlen zur Flächenneuinanspruchnahme und zur Bodendegradation. Wo stehen wir also heute im Ringen um mehr Bodenbewusstsein? Auf welche Erfahrungen können wir aufbauen? Welche in den letzten Jahren entstandenen Werkzeuge und Instrumente können uns unterstützen? Wo werden wichtige Ansatzpunkte für die weitere Arbeit gesehen? In diesem Beitrag stellen wir die aus unserer Sicht bewährten sieben Schlüssel zum Erfolg vor
Earthworms in the soil under a beet-cereal rotation after 24 years of no plowing with and without green manure
Annual plowing is helpful in controlling weeds, but it can also be detrimental to earthworms in the soil. In a now 24-year long-term trial in the dry¬lands of southwest Germany, it was investigated how the intensity of tillage (plow 30 cm deep vs. goose share culti¬vator 15 cm deep) and the implementation of a green manure every 3rd year within the crop rotation (with vs. without) affects earthworm population. The follo¬wing two questions were the main focus: (1) Does the earthworm population suffer over time due to the low humus regene¬ration capacity of the beet-cereal crop rota¬tion with straw removal and without organic fertilization? (2) Can the negative effect of low humus-regeneration capacity be compensated by earthworm-promoting measures such as no plowing and green manuring?
In the 9 years from the first to the second campaign, earthworm biomass decreased by about 30 % (mean across all variants). With one exception, earthworm biomass was always lower in the plowed soil than in the corresponding cultivator variant. For endogeic earthworms, plowing - especially in combination with green manure - was even rather positive. Generally, earthworms benefited more from green manuring than from reduced tillage
Begriffsbestimmungen für Bodenkunde und Bodenschätzung - schmückendes Beiwerk oder notwendiges Übel?
Bodenkundliche Grundlagen, basierend auf empirischen bzw. freien wissenschaftlichen Erkenntnissen, sind unabdingbare Bestandteile funktionsübergreifender mehrdimensionaler Zusammenhänge. In diesem Kontext bestehen anhaltende Widersprüche oder haben sich in Verbindung mit bodenkundlichen Daten und daraus abgeleiteten Kennwerten zusätzlich offenbart. Demzufolge müssen methodisch belastbare bodenkundliche Daten zur Ableitung justiziabler Kennwerte (bspw.: nichtsynthetische mineralische Korngrößenzusammensetzungen zur rechtssicheren Ableitung von Nährstoff- bzw. Schwermetallgehalten) nicht nur Eingang in rechtliche Vorgaben des Boden-, Gewässer-, Klima-, Natur- und Strahlenschutzes finden. Im Rahmen einer vorläufigen Bestandsaufnahme und mit Blick auf jüngste europäische Vorgaben, werden zielführende Vorschläge für beispielhafte Begriffe unterbreitet
Pflanzenbaulich angepasste Bodenbearbeitung unter ökonomischen Kriterien und unter Aspekten des Klimawandels
Ein landwirtschaftlicher Betrieb hat Fragen zu der Entwicklung von pflanzenbauliche relevanten Bodenkennwerten bei einer Reduzierung der Bodenbearbeitungsintensität (Mulchsaat) bzw. Unterlassung der Bodenbearbeitung (Direktsaat). Es wurde vom Landwirt ein Praxisversuch angelegt, um die Fragestellung anhand seiner Bearbeitungsvarianten zu untersuchen. Der Bodenbearbeitungsversuch ist von 2020 bis 2025 geplant. In diesem Praxisversuch wird der Einfluss der Bodenbearbeitung auf die pflanzenbaulichen relevanten Bodenkennwerte Trockenrohdichte, Porengrößenverteilung, Gesamtporenvolumen, enge und weite Grobporen sowie die nutzbare Feldkapazität (nFK) untersucht. Die Bearbeitungsvarianten unterteilen sich in Mulchsaat mit den Bearbeitungstiefen: 8 cm, 16 cm und 25 cm und zwei Direktsaat-Varianten. Die beiden Direktsaatvarianten unterscheiden sich dadurch, dass die eine Direktsaatvariante immer grün gehalten wird. Es werden die oben genannten Bodenparameter zu Versuchsbeginn erhoben. Zwischen den Varianten zeigen sich – zu Versuchsbeginn – keine deutlich erkennbaren Unterschiede bei den genannten Bodenparametern
"Wir haben genommen was wir hatten …" Erfassung bodenkundlicher Kennwerte von Muster- und Vergleichsstücken für Bodeninformationssysteme.
Für texturbezogene Gehalte als Umweltqualitätsnormen, sind zunehmend methodisch gleichwertige Vergleichbarkeiten maßgebend. Gemäß EU-weiter Vorgaben, wird für an mineralische Feintexturen (<2,00 mm Äquivalentkorndurchmesser) gekoppelte Schwellen-, Richt-, Orientierungs- und Grenzwerte wiederholt vorgeschlagen, Feintexturen methodisch zu harmonisieren und Korngrößenverteilungen einheitlich zu klassifizieren. Betroffen sind v. a. Feucht-, Nährstoff- und Schadstoffgehalte (bspw.: für Schwermetalle), Hangneigungen, pH-Werte und organische Bodensubstanzen. Um Vorhersagen am Ausgangspunkt weiter optimieren zu können, ist die Verwendung von Modellen primär mit rechtsfest belastbaren Messwerten als Eingangsdaten anzustreben.
Zur Optimierung von Vorhersagen am Ausgangspunkt wird weiterhin vorgeschlagen, die Verwendung mehrdimensionaler Modelle und Dauerversuche mit umfassend belastbaren Messwerten als Eingangsdaten weiter voranzutreiben. Bei der Übertra-gung vom Punkt auf Fläche in Raum und Zeit, sind diese skalenorientiert anzupassen und zu verfeinern. Zahlreiche Versuche haben gezeigt, dass bspw. Unschärfen von
Zusammenhängen zwischen Nährstoffgehalten untersuchter Böden mit betroffenen Standorten bestehen. Dadurch werden an-nähernd zutreffende Feststellungen und zugleich Bewertungen von Messwerten behindert. Exemplarisch wird auf die Thesen der Internationalen Arbeitsgemeinschaft Dauerversuche (2012) zum Versorgungszustand mit organischer Bodensubstanz auf der al-leinigen Grundlage von Kohlenstoffuntersuchungen hingewiesen