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Das erste Jahr im Projekt „Policy Alignment of Open Access Monographs in the European Research Area” (PALOMERA)
Bücher spielen eine wichtige Rolle in der Wissenschaftskommunikation - besonders in den Sozial- und Geisteswissenschaften. Im Hinblick auf die Open-Access-Transformation haben sich die Bemühungen von (politischen) Entscheidungsträgern und Forschungsförderern bisher allerdings weniger auf wissenschaftliche Bücher als auf Artikel in Fachzeitschriften fokussiert. Das seit Januar 2023 laufende und von der Europäischen Union geförderte Projekt PALOMERA adressiert diese Asymmetrie im europäischen Forschungsraum und erarbeitet Handlungsempfehlungen für die Entwicklung von Open-Access-Policies für Bücher.
Der Vortrag stellt das Projekt PALOMERA vor, fasst die Arbeiten des ersten Jahres zusammen und präsentiert Ergebnisse aus einer PALOMERA-Umfrage zum Thema Open-Access-Bücher und -Policies
Forschungsdatenmanagement – Uniweite Angebote für Wissenschaft und Forschung
Forschungsdatenmanagement (FDM) bedeutet, die im Rahmen eines Forschungsprojektes anfallenden Daten methodisch-systematisch zu erheben, zu organisieren, zu bewahren, zu dokumentieren und nachnutzbar zu machen. Die Universität Bielefeld hat mit dem Kompetenzzentrum Forschungsdaten verbindliche Unterstützungsdienstleistungen zu allen Bereichen des „Data Life Cycle“ etabliert. In diesem Vortrag werden sowohl Einblicke in die lokale Arbeit rund um das Forschungsdatenmanagement gegeben, aber auch bestehende Vernetzungsaktivitäten mit relevanten Stakeholdern präsentiert. Des Weiteren wird das „Servicezentrum Medical Data Science“ der Medizinischen Fakultät seine fachspezifischen FDM-Supportstrukturen und deren Einbettung in die hochschulweite Infrastruktur vorstellen
Evidence Based Selection (EBS) an der Universitätsbibliothek Bielefeld - ein Projektbericht
Drei Jahre lang (2020 - 2023) erhielt die Universitätsbibliothek vom Rektorat der Universität Projektmittel, um alle in Deutschland angebotenen EBS-Angebote lizenzieren zu können. Ziel dieses Projekts war es, festzustellen, welche Verlags- bzw. Plattforminhalte für die Universität am wichtigsten sind, um diese nach Abschluß der Projektphase auf Dauer zu lizenzieren. Der Vortrag präsentiert Nutzungsstatistiken über den gesamten Zeitraum, berichtet über die inzwischen gefällten Beschlüsse zum weiteren Vorgehen an der Universität Bielefeld und im Land NRW und gibt einen Einblick, welche Auswirkungen derartige Lizenzierungsmodelle auf die Prozesse in Bibliotheken, aber auch im Buchhandel haben
Aktuelle Entwicklungen zu DEAL
Das Jahr 2023 war von großer Bedeutung für die Weiterentwicklung des DEAL-Projekts. Erstmals wurde mit den großen Wissenschaftsverlagen, Elsevier, Springer Nature und Wiley, gleichzeitig verhandelt. Mit Elsevier gelang der erste Vertragsabschluss. Die seit 2019/2020 laufenden Verträge mit Springer Nature und Wiley laufen Ende 2023 aus und treten ab 2024 in eine neue Phase.
Für alle drei Verlage musste jeweils ein adäquates Teilnahme- und Kostenverteilungsmodell gefunden werden, das insbesondere auch die Erfahrungen aus der ersten Phase der DEAL-Verträge berücksichtigt. Der Vortrag stellt die Entwicklung der Modelle sowie die Auswirkungen auf die UB Bielefeld, das Reporting in OpenAPC sowie das openCost-Projekt dar
Einführung eines Informationsbudgets an der Universität Bielefeld
Der Vortrag diskutiert die Einführung eines Informationsbudgets zur systematischen Erfassung und Auswertung des Publikationsaufkommens einer wissenschaftlichen Einrichtung sowie der zentral und dezentral anfallenden Kosten für das Publizieren und die Literaturversorgung.
Ausgehend von zentralen Empfehlungen von Akteuren in Wissenschaftspolitik und Forschungsförderung und einer Begriffsbestimmung werden konkrete Schritte der Umsetzung eines Informationsbudgets an der Universität Bielefeld skizziert
Harvesting-Strategien - Erfahrungen bei BASE und OpenAIRE
Ende des letzten Jahrtausends setzte sich die Erkenntnis durch, dass wissenschaftliche Dokumente, die bereits in Archiven verfügbar waren, in standardisierter Form über das Internet ausgetauscht werden sollten. Aus dieser Erkenntnis hat sich ein Standard für die Bereitstellung von Metadaten bei Archiven und Repositorien entwickelt, der weit verbreitet und noch immer im Einsatz ist.Auf der Grundlage dieses Standards haben Aggregatoren damit begonnen, Metadaten aus Repositorien und Forschungsinformationssystemen (FIS) automatisch zu sammeln und sie der wissenschaftlichen Gemeinschaft über Suchplattformen zur Verfügung zu stellen.
Der Vortrag gibt einen Einblick in die Strategien zum Einsammeln von Metadaten aus Repositorien, FIS und Publikationsplattformen in großem Maßstab, basierend auf den Erfahrungen von BASE und OpenAIRE. Dabei werden alltägliche Probleme exemplarisch erörtert und abschließend ein möglicher Ausblick gegeben
European Open Science Cloud (EOSC) onboarding
The European Open Science Cloud (EOSC) offers researchers, innovators, companies and the general public a federated and open multi-disciplinary environment. Using the e-infrastructure of this environment, users can publish, search and reuse data-sets, various tools and services for research, innovation and education. Data and related services in EOSC are established on FAIR principles.In this presentation, we will give a short introduction to the EOSC and show the process by which the providers - organizations like universities - of services can register themselves and then onboard their respective services. Examples related to Bielefeld University are presented. We will also present the benefits that the users of the EOSC gain by using the tools and e-infrastructure of the EOSC
Digitale Langzeitverfügbarkeit für Hochschulen in NRW
Die digitale Langzeitverfügbarkeit (LZV) wissenschaftlicher Inhalte stellt für Hochschulen eine enorme Herausforderung dar, ist gleichzeitig aber auch eine wichtige und spannende Zukunftsaufgabe. Der Vortrag zeigt, welche Möglichkeiten wir den NRW-Hochschulen mit der Landesinitiative Langzeitverfügbarkeit (https://lzv.nrw/), einem seit 2021 durch das MKW geförderten Projekt der DH.NRW, https://dh.nrw/ bieten, dieser neuen Herausforderung zu begegnen. Neben den LZV-Services in den Bereichen Publikationen und Forschungsdaten, unterstützt die Landesinitiative durch Beratung, Schulung und Vernetzung. Darüber hinaus stellen wir die LZV-Infrastruktur des Landes vor, geben einen einen Einblick in die verschiedenen Erhaltungsdimensionen und erläutern das Konzept der digitalen Langzeitverfügbarkeit
Diamond-Open-Access-Journale in Deutschland - Eine Übersicht über die Landschaft
Im Mittelpunkt des Vortrags stehen Diamond Open Access Journale, die sämtliche ihrer Publikationen frei zugänglich machen, ohne dabei Publikationsgebühren zu verlangen. Der Vortrag möchte einen Überblick über die Landschaft solcher in Deutschland gehosteter Journale geben. In einem ersten Teil richtet er sich dazu auf eher quantitativ zu beantwortende Fragen, wie die nach der Anzahl der Diamond OA Journale, ihrer fachlichen Schwerpunkte sowie die von ihnen veröffentlichten Publikationsvolumina.
Da Diamond Open Access Journale sehr vielfältig sind, wird in einem zweiten Teil die Landschaft entlang der beiden Dimensionen ‚Grad der Monetarisierung‘ und ‚Größe des Journalteams‘ kartiert. Ziel ist es dabei zu zeigen, dass die Positionierung eines Journals in der Landschaft auf eine jeweils spezifische Situation mit besonderen Folgeproblemen verweist, die von den Herausgeber*innen gemeistert werden müssen
Metadatenschema zum standardisierten und automatisierten Austausch von Kostendaten - Ein aktueller Bericht aus dem „openCost“-Projekt
Das DFG-Projekt „openCost“ (DFG-Projektnummer 457354095) ist im Kontext der Open-Access-Transformation angesiedelt und strebt die Schaffung einer technischen Infrastruktur an, mit der Publikationskosten über standardisierte Formate und offene Schnittstellen frei zugänglich abgerufen werden können. Projektpartner sind die Universitätsbibliothek Regensburg, die DESY Zentralbibliothek sowie die Universitätsbibliothek Bielefeld.
Im ersten Teil des Vortrags werden die Hintergründe und Schwerpunkte von „openCost“ kurz erläutert. Im zweiten Teil des Vortrags wird der aktuelle Projektstatus vorgestellt. Dabei werden erste Ergebnisse präsentiert, die in verschiedenen Veranstaltungen unter Einbeziehung internationaler Expertise erarbeitet wurden. Der Fokus liegt auf der aktuellen Version eines Metadatenschemas, mit dem die Kosten des wissenschaftlichen Publizierens umfassend abgefragt und ausgetauscht werden können. Die XML-Darstellung des Schemas wird vorgestellt. Die Grundidee ist es, Kostendaten unmittelbar in Repositorien auf Datensatzebene zu integrieren und sie zusammen mit den bestehenden bibliografischen Metadaten zugänglich zu machen. Erste Implementierungsschritte am Beispiel der Publikationsserver der Projektpartner sowie geplante Anwendungsfälle werden gezeigt