SSOAR - Social Science Open Access Repository
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Verletzungsoffen und verletzungsmächtig: Heinrich Popitz' Beitrag zur Soziologie der Gewalt und des Krieges
ISSP 2025 - Work Orientations V: Questionnaire Development
This report outlines the development process of the International Social Survey Programme (ISSP) 2025 - Work Orientations V module questionnaire. It begins with a brief introduction of the ISSP in general, followed by a detailed description of how the 2025 Work Orientations module questionnaire was developed. An overview table is included to compare the items used in 2025 with those from previous modules in 1989, 1997, 2005, and 2015. The subsequent sections provide a comprehensive list of all obligatory items included in the 2025 source questionnaire. For each item, the replication history, corresponding question numbers, variable
names, question wording, and response options with labels are presented. The sections are organized according to respondent groups: questions directed at all respondents (Section 3), those currently working for pay (Section 4), and individuals not currently working for pay (Section 5). Newly introduced items are accompanied by a brief reasoning for their inclusion. After an overview of the number of replicate and new items, optional items are described, which can but not have to be included in the national questionnaires on the Work Orientations V module. The report closes with an overview of all contents in the ISSP 2025 questionnaire, a list of references, and the ISSP 2025 source questionnaire
Rechte Gewalttaten in Deutschland: Aufarbeitung und Gedenken im lokalen Kontext
NSU, Halle, Hanau und mehr - politische Morde mit rechtsextremem Hintergrund sind von beängstigender Gegenwart in der bundesdeutschen Geschichte. Dabei handelt es sich keinesfalls um Einzelfälle, vielmehr sind sie in einen größeren Kontext rechter Gewalttaten wie etwa der Brandanschläge von Solingen eingebettet. Wie kann und sollte die demokratische Gesellschaft auf lokaler Ebene damit umgehen? Was wurde aus der deutschen Geschichte gelernt und wo greift die Aufarbeitung noch zu kurz? Die Beiträge bieten dazu exemplarische und prinzipielle Ansätze aus interdisziplinärer Sichtweise und eröffnen so kritische Perspektiven auf die heutige Gedenkarbeit
Die polnische Migrationspolitik am Scheideweg
Trotz wesentlicher Veränderungen in der polnischen Politik nach der Berufung der neuen Regierung im Dezember 2023, weist die Migrationspolitik eher Kontinuitäten als revolutionäre Änderungen auf. Das Migrationsmanagement folgt in vielen EU-Mitgliedsstaaten zurzeit der Logik der "Festung Europa", und Polen ist hier keine Ausnahme. Die lang erwartete Migrationsstrategie der neuen Regierung, die im Oktober 2024, ein Jahr nach den Sejmwahlen, veröffentlicht wurde, unternimmt Schritte in Richtung eines stärkeren Zusammenspiels von Migrations- und Integrationspolitik. Gleichzeitig nimmt sie aber eine sicherheitsorientierte Haltung in der Flüchtlingsfrage ein und schlägt eine deutliche Verschärfung der Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen für Ausländer vor
"Auch der Rasen vor meinem Haus ist Politik": Die (Ent)Politisierung des urbanen Aktivismus nach dem Februar 2022
In dieser Analyse wird untersucht, wie urbane Aktivist:innen das Politische in ihrer Tätigkeit seit der Vollinvasion in die Ukraine im Februar 2022 verstehen. Anhand von Beobachtungen und Interviews mit Vertreter:innen urbaner Bewegungen und Initiativen (2022-2024) wird gezeigt, dass sich kollektives Handeln nur selten ausschließlich als Prozess einer Politisierung oder aber Entpolitisierung einordnen lässt. Je nach Situation verleihen die Aktivist:innen ihren Strategien und Positionen teils widersprüchliche Bedeutung. Diese auf den ersten Blick fehlende Konsequenz und Eindeutigkeit des Vorgehens und der Strategien hilft ihnen, im autoritären Russland zu bestehen
Wirtschaftsentwicklung weiterhin durch Krieg gebremst
Laut Schätzungen des Instituts für Wirtschaftsforschung und Politikberatung (IER) in Kyjiw wuchs das reale BIP 2024 um 3,5 Prozent zum Vorjahr, getragen durch die Binnennachfrage, jedoch gebremst durch Zerstörungen im Energiesektor. In einer gemeinsamen Prognose des IER und des German Economic Team (GET) schätzen wir ein Wachstum von 2,9 Prozent im Jahr 2025 und 3,2 Prozent 2026. Privater Konsum und Investitionen sind die wichtigen Wachstumstreiber. Das Exportwachstum bleibt begrenzt, während die Importe zunehmen. Dennoch wird erwartet, dass die Leistungsbilanz 2025 ausgeglichen ist, gestützt durch ein G7-Finanzpaket über 50 Mrd. USD durch Zinseinnahmen aus eingefrorenen russischen Zentralbankreserven (Extraordinary Revenue Acceleration; ERA). Für 2026 wird erneut ein Defizit prognostiziert. Die Inflation dürfte 2025 weiterhin zweistellig bleiben; erst 2026 wird sie sich dem Zielkorridor der Nationalbank annähern, begünstigt durch eine verbesserte landwirtschaftliche Ernte, eine restriktive Geldpolitik und weniger stark wachsende Energiepreise
Warum Wahlen in der Ukraine den Russisch-Ukrainischen Krieg nicht beenden können
Abgesehen davon, dass ukrainische Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in naher Zukunft unrealistisch sind, werden sie wenig an Kyjiws Außenpolitik und Haltung gegenüber Moskau ändern
Lehren aus den Minsk-Verhandlungen für die Beilegung des aktuellen Krieges
Dieser Artikel versucht - aus einer ukrainischen Perspektive heraus - im Kontext der aktuellen Friedensbemühungen die Lehren aus dem von der OSZE vermittelten Minsker Verhandlungsprozess zwischen der Ukraine und Russland (2014-2021) zu ziehen. Dabei werden das Format der Verhandlungen, die Konfliktparteien und ihre jeweiligen Interessen, die Klarheit der Vereinbarungen und die Abfolge der darin enthaltenen Maßnahmen, die Wirksamkeit der Überwachungs- und Verifizierungsmechanismen, die Einbeziehung der Zivilgesellschaft sowie die Akzeptanz der Vereinbarungen und des Verhandlungsprozesses durch die ukrainische Gesellschaft analysiert. Diese Faktoren sind für zukünftige Abkommen wichtig, wenn sie wirklich auf einen dauerhaften und nachhaltigen Frieden abzielen
Wissenschaftsfreiheit und Herausforderungen ukrainischer Wissenschaftler:innen in Kriegszeiten
Der Text untersucht den Stand der Wissenschaftsfreiheit in der Ukraine während des andauernden Krieges und stützt sich dabei auf den SCIENCE AT RISK Monitoring Report 2024. Die Analyse basiert auf den Indikatoren des Academic Freedom Index und hebt die Veränderungen hervor, die seit der Verhängung des Kriegsrechts stattgefunden haben. Während zu Beginn der vollumfänglichen Invasion Russlands im Jahr 2022 ein deutlicher Rückgang des Index zu verzeichnen war, erreichten bestimmte Aspekte - wie die Verbreitung von Forschungsergebnissen und die internationale Zusammenarbeit - bis 2024 wieder das Vorkriegsniveau. Weitere Erkenntnisse des Artikels basieren auf einer Umfrage unter ukrainischen Wissenschaftler:innen verschiedener Fachrichtungen, Karrierestufen und Regionen
NYNA NEETs and Digitalisation: How Many Challenges on the Horizon?
The strong increase in digitalisation due to the Covid‐19 pandemic changed many aspects of people's lives, making it possible to overcome physical barriers, accelerate the simplification of many tasks, and facilitate access to information. Nevertheless, not all segments of the population benefit(ed) from these services in the same manner, therefore increasing social inequalities. The most disadvantaged struggled with access to digital tools; the low‐educated struggled due to problems connected with the use of these tools; and those living in rural areas due to the limited availability of a fast broadband connection. Individuals not in education, employment, or training (NEETs) are usually over‐represented among people with these personal characteristics, reinforcing the need to support their digital inclusion for active participation in the labour market. This article focuses on NEETs aged 25–29 years who identified as "not young, not adults" (NYNA), to verify if a wide use of digital tools is associated with a more active approach to feelings and actions taken to access the labour market. Data used in this study are based on a survey conducted within the EEA grant project Track‐In: Public Employment Services Tracking Effectiveness in Supporting Rural NEETs and refer to the Mediterranean countries of Italy, Portugal, and Spain. Findings suggest the importance of digital competencies in enhancing socio‐emotional skills - key mediators being the capacity to front situations and "trait self‐control" - with the area of residence as moderator, which emphasises the need for region‐specific interventions for rural NYNA NEETs