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    Körperliche und pflanzliche Poetik: Florale Literatur zwischen Mensch und Blume

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    Verbindungen zwischen Blumen und menschlichen Körpern wuchern wild in den Vorstellungen Dichtender, Forschender und Liebender. In Literatur und Theorie sind sie seit den frühesten schriftlichen Quellen erkundet worden: Blumen werden anthropomorphisiert, Menschen defloriert, Inspiration wird mit Bestäubung verglichen. Botanische Erkenntnisse beeinflussen das literarische Schreiben über Pflanzen, während menschliche Moralvorstellungen wiederum den Blick auf Florales verändern. Die Beiträger*innen analysieren aus interdisziplinärer Perspektive Zusammenhänge zwischen Poetik, Körperlichkeit und Floralem und verknüpfen so Literatur(-wissenschaften) mit Critical Plant Studies, Ecocriticism, Gender Studies sowie Dichtungstheorie

    Wechseljahre am Arbeitsplatz: Handlungskonzept für ein innovatives betriebliches Gesundheitsmanagement

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    Das Thema Wechseljahre am Arbeitsplatz wird in Deutschland noch häufig tabuisiert. Jennifer Chan de Avila und Sabine Nitsche schaffen Abhilfe und bieten neben einem theoretischen Denkmodell auch ein konkretes Handlungskonzept für ein innovatives betriebliches Gesundheitsmanagement. Basierend auf umfangreichen Recherchen und Expert*inneninterviews betrachten sie die physische, psychische und sozio-affektive Ebene der Menopause, ermöglichen eine Überprüfung bzw. Ergänzung bestehender BGM-Maßnahmen am Arbeitsplatz und geben darüber hinaus Tipps zur Gestaltung eines inklusiveren, frauengerechteren und unterstützenden Arbeitsumfeldes

    Trumps Rückkehr und Europas außenpolitische Herausforderungen

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    Die zweite Trump-Präsidentschaft stellt Deutschland und Europa vor große Herausforderungen. Geprägt sein wird die Politik der neuen US-Regierung von einer konfrontativen Grundhaltung gegenüber der EU, vor allem gegenüber Deutschland, einer Präferenz für interessengeleitete Transaktionen, aber auch von unvorhersehbaren Kurswechseln. Das Vorgehen der Trump-Regierung wird globale Kooperationen belasten, vor allem in der Klima- und Flüchtlingspolitik. Dabei haben die EU und andere Akteure bislang keine Lösungen entwickelt, um ein fehlendes US-Engagement auszugleichen. Trumps transaktionale Außenpolitik beeinflusst lokale und regionale Konflikte, wie im Verhältnis zu Israel und Nahost, und könnte Völkerrecht wie demokratische Prinzipien untergraben. Auch ist einmal mehr offen, wohin sich die US-Politik gegenüber Iran entwickeln wird. Der Konflikt mit China steht weiter im Zentrum der amerikanischen Außen- und Sicherheitspolitik. Dies hat massive Auswirkungen auf die Partner der USA in der Indo-Pazifik-Region, die auf Trumps sicherheits­politische Unterstützung angewiesen sind. Vieles hängt von der Entwicklung der "Checks and Balances" in den USA ab. Offen ist, inwieweit Kongress und Gerichte dem Präsidenten außen­politisch Grenzen setzen können. Zudem ist unklar, ob sich jene Stimmen innerhalb der Administration, die in der Pflege von Bündnissen einen strategischen Vorteil für die USA sehen, gegenüber den isolationistischen Kräften durchsetzen werden. Entscheidend für die Europäer wird sein, wie die Trump-Regierung mit den für sie zentralen Fragen der Sicherheitspolitik - Nato und Ukraine - umgeht. Sollten die USA ihre Verpflichtungen hier einschränken, könnte sich die Sicherheitsarchitektur in Europa grundlegend verändern. Neue Handelszölle und wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen der USA könn­ten der EU - zusätzlich zur sicherheitspolitischen Verunsicherung - erheblich schaden. Problematischer als die rein wirtschaftlichen Kosten von Zöllen ist aber Trumps Neigung, Außenwirtschafts- und Sicherheitspolitik zu verknüpfen, denn dies erschwert bisher eine geschlossene Antwort der Europäer auf seine Drohungen. Europa und Deutschland müssen daher die Anstrengungen deutlich erhö­hen, für ihre eigene Sicherheit zu sorgen. Wichtig ist nicht nur die inner­europäische Abstimmung, auch mit dem Vereinigten Königreich; darüber hinaus gilt es weitere Partner einzubeziehen, die sich gegenüber den USA in einer ähnlichen Lage befinden, vor allem Japan und Südkorea. (Autorenreferat

    Environmental Activism in Russia since the 2022 Full-Scale Invasion of Ukraine

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    How has environmental civil society in Russia changed since the full-scale invasion of Ukraine in February 2022? Even before the invasion, the space for environmental civil society - particularly foreign-funded organizations or movements - was constrained. This article investigates the impacts of the war across three types of environmental civil society actors: 1) activists who remain in Russia; 2) activists-in-exile who have fled Russia; and 3) international funders of environmental civil society in Russia. Evidence is drawn from the author’s existing published work, previous and ongoing in-depth interviews with these actors, and analysis of available open-source data

    Pathways to Inclusion? Labor Market Entry Trajectories of Persons With Disabilities in Europe

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    Almost a fifth of the population in OECD countries report having a disability and the proportion of students classified as having special educational needs (SEN) has steadily increased over recent decades. While this group faces marginalization in schooling and employment everywhere, there are profound differences in disability‐based disadvantages across countries. However, comparative research on the labor market opportunities of persons with disabilities (PwDs) remains limited, especially regarding school‐to‐work transitions (STWT) that are crucial for subsequent labor market opportunities. Thus, lacking comparative knowledge on how institutional contexts shape these transitions also limits opportunities for policy learning and improvement of supports provided. This study addresses these gaps by analysing longitudinal data from the European Statistics on Income and Living Conditions (EU‐SILC). First, using sequence and cluster analysis, we classify these trajectories and provide an in‐depth analysis of labor market entry patterns for PwDs compared to those without disabilities across 31 European countries. Second, we explore whether the timing of first employment, instability during the STWT, as well as inclusionary or exclusionary transitions vary between these groups and how the disparities between persons with and without disabilities regarding these indicators are related to institutionalized segregation and support structures. Our findings highlight that PwDs usually do not transition more slowly to (some form of) employment, yet they experience more instability and less inclusion during their STWT. Segregation exacerbates disadvantages, whereas institutional support structures reduce the disadvantages youth with disabilities face when these programs actively facilitate pathways to inclusion

    Opposition - aber gegen wen und wogegen? Zu den Motiven der ukrainischen Skepsis gegenüber der russischen Exilopposition

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    Die Ukraine hegt ein tiefes Misstrauen gegenüber der russischen Exilopposition. Zu oft legte die russische Oppositionsbewegung ein gleichgültiges oder opportunistisches Verhalten im Umgang mit der Ukraine an den Tag. Auch nach der zweiten russischen Invasion seit Februar 2022 besteht dieses Verhaltensmuster unverändert weiter. Angesichts der Tatsache, dass beide Akteure mit dem Putin-Regime den gleichen Gegner bekämpfen, erscheint dieses angespannte Verhältnis auf den ersten Blick paradox. Diese Analyse erläutert drei Motive für die ukrainische Antipathie: Erstens die Mehrdeutigkeit der russischen Oppositionellen hinsichtlich der Annexion der Krym und der westlichen Waffenlieferungen an die Ukraine; zweitens die Ausrichtung des oppositionellen Handelns, das sich klar gegen das russische Regime richtet, ohne gleichzeitig hinreichend proukrainisch zu sein; und drittens die Instrumentalisierung der Ukraine für die eigenen politischen Zwecke der russischen Opposition

    Veränderungen bei den Forschungsthemen russischer Wissenschaftler:innen nach Beginn der russischen Vollinvasion in die Ukraine: Empirische Erkenntnisse aus bibliometrischen Datenbanken

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    Dieser Beitrag analysiert, wie sich die Forschungsthemen russischer Sozialwissenschaftler:innen seit dem Beginn der russischen Vollinvasion in die Ukraine verändert haben. Dabei wird untersucht, wie der Krieg - und die davon begleiteten Einschränkungen der akademischen Freiheit - den wissenschaftlichen Diskurs verändert hat. Basierend auf einer Analyse von Titeln wissenschaftlicher Artikel in Zeitschriften, die in der Wissenschaftsdatenbank Scopus geführt werden, sowie mit einem Vergleich von englisch- und russischsprachigen Publikationen, versucht dieser Beitrag, die Änderungen bei den Forschungsthemen aufzuzeigen. Es werden sowohl kriegsbezogene Themen untersucht wie auch Bereiche, die breiteren Einschränkungen unterworfen sind, z. B. Gender- und LGBTQ+-Studien. Dieser Beitrag soll verdeutlichen, welche Folgen außerwissenschaftlicher Druck auf die akademische Freiheit und die Integrität sozialwissenschaftlicher Forschung in Russland haben kann

    Addressing the Root Causes of Plagiarism: Strategies For Promoting Originality and Critical Thinking in Student Writing at Tertiary Institutions

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    Plagiarism is a common problem in institutions of higher learning and defeats the very purpose of higher education, which is to develop critical thinking and enhance intellectual integrity. The study aims to explore the various causes of plagiarism and strategies for promoting originality and critical thinking among students in tertiary institutions. The study evaluates different types of plagiarism, including accidental, self-plagiarism, and intentional plagiarism, while identifying the root causes among students, such as family pressure, lack of self-control, poor attitude towards learning, poor time management, and inappropriate usage of digital resources or technology. The research also indicated that addressing and mitigating all these factors requires a dynamic approach, utilising plagiarism detection tools, educating students on the importance of academic integrity, and creating awareness of plagiarism as an unethical academic practice. The paper also emphasises the need for originality and critical thinking through active learning, peer collaboration, and continuous assessment. By encouraging students to use original content and actively develop their thoughts, institutions can reduce the rate of plagiarism. In conclusion, institutions must create an environment that fosters originality and critical thinking in writing

    Azerbaijani Ethnonyms In Ancient Greek Sources

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    Ethnonyms are one of the main and active branches of the toponymic layer of Azerbaijan. Ancient Greek sources are valuable for studying the ancient Azerbaijani ethnonyms and the names of historically existing tribes and generations. The study of ethnonyms in this direction shows that ethnonyms trace their origins to times earlier than those of other word groups. The names of some of the Turkic tribes that actively participated in the genealogy of Azerbaijani Turks have been preserved in the toponyms of the territory. Many ethnos that retain their names in toponyms are mentioned in the works of ancient Greek authors and have been exposed to phonetical and grammatical change

    Politische Sozialisation junger Menschen im Umfeld links- und rechtsradikaler Milieus: Assoziierungs- und Affinisierungsprozesse im Spannungsfeld von Familie, Peers, Institutionen und Gesellschaft

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    In einer qualitativen Längsschnittstudie zur politischen Sozialisation von jungen Menschen wurde die Entwicklung politischer Orientierungen über einen Zeitraum von vier Jahren hinweg erforscht. Dabei ist es gelungen, die Fälle zweier Jugendlicher zu erheben, deren politische Orientierung im Untersuchungszeitraum durch Annäherungen an radikalpolitische Phänomene gekennzeichnet ist. Im Falle des Jugendlichen Mathis findet über die drei Erhebungspunkte bei konstanter Zustimmung zu antipluralistischen und Law-and-Order-Positionen eine Annäherung an rechtsradikale Ideen und Akteure statt. Der Jugendliche Julius hingegen nähert sich dem linksradikalen Milieu seiner Stadt an, setzt sich aber kritischdistanzierend mit dem Problem der Szenegewalt auseinander. Anhand dieser beiden biografischen Episoden werden in dem Beitrag die politischen Sozialisationsprozesse junger Menschen im Zusammenwirken von familialen, peerbezogenen, institutionellen und weiteren gesellschaftlichen Einflüssen analysiert und hinwendungsbegünstigende wie auch protektive Faktoren herausgearbeitet

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