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Intimacy and Professionalism: Dilemmas in the Practice of Chinese Podcasters
As an inherently intimate medium, podcasting offers new opportunities for journalists to engage in innovative media practices. However, for journalistic podcasters, managing intimacy and balancing it with traditional journalistic norms is an important but complex matter that affects the long-term development and democratic potential of news podcasting. This study focuses on a subject rarely studied: Chinese journalistic podcasters, both in terms of how they perceive and construct intimacy and their approaches to navigating the balance between intimacy and professionalization in their podcasting practices. Drawing upon in-depth interviews and document research, this study finds that by adopting humanized storytelling, emotive language, exposure of personal details, use of background audio, and natural dialects, etc., Chinese podcasters are redefining journalistic norms according to the specific demands of podcasting as an intimate medium. At the same time, they are also carefully guarding journalistic boundaries and are wary of abusing intimacy in commercializing podcasts and expanding the market. By examining on these innovative practices, this study enhances our understanding of how news can continue to stay connected with the public amidst digital transformation. It suggests that the practices of these journalistic podcasters reflect the potential for revising the traditional norms of journalism in adapting to new technological environments
Wirtschaft und Identität erzählen: Die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 im deutschsprachigen Roman
Die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009: ein finanzökonomisches Jahrhundertereignis mit gravierenden wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Folgen, das in der Literatur facettenreich verarbeitet wird. Bemerkenswert ist, dass hier der globale Systemcrash erzählerisch genutzt wird, um die Möglichkeiten und Bedingungen subjektiver Identitätsbildung in einer ökonomisch geprägten Gesellschaft auszuloten. Karin Terborg untersucht erstmals in der Forschung umfassend die deutschsprachige Finanz- und Wirtschaftskriseliteratur - mit besonderem Fokus auf die erzählerische Verflechtung von "Wirtschaft" und "Identität" im narrativen Modus "Krise"
Geistiges im Lebendigen: Zum Weltbild Thure von Uexkülls (1908-2004)
Thure von Uexkülls (1908-2004) ärztliches Denken wirkt auch 20 Jahre nach dessen Tod fort. Ottmar Leiß stellt sein systemtheoretisch untermauertes biologisches Denken sowie aktuelle leibphilosophische Aspekte dar und beleuchtet zusammenhängend Piagets geistige Entwicklung des Kindes, neurobiologische Thesen zu Damasios Kern-Selbst und zum Selbst im Spiegel der anderen sowie Aspekte einer Autopoiesis des ärztlichen Selbst. Uexkülls Beitrag zur Lösung des Leib-Seele-Problems, seine Gedanken zur Zeichenlehre als hilfreiche Methode ärztlicher Diagnostik, seine ärztliche Ethik und sein Welt- und Menschenbild belegen, wie unverändert relevant sein Denken für eine ärztliche Grundhaltung auch in der heutigen Zeit ist
Kopräsenz: Über das soziale Zuhause von Sprache
Wann immer wir mit anderen zusammenkommen, befinden wir uns wie selbstverständlich in Kopräsenz. Aber was genau bedeutet es, "zusammen" zu sein? Erfordert es immer physische Anwesenheit oder ist Kopräsenz auch anders möglich? Angesichts des rasanten Wandels moderner Kommunikationstechnologien räumt Heiko Hausendorf mit einigen Mythen auf und wirft einen Blick auf die Entstehung und die Zukunft von Kopräsenz. Diese ist konstitutiv für die Menschwerdung und bildet bis heute den Nährboden für die Entstehung von Sprache - was die Beschäftigung mit Kopräsenz auch weit über die Linguistik hinaus für alle interessant macht, die sich für soziale Interaktion interessieren
The Unknown in Design, Art, and Technology: Contributions to a Philosophy of Making
Today, we not only design and produce artifacts, but also subjective experiences, life models and social change. This active shaping of our life circumstances is usually seen as a plannable and methodical activity. However, practice shows that a multitude of uncertainties, non-conceptualizable actions and forms of not-knowing are involved in these processes. The contributions in this volume are dedicated to dealing with the unknown in design, art, and technology
Verringern die russischen Angriffe auf zivile Ziele die Unterstützung der ukrainischen Bevölkerung für die Fortsetzung des Krieges?
Schwächen die gezielten russischen Angriffe auf die zivile Infrastruktur der Ukraine die Entschlossenheit der ukrainischen Bürger:innen für den Kampf gegen Russland? Auf der Grundlage neuer Umfragedaten zeigen wir, dass die zahlreichen Belastungen, die der Krieg mit sich bringt, zwar die Zufriedenheit der Ukrainer:innen stark beeinträchtigt, aber ihren Glauben an den Sieg nicht erschüttern
Regimestützen: Turkmenistans Gewaltapparate
Die Gewaltapparate sind zentrale Stützen des autokratischen turkmenischen Regimes. Aufgaben und Methoden der Staatssicherheit wie der Polizei blieben nach der Auflösung der Sowjetunion 1991 weitgehend unverändert. Nach dem Tod des ersten Präsidenten Nyýazow sorgte sein Nachfolger Gurbanguly Berdimuhamedow für eine personelle Säuberung der Institutionen. Doch sie blieben Repressionsapparate, in denen Korruption und Machtmissbrauch an der Tagesordnung sind. Dies ist auch unter seinem Sohn und Nachfolger Serdar Berdimuhamedow nicht anders. Deutlich weniger Aufmerksamkeit schenkt das Regime der Armee. Dies hängt mit der Staatsdoktrin der "ewigen Neutralität" zusammen
Wahrnehmungen von Antisemitismus und jüdischem Leben bei der Polizei: Ergebnisse einer Befragung von Polizist:innen in Nordrhein-Westfalen
Die Studie untersucht die Wahrnehmungen und Wissensbestände von Polizeibediensteten zu jüdischem Leben und Antisemitismus in Nordrhein-Westfalen. Mittels 38 leitfadengestützter Interviews mit 39 Polizeikräften aus zehn Kreispolizeibehörden wurden deren Perspektiven, Erfahrungen und Einschätzungen zu diesen Themenfeldern sowie spezifische Wissens- und Kompetenzbedarfe erhoben. Die Ergebnisse zeigen begrenzte Wissensbestände der Befragten hinsichtlich der Pluralität jüdischen Lebens sowie zeitgenössischer Erscheinungsformen des Antisemitismus. Die Wahrnehmung jüdischen Lebens ist stark durch eine historisierende Perspektive mit Fokus auf den Nationalsozialismus geprägt. Antisemitismus wird selten als gesamtgesellschaftliches Phänomen und primär im Kontext rechtsextremer sowie islamistischer Milieus verortet, während komplexere Erscheinungsformen wie israelbezogener oder linker Antisemitismus seltener erkannt werden. Die Interviewten artikulieren einen deutlichen Bedarf an spezifischen Bildungsangeboten und strukturellen Maßnahmen, um antisemitische Vorfälle adäquat einordnen und bearbeiten zu können. Die Studie verdeutlicht die Notwendigkeit einer systematischen Integration dieser Themen in die polizeiliche Aus- und Fortbildung sowie einer Verbesserung des behördeninternen Wissensmanagements
Social and Discursive Capital as Illiberal Enabler: A Tale of Two Far‐Right Fictions in France
There is a growing body of scholarship examining the circulation of illiberal ideas. While the majority of approaches have centered on political culture, we instead explore how such ideas manifest themselves in domains not traditionally viewed as overtly political, such as novels and works of fiction. We take two examples from the French literary scene: The Camp of the Saints, written by Jean Raspail in 1973, and Submission, written by Michel Houellebecq in 2015. Both works incorporate great replacement theory into their narratives, but while Raspail's novel generally belongs to fringe far-right literature, Houellebecq's has achieved widespread media and commercial success, establishing the author as a leading figure in contemporary French literature. We hypothesise that this discrepancy can be explained through the differing levels of social and discursive capital employed by the two authors. We argue that practices of illiberal diffusion encompass the entirety of the author's "posture," which includes both rhetorical or intra-textual practices (that is, how ideas are formulated within the text to align with prevailing norms), as well as instrumental or extra-textual practices (that is, how authors secure favorable reception by controlling external factors, such as media coverage or institutional networks). This broader lens provides a more nuanced understanding of how political ideas circulate within society
Wohnentfernung zwischen 60- bis 90-jährigen Menschen und ihren Kindern: Befunde des Deutschen Alterssurveys (DEAS) 2002-2023
Dieses Fact Sheet berichtet über den Anteil der Eltern im Alter von 60 bis 90 Jahren, die mit mindestens einem Kind am gleichen Ort wohnen. Die Mehrheit der Eltern in diesen Altersgruppen in Deutschland hat mindestens ein Kind, das am gleichen Wohnort lebt. Jedoch ging ihr Anteil zwischen 2002 und 2014 von 65,9 % auf 56,3 % deutlich zurück. Damit bestätigen die vorliegenden Analysen den Trend, der sich auch in Auswertungen von Mahne und Huxhold (2017) zeigte, die in ihren Analysen, im Gegensatz zu diesem Fact Sheet, jedoch ausschließlich auf erwachsene Kinder außerhalb des eigenen Haushalts fokussierten. In den letzten zehn Jahren hat sich dieser Trend jedoch nicht weiter fortgesetzt. Seit 2014 ist der Anteil der Eltern mit Kindern am gleichen Wohnort relativ konstant geblieben. Literaturhinweis: Mahne, K., & Huxhold, O. (2017). Nähe auf Distanz: Bleiben die Beziehungen zwischen älteren Eltern und ihren erwachsenen Kindern trotz wachsender Wohnentfernungen gut? In K. Mahne, J. Wolff, J. Simonson & C. Tesch-Römer (Hrsg.), Altern im Wandel. Zwei Jahrzehnte Deutscher Alterssurvey (DEAS) (S. 231-246). Wiesbaden: Springer VS. https://doi.org/10.1007/978-3-658-12502-