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Telefongestützte Psychotherapie bei Depression: Übersetzung, Weiterentwicklung und Evaluation eines kognitiv-verhaltenstherapeutischen Behandlungsangebots für den deutschen Sprachraum
Depressive Störungen führen zu einer hohen Krankheitslast, großem persönlichen Leid und hohon Versorgungskosten. Um bestehenden Barrieren auf Patienten-, Behandler- und Systemebene entgegenzuwirken, werden weltweit Leitlinien zur Depressionsversorgung erstellt. Als spezifische leitliniengerechte Intervention für leicht- bis mittelgradig depressiv erkrankte Patienten wurde in dieser Dissertation ein telefongestütztes kognitiv-verhaltenstherapeutisches Programm (TPT) zum ersten Mal in deutscher Sprache adaptiert, implementiert und evaluiert. Die Intervention bestand aus einem Face-to-Face Gespräch, gefolgt von 8-12 telefonischen Sitzungen mit approbierten Verhaltenstherapeutinnen, die nach einem Manual arbeiteten. Die Patienten lasen und absolvierten zwischen den Sitzungen Übungen mithilfe eines Patienten-Arbeitsbuches. Ein Monitoring des Symptomverlaufs nach PHQ-9 wurde durchgeführt und unterstützte die Entscheidungen zur weiteren Behandlung. Zunächst wurde das Programm im Rahmen eines umfangreichen Übersetzungs- und Rückübersetzungsprozesses in die deutsche Sprache überführt. Danach wurden kulturelle und therapeutische Adaptationen durchgeführt und erste Ergebnisse zur Umsetzung im Gespräch mit den behandelnden Telefontherapeutinnen gesammelt. Patienten der TPT wurden in eine Bedingung mit zusätzlichen motivierenden Erinnerungsschreiben vs. einer Bedingung ohne Erinnerungsschreiben randomisiert. Als primärer Outcome wurden beide Gruppen hinsichtlich ihrer depressiven Symptomveränderung von Beginn bis Abschluss der TPT mithilfe eines linearen gemischten Modells verglichen, wobei kein Unterschied gefunden wurde. Auch hinsichtlich Response- und Remissionsraten unterschieden sich die beiden Gruppen nicht signifikant. Die Gesamtstichprobe aller TPT-Patienten wies jedoch eine signifikante Symptomreduktion von Beginn bis Ende sowie bis 6-Monats-Katamnese auf, was für die Effektivität der Intervention im deutschen Sprachraum spricht. Dies muss jedoch im Rahmen von randomisiert-kontrollierten Studien weiter untersucht werden. Zudem wurde die patientenseitige Wahrnehmung der TPT untersucht. Hinsichtlich der Entscheidungsgründe für TPT spielten praktische und therapeutische Gründe eine etwa gleich wichtige Rolle. Die Zufriedenheit sowie die eingeschätzte Qualität der therapeutischen Beziehung (nach dem Helping Alliance Questionnaire HAQ) waren im Allgemeinen hoch. Die Zufriedenheit mit den Telefonaten war ebenfalls sehr hoch, während das Arbeitsbuch und die praktischen Übungen gemischte Ergebnisse erzielten. Der Einfluss der TPT auf den weiteren Behandlungsprozess innerhalb des SCM wurde als hoch eingeschätzt. Die TPT wurde im Rahmen eines Stepped und Collaborative Care Modells (SCM) durchgeführt, das ein komplexes Versorgungsprogramm zur Leitlinienimplementierung darstellt. Hierbei werden Patienten je nach dem Schweregrad ihrer Depression mit einer jeweils adäquaten, möglichst wenig intensiven Intervention behandelt. Hier wurde SCM erstmals im deutschen Gesundheitssystem eingesetzt und im Rahmen einer cluster-randomisierten, kontrollierten Studie mit vier prospektiven Messzeitpunkten mit einer konsekutiven Stichprobe primärärztlicher Patienten aus der Routineversorgung evaluiert. Die Randomisierung fand auf der Ebene der teilnehmenden Hausarztpraxen statt, von denen 36 der Interventionsgruppe (SCM) und 13 der Kontrollgruppe (Treatment as Usual, TAU) zugeteilt wurden. Zudem nahmen 36 Psychotherapeuten, 6 Psychiater und 7 stationäre Einrichtungen am SCM-Netzwerk teil. Patienten in SCM wurden mithilfe einer optimierten Diagnostik, innovativen Interventionen, erleichtertem Zugang zur Sekundärversorgung und regelmäßigem Monitoring behandelt, während die Patienten in TAU im Rahmen der Regelversorgung behandelt wurden. SCM und TAU wurden mithilfe eines gemischen linearen multiplen Modells statistisch verglichen, wobei die Veränderung der depressiven Symptomatik nach dem Patient Health Questionnaire Depressionsmodul (PHQ-9) von Beginn bis 12 Monate das primäre Outcome darstellte. Es konnte bestätigt werden, dass SCM zu einer signifikant höheren Symptomreduktion führte als TAU (Effektstärkte: Cohens d = 0,46). Auch hinsichtlich zahlreicher sekundärer Outcomes erwies sich SCM als überlegen. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass sowohl TPT als auch SCM sich erfolgreich in der deutschen Routineversorgung implementieren ließen und hier zu einer Reduktion der depressiven Symptomatik führen. Die Effektivität der TPT muss unter Einsatz einer Kontrollbedingung weiter untersucht werden. Insgesamt stellen beide Modelle vielversprechende Möglichkeiten dar, zur Überwindung von Barrieren in der Depressionsversorgung beizutragen
Training needs in the primary care depression treatment : Evaluation of a compact training offer for GPs
Depressive Störungen gehören zu den häufigsten Beratungsanlässen in der ambulanten Versorgung (DGPPN 2009). Noch immer wird nur etwa die Hälfte der depressiven Stö-rungen vom Hausarzt diagnostiziert und lediglich ein Drittel der Patienten erhält eine leitliniengerechte Therapie (Schneider et al 2003). Es besteht primärärztlicher Fortbil-dungsbedarf in der leitliniengerechten Depressionsversorgung (Kratz et al. 2003, Bermejo et al. 2003, Härter et al. 2010). Ziel der vorliegenden Arbeit war es, den primärärztlichen Fortbildungsbedarf zum Thema Depression zu spezifizieren und die Durchführung und Ergebnisse eines 6-stündigen Fortbildungsprogrammes zu evaluieren.
Das im Großprojekt ‚psychenet – Hamburger Netz psychischer Gesundheit‘ verankerte Teilprojekt ‚Gesundheitsnetz Depression‘ bildete den Rahmen für diese Untersuchung, indem die Hausärzte des Projekts als Stichprobe gewonnen wurden und eine verbindliche Fortbildung zu Beginn des Projekts evaluiert wurde. Die Datenerhebung erfolgte im Prä-Post-Design mit Hilfe von zwei im Rahmen der Dissertation entwickelten Fragebögen. Der Fortbildungsbedarf wurde anhand der Einschätzung des subjektiven Sicherheitsgefühls der Teilnehmer in verschiedenen Bereichen der leitliniengerechten Depressionsversor-gung vor Beginn und nach Absolvieren der Fortbildung, durch die Abfrage als fortbil-dungsrelevant eingeschätzter Themen und durch die Erhebung wahrgenommener Grün-de für Defizite in der Depressionsdiagnostik aus hausärztlicher Sicht untersucht. Zusätz-lich wurde die Fortbildung retrospektiv evaluiert.
In der Selbsteinschätzung zur Sicherheit hinsichtlich verschiedener depressionsspezifi-scher Bereiche fühlten sich Hausärzte der Studie vor der Fortbildung ziemlich sicher darin, Depressionen zu erkennen, aber eher nicht sicher darin, sie leitliniengerecht zu diagnostizieren. Auch in anderen depressionsspezifischen Bereichen wurden Unsicher-heiten berichtet. Als Begründungen für Defizite in der Diagnostik gaben die Hausärzte vor allem externe Faktoren wie Zeitmangel, Fokussierung somatischer Krankheiten und Stig-matisierung des Krankheitsbildes der Depression an, welches im Widerspruch zu Befun-den der Literatur zu Gründen für Versorgungsdefizite (unzureichende Anwendung von Diagnostikkriterien und Leitlinienumsetzung, mangelhafte Erkennungsrate) steht.
Zusammenfassend wird das Fortbildungskonzept in Inhalt und Durchführung „ziemlich“ positiv bewertet. Inhaltliche Stärken liegen in der Vermittlung von Screening- und Diag-nostikabläufen, Defizite in den Themen Psychopharmakotherapie, Umgang mit Suizidali-tät und Einschätzung von Behandlungsprognosen. Durch die Fortbildung erhöht sich die Einschätzung der hausärztlichen Sicherheit signifikant in nahezu allen Bereichen, am höchsten in den Bereichen leitliniengerechtes Screening und Diagnostik. Wenn sich Hausärzten eine Möglichkeit zur spezifischen Analyse ihre Unsicherheiten bietet, scheint sich die realistische Einschätzung ihrer Fortbildungsbedürfnisse zu verbessern.
Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis
The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation
counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings
are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that
only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into
account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed
Variations on the Author
“Variations on the Author” discusses two of Eduardo Coutinho’s recent films (Um Dia na Vida, from 2010, and Últimas Conversas, posthumously released in 2015) and their contribution to the general question of documentary authorship. The director’s filmography is characterized by a consistent yet self-effacing form of authorial self-inscription: Coutinho often features as an interviewer that rather than express opinions propels discourses; an interviewer that is good at listening. This mode of self-inscription characterizes him as an author who is not expressive but who is nonetheless markedly present on the screen. In Um Dia na Vida, however, Coutinho is completely absent form the image, while Últimas Conversas, on the contrary, includes a confessional prologue that moves the director from the margins to the center of his films. This article examines the ways in which these works stand out in the filmography of a director who offers new insights into the notion of cinematic authorship
Appropriate Similarity Measures for Author Cocitation Analysis
We provide a number of new insights into the methodological discussion about author cocitation analysis. We first argue that the use of the Pearson correlation for measuring the similarity between authors’ cocitation profiles is not very satisfactory. We then discuss what kind of similarity measures may be used as an alternative to the Pearson correlation. We consider three similarity measures in particular. One is the well-known cosine. The other two similarity measures have not been used before in the bibliometric literature. Finally, we show by means of an example that our findings have a high practical relevance.information science;Pearson correlation;cosine;similarity measure;author cocitation analysis
Identifying relapse prevention elements during psychological treatment of depression: Development of an observer-based rating instrument
BACKGROUND
Although observer-rated instruments assessing therapist's adherence to relapse-preventive treatments are available, they do not adequately cover specific relapse-preventive elements that focus on implementation of strategies after terminating treatment. This study describes the development of the KERI-D (Kodierbogen zur Erfassung Rückfallprophylaktischer Interventionen bei Depression/Coding System to Assess Interventions of Relapse Prevention in Depression). The KERI-D is a new observer-based rating tool for acute or continuation/maintenance-phase sessions and assesses relapse-prevention elements including implementation into patient's daily routines.
METHODS
The development of the KERI-D included iterative steps referring to theoretical, clinical and empirical sources. It consists of 19 content items within four categories (self-care, early warning signs, triggering events/situations, termination of therapy) and one global item. For empirical analyses, videotaped psychotherapy sessions of 36 psychotherapies were rated by three independent observers and analyzed for their psychometric properties.
RESULTS
Most items showed moderate to good inter-rater reliability (median ICC = .80) and retest reliability (median ICC = .93). Principal-axis factor analysis revealed three subscales, and first evidence of content validity was demonstrated. No associations with clinical follow-up data were found.
LIMITATIONS
Analysis was limited to a relatively small sample of selected psychotherapy sessions. Evaluation of predictive validity is a desirable next step to further examine applicability and scope of the instrument.
CONCLUSIONS
The KERI-D is the first observer-based rating instrument measuring specific relapse-prevention strategies in psychotherapy for depression. It may help to identify elements that prove effective in reducing relapse/recurrence in the long-term and thereby help to optimize effect duration of depression treatment
Dispelling the Myths Behind First-author Citation Counts
We conducted a full-scale evaluative citation analysis study of scholars in the XML research field to explore just how different from each other author rankings resulting from different citation counting methods actually are, and to demonstrate the capability of emerging data and tools on the Web in supporting more realistic citation counting methods. Our results contest some common arguments for the continued
use of first-author citation counts in the evaluation of scholars, such as high correlations between author rankings by first-author citation counts and other citation
counting methods, and high costs of using more realistic citation counting methods that are not well-supported by the ISI databases. It is argued that increasingly available digital full text research papers make it possible for citation analysis studies to go beyond what the ISI databases have directly supported and to employ more
sophisticated methods
Vergleich therapeutischer Prozessvariablen in psychoanalytisch und verhaltenstherapeutisch begründeten stationären Gruppenpsychotherapien
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