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Über das Schreiben sprechen: Peer-Lernen in akademischen Schreibgruppen
Die Autorin untersucht in ihrer Dissertation, inwieweit sich Studierende im Rahmen von Schreibgruppen beim Schreiben wissenschaftlicher Texte unterstützen können und ob dies eine sinnvolle Ergänzung zu anderen Formen der akademischen Schreibförderung darstellt. Basis der Analyse sind die Aufzeichnungen von fünf autonomen Schreibgruppengesprächen in einem Schreibzentrum der Technischen Hochschule Nürnberg. Die Transkriptionen der besprochenen Inhalte wurden mit einer strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz untersucht. Außerdem wurden die sprachlichen Handlungen einer funktional-pragmatischen Diskursanalyse unterzogen. Die Ergebnisse legen nahe, dass das Peer-Lernen in autonomen akademischen Schreibgruppen für Studierende hilfreich sein und andere Formen der Schreibförderung an Hochschulen sinnvoll ergänzen kann. Abschließend formuliert die Autorin Handlungsempfehlungen für Hochschulen
Über das Schreiben sprechen
Die Autorin untersucht in ihrer Dissertation, inwieweit sich Studierende im Rahmen von Schreibgruppen beim Schreiben wissenschaftlicher Texte unterstützen können und ob dies eine sinnvolle Ergänzung zu anderen Formen der akademischen Schreibförderung darstellt. Basis der Analyse sind die Aufzeichnungen von fünf autonomen Schreibgruppengesprächen in einem Schreibzentrum der Technischen Hochschule Nürnberg. Die Transkriptionen der besprochenen Inhalte wurden mit einer strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz untersucht. Außerdem wurden die sprachlichen Handlungen einer funktional-pragmatischen Diskursanalyse unterzogen. Die Ergebnisse legen nahe, dass das Peer-Lernen in autonomen akademischen Schreibgruppen für Studierende hilfreich sein und andere Formen der Schreibförderung an Hochschulen sinnvoll ergänzen kann. Abschließend formuliert die Autorin Handlungsempfehlungen für Hochschulen
Publikationsorientierte Schreibdidaktik: Zur Einführung
Zum Wesen des Schreibens gehört, dass es gleichzeitig reproduktiv und generativ ist. Schreibende berücksichtigen in ihrem Schaffensprozess Regelwissen wie Konventionen und Artikulationsformen. Zugleich erzeugen sie jedoch durch die praktische Interpretation der vorherrschenden Regeln einen individuellen Umgang mit der Regelhaftigkeit. Schreiben lässt sich daher nicht rezeptbuchartig operationalisieren und erlernen, vielmehr verlangen Schreibakte Improvisation, Intuition und Innovation, die nicht theoretisch angeeignet werden können, sondern erst im praktischen Tun, im praktischen Vollzug, spontan und ohne Absicht möglich werden. Von Schreibenden als Autor:innen wird nicht erwartet, dass sie vorhandene Texte zusammenfassen oder kopieren, sondern dass sie mithilfe ihres selbst verfassten Textes ihre eigenen Gedanken, ihre eigene Position zu Papier bringen und dies bestenfalls in nachvollziehbarer, begründeter Art und Weise. Eine publikationsorientierte Schreibdidaktik an Hochschulen kann wissenschaftliches, populärwissenschaftliches oder berufliches Schreiben befördern, indem eine anregende projektförmige Lernumgebung angeboten wird, in der sich Studierende nicht nur fachliches und literales Regelwissen aneignen können, sondern im Tun einen praktischen Sinn entwickeln, der einen individuellen Umgang mit der Regelhaftigkeit erlaubt
A Workshop to Help Students Integrate Sources into Their Writing
Inexperienced academic writers often have difficulty understanding and implementing academic intertextual practices, i.e. interpreting, extrapolating and integrating primary and secondary sources into their own texts. To address this need, we developed a workshop with learning stations. We identified five key difficulties students face and created seven exercises that address them. In the workshop, participants move from station to station, working on the exercises at their own pace by using pre-prepared materials at the stations. In this paper, we describe how we devised the workshop based on analysis of both the problem and the contexts in which the workshop has been carried out. Detailed descriptions for each exercise as well as a dramaturgy of the workshop are included; sample texts and handouts for each station can be found in the Appendix. Based on anecdotal participant feedback, we discuss advantages and disadvantages of the different exercises and of the workshop set-up. With the information provided, readers should be able to replicate this workshop and adapt the exercises to their own educational settings
Publikationsorientierte Vermittlung von Schreibkompetenzen
Ziel des Lehrforschungsprojektes „Publikationsorientierte Vermittlung von Schreibkompetenzen“ war es, Studierende anzuleiten, Interviewdaten qualitativ auszuwerten, die Ergebnisse in einem Fachartikel zu verschriftlichen und bei einer Fachzeitschrift einzureichen. Zehn Studierende des Bachelorstudienganges Soziale Arbeit nahmen an dem an der Fakultät Sozialwissenschaften angesiedelten Projekt teil. Sie bildeten fünf Schreibteams, die im Sommersemester 2020 an ihren eigenen Forschungsprojekten zu entkoppelten Jugendlichen und zu Wohnungslosigkeit arbeiteten. Die Studierenden wurden bei der Formulierung einer relevanten Forschungsfrage und der Datenauswertung sowie bei der Verschriftlichung der Ergebnisse begleitet. Zusätzlich unterstützt wurden sie u. a. durch Inputs zum wissenschaftlichen Schreiben, Schreibtutor*innen und einem externen Lektorat. Alle Aktivitäten erfolgten aufgrund der Corona-Pandemie online. Die Teilnehmer*innen werteten intensiv die Daten aus und berichteten über hohe Kompetenzgewinne im Bereich qualitativer Forschungsmethoden. Aufgrund des ambitionierten Zeitrahmens sowie pandemiebedingter Probleme gelang es nur einem Team, einen Fachartikel fertigzustellen. Für zukünftige derartige Projekte wäre ein Zeitrahmen von mindestens zwei Semestern sinnvoll, der allerdings mit momentanen Studien- und Prüfungsordnungen unvereinbar ist
Zwischen „mitmachen dürfen“ und Selbstermächtigung – hierarchiesensibel co-kreieren an Schreibzentrum und Hochschule
Dieser Beitrag kombiniert die Konzepte Co-Kreation und Hierarchiesensibilität, um zu zeigen, wie hierarchiesensible Praktiken in statusübergreifenden Teams an Hochschulen zu positiven Arbeits- und Lernerfahrungen für Studierende führen, während zugleich die Hochschulentwicklung von der studentischen Mitarbeit stark profitiert. Wir greifen dafür auf unsere eigene Arbeitsumgebung zurück, die Entwicklung eines Online Writing Labs. Dabei hinterfragt der Beitrag die Annahme, dass Hierarchien in typischerweise streng hierarchisch geprägten hochschulischen Kontexten aufgelöst werden können. Stattdessen regen wir eine hierarchiesensible Haltung der Beteiligten an. Illustriert werden unsere Überlegungen mit den Ergebnissen einer Befragung zweier studentischer Mitarbeiterinnen, die wir qualitativ-explorativ auswerteten. Die Auswertung lässt die Schlussfolgerung zu, dass Third-Space-Mitarbeitende genauso wie Studierende an der Konstruktion und der Dekonstruktion von Hierarchien aktiv beteiligt sind. Es braucht gleichermaßen Mitarbeitende, die Hierarchien hinterfragen, wie Studierende, die sich ihrer Macht bewusst sind. Der Beitrag endet mit Reflexionsfragen für Teams, die co-kreativ und hierarchiesensibel arbeiten möchten
Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis
The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation
counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings
are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that
only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into
account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed
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