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Matched Pairs Analyse laparoskopische versus robotisch assistierte Proktokolektomien bei Polyposis Patienten (FAP, aFAP und MAP)
Polyposis-Syndrome wie die FAP, aFAP und MAP sind vererbbare Erkrankungen, welche durch das Auftreten von multiplen Polypen gekennzeichnet sind und bereits bei jungen Patienten zur Ausprägung eines KRK führen können. Als kurative Behandlungsmethode dieser Erkrankung gilt die restaurative Proktokolektomie mit Ileum-Pouch-analer Anastomose (IPAA), welche bis vor kurzem mittels laparoskopischer Operation standardmäßig durchgeführt wurde. Dank technischer Innovationen und stetiger Fortschritte in diesem Gebiet gewinnt die robotische Chirurgie, beispielsweise mittels des Da Vinci ® Xi System, zunehmend an Akzeptanz. Bereits mehrere Studien bei anderen Indikationen weisen auf die Vorteile der robotischen Chirurgie hin und zeigen, dass dieser Ansatz eine realistische Alternative zu der laparoskopischen Methode darstellt. Dennoch ist der Stellenwert der robotischen Chirurgie gegenüber der laparoskopischen Methode, hinsichtlich Vor- oder Nachteile, noch nicht ausreichend erforscht.
Ziel dieser Analyse war es, den gegenwärtigen Forschungsstand durch neue Erkenntnisse zu erweitern sowie die Vor- und Nachteile für die Patienten bezüglich dieser neuen Operationstechnik zu untersuchen. Hierfür haben wir die robotische Proktokolektomie bei Polyposis-Patienten mit der laparoskopischen Methode hinsichtlich verschiedener Outcome-Parameter verglichen. Dazu zählte unter anderem die Operationsdauer (SNt), der Blutverlust, die Krankenhausverweildauer auf der Normal- und Überwachungsstation, die Komplikationsrate in Form der Clavien-Dindo- Klassifikation sowie die Konversionsrate. Es wurden insgesamt 43 Polyposis-Patienten retrospektiv untersucht, die sich im Zeitraum von 07.2010 bis 05.2021 an der Uniklinik Bonn haben operieren lassen. 29 Patienten dieser Stichprobe wurden mittels laparoskopischer Proktokolektomie und 14 Patienten mittels robotischer Proktokolektomie behandelt.
Dabei zeigten sich statistisch signifikante Unterschiede bezüglich des Blutverlustes, der SNt, der gesamten Krankenhausverweildauer sowie der Verweildauer auf der Normalstation. Als Vorteile der robotischen Proktokolektomie ergaben sich dabei ein geringerer Blutverlust und eine geringere Krankenhausverweildauer (im Gesamten und auf Normalstation). Ein Nachteil der robotischen Methode war demgegenüber eine längere SNt. Hinsichtlich der Krankenhausverweildauer auf einer Überwachungsstation (ICU/IMC), der postoperativen Komplikationen sowie der Anzahl an Konversionen zeigten sich keine Unterschiede zwischen den beiden Operationsmethoden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sie robotische Proktokolektomie sicher durchführbar ist und eine vielversprechende Alternative im Vergleich zu der laparaskopischen Proktokolektomie darstellt. Insbesondere im Punkt Patientensicherheit ist die robotische Alternative der laparoskopischen Methode keinesfalls unterlegen. Allerdings gibt es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genug Evidenz im Bereich robotischer Proktokolektomie, um eine allgemeine Empfehlung auszusprechen.
Da die robotische Proktokolektomie eine konkurrenzfähige Behandlungsalternative im Vergleich zu der laparoskopischen Methode darstellt, sind Erkenntnisse von in Zukunft folgenden Untersuchungen auf diesem Gebiet notwendig, um den potentiellen Nutzen dieser Methode noch weiter zu konkretisieren
Chromoendoskopie versus konventionelle Endoskopie bei Patienten mit Polyposis-Erkrankungen (ChroPol I): Oberer Gastrointestinaltrakt
Die familiäre adenomatöse Polyposis (FAP) manifestiert sich typischerweise ab dem frühen Jugendalter, wobei ca. 95 % der Patienten unbehandelt ein kolorektales Karzinom (KRK) im 50. Lebensjahr entwickeln. Eine rechtzeitige Durchführung einer Proktokolektomie ist insgesamt entscheidend, um das hohe Risiko für die Entstehung eines kolorektalen Karzinoms zu vermindern. Die häufigste Manifestation außerhalb des Kolons stellen bei FAP-Patienten Polypen des oberen Gastrointestinaltrakts dar. Diese befinden sich im Bereich des Duodenums und der periampullären Region, sowie im Magen (v.a. im Antrum). Malignome des oberen Gastrointestinaltrakts stellen die häufigste Todesursache bei Patienten mit einer FAP nach erfolgter Kolektomie dar. Circa 4 bis 12 % der FAP-Patienten entwickeln ein Duodenalkarzinom. Aufgrund dieses erheblich erhöhten Risikos ist auch nach erfolgter Kolektomie für Patienten mit einer FAP die Teilnahme an regelmäßigen endoskopischen Vorsorgeuntersuchungen essentiell.
Die Anzahl und Größe der duodenalen Adenome ist nach generellem Konsens entscheidend für die Prognoseabschätzung und damit auch für die Festlegung von Vorsorgeintervallen und Therapieoptionen. Insbesondere der stetigen Weiterentwicklung der endoskopischen Diagnostik, sowie der stetigen Verbesserung der aktuellen Vorsorgeempfehlungen kommt angesichts der eingeschränkten Lebenserwartung der FAP-Patienten gegenüber der Gesamtbevölkerung auch nach erfolgter Kolektomie eine essentielle Bedeutung zu.
Ziel der Arbeit ist, nachzuweisen, dass sich mittels der Methodik der Chromoendoskopie mit Indigocarmin 0,4% eine signifikant höhere Anzahl an Adenomen im Bereich des oberen Gastrointestinaltrakts (Antrum und Duodenum) bei Patienten mit einer FAP bzw. MAP detektieren lässt, als durch die standardmäßige Weißlicht-Endoskopie.
Es handelt sich um eine prospektive, monozentrische, kontrollierte, nicht randomisierte Studie. Der endoskopische Untersucher war jeweils gegenüber allen Ergebnissen der vorherigen Endoskopie verblindet. Einschlusskriterium war bei allen Patienten die Notwendigkeit einer diagnostischen ÖGD. Bei allen 50 Patienten lag je eine nachgewiesene APC-Genmutation vor. Bei dem Prüfpräparat handelt es sich um den Wirkstoff Indigocarmin (Indigocarminum utnatrii indigotinodisulfonas), welches als eine Art kontrastgebender und nicht resorbierbarer Farbstoff topisch durch einen Spray-Katheter, der nach Vorschub durch das Ende des Endoskops austritt, im Gastrointestinaltrakt appliziert wird.
Ein Anstieg in der Anzahl an detektierten Adenomen unter Anwendung der Chromoendoskopie konnte für alle duodenalen Abschnitte (D1- D3) gezeigt werden. Statistische Signifikanz für den Unterschied der Adenomanzahlen durch die beiden Untersuchungsmodalitäten lag für D1 und D2 vor. Die Anwendung der Chromoendoskopie führte zu einem statistisch signifikanten mittleren Anstieg auf der Spiegelman-Skala (für duodenale Polyposis) von Spigelman-Stadium II auf Stadium III. Insgesamt lag ein höheres Spigelman-Stadium bei 16 der 50 Patienten (32%) vor. Im Antrum des Magens wurden signifikant mehr Adenome durch Chromoendoskopie entdeckt (mittlere Anzahl von 0 Adenomen vor Markierung und 0,5 Adenomen nach Markierung mit Indigokarmin 0,4%); p-Wert: 0,0025. Bei 21 Patienten (42%) wurden zusätzliche gastrale Adenome festgestellt mit einer mittleren Anzahl von 1 Adenom, das zuvor nicht entdeckt worden war. Zudem zeigte sich ein Trend zu größeren Adenomen im Magenbereich unter Chromoendoskopie.
Zusammengefasst handelt es sich um die derzeit größte Studie mit an FAP erkrankten Patienten mit nachgewiesener APC-Mutation, die belegt, dass die Chromoendoskopie zur Feststellung einer signifikant höheren Adenomanzahl im untersuchten Bereich des oberen GI-Trakts inklusive des Antrums und zu einer Höherklassifizierung in klinisch gebräuchlichen Klassifikationssystemen (Spigelman-Stadium) führt. Der Einsatz der Chromoendoskopie als Teil der regulären Vorsorgeprogramme für FAP-Patienten sollte definitiv erwogen werden, um für diese Hochrisikogruppe hinsichtlich der Entwicklung von gastrointestinalen Malignomen eine bestmögliche Überwachung und effiziente Krebsprophylaxe zu ermöglichen
Die Rolle des P2Y12-Rezeptors in adipozytärem Gewebe
In dieser Studie konnte gezeigt werden, dass der P2Y12-Rezeptor sowohl in ausdifferenzierten murinen als auch in humanen braunen und weißen Adipozyten exprimiert wird. Die Expression ließ sich sowohl durch Ernährung als auch durch die Umgebungstemperatur verändern. Bei Aktivierung durch 2MeA, vor allem in Zusammenspiel mit noradrenerger Stimulation, wurde die Lipolyserate sowohl in vitro als auch ex vivo signifikant vermindert. Diese Daten indizieren eine neuartige Rolle von P2Y12 in der Regulation der Lipolyse in Fettgewebe. Hervorzuheben ist, dass die hier präsentierten Daten indizieren, dass P2Y12 eine potenziell entscheidende Rolle in der Pathogenese der Adipositas darstellt, indem die Lipolyse bereits unter basalen Bedingungen supprimiert wird. Gerade die partielle Deletion des Rezeptors mit einer hierdurch deutlich gesteigerten basalen Lipolyse sowie einer vermehrten UCP-1 Expression in braunen Adipozyten lässt P2Y12 als ein mögliches, noch nicht erforschtes Ziel der pharmakologischen Behandlung der Adipositas erscheinen. Hierfür stehen zurzeit hauptsächlich die Verminderung der Kalorienzufuhr, verschiedene Diäten und intensivierter Sport im Vordergrund. Medikamentöse Ansätze sind zurzeit vor allem ergänzende Ansätze, um den Gewichtsverlust zu unterstützen. Durch Entdeckung des braunen Fettgewebes und induzierbaren weißen Fettzellen zur Bildung von beigen Adipozyten entstehen verschiedene neue pharmakologische Ziele, um die Differenzierung hin zu deutlich stoffwechselaktiveren braunen Adipozyten zu fördern. Intrazelluläre cAMP-Konzentrationen stellen hierbei einen zentralen Angriffspunkt dar. P2Y12 greift als Gi-gekoppelter Rezeptor in diesen Mechanismus ein.
In der Therapie kardiovaskulärer Erkrankungen besitzen P2Y12-Inhibitoren bereits einen hohen Stellenwert. Für den Einsatz zur Adipositas-Therapie sind diese Wirkstoffe noch nicht zugelassen und müssten in ihrer chemischen Struktur bzw. Zusammensetzung derart verändert werden, dass die Thrombozytenaggregation nicht beeinflusst wird, um Komplikationen in Form von Blutungen zu vermeiden. Zur weiteren Erforschung des P2Y12-Rezeptors ist eine adipozytenspezfische Deletion des P2Y12-Rezeptors notwendig, um etwaige extraadipozytäre Einflüsse differenzieren zu können.
Gerade jedoch die Tatsache, dass P2Y12 bereits ein pharmakologisches Ziel darstellt, lässt hoffen, dass in Zukunft weitere Wirkstoffe entwickelt werden können, um die gezielte medikamentöse Therapie neben der Kalorienreduktion und Diäten als einen Hauptbestandteil der Adipositas-Behandlung zu etablieren
Evaluation der Umsetzung eines modernen perioperativen Behandlungskonzepts (FTK) der kolorektalen Chirurgie in deutschsprachigen Krankenhäusern
Das Fast-Track-Konzept bezweckt durch interdisziplinäres, multimodales und interprofessionelles Vorgehen eine Minimalisierung des Operationstraumas und dessen Auswirkungen auf den Körper und dadurch die schnellst- und bestmögliche Erholung. Die Vorteile dieses Vorgehens sind gerade in der kolorektalen Chirurgie evident und vielfach nachgewiesen worden (Schwenk and Krasniuk, 2022; Schwenk et al., 2022; Van Beekum et al., 2020). Dennoch wird das Konzept im deutschsprachigen Raum kaum konsequent umgesetzt, was die Daten der vorliegenden Arbeit bestätigen.
Über die E-Mail-Verteiler der DGAV, der DGK und der OEGCH wurde ein Erhebungsbogen mit 21 Fragen an die ca. 8700 Mitglieder verschickt, in dem im wesentlichen strukturelle Voraussetzungen zur Umsetzung und das Ausmaß der Umsetzung relevanter Einzelmaßnahmen abgefragt wurden.
Der Rücklauf betrug zwar weniger als 5 %, dennoch verdeutlicht die Auswertung klar die sehr geringe Verbreitung der Methode und die hauptsächlichen Schwachpunkte bei der Umsetzung.
Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Anwendung des Konzepts in erster Linie an strukturellen Problemen scheitert. So geben zwar 2/3 der Studienteilnehmer an, ein FTK und auch ein spezielles Team zur Umsetzung vorzuhalten, bei genauer Betrachtung sind die Teams aber in weniger als 20 % so aufgestellt, dass FTK überhaupt umsetzbar ist.
Inhaltlich beginnen die Defizite mit einer mangelnden präoperativen Informationspolitik. Ein weiterer wesentlicher Schwachpunkt ist die intra- und postoperative Analgesie. Es wird zwar vielerorts überwiegend minimalinvasiv operiert, aber bei vielen dieser Patienten*innen überflüssigerweise ein Peridural- bzw. Epiduralkatheter (PDK) eingelegt und zu oft mit Opiaten gearbeitet, periphere Nervenblockaden werden dagegen viel zu selten eingesetzt. Hier zeigt sich besonders, wie wichtig die Zusammenarbeit mit der Anästhesie und ein kollegiales Miteinander sind.
Liberale präoperative Nüchternheitsgrenzen und der postoperative Kostaufbau werden schon relativ konzeptkonform umgesetzt, aber auch hier gibt es noch Verbesserungspotential. Während der Umgang mit Urinkathetern weitgehend in Ordnung ist, werden Magensonden, Drainagen und zentralvenöse Katheter viel zu häufig angelegt und überwiegend zu spät entfernt.
Bei konsequenter Umsetzung der FTK-Maßnahmen könnte die durchschnittliche postoperative Verweildauer von jetzt real 10 bis 12 Tagen um die Hälfte auf 5 bis 6 Tage reduziert werden (Koch et al. (2022)). Auch das Ausmaß der postoperativen intensivmedizinischen Überwachung sollte (deutlich) reduziert werden. Die dadurch eingesparten Kosten könnten zur Finanzierung struktureller Verbesserungen, insbesondere der Komplettierung und Schulung von Fast-Track-Teams genutzt werden. Allerdings sollte auch berücksichtigt werden, dass eine gewisse Fallzahl nötig ist, um FTK umzusetzen. Deshalb ist auch unter diesem Aspekt die Frage nach der Konzentrierung der kolorektalen Chirurgie auf schlagkräftige Zentren zu stellen.
Die Erstellung einer Leitlinie zum perioperativen Management in der kolorektalen Chirurgie ist ein wichtiger Baustein zur flächendeckenden Einführung von FTK
Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis
The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation
counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings
are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that
only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into
account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed
Dosimetrischer Vergleich von Ganzkörperbestrahlung und gezielter Knochenmarkbestrahlung mit der helikalen Tomotherapie vor einer Stammzelltransplantation
Patienten mit malignen hämatologischen Erkrankungen, bei denen eine hämatopoetische Stammzelltransplantation als Therapie durchgeführt werden soll, erhalten in der Konditionierungsphase eine Kombination aus Chemotherapie und Bestrahlung. Die Bestrahlung wird häufig mit der intensitätsmodulierten, bildgesteuerten helikalen Tomotherapie (TomoTherapy®, Accuray, WI, USA) durchgeführt. Üblicherweise wird dabei eine Ganzkörperbestrahlung nach dem Total Body Irradiation-Konzept (TBI) durchgeführt. Eine alternative Bestrahlungsmethode stellt das Total Marrow Irradiation-Konzept (TMI) dar, bei dem gezielt nur das Skelett einschließlich des hämatopoetischen Knochenmarks bestrahlt wird.
In dieser Forschungsarbeit wurde statistisch untersucht, ob bei den gleichen Patienten, die zuvor nach dem TBI-Konzept bestrahlt wurden, durch eine theoretische TMI-Planung eine Dosisreduktion in den zu schonenden Organen unter Beibehaltung der verschriebenen Dosis im Zielvolumen Skelett möglich ist und welchen Einfluss dies auf die Bestrahlungszeit hat. Zusätzlich wurde die Homogenität im Zielvolumen Skelett untersucht.
Für 35 Patienten, die am Universitätsklinikum Bonn bereits nach dem TBI-Konzept mit der helikalen Tomotherapie bestrahlt wurden, wurden in dieser Arbeit neue theoretische TMI-Bestrahlungspläne erstellt. Die berechneten Dosen und Bestrahlungszeiten dieser Pläne wurden mit denen der TBI-Pläne verglichen und statistisch ausgewertet.
Es konnte gezeigt werden, dass der Einsatz von TMI anstelle von TBI in der Konditionierungsphase vor einer hämatopoetischen Stammzelltransplantation zu einer signifikanten Dosisreduktion in den zu schonenden Organen (Lungen, Nieren, Leber, Milz, Body) führt. Gleichzeitig konnte die verschriebene Dosis im Zielvolumen Skelett erreicht werden. Der Homogenitätsindex im Zielvolumen zeigt eine homogene Dosisverteilung und auch die Bestrahlungszeit entspricht ungefähr der Bestrahlungszeit des TBI-Konzeptes.
Zusammenfassend sprechen die Ergebnisse dieser Arbeit dafür, dass TMI eine gute Alternative zum TBI-Konzept in der Konditionierungsphase vor einer Stammzelltransplantation darstellt
Variations on the Author
“Variations on the Author” discusses two of Eduardo Coutinho’s recent films (Um Dia na Vida, from 2010, and Últimas Conversas, posthumously released in 2015) and their contribution to the general question of documentary authorship. The director’s filmography is characterized by a consistent yet self-effacing form of authorial self-inscription: Coutinho often features as an interviewer that rather than express opinions propels discourses; an interviewer that is good at listening. This mode of self-inscription characterizes him as an author who is not expressive but who is nonetheless markedly present on the screen. In Um Dia na Vida, however, Coutinho is completely absent form the image, while Últimas Conversas, on the contrary, includes a confessional prologue that moves the director from the margins to the center of his films. This article examines the ways in which these works stand out in the filmography of a director who offers new insights into the notion of cinematic authorship
Die Rolle der Ösophagogastroduodenoskopie für die Vorsorge von Magen- und Duodenalkarzinomen bei Patienten mit Lynch Syndrom
Das Lynch-Syndrom ist ein erbliches Tumorsyndrom mit autosomal-dominanten Erbgang. Charakteristisch ist das erhöhte Lebenszeitrisiko für ein kolorektales Karzinom sowie weitere extrakolonische Tumore wie Endometrium-, Magen-, Dünndarm und andere Karzinome. Ursächlich für das Lynch-Syndrom ist eine pathogene Sequenzvariante in einem der bisher bekannten DNA-Mismatch-Reparaturgenen MLH1, MSH2, MSH6 und PMS2. Weiterhin können Deletionen in dem vor dem MSH2-Gen gelegenen EPCAM-Gen das Lynch Syndrom verursachen. In Deutschland wird von aktuell etwa 300.000 Trägern mit einer pathogenen Variante in einem DNA-Reparaturgen ausgegangen.
Das Ziel dieser Arbeit war es, die benignen und pathologischen Befunde der Vorsorge/Früherkennung des oberen Gastrointestinaltrakts bei Lynch-Syndrom Patienten zu dokumentieren. Hierzu wurden Daten von 113 Patienten mit der molekulargenetisch gesicherten Diagnose Lynch-Syndrom in der Ambulanz für erbliche Tumorerkrankungen der Medizinischen Klinik und Poliklinik I des Universitätsklinikum Bonn prospektiv ausgewertet.
Die endoskopischen Befunde des oberen Gastrointestinaltrakts des Studienkollektivs lieferten eine Bestätigung der bisherigen Studien, dass vor allem die pathogene Variante MLH1- und MSH2-Gen bei Patienten mit Karzinomen im oberen Gastrointestinaltrakt auftreten. Es wurden zwei Magenkarzinome, zwei Duodenalkarzinome, vier Duodenaladenome und vier Magenadenome detektiert. Alle Adenom- und Karzinompatienten wiesen die pathogene Variante MLH1- und MSH2-Gen auf. Des Weiteren zeigten sich folgende pathologische Auffälligkeiten in unserem Patientenkollektiv ausgeprägter als in der bisherigen Literatur: Gastritiden, intestinale Metaplasie, Helicobacter Pylorie-Besiedlung und Barrett-Ösophagus.
Es bedarf weiterer prospektiver Studien an größeren Patientenkollektiven, um risikostratifiziertere Früherkennungsstrategien zu ermitteln, die es ermöglicht, Magen- und Duodenalkarzinome zu detektieren
Der mechanische Ileus : Retrospektiver Vergleich der Morbidität und Mortalität zwischen geriatrischen und nicht-geriatrischen Patienten
Bei der vorliegenden Dissertation handelt es sich um eine retrospektive Analyse von zwei Kohorten, die aufgrund eines mechanischen Ileus operativ versorgt wurden und die aufgrund des Alters in geriatrische Patienten (Alter ab 75 Jahren) und nicht-geriatrische Patienten (Alter 40 - 74 Jahre) eingeteilt wurden. Hierbei sollte insbesondere ein Vergleich der Mortalität zwischen den beiden Gruppen erfolgen. Außerdem wurde die Morbidität in Abhängigkeit vom Alter analysiert und es erfolgte eine weiterführende Analyse der geriatrischen Patienten. Es wurden alle Patienten, die im Universitätsklinikum Bonn zwischen 2009 und 2019 aufgrund eines mechanischen Ileus operativ versorgt wurden und den entsprechenden Altersgruppen angehörten, in die Analyse mit einbezogen. Es konnten in diesem Zeitraum 224 nicht-geriatrische und 88 geriatrische Patienten ermittelt werden.
Es stellte sich heraus, dass die geriatrischen Patienten eine höhere Mortalität, Komplikationsrate und Liegezeit als die nicht-geriatrischen Patienten aufwiesen. Es zeigten sich keine Unterschiede bei der Rate an Re-Operationen, Darmresektionen und Stomaanlagen. Die Triage-Schnitt-Zeit unterschied sich nur bei Patienten, die an einem Dünndarmileus litten, und war hier bei den geriatrischen Patienten kürzer.
Die Analysen unterstützen Daten aus der Literatur, die das Alter als Risikofaktor bei notfallmäßig durchgeführten Operationen bei Patienten mit mechanischem Ileus werten. Insbesondere zeigen die Daten, dass auch bei geriatrischen Patienten mit einem Alter über 75 Jahren eine initial beobachtende und supportive Strategie vor einer operativen Versorgung gerechtfertigt ist, da das Outcome der Patienten eher abhängig von Vorerkrankungen, Alter und Typ des mechanischen Ileus zu sein scheint als von der Triage-Schnitt-Zeit. Die Zeit von Symptombeginn bis Einweisung ins Krankenhaus könnte für Patienten mit mechanischem Ileus entscheidender sein als die Zeit von Triage bis Schnitt und dürfte ein interessantes Untersuchungsziel für zukünftige, prospektive Studien sein.
Die weiterführende Analyse der geriatrischen Patienten zeigt, dass insbesondere kardial vorerkrankte Patienten präoperativ optimal eingestellt werden sollten, um längere Liegezeiten auf der Intensivstation und höhere Komplikationsraten zu verhindern. Geriatrische Patienten ab 75 Jahren, die an einem Dickdarmileus litten, wiesen eine erhöhte 30-Tage-Mortalität auf und sind somit eine Patientengruppe von besonderem Interesse. Es dürfte sinnvoll sein, diese Patienten bereits in der Notaufnahme als Hochrisikopatienten zu identifizieren, um schnellstmöglich eine adäquate Therapie zu gewährleisten
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