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Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis
The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation
counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings
are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that
only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into
account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed
Operative Versorgung bei Spondylodiszitis mittels einzeitiger dorsaler Instrumentierung, Bandscheiben Débridement und intervertebraler Titan-Cage-Interposition
Einleitung: Das Ziel dieser Studie ist der Vergleich klinischer und radiologischer Ergebnisse einer operativen Versorgung mittels einzeitiger dorsaler Instrumentierung, Bandscheiben Débridement und intervertebraler Titan-Cage-Interposition bei Patienten mit Spondylodisztis gegenüber Patienten mit degenerativer lumbaler Wirbelsäule.
Methode: Bei 35 Patienten mit Spondylodiszitis wurden eine dorsale Instrumentierung, ein Bandscheiben Débridement und eine intervertebrale Titan-Cage-Interposition durchgeführt. Bei einer minimalen Follow-up Dauer von einem Jahr erfolgten klinisch-funktionelle und radiologische Verlaufskontrollen. Mittels CT-Untersuchung wurden knöcherne Fusionsraten evaluiert. Eine gematchte Patientenserie, bei der eine 360°-Fusion bei degenerativer lumbaler Wirbelsäule erfolgte, diente als Kontrollgruppe.
Ergebnisse: Achtundzwanzig Patienten wurden insgesamt zur Auswertung einbezogen. Es zeigte sich eine Verbesserung des postoperativen VAS um 70mm im Mittel im Vergleich zum präoperativen. Auch die funktionelle Beeinträchtigung zeigte sich reduziert im Oswestry Disability Index (Mittelwerte: 61% präoperativ, 15% postoperativ) und im Roland Morris Disability Questionnaire (Mittelwerte: 15 Punkte präoperativ, 5 Punkte postoperativ). Die Lebensqualität im SF-12 zeigte sich postoperativ verbessert. Die Veränderungen waren vergleichbar mit den Ergebnissen der Kontrollgruppe. In beiden Gruppen bewertete eine ähnlich hohe Zahl von Patienten (85,7 % bei Spondylodisztis, 86,8 % Kontrollgruppe) das Ergebnis der Operation als "gut" oder "exzellent". Eine knöcherne Fusion zeigte sich bei 87,5% der Patienten mit operierter Spondylodiszitis.
Schlussfolgerung: Diese nicht verblindete prospektive klinische Beobachtungsstudie zeigte, dass eine operative Versorgung mittels einzeitiger dorsaler Instrumentierung, Bandscheiben Débridement und intervertebraler Titan-Cage-Interposition die Schmerzen wirksam lindern kann, was zu guten klinischen und funktionellen Ergebnissen und einer hohen Zufriedenheitsrate führt, die vergleichbar ist mit den Ergebnissen der gleichen Technik für die Behandlung von degenerativen Bandscheibenerkrankungen.
Aus den Ergebnissen lässt sich folgern, dass die Versorgung mittels einzeitiger dorsaler Instrumentierung, Bandscheiben Débridement und intervertebraler Titan-Cage-Interposition eine sichere Methode darstellt, eine effektive Schmerzreduktion liefert und eine hohe Fusionsrate bei Patienten mit Spondylodiszitis zeigt. Die postoperativen Ergebnisse hinsichtlich klinisch-funktioneller Gesichtspunkte und subjektiver Zufriedenheit zeigen ähnlich gute Ergebnisse wie bei Patienten mit degenerativer lumbaler Wirbelsäule
Beobachtung des Spontanverlaufs traumatischer Trommelfellperforationen
Obwohl die traumatische Trommelfellperforation im HNO-ärztlichen Alltag ein häufig gesehenes Krankheitsbild ist, fehlt derzeit ein einheitliches therapeutisches Vorgehen. Ziel dieser Arbeit war die Auswertung des spontanen Heilungsverlaufs.
Die Daten eines Kollektivs von 272 Patienten aus zwei HNO-Praxen wurden hierzu retrospektiv im Hinblick auf Altersverteilung, Seitenangabe, Ursachen, Geschlecht, Größe der Perforation und den spontanen Heilungsverlauf ausgewertet und mit Ergebnissen aus internationalen Studien in Zusammenhang gestellt.
Häufigste Ursachen der Trommelfellperforationen bei dem hier untersuchten Kollektiv waren Schlag auf das Ohr, Perforationsverletzung mit dem Watteträger und das Barotrauma. Das durchschnittliche Alter betrug 30 Jahre. Signifikante Seitenunterschiede ergaben sich beim Schlag auf das Ohr, bei dem die linke Seite häufiger betroffen war sowie bei der Verletzung mit dem Watteträger, die überwiegend rechtsseitig auftrat. Die Trommelfelldefekte lagen am häufigsten im vorderen oberen und hinteren unteren Quadranten und ließen sich bei 97 % der untersuchten Patienten der Perforationsgröße Grad I zuordnen. Schmerzen und Hörminderung wurden als häufigste Symptome festgestellt. Diese Beobachtungen entsprechen denen aus internationalen Studien.
Die Untersuchung ergab eine Spontanheilungsrate von 95 %. Dies rechtfertigt ein konservatives, abwartendes Vorgehen, wie es auch in internationalen Studien als Therapie empfohlen wird. Voraussetzung für den Therapieerfolg sind regelmäßige HNO-ärztliche Kontrolluntersuchungen, ebenso wie die Compliance der Patienten, die durch entsprechende Aufklärung über Verhaltensmaßnahmen und Heilungsverlauf erreicht werden kann.
Eine interventionelle oder operative Therapie, die mit eingriffstypischen Risiken verbunden ist, sollte daher erst bei fehlender Heilung nach mehr als 3 Monaten, chronischen Trommelfelldefekten oder der Entstehung eines Cholesteatoms in Erwägung gezogen werden. Dies gilt auch für die Therapie von Explosionstraumata, welche aktuell in Deutschland allerdings nur sehr selten vorkommen.
Interventionelle Verfahren könnten zukünftig durch Fortschritte im Tissue Engineering neue Perspektiven eröffnen
Untersuchungen zur Pharmakokinetik und Pharmakodynamik von Propofol bei Wachkraniotomien
Dem Anästhesisten obliegt während einer Wachkraniotomie die Aufgabe, für eine ausreichende Narkose und Analgesie des Patienten zu Operationsbeginn und -ende zu sorgen, gleichzeitig muss er allerdings sicherstellen, dass der Patient für die Wachphasen zügig das Bewusstsein wiedererlangt und rasch in der Lage ist, an den neuropsychologischen Tests teilzunehmen. Um diesen Balanceakt zu bewältigen, benötigt der Anästhesist genaue Kenntnisse über die pharmakologischen Eigenschaften der von ihm verwendeten Präparate. Im Laufe der Jahre wurden verschiedene pk/pd-Modelle erstellt, anhand derer die Konzentrationen von Propofol sowohl im Plasma als auch im Effektkompartiment berechnet werden können. Oft weichen die mithilfe dieser Parametersätze kalkulierten Werte jedoch deutlich voneinander ab. Im ersten Teil der vorliegenden Arbeit wurde anhand zweier häufig zitierter Modelle die Propofolplasmakonzentrationen während einer Wachkraniotomie berechnet und mit den tatsächlich im Patientenplasma gemessenen Konzentrationen verglichen. Dabei wiesen die nach Schnider et al. (1998) berechneten Plasmakonzentrationen eine signifikant höhere Korrelation mit den gemessenen Konzentrationen auf als die nach Marsh et al. (1991) kalkulierten Werte (MDAPEMarsh = 28,9 ± 12,0 %, MDAPESchnider = 21,5 ± 7,7 %, p = 0,05; σPE Marsh =40,8 ± 11,0%, σPE Schnider = 21,9 ± 6,7%, p Auffällig bei dem Vergleich der beiden Modelle war die hohe interindividuelle Variabilität, mit der die berechneten Konzentrationen mit den gemessenen übereinstimmten. Während bei den meisten Patienten eine akzeptable Übereinstimmung der Werte gezeigt werden konnte, gab es einige Patienten, bei denen die gemessenen Werte deutlich geringer oder höher ausfielen, als die Modelle prognostiziert hatten. Der zweite Teil dieser Studie beschäftigte sich mit der Fragestellung, ob die Effektkompartimentkonzentrationen, welche nach den beiden ursprünglich publizierten Modellen berechnet wurden, in ausreichendem Maße mit dem BIS-Wert in Beziehung stehen, und man den BIS-Wert somit als validen Indikator für eine ausreichende Narkosetiefe bei der Verwendung von TCI-Pumpen für Propofol verwenden kann. Ferner wurde eine mögliche Verbesserung dieses Zusammenhanges durch eine individuelle Anpassung der Modelle an den einzelnen Patienten untersucht. Diese Arbeit konnte zwischen allen Modellen und dem BIS-Wert eine ausreichende Korrelation, gemessen als Vorhersagewahrscheinlichkeit PK, nachweisen, wobei die individuell angepassten Modelle etwas bessere Werte erzielten als die ursprünglich publizierten Parametersätze. Der engste Zusammenhang bestand zwischen den individuell angepassten Modellen basierend auf Schnider et al. (1998, 1999) und der Narkosetiefe (PK Marsh = 0,798 ± 0,056, PK Marsh fit = 0,799 ± 0,056, PK Schnider = 0,787 ± 0,055, PK Schnider fit = 0,807 ± 0,056, PK Schnider tpeak = 0,794 ± 0,048). Die Bestimmung eines an den jeweiligen Patienten angepassten Modells sprengt momentan den Rahmen des klinischen Alltages, daher muss vorerst weiter auf die standardisierten Parametersätze zurückgegriffen werden. Da es hierbei aufgrund individueller Unterschiede zu einer eingeschränkten Eignung des Modells für den einzelnen Patienten kommen kann, empfiehlt sich bei einer TIVA die Überwachung der Narkosetiefe mittels EEG-basierter Indizes
Image and Diagnosis Quality of X-Ray Image Transmission via Cell Phone Camera : A Project Study Evaluating Quality and Reliability
Introduction: Developments in telemedicine have not produced any relevant benefits for orthopedics and trauma surgery to date. For the present project study, several parameters were examined during assessment of x-ray images, which had been photographed and transmitted via cell phone. Materials and Methods: A total of 100 x-ray images of various body regions were photographed with a Nokia cell phone and transmitted via email or MMS. Next, the transmitted photographs were reviewed on a laptop computer by five medical specialists and assessed regarding quality and diagnosis. Results: Due to their poor quality, the transmitted MMS images could not be evaluated and this path of transmission was therefore excluded. Mean size of transmitted x-ray email images was 394kB (range:265- 59OkB,SD ± 59), average transmission time was 3.29 min ± 8 (CI 95%: 1.7-4.9). Applying a score from 1- 10 (very poor - excellent) mean image quality was 5.8. In 83.2 ± 4% (mean value ± SD) of cases (median 82; 80-89%), there was agreement between final diagnosis and assessment by the five medical experts who had received the images. However, there was a markedly low concurrence ratio in the thoracic area and in pediatric injuries. Discussion: While the rate of accurate diagnosis and indication for surgery was high with a concurrence ratio of 83%, considerable differences existed between the assessed regions, with lowest values for thoracic images. Teleradiology is a cost-effective, rapid method which can be applied wherever wireless cell phone reception is available. In our opinion, this method is in principle suitable for clinical use, enabling the physician on duty to agree on appropriate measures with colleagues located elsewhere via x-ray image transmission on a cell phone
Prospektive Studie zur Rolle neuropathischer Schmerzen bei orthopädischen Krankheitsbildern der Wirbelsäule
Hintergrund: Es sollte untersucht werden, inwieweit sich Schmerzprofile von Patienten mit Rückenschmerzen unterschiedlicher Genese voneinander unterscheiden. Als entscheidender Parameter diente der painDetect-Bogen zur Differenzierung von nozizeptiven und neuropathischen Schmerzen.Material und Methode: Es wurden Patienten für die Studie ausgewählt, bei denen entweder Wirbelkörperfrakturen (WKF, Gruppe 1) oder Bandscheibenvorfälle bzw. spinale Kompressionen (non-WKF, Gruppe 2) diagnostiziert waren. Prä- und postoperativ wurden klinische Daten erhoben, der painDetect-Bogen, der Fragebogen zum Oswestry-Index (ODI) und ein Bogen mit VAS-Skalen ausgefüllt. Die Patienten wurden entsprechend ihrer Diagnose operativ behandelt: Radiofrequenz-Kyphoplastie, Nukleotomie, Spondylodese.Ergebnisse: Gruppe 1: 62 Patienten; weibl.=89%; Durchschnittsalter 71 Jahre Gruppe 2: 77 Patienten; weibl.=55%, Durchschnittsalter 53 Jahre Präoperativ bestanden keine signifikanten Unterschiede der Schmerzintensitäten (akut, maximal, durchschnittlich): Mediane der Ordinalskala von 0-10; Gruppe 1: 6,8,7; Gruppe 2: 6,9,7. Der Vergleich der Score-Endsumme im painDetect-Bogen ergab präoperativ einen signifikanten Unterschied (Mediane: Gruppe 1=9, Gruppe 2=17; Effektstärke r=0.5, p=0.000). In Gruppe 1 war das Vorhandensein neuropathischer Schmerzkomponenten bei 3% der Patienten wahrscheinlich (>90%), in der Gruppe 2 bei 43% und zusätzlich bei 13% bzw. bei 30% nicht auszuschließen. Bei der Schmerzwahrnehmung zeigten sich bei den Patienten mit WKF höhere VAS-Werte (71) als in der Vergleichsgruppe (53). Die Gesamtscores des ODIs unterschieden sich nicht (56% vs. 58%). Postoperativ zeigten beide Gruppen einen deutlichen Rückgang der Schmerzintensitäten. Die Score-Endsumme im painDetect-Bogen konnte auf 4 (Medianwert) in beiden Gruppen starke vermindert werden. Die medianen Scores im ODI verringerten sich in beiden Gruppen mit einer Effektstärke von 0.6. Schlussfolgerung: In Gruppe 2 lassen sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in 43% neuropathische Komponenten feststellen und bei weiteren 30% als möglich annehmen. Ein Hinweis auf neuropathische Schmerzen bei Wirbelkörperfrakturen kann nur in etwa 3% festgestellt werden. Postoperativ kam es in beiden Gruppen zu einer signifikanten Besserung der Schmerzsymptomatik und Funktionalität. Somit kann das Risiko einer Schmerzchronifizierung entscheidend gemindert werden
Entwicklung und Validierung eines Screeninginstrumentes zur Diagnose einer Sepsis nach Schlaganfall
Schlaganfall-assoziierte Infektionen können eine Sepsis hervorrufen, die mit einem schlechten klinischen Outcome assoziiert ist. Die lebensbedrohliche Organdysfunktion, welche die Sepsis definiert, kann mittels Sequential Organ Failure Assessment (SOFA) Score identifiziert werden. Allerdings ist die Anwendbarkeit des SOFA-Scores bei Patient*innen außerhalb der Intensivstation eingeschränkt. Diese Arbeit beschäftigt sich damit, einen modifizierten SOFA-Score zur Vorhersage eines schlechten Outcomes und somit der Diagnose einer Sepsis bei Schlaganfallpatient*innen mit Infektion zu entwickeln und zu validieren.
Anhand einer bereits charakterisierten Kohorte von 212 Patient*innen mit Schlaganfall-assoziierter Infektion nach mechanischer Thrombektomie wurden geeignete Prädiktoren für ein schlechtes Outcome mittels logistischer Regression identifiziert und mit Hilfe des Youden-Index dichotomisiert. Zur Auswahl des finalen Modells wurden verschiedene Kombinationen dieser Prädiktoren auf die Anpassungsgüte getestet. Der daraus resultierende Score wurde anschließend an einer separaten Kohorte von 391 konsekutiven Patient*innen mit ischämischem Schlaganfall und Infektion, die im Zeitraum vom 01.01.2021 bis 30.06.2022 am Universitätsklinikum Bonn behandelt wurden, validiert.
Folgende fünf Prädiktoren wurden in den abgeleiteten Stroke-(S-)SOFA-Score eingeschlossen: National Institutes of Health Stroke Scale ≥ 14, pulsoxymetrisch gemessene Sauerstoffsättigung 9/l, Kreatinin ≥ 1,2 mg/dl. Die Fläche unter der ROC-Kurve (AUC) des S-SOFA-Scores für die Vorhersage eines schlechten Outcomes, das auf eine Sepsis hindeutet, betrug 0,713 [95 %-Konfidenzintervall: 0,665–0,762] und war damit ähnlich der des Standard-SOFA-Scores (0,750 [0,703–0,798]), jedoch wurde die vorab festgelegte Nichtunterlegenheitsgrenze von -0,06 knapp verfehlt (untere Grenze des 95 %-Konfidenzintervalls für die AUC-Differenz -0,075). Bei Patient*innen außerhalb der Intensivstation hingegen war der S-SOFA-Score dem SOFA-Score nicht unterlegen (untere Grenze des 95 %-Konfidenzintervalls für die AUC-Differenz -0,055).
Hieraus lässt sich schlussfolgern, dass der S-SOFA-Score zukünftig zur Identifikation von nicht intensivpflichtigen Schlaganfallpatient*innen mit Sepsis und hohem Risiko eines schlechten Outcomes beitragen könnte. Der Vorteil des S-SOFA-Scores gegenüber dem Standard-SOFA-Score besteht darin, dass dieser einfach anzuwenden ist und routinemäßig erhobene Parameter verwendet. Bei Intensivpatient*innen sollte der SOFA-Score weiterhin der Standard bleiben. Um unsere Ergebnisse zu bestätigen, sind prospektive multizentrische Studien erforderlich
Auswirkungen einer pharmakologischen Inhibition von Gap Junctions durch INI-0602 auf die Therapie des Glioblastoms
Die Vernetzung der Tumorzellen über Gap Junctions und das hierdurch entstehende zelluläre Synzytium im Glioblastom stellt einen wesentlichen Mechanismus der Therapieresistenz dar und erhöht darüber hinaus die Invasions- und Proliferationsfähigkeit der Glioblastomzellen. In dieser Hinsicht könnte eine gegen Gap Junctions gerichtete Therapie durch Isolierung der Glioblastomzellen zu einem Zusammenbruch des funktionellen Netzwerks führen. Wichtige Überlebenssignale könnten auf diese Weise die isolierte Tumorzelle nicht mehr erreichen und die Zelle somit in ihrer ausgeprägten Proliferationskapazität und der Resistenz gegenüber dem Standardchemotherapeutikum Temozolomid einschränken. Eine Übertragung dieser vielversprechenden Erkenntnisse vom präklinischen Modell in die praktische Anwendung war jedoch bislang gescheitert, da die bisher untersuchten Gap Junction-Inhibitoren die Blut-Hirn-Schranke nicht suffizient überwinden konnten. Die Zielsetzung der vorliegenden Arbeit war nun unter Verwendung von INI-0602, eines neuartigen und erstmals für die Überwindung der Blut-Hirn-Schranke optimierten Gap Junction-Inhibitors, das Potential einer gegen Gap Junctions gerichteten Therapie als neuen Ansatz für die Behandlung des Glioblastoms zu evaluieren.Inhibition of Gap Junctions Sensitizes Primary Glioblastoma Cells for Temozolomide
Gap junctions have recently been shown to interconnect glioblastoma cells to a multicellular syncytial network, thereby allowing intercellular communication over long distances as well as enabling glioblastoma cells to form routes for brain microinvasion. Against this backdrop gap junction-targeted therapies might provide for an essential contribution to isolate cancer cells within the brain, thus increasing the tumor cells’ vulnerability to the standard chemotherapeutic agent temozolomide. By utilizing INI-0602—a novel gap junction inhibitor optimized for crossing the blood brain barrier—in an oncological setting, the present study was aimed at evaluating the potential of gap junction-targeted therapy on primary human glioblastoma cell populations. Pharmacological inhibition of gap junctions profoundly sensitized primary glioblastoma cells to temozolomide-mediated cell death. On the molecular level, gap junction inhibition was associated with elevated activity of the JNK signaling pathway. With the use of a novel gap junction inhibitor capable of crossing the blood–brain barrier—thus constituting an auspicious drug for clinical applicability—these results may constitute a promising new therapeutic strategy in the field of current translational glioblastoma research
Notwendigkeit und Umfang der postoperativen intensiv-medizinischen Überwachung von Patienten nach elektiven epilepsiechirurgischen Eingriffen
Hintergrund: Traditionell werden Patienten nach erfolgtem elektiven resektiven epilepsiechirurgischen Eingriff postoperativ auf einer (Neuro)-Intensivstation berwacht. Das Ziel der berwachung ist eine frhzeitige Erkennung von postoperativen lebensbedrohlichen Komplikationen oder klinischen Ereignissen, welche eine schnelle medizinische oder chirurgische Intervention bentigen. Wir haben in dieser Analyse die Hufigkeit des Auftretens von Ereignissen, welche eine intensiv-medizinische berwachung erforderten, sowie die dazu beitragenden mglichen pr- und intraoperativen Faktoren untersucht.
Methoden: wir haben eine retrospektive Studie mit n=266 Patienten mit medikamenten-resistenter Epilepsie, die sich zwischen 2012 und 2019 einem elektiven resektiven epilepsiechirurgischen Eingriff unterzogen, durchgefhrt. Postoperative Komplikationen oder klinischen Ereignissen, welche eine schnelle medizinische oder chirurgische Intervention bentigen, wurden innerhalb von 48 Stunden postoperativ erfasst. Eine multivariaten Analyse wurde zur Identifikation von unabhngigen signifikanten Einflussfaktoren durchgefhrt.
Ergebnisse: Dreizehn Patienten (4,9 %) entwickelten innerhalb von 48h postoperativ mindestens ein Ereignis, welches eine intensiv-medizinische berwachung erforderte. Die multivariaten Analyse zeigte, dass Diabetes Mellitus sowie ein intraop. Blutverlust = 325 mL unabhngige Prdiktoren fr die Notwendigkeit einer postoperativen intensiv-medizinischen berwachung sind.
Zusammenfassung: Zusammenfassend legen unsere Ergebnisse nahe, dass die Mehrheit der Patienten, die sich einem elektiven resektiven epilepsiechirurgischen Eingriff unterziehen, keine postoperativen Ereignisse entwickeln, welche mandatorisch ein intensivmedizinisches Setting erfordern. Somit erscheint die postoperative berwachung dieser Patienten auf einer IMC-berwachungsstation sicher und machbar. Allerdings sollten Patienten mit Diabetes mellitus und einem erhhten intraoperativen Blutverlust (>325 mL) weiterhin mit besonderer Umsicht behandelt werden und postoperativ einer intensivmedizinischen berwachung unterliegen.The necessity for routine intensive care unit admission following elective craniotomy for epilepsy surgery: a retrospective single-center observational study
OBJECTIVE Traditionally, patients who underwent elective craniotomy for epilepsy surgery are monitored postoperatively in an intensive care unit (ICU) overnight in order to sufficiently respond to potential early postoperative complications. In the present study, the authors investigated the frequency of early postoperative events that entailed ICU monitoring in patients who had undergone elective craniotomy for epilepsy surgery. In a second step, they aimed at identifying pre- and intraoperative risk factors for the development of unfavorable events to distinguish those patients with the need for postoperative ICU monitoring at the earliest possible stage.
METHODS The authors performed a retrospective observational cohort study assessing patients with medically intractable epilepsy (n = 266) who had undergone elective craniotomy for epilepsy surgery between 2012 and 2019 at a tertiary care epilepsy center, excluding those patients who had undergone invasive diagnostic approaches and functional hemispherectomy. Postoperative complications were defined as any unfavorable postoperative surgical and/or anesthesiological event that required further ICU therapy within 48 hours following surgery. A multivariate analysis was performed to reveal preoperatively identifiable risk factors for postoperative adverse events requiring an ICU setting.
RESULTS Thirteen (4.9%) of 266 patients developed early postoperative adverse events that required further postoperative ICU care. The most prevalent event was a return to the operating room because of relevant postoperative intracranial hematoma (5 of 266 patients). Multivariate analysis revealed intraoperative blood loss = 325 ml (OR 6.2, p = 0.012) and diabetes mellitus (OR 9.2, p = 0.029) as risk factors for unfavorable postoperative events requiring ICU therapy.
CONCLUSIONS The present study revealed routinely collectable risk factors that would allow the identification of patients with an elevated risk of postsurgical complications requiring a postoperative ICU stay following epilepsy surgery. These findings may offer guidance for a stepdown unit admission policy following epilepsy surgical interventions after an external validation of the results
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