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Evaluation of cognition, structural, and functional MRI in juvenile myoclonic epilepsy
Purpose: Previous studies using advanced imaging techniques have suggested subtle structural and functional changes in patients with juvenile myoclonic epilepsy (JME), mainly associated with the frontal lobes. In addition, it has been reported that these patients show neuropsychological deficits, often summarized as frontal lobe dysfunction. The aim of this study was a comprehensive analysis of neuropsychological parameters, and functional and structural magnetic resonance imaging (MRI) in an independent cohort of patients with JME. Methods: We studied 19 JME patients and 20 age-, sex-, and education-matched controls using a battery of standardized neuropsychological tests, optimized voxel-based morphometry (VBM), and two domain-specific working-memory paradigms combined with functional MRI (fMRI). Results: Our investigations did not reveal statistically significant differences between the groups of JME patients and normal controls in either the VBM or the fMRI study of working memory. The neuropsychological examination showed a slightly worse performance for the JME patients across most tests used, reaching statistical significance for semantic and verbal fluency. Conclusions: In our cohort of JME patients, we could not reproduce the findings of frontal gray matter changes from previous studies, and we could not detect an fMRI correlate of previously reported differences in working memory in JME. The neuropsychological deficits may be attributed partially to antiepileptic medication. We conclude that structural and functional frontal lobe deficits in JME patients have to be interpreted with care. One reason for a variation between different cohorts may be the genetic heterogeneity of the disease
EVALUATION OF STRUCTURAL AND FUNCTIONAL FRONTAL LOBE PARAMETERS IN JUVENILE MYOCLONIC EPILEPSY.
EVALUATION OF STRUCTURAL AND FUNCTIONAL FRONTAL LOBE PARAMETERS IN JUVENILE MYOCLONIC EPILEPSY.
Der Testing-the-Limits-Ansatz und seine Rolle in der Früherkennung der Alzheimer-Demenz: Eine Validierungsstudie
Hintergrund: Die Alzheimer-Demenz (AD) ist die häufigste dementielle Erkrankung im Alter, deren frühzeitige Erkennung mit Blick auf die aktuell verfügbaren Therapieansätze, die einen möglichst raschen Behandlungsbeginn erfordern, von besonderer Wichtigkeit ist. Gegenstand der vorliegenden Dissertation war die Validierung eines neuartigen, lernpotential-orientierten Gedächtnistests zur Früherkennung der Alzheimerdemenz.
Material und Methoden: Untersucht wurden 57 Personen mit Verdacht auf AD im Frühstadium und eine Kontrollgruppe von 94 Personen, die sich aus Patienten mit einer Depression und Gesunden zusammensetzte. Die diagnostische Einordnung der Patienten stützte sich auf klinische, labordiagnostische und bildgebende Untersuchungen und erfolgte anhand der NINCDS-ADRDA-Kriterien für Demenz und den DSM-IV-Kriterien für eine Depression. Als Gedächtnistest kam ein neu entwickeltes „Testing the Limits“-Paradigma (TtL) zum Einsatz, welches als dynamisches Testverfahren einen Prätest zur Bestimmung der Ausgangsleistung und zwei Posttests zur Abbildung des Lernpotentials beinhaltet. Beide Gruppen wurden mit Hilfe des TtL untersucht und die Ergebnisse miteinander verglichen. Anhand von Receiver-Operating-Curves (ROC) wurde die diagnostische Trennschärfe beurteilt und es wurden optimale Grenzwerte für die Erkennung von AD-Patienten ermittelt.
Ergebnisse und Schlussfolgerung: Den AD-Patienten unterliefen in allen Durchgängen des TtL-Paradigmas signifikant mehr Fehler als den Kontrollpersonen, zudem zeigten sie im Leistungsverlauf ein geringeres Lernpotential. Die differentialdiagnostische Trennschärfe zwischen Alzheimer- und Kontrollgruppe war besonders hoch für die kumulierten Fehler der beiden Posttests (Sensitivität 0.93, Spezifität 0.80) und für die kumulierten Fehler von Prä- und Posttests (Sensitivität 0.88, Spezifität 0.80). Somit scheint das hier eingesetzte TtL-Paradigma ein Instrument zu sein, welches bei einer vergleichsweise geringen Durchführungszeit von 20-25 Minuten eine hohe differentialdiagnostischer Trennschärfe bietet
Kartierung des Parietallappens für die Funktion des Mengenschätzens : eine Pilotstudie mit navigierter transkranieller Magnetstimulation
Parietale Regionen sind dafür bekannt eine wesentliche Rolle in der Mengen- und Zahlenverarbeitung einzunehmen. Dies wurde bereits durch diverse Studien mit Bildgebungen, Patienten mit zerebralen Läsionen und elektrophysiologischen Messungen
für die symbolische und nicht-symbolische Mengenverarbeitung nachgewiesen. Formale Rechenaufgaben sind hierbei von Numerosity, der grundlegenden Fähigkeit mit Mengen umzugehen, abzugrenzen. Speziell Studien mit transkranieller Magnetstimulation (TMS) setzten sich bisher hauptsächlich mit symbolischen Mengen, wie arithmetischen Operationen, auseinander. Vorliegende Studie beschäftigt sich mit der Fragestellung, ob die Verarbeitung nicht-symbolischer Mengen mittels repetitiver 20 Hz-Stimulation über kortikalen Regionen fazilitiert oder inhibiert werden kann. Von besonderem Interesse ist außerdem die exakte Verortung dieser Regionen, um den Parietallappen genauer zu kartieren. Als Aufgabe, mit welcher Numerosity abgebildet und getestet wurde, wählten wir einen Computertest. Teilnehmer des Experiments sollten sich unter vier Punktefeldern für den Quadranten mit der höchsten Anzahl an Punkten entscheiden. Zunächst wurde in einer ersten Versuchsgruppe über 4 Orten bilateral plus einem Kontrollort (Gyrus Angularis (AG), Gyrus Supramarginalis (SMG), Intraparietaler Sulcus (IPS), Jensen Sulcus, Vertex) versucht die
Funktion der Mengenschätzung durch repetitive TMS Pulse zu stören oder zu fazilitieren. Anschließend wurden in einer 2. Gruppe diejenigen Orte, die sich durch Stimulation beeinflusst zeigten (AG, IPS), an einem anderen Probandenkollektiv erneut getestet, um das Ergebnis zu verifizieren. Als Haupteffekte wurden vorrangig Veränderungen in der Performance und in der Reaktionsgeschwindigkeit untersucht. Es konnte eine Fazilitation der Performance durch repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) des rechten AG und des linken IPS festgestellt werden. Außerdem wurde eine verlängerte Antwortlatenz nach Stimulation des
linken AG und des rechten IPS beobachtet. Die Stimulation der anderen beiden Orte erbrachte ebenso wie Stimulation des Vertex keinen Effekt. Ob es sich nun bei der Performanceverbesserung oder bei der Verlängerung der Reaktionszeiten um den
eigentlichen Effekt handelt bzw. wie diese Effekte zusammenpassen, kann nicht abschließend geklärt werden. Es wird jedoch die bedeutende Rolle dieser beiden Orte für die Funktion des Mengenschätzens deutlich. Da der TMS-Effekt auf die kortikale Zielregion
stark nach verwendetem Stimulationsprotokoll variiert, muss dahingehend weiter differenziert und geforscht werden. Zum einen, um mehr über die Hintergründe und Funktionsweise der Neuromodulation herauszufinden, zum anderen auch, um eine Vergleichbarkeit der einzelnen Studien zu gewährleisten. Die dieser Studie zugrundeliegende Fragestellung kann trotz fehlender Eindeutigkeit des kortikalen Effekts der Neuromodulation mit hoher Sicherheit beantwortet werden: Es ist möglich mit rTMS die Funktion des Mengenschätzens über den parietalen Regionen AG und IPS zu beeinflussen. Das spricht für eine wesentliche Rolle dieser Orte für Numerosit
Kognitiver Phänotyp bei Personen mit Becker-Kiener Muskeldystrophie
Die Muskeldystrophie Becker-Kiener (BMD) gehört zur Unterform der Dystrophinopathien. Die häufigste Dystrophinopathie stellt die Muskeldystrophie Duchenne dar, welche neben der typischen progressiven Muskelschwäche auch durch das Vorkommen von neuropsychologischen Veränderungen wie z.B. einer erniedrigten Intelligenz, Autismus oder Depressionen gekennzeichnet ist.
Inwiefern auch bei der BMD neuropsychologische Veränderungen vorliegen ist bislang nicht umfassend untersucht. In der vorliegenden klinisch-explorativen Studie wurden die kognitiven Leistungen von BMD Probanden näher charakterisiert. Neben der BMD Gruppe wurden zwei Kontrollgruppen in die Untersuchung eingeschlossen. Eine Gruppe an gesunden Probanden sowie eine Gruppe an Probanden mit anderweitigen Muskelerkrankungen, die ähnliche körperliche Einschränkung wie BMD aufweisen, ohne dass es bei diesen Erkrankungen Hinweise auf eine Beteiligung der Kognition gibt. Zum Einsatz kam eine ausführliche neuropsychologische Testbatterie, welche u.a. primäre, deklarative und semantische Gedächtnisfunktionen, Exekutivfunktionen, Aufmerksamkeitsfunktionen, sowie Verbal-, Handlungs- und Gesamtintelligenz abbildet. Die vorliegenden Daten lassen momentan keine Anhaltspunkte für eine substantielle kognitive Leistungseinschränkung bei Personen mit BMD erkennen. Lediglich im Bereich der exekutiven Funktion zeigte die BMD Gruppe Defizite. Über die zugrundeliegenden Mechanismen, die für die reduzierte kognitive Funktion mancher der an BMD erkrankten Personen verantwortlich sind, ist man sich bis heute nicht einig. Verschiedene Studien deuten darauf hin, dass distale Mutationen im Dystrophin-Gen, die zu einer fehlenden oder mangelhaften Expression der im Zentralen Nervensystem vor allem vorkommenden Isoformen (Dp 140 und Dp 71) führen, ursächlich für die veränderte kognitive Leistung sind
Der Stellenwert des Testing-the-Limits-Paradigma in der Frühdiagnostik der Alzheimerdemenz sowie Grenzen kognitiver Demenzscreenings
In der vorliegenden Arbeit wurden Patienten mit Demenz vom Alzheimertyp (DAT), Patienten mit Depression und gesunde Kontrollpersonen anhand eines Testing-the-Limits-Verfahren (TtL) untersucht. Beurteilt werden sollte die Trennschärfe des Verfahrens zum Zeitpunkt der bereits manifesten Demenz gegenüber elaborierten neuropsychologischen Screeningverfahren (Buschke Memory Impairment Screen, Boston Naming Test, Clock Drawing Test, Verbal Fluency, Wortschatztest, Alzheimer´s Disease Assessment). Zudem stellte die Testung eine Nachuntersuchung (>6 Monate) dar. Zum Zeitpunkt der Voruntersuchung wurde die Erstdiagnose Demenz gestellt. Nun sollte gezeigt werden, dass diese bereits zu einem frühen Erkrankungszeitpunkt durch das TtL-Verfahren korrekt gestellt werden konnte.
Die Ergebnisse deuten auf eine hohe Trennschärfe des TtL hin. Außerdem konnte gezeigt werden, dass Demenzpatienten aufgrund reduzierter bzw. fehlender kognitiver Plastizität im TtL-Verfahren zum Zeitpunkt der manifesten DAT (Nachuntersuchung) schlechter abschneiden als die Referenzkohorte. Durch Analyse der Ergebnisverläufe von Vor- zu Nachuntersuchung wurde gezeigt, dass Patienten mit einer DAT ihre Testleistung nicht halten können bzw. verschlechtern. Betrachtet man den zeitlichen Verlauf liegt die Sensitivität des TtL-Verfahrens zur Nachuntersuchung bei 100%. Die Ergebnisse spiegeln den Mangel neuronaler Plastizität innerhalb des Krankheitsverlaufs einer DAT wieder. Zudem kann auf die hohe Wertigkeit des TtL-Verfahrens bereits zum Zeitpunkt der Erstdiagnose hingewiesen werden
Moralkompetenz und Moralpositionen bei Patienten mit der Verhaltensvariante der frontotemporalen Lobärdegeneration
Moral ist eine wichtige Komponente sozialer Kognition und im Vergleich zu Empathie und Theory of Mind bei Patienten mit der Verhaltensvariante der Frontotemporalen Demenz vergleichsweise geringfügig untersucht. Zwar ist unmoralisches Verhalten ein Teil der Krankheitsbeschreibung, hierfür verantwortliche Mechanismen sind jedoch weitestgehend unerforscht.
In dieser Untersuchung sollte zum einen auf Grundlage der Dual Aspect Theory von Georg Lind geprüft werden, ob sich bei Patienten mit der behavioralen Variante der frontotemporalen Demenz (bvFTD) die Fähigkeit zur Integration von Moralvorstellungen in das alltägliche Handeln, also ihrer Moralkompetenz, im Vergleich zu Kontrollpersonen unterscheiden lässt. Zum anderen sollte auf Basis der Theory of Ethics Positions von Donelson Forsyth betrachtet werden, ob sich überdies allgemeine Moralpositionen bei diesen Patientengruppen unterscheiden. Mittels zweier von den oben genannten Autoren entworfener Fragebögen sollten diese Kriterien untersucht und im Zusammenhang mit den Ergebnissen einer neuropsychologischen Test-Batterie analysiert werden. Neben gesunden Kontrollprobanden wurde den bvFTD-Patienten auch eine Stichprobe mit von Amyotropher Lateralsklerose (ALS) betroffenen Personen gegenübergestellt, da jüngere Studien sowohl molekulare, histopathologische als auch klinische Überschneidungen beider Erkrankungen festgestellt haben. Erwartet wurde, dass die Patienten hinsichtlich ihrer Moralkompetenz niedrigere Scores als die Kontrollprobanden erzielten und sich auch bezüglich der Moralpositionen „Idealismus“ und „Relativismus“ von diesen unterscheiden würden.
Bei der Untersuchung zur Moralkompetenz konnte ein signifikant niedrigeres Ergebnis in den Gruppen der bvFTD- und ALS-Patienten im Vergleich zur Kontrollgruppe gefunden werden. Die Ergebnisse von ALS und bvFTD-Patienten unterscheiden sich nicht. Ein Zusammenhang dieser Befunde mit kognitiven, speziell exekutiven Fähigkeiten konnte nicht festgestellt werden. Entgegen der Erwartung befanden sich die Ergebnisse der Moralpositionen in allen Stichprobengruppen auf demselben Niveau, ein signifikanter Unterschied wurde nicht beobachtet. So lässt sich festhalten, dass Moralpositionen der bvFTD-Patienten sich nicht von denen der Normalpopulationen abgrenzen lassen, die Integration der Moral in situatives Urteil und Handeln jedoch bei bvFTD ebenso wie bei ALS eingeschränkt ist
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